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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Regenwasser mit Aktivkohle aufbereiten



cdonline
05.12.2009, 14:51
:wink:

Das Regenwasser, das vom Carportdach auffange, möchte ich als Mischwasser für den Wasserwechsel mit Aktivkohle aufbereiten.
Ich habe ein 1,2 Meter langes 5/4 Zoll Kunststoffrohr mit Aktivkohle gefüllt und 30 Liter Regenwasser sehr langsam durchfließen lassen.

Da ich alle 3 Wochen einen 30%tigen Wasserwechsel durchführe, würde ich gerne wissen, wie oft ich die selbe Aktivkohle dafür benutzen kann.

Nach dem Durchfluss von dem Regenwasser,habe ich die Aktivkohle wieder aus dem Rohr entfernt und zum Trocknen ausgelegt, da ich mir gedacht habe, so die Kohle öfters benutzen zu können.
Ob das natürlich richtig ist, sei einmal dahingestellt.

xkarlo
06.12.2009, 18:14
Hey Namenloser

Wie oft du die getrocknete Kohlen verwenden kannst, kann ich dir nicht sagen.
Mit deiner Rechnung komme ich nicht klar.
Mit einer Menge Wasser, wie stark belastet, durch wieviel Kohle ist etwas Hellseherisch.

Ich wohne in Ländlicher Region, mit einer Bundesstraße vor der Tür und benutze das Regenwasser fast pur.
100 g Kohle mit etwas Filterwatte in einen normalen Außenfilter, bereite ich 10000l Wasser auf, dann wird der Filter neu bestückt.

Gibbyceps
06.12.2009, 18:45
Hello Noname,

Aktivkohle braucht man nicht trocknen!

Richtig aber... Aktivkohle ist irgendwann erschöpft, dass aber kommt auf die Belastung des Regenwassers an, wobei man Regenwasser eigentlich nur durch einen Kaffeefilter von Grobschmutz säubert, eine extra Kohlebehandlung bei Regenwasser ist "Wasser in den Rhein getragen". So mache ichs jedenfalls, wenn denn das Fass genügend Regenwasser hat und nicht grün ist vor Algen.

Dann nimm lieber normales H2O ausse Ltg. denn das Wasser hat Lebensmittelgüte!

Ists Brunnenwasser was bei Euch aus der Ltg. kommt, kann es Nitrit/Nitrat belastet sein, von umliegender Ackerwirtschaft. Wobei Zinkleitungen im Haus Nitrat in Nitrit umwandelt... was das bedeutet ist ja in der Aquaristik bekannt.

Aber Du kannst das Wasser vom Carport über einen ausreichenden Sandfilter leiten, dass wiederum würde auch funktionieren die Schwebstoffe zurückzuhalten.

xkarlo
06.12.2009, 19:53
Hey
Ich kann Klaus seine Zusatzinfos nur zustimmen.

Prestutnik12
07.12.2009, 15:27
Moin, moin

Klaus' Idee mit dem Sandfilter ist die Lösung. Hatte das auch eine Zeitlang praktiziert. Der Vorteil ist: Sand ist billig und sehr effektiv. Man kann ihn nach fünf bis sechs Durchgängen einfach in den Garten kippen und ersetzen. Aktivkohle läuft dagegen schon stärker ins Geld.

Nur: Nimm auf keinen Fall Sand, der in Baumärkten als spezieller Sand für Kindersandkästen verkauft wird. Denn der ist oftmals massiv mit Antifungiziden und sonstiger Chemie versetzt. Garnelen zum Beispiel mögen das gar nicht.

Ansonsten: Chapeau! Mir war ein irgendwann einfach zu mühsam, das Wasser aus der Tonne zu hebeln und in Haus – die Aquarien stehen unter dem Dach – zu buckeln. :respekt:

Viele Grüße
Stefan

addi1
07.12.2009, 18:19
Hallo,

alles eine Frage des Aufwandes, mit bspw. einem Reiser Blockfilter geht es auch, nur benötigt man dann noch eine Druckpumpe, und dann hat man in monetärer Hinsicht schon eine anständige Osmoseanlage mit gutem Durchsatz zusammen.

Ein Hinweis noch zu den Brunnenwässern, die enthalten idR. auch größere Mengen an Mangan und Eisen und sind aus diesem Grunde der natürliche Feind der Osmoseanlage.

Das generelle Problem aller genannter Filtermethoden ist die Wirksamkeit in Abhängikeit der Zeit zu beurteilen, das ist für den Laien idR. kaum möglich.

Gruß addi

cdonline
07.12.2009, 19:53
Mit deiner Rechnung komme ich nicht klar.
Mit einer Menge Wasser, wie stark belastet, durch wieviel Kohle ist etwas Hellseherisch.


Ich wohne in Ländlicher Region, mit einer Bundesstraße vor der Tür und benutze das Regenwasser fast pur.
100 g Kohle mit etwas Filterwatte in einen normalen Außenfilter, bereite ich 10000l Wasser auf, dann wird der Filter neu bestückt.

:wink:
Man hat mir gesagt, das man mit 1 Liter guter Aktivkohle ca 1500 Ltr. Regenwasser reinigen kann, aber auch das man sie nur einmal verwenden
darf, da sie sonst die Schadstoffe wieder an das Wasser zurückführt.
Deswgen war meine Frage, obe man die Kohle mehrmals für ca 30 Liter
Regenwasser verwenden kann, bei einem Reinigszyklus von 3 Wochen.

addi1
07.12.2009, 20:08
Hallo,

die Rechnung geht nicht auf, es ist die Frage, welche Stoffe an die Aktivkohle abgegeben werden und in welcher Menge sie vorhanden sind.
Großmoekulare Stoffe was weis ich, z.b. Styrole, sind fischgiftig und werden nur im begrenzen Maße von der Kohle resorbiert, kleine Ionen z.B. Kupfer werden ggf. in höherem Maße aufgenommen und schneller wieder abgegeben, da kann man nicht mit 1 l A.Kohle auf xy l Wasser anfangen zu jonglieren, eher hast du zweimal sechs Richtige im Lotto, denn die Ausgangssituation ist unbeannt, d.h. die Menge an Stoffen und insbesondere die Art der Stoffe, die das Regenwasser abgeben kann / könnte, ist die unbekannte Größe.

...und für eine Totalanalyse des Regenwassers hast du locker eine tolle Osmoseanlage bezahlt....

Gruß addi

Gibbyceps
07.12.2009, 23:52
Hallo Stefan, noch nabeend...

nun das mitm Sand....selbst bin ich in ein Kieswerk, was es hier am Rhein des öfteren gibt, 3-4 Eimer voll, da wollten die nich mal was dafür... diesen Sand kannste ohne zu waschen sofort nutzen...

xkarlo
08.12.2009, 20:42
Hallo

Es sollte mal wieder ein Thema über Suggestion der Industrie, Mythen und Halbwahrheiten erstellt werden.

Hey Noname

Du kannst aber mußt nicht alles glauben, was die Industrie uns vormachen will.

Prestutnik12
10.12.2009, 11:51
Klar, Klaus, wir zwei sind eben privilegiert! Wohnen direkt am Rhein – ich ein paar Kilometer südlich von Dir - und haben gratis Filtersand in Hülle und Fülle. Stää gebts ä fer umme! Auch sonst: Prima Gegend! :klatsch:

Ich war halt nur irgendwann einfach zu faul, das Wasser in den dritten Stock zu schleppen...

Gruß nach Speyer,
Stefan