Caridino
07.12.2009, 22:19
Hallo,
Aufräumarbeiten im Keller können manchmal seltsame Folgen haben. Aber der Reihe nach.
Bei eben diesen Aufräumarbeiten fand ich mein Terrarium wieder, in welchem ich vor einigen Jahren Zwerghamster gehalten hatte. Schnell hatte ich eingesehen, das so ein schönes Glasbecken mit den Maßen 60x30x40 (BxTxH) nicht enbewohnt im Keller stehen darf, zumal in meinem Arbeitszimmer noch ein ungenutztes 60er-Plätzchen frei war, welches allerdings aus Gewichtsgründen kein AQ beherbergen konnte.
Das Glas braucht Leben, hieß also in den folgenden Wochen mein Motto und ich las mich ein in Terrarium-Mindestgrößen, Beleuchtungs- und Heizungsfragen und und und....
Bei der Auswahl der Tiere landete ich schnell bei den Geckos und wurde von einem netten User in unserem Partner-Forum Gecko-Welt auf den Rübenschwanz-Vipern-Gecko, Hemidactylus imbricatus hingewiesen. Durch entsprechende Bilder, die ich im Netz fand, fiel die Entscheidung dann ganz schnell. DIE sollten es werden!
Dieser Gecko ist ein dämmerungs- und nachtaktiver genügsamer Geselle (was nicht heißen soll, dass er bei mir nur die Mindestanforderungen vorfindet), er benötigt lediglich eine Temperatur im Terrarium von 25 - 30°, was mit eeinem 20W-Halogenspot schnell errreicht wird, der gleichzeitig auch das Wärmeplätzchen auf einer wärmespeichernden Schieferplatte auf 40 ° aufwärmt. Die benötigte Luftfeuchtigkeit erreicht man mit etwas Sprühen mit Wasser alle zwei Tage. Weiteres Licht spendet eine einfache Schreibtischlampe, da UV-Licht bei diesen nachtaktiven Tieren nicht unbedingt erforderlich.
Sein Vorkommen in der freien Natür erstreckt sich auf ein Gebiet in Pakistan, im südöstlichen Bereich des Indus-Delta im Übergang zur Wüste Thar. Bei dem Gebiet handelt es sich um eines der trockensten Gebiete der Erde, mit einer Höchstzahl von 20 Regentagen pro Jahr (wir hier in unseren Breiten sind dagegen froh, wenn wir 20 Sonnentage pro Jahr haben...).
Wie hübsch dieser Gecko ist, seht Ihr an den beigefügten Fotos, welche ich gestern von den zwei Neuankömmlingen gemacht habe. Die Endgröße beläuft sich auf 8 - 9 cm, maximal 10 cm. Diese jungen, erst 3 Monate alten Tiere messen zur Zeit ca. 4 cm für das Weibchen (auf dem Stein) und ca. 5 cm für das Männchen (am Glas beim Thermometer).
Ein recht knuffiges Aussehen verschafft ihnen der Schwanz, welcher aussieht wie eine Rübe (deshalb auch der Name Rübenschwanz-Gecko) und teilweise breiter werden kann als der Kopf. Das ist eine Schutzfunktion um Fressfeinde zu täuschen. Wenn diese meinen, das Dicke wäre der Kopf und dort angreifen, wirft der Gecko seinen Schwanz ab (Wozu viele Reptilien in der Lage sind, er wächst dann wieder nach) und kommt mit dem Leben davon. Was für ein geschickter Einfall der Natur.
So, jetzt aber genug der Erklärungen. Jetzt wollt und sollt Ihr Bilder sehen!
Vorhang auf für die Rübenschwanz-Vipern-Geckos und ihr Heim!
Fragen dazu beantworte ich gerne.
Viele Grüße, Detlef
Aufräumarbeiten im Keller können manchmal seltsame Folgen haben. Aber der Reihe nach.
Bei eben diesen Aufräumarbeiten fand ich mein Terrarium wieder, in welchem ich vor einigen Jahren Zwerghamster gehalten hatte. Schnell hatte ich eingesehen, das so ein schönes Glasbecken mit den Maßen 60x30x40 (BxTxH) nicht enbewohnt im Keller stehen darf, zumal in meinem Arbeitszimmer noch ein ungenutztes 60er-Plätzchen frei war, welches allerdings aus Gewichtsgründen kein AQ beherbergen konnte.
Das Glas braucht Leben, hieß also in den folgenden Wochen mein Motto und ich las mich ein in Terrarium-Mindestgrößen, Beleuchtungs- und Heizungsfragen und und und....
Bei der Auswahl der Tiere landete ich schnell bei den Geckos und wurde von einem netten User in unserem Partner-Forum Gecko-Welt auf den Rübenschwanz-Vipern-Gecko, Hemidactylus imbricatus hingewiesen. Durch entsprechende Bilder, die ich im Netz fand, fiel die Entscheidung dann ganz schnell. DIE sollten es werden!
Dieser Gecko ist ein dämmerungs- und nachtaktiver genügsamer Geselle (was nicht heißen soll, dass er bei mir nur die Mindestanforderungen vorfindet), er benötigt lediglich eine Temperatur im Terrarium von 25 - 30°, was mit eeinem 20W-Halogenspot schnell errreicht wird, der gleichzeitig auch das Wärmeplätzchen auf einer wärmespeichernden Schieferplatte auf 40 ° aufwärmt. Die benötigte Luftfeuchtigkeit erreicht man mit etwas Sprühen mit Wasser alle zwei Tage. Weiteres Licht spendet eine einfache Schreibtischlampe, da UV-Licht bei diesen nachtaktiven Tieren nicht unbedingt erforderlich.
Sein Vorkommen in der freien Natür erstreckt sich auf ein Gebiet in Pakistan, im südöstlichen Bereich des Indus-Delta im Übergang zur Wüste Thar. Bei dem Gebiet handelt es sich um eines der trockensten Gebiete der Erde, mit einer Höchstzahl von 20 Regentagen pro Jahr (wir hier in unseren Breiten sind dagegen froh, wenn wir 20 Sonnentage pro Jahr haben...).
Wie hübsch dieser Gecko ist, seht Ihr an den beigefügten Fotos, welche ich gestern von den zwei Neuankömmlingen gemacht habe. Die Endgröße beläuft sich auf 8 - 9 cm, maximal 10 cm. Diese jungen, erst 3 Monate alten Tiere messen zur Zeit ca. 4 cm für das Weibchen (auf dem Stein) und ca. 5 cm für das Männchen (am Glas beim Thermometer).
Ein recht knuffiges Aussehen verschafft ihnen der Schwanz, welcher aussieht wie eine Rübe (deshalb auch der Name Rübenschwanz-Gecko) und teilweise breiter werden kann als der Kopf. Das ist eine Schutzfunktion um Fressfeinde zu täuschen. Wenn diese meinen, das Dicke wäre der Kopf und dort angreifen, wirft der Gecko seinen Schwanz ab (Wozu viele Reptilien in der Lage sind, er wächst dann wieder nach) und kommt mit dem Leben davon. Was für ein geschickter Einfall der Natur.
So, jetzt aber genug der Erklärungen. Jetzt wollt und sollt Ihr Bilder sehen!
Vorhang auf für die Rübenschwanz-Vipern-Geckos und ihr Heim!
Fragen dazu beantworte ich gerne.
Viele Grüße, Detlef