Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Methoden der Eingewöhnung
cschweden
13.03.2007, 18:23
Hallo zusammen,
es würde mich mal sehr interessieren, wie Ihr Eure Neuzugänge - egal ob Fisch oder Wirbelloser - an Euer Aquarienwasser gewöhnt. Es gibt da ja weit auseinandergehende Meinungen über Art und Weise und den Zeitrahmen der Aktion.
Ich selbst bin wohl meerwasservorbelastet und "zelebriere" die Tröpfchenmethode. Über einen 4/6mm - Luftschlauch und einen Mini-Absperrhahn lasse ich sehr langsam Wasser in den Transportbeutel tropfen. Den stelle ich vorher in einen dunklen Eimer und schneide auf 2/3 der Höhe ein kleines Loch rein, damit überschüssiges Wasser raus in den Eimer kann. Das ganze tröpfelt dann so einige Stunden vor sich hin, bis der Eimer voll ist und ich die Insassen ohne das Wasser via Kescher ins AQ befördere.
Nun wäre mal ein Überblick über Eure Methoden interessant. Also nix wie ran!
Gruß,
Christian
Hallo,
meine Methode ist seit neustem folgende:
1.) Eimer/Box öffnen, Kontrolle
2.) 90l Mörtelkasten mit Aquarienwasser befüllen, so dass wenn das Wasser aus den Tüten drin ist, genügend Wasser im Kasten ist :zwinker:
3.) Fische samt Wasser in den Bottich
4.) Große Sauerstoffpumpe dran
5.) Heizstab rein, auf Aquarienniveu erhitzen
Nach einer halben Stunde, evtl. noch etwas Wasser hinzu und dann Fische ins Becken.
Für mich hat sich vor allem die Sauerstoffpumpe bewährt. Hatte in einem Aquaristikladen Praktikum gemacht und dort gesehen, dass alle Fische, teils über eine Stunde hinweg, mit Sauerstoff versorgt wurden zur Eingewöhnung.
Damit habe ich vor kurzem 3 von 4 halbtoten Fischen das Leben retten können, die einen Tag lang in einem sehr kleinen Behältnis unterwegs waren. Als sie ankamen, torkelten sie und schwammen mit dem Bauch nach oben (!).
Obwohl es sich um Channas handelt, die ein Labyrinthorgan besitzen und atmosphärische Luft atmen, sind sie nach Anbringen der Pumpe schon nach Viertelstunde normal geschwommen.
Habe es selbst nicht geglaubt, aber so eine Sauerstoff"bombe" wirkt scheinbar nach einer strapazösen Fahrt, Wunder :)
Schönen Gruß,
Mike
Hallo,
also früher hatte ich die Tüte Fische einfach auf das Wasser gelegt, Löcher in die Tüte und das ganze zwischen 20 und 30 min auf der Wasseroberfläche schwimmen gelassen und die Tiere reingegeben.
Dann hatte ich mir auf einer Messe blaue Regenbogenfische gekauft und der meinte, die MEthode ist okay. Auf der Fahrt sind uns schon einige Tiere umgekommen und dann nach dieser Art Wasserwechsel auch. Naja, aus Schaden wird man klug: ich kaufe keine Fische mehr auf Messen und ich habe meine Art des Wasserwechsels ein wenig verändert.
Nun tue ich die Fische mit dem Wasser aus der Tüte in einen Eimer. Da gebe ich dann immer in halbstündigen Abstand Wasser aus dem Becken hinzu, in welches sie einziehen sollen. Das hat bisher ganz gut geklappt.
Ich bin auch gespannt, wie Ihr das macht.
Fischeversenken
13.03.2007, 20:47
Ganz klar, da ich Fische nur aus dem Umkreis beziehe, bzw. im Moment eher nicht mehr, wird generell ca 30 mins eingewöhnt mit der tüte + auffüllen mit eigenem AQ-Wasser, danach abgekeschert und rein ins Nass
Michael H
13.03.2007, 21:03
Hallo,
meine Neuzugänge landen erst mal in einem weißen Eimer.
Dann gebe ich langsam AQ Wasser zu und schöpfe dieses später wieder ab.
Das Spielchen mache ich solange, bis im Eimer nur noch AQ Wasser ist.
Je nachdem, wie empfindlich die Neulinge sind geht das Spielchen schneller, oder eben sehr langsam.
Manchmal ist der Stress des Umsetzens schädlicher wie veränderte Wasserwerte. Daher sollte man immer abwägen, was das Beste ist.
Ein gesunden Guppy kann ich ohne Probleme in den Gartenteich werfen. Einen Ohrgitterharnischwels würde ich so vermutlich um die Ecke bringen. Eine durchfrorene Garnele behandel ich anders, wie ein Tier, welches ich eben aus einem meiner Becken genommen haben. Die Transportdauer spiel natürlich auch noch eine Rolle.
Daher denke ich das man versuchen sollte jeweils die goldenen Mitte zu finden.
Grüße
Micha
Fischeversenken
13.03.2007, 21:10
Original von Gotcha
Eine durchGEfrorene Garnele behandel ich anders
Ich auch, Futter :lach: :__) ...sorry... :O~
Michael H
13.03.2007, 21:17
Hallo,
@ Fischeversenken
na schau Dir mal meine letzte Lieferung an.
Bis die Tiere wieder fit waren hat es schon etwas gedauert :biggrin:.
Grüße
Micha
Hallo,
wahrscheinlich fallen jetzt alle Aqua Experten über mich her, aber ich mache das seit 30 Jahren so und bis lang habe ich noch nie nach einem Neuzugang Verluste gehabt. Hatte auch schon Diskusfische im Becken. Tüte rein, ca. eine dreiviertel Stunde gewartet, Beutel auf und in kleinen Schüben das Wasser gemischt. Dann den hinteren Teil der Tüte hoch und rein mit den neuen Bewohnern.
Fekete Horgony
15.03.2007, 09:49
Hallo,
ich hab einen großen 50 Liter Eimer, also Tüte auf und rein in den Eimer, Alle 2 Minuten kipp ich 1 Liter Aquariumwasser rein, bis der Eimer voll ist. Dann wird rausgekeschert und ins Becken eingesetzt, klappte bisher ohne Probleme.
Gruß Sylvia
Original von Justy
Hallo,
wahrscheinlich fallen jetzt alle Aqua Experten über mich her, aber ich mache das seit 30 Jahren so und bis lang habe ich noch nie nach einem Neuzugang Verluste gehabt. Hatte auch schon Diskusfische im Becken. Tüte rein, ca. eine dreiviertel Stunde gewartet, Beutel auf und in kleinen Schüben das Wasser gemischt. Dann den hinteren Teil der Tüte hoch und rein mit den neuen Bewohnern.
Hallo
Ich kann mich da nur Rolf anschliessen, da ich der Meinung bin das die Fische sich nur an die Wassertemp. gewöhnen und nicht an die Wasserwerte.
Da eine Gewöhnung an die Wasserwerte langer dauert als 1 oder 2 Std.
Gordon1076
29.03.2007, 22:32
Hallo Leute!
Ich schließe mich da mal Frank und Rolf an!
Nachhause kommen, Tüte auf, Temp. vergleichen und wenn die diff. kleiner 2°C dann sofort rein ins Becken, der gesamte Tüteninhalt Wasser+Fisch(e).
Wenn die Diff. größer ist, dann müssen sie ne weile samt Tüte im Wasser schwimmen, wie ne Boje! :)
Denn es stimmt, Fische brauchen mitunter Tage um auf veränderte Wasserwerte zu reagieren.
Somit ist für mich die tröpfchen hin und her Metode nix :-p
Dauert nur unnütze lange und verlängert den Stress der Tiere!
Meine Meinung!
Gruß
Gordon
PS: ich hatte noch nie einen "Transportschaden"!
Schwämchen
29.03.2007, 22:42
Huhu:
Ja ich schliess mich Rolf , Frank und Gordon an, dazu kommt noch dass Luxbg klein ist und meine Fische nie lange Unterwegs sind, ich vermeide auch im Winter Fische zu kaufen und meistens tue ich noch ein paar Tropfen Flüssigvitamine hinein....
und bei mir ist auch noch kein Fisch hops gegangen...
Casa Carota
29.03.2007, 23:45
Hallo zusammen,
das ist ja spannend! Rolf outet sich und alle stimmen zu :)
Mit Fischen handhabe ich das z. T. auch so.
Allerdings auf keinen Fall mit Panzerwelsen *huhu Knut*, da diese Giftstoffe/Hormone abgeben können/sollen. Diese Fische werden bei mir aus der Tüte mit dem Kescher gefangen und das Transportwasser wird weg geschüttet.
Wirbellose kommen in einen Eimer und werden über 2-3 Stunden an das Wasser gewöhnt, in das sie einziehen sollen.
Wieder anders handhabe ich das mit Wirbellosen, die ich hier von einem Becken in das andere innerhalb weniger Minuten umsetze.
Fischfee
30.03.2007, 08:14
Hallo
Ich oute mich mal und mache es genau wie Casa aber bei allen Tieren die ich bekomme
Also ich stecke auch erst mal die Transportbehälter ins Wasser damit sich die Temperatur angleichen
kann, füge dann nach und nach etwas Wasser von meinem AQ dazu.
Danach kommen die Tiere in den Kescher und das "Transportwasser" wird IMMER weggekippt!
Hi Ihr Lieben,
schon wieder so ein megainterassanter Thread *g*. Leuts hier gefällst mir einfach :).
Ich bin jetzt ehrlich gesagt etwas verwirrt. Früher hab ich das genauso gemacht wie Frank, Rolf etc. Wurde mir ja auch so erzählt und man las es in den damals erhältlichen 0815 Aquarienfibeln aus dem Zooladen.
Fische mit Tüte aufs Wasser legen, ne halbe Stunde oder so warten und dann rein ins Becken (mitsamt Wasser).
Erst durch das viele Lesen in diversen großen Foren wurde mir bewußt, daß man das so gar nicht richtig macht und man doch möglichst langsam (auch mit an die 2 Stunden) tröpfelweise das Wasser ins Transportbehältnis geben soll.
hmmmm *überleg*
Ich hab das mit allem Getier bis jetzt so gemacht... Fazit: Inzwischen sind 2 von 3 Borellis tot (schreib ich gleich noch was zu), alle 6 Zwergkrallenfrösche haben nur 2 Wochen überlebt und von den Cambarellus shuffelltis hats ein Tag nach Eingewöhnung auch welche über die Regenbogenbrücke gezogen.
Natürlich hat das keinen Zusammenhang. Aber gerettet hats scheinbar auch nix.
Was man immer wieder erzählt bekommt ist, daß die Verschmutzung/Keimbelastung des Transportwassers zu hoch wäre um es einfach in das eigene Becken zu kippen.
Da stellt sich mir doch manchmal (und gerade jetzt) die Frage ob es nicht vielleicht von Vorteil wäre die Keime mitzugeben, damit die Fische sich nicht ganz so fremd fühlen *g*. Laienhaft ausgedrückt.
Macht das Sinn? Ich meine, vielleicht sind es nicht einfach Bakterien A die für Fisch A in Becken A nicht mehr gefährlich sind, weil er nur Abwehrstoffe dagegen entwickelt hat sondern, weil vielleicht auch Bakterien A1 die Bakterien A in Schach halten im Wasser sind?
Nur so ein Gedanke.
Dann werde ich es einfach das nächste Mal auch so versuchen, wie Frank, Rolf und die anderen. Das mit dem erhöhten Stress leuchtet mir nämlich auch ein.
LG
Simone
Ich habs bis jetzt auch immer so gemacht.
Tüte ins Wasser, mit AQ Wasser aufgefüllt, halbe bis Std. gewartet und dann ausgekippt.
Bis jetzt hatte ich keine Probleme.
Gordon1076
30.03.2007, 22:52
Hallo Leute!
@Simone
Dann werde ich es einfach das nächste Mal auch so versuchen, wie Frank, Rolf und die anderen. Das mit dem erhöhten Stress leuchtet mir nämlich auch ein.
Genau! Und Stress ist meiner Meinung nach der größte Faktor, das Fische nicht überleben oder kurz nach dem Einsetzen Krank werden.
Versetz Dich mal in so einen Fisch... :oo:....Du sitzt in einem durchsichtigen Plastebeutel, den Du garnicht war nehmen kannst. Sieht die anderen Fische, die womöglich noch aus Neugier an den Beutel kommen, vordenen Du womöglich Angst hast und nicht flüchten kannst, siehst die Planzen und mögliche Verstecke! Hast tierische Angst und willst Dich nurnoch verstecken! Taaadaaa! Aber es geht nicht! Weil Du ja in einem kleinen, durchsichtigen Plastebeutel sitzt. "Ich will hier rauuuuus!" würdes Du warscheinlich schreien, aber der Fisch kanns nicht! Aber er fühlt sich genau so, wie Du Dich in dieser Situation fühlen würdest!
Andere Sittuation: die Tröpfchen hin und her Metode!
Du als Fisch, wirst beim Händler aus dem Becken gekäschert. In eine Plastetüte gesperrt, zu irgendwem nach Hause geschaukelt (länger oder kurz) und kommst dann in einen Eimer! Hmmm Toll! wirst Du Dir da denken! Und dann beginnt die Tröpfelmethode! Stundenlang schaut ein riesen Gesicht in den Eimer, klaut Dir etwas Wasser und füllt neues nach! Du höhrt in dem Eimer geräusche, die Du aber nicht lokalisieren kannst! Du kannst nicht flüchten und Dich nicht verstecken! 100% Stress! Oder? Und dann kommt wieder ein Käscher um Dich zu fangen!
Also sollte der Fisch so schnell und schonend wie es nur geht in sein Späteres Zuhause einziehen! Dort kann er den Stress schnell abbauen.
Und wie gesagt, ein Fisch braucht mehrere Tage um auf veränderte Wasserwerte zu reagieren, da nützen auch keine 2-3 Stunden!
...von den Cambarellus shuffelltis hats ein Tag nach Eingewöhnung auch welche über die Regenbogenbrücke gezogen.
... :sunglas:
Und über die Qualität des Transportwassers würde ich mir überhaubt keine Sorgen machen. In vielen Fällen ist es besser als Dein eigenes Aq-Wasser. Weil meist Die Händleranlagen super Wasser haben. Ich sag nur Nitrat/Phosphat meistens gegen Null! Und Keime? Pahh! Da hast Du mehr in Deinem Becken!
So...lange Rede, kurzer Unsinn! :zwinker:
Ist wie gesagt alles nur meine persönliche Meinung! Auf die Richtigkeit meines Vorgehens erhebe ich keinen Anspruch! :-p
Gruß
Gordon
Bei mir geht s fast wie bei Rolf, nur mit dem Unterschied dass ich kein fremdes Wasser in mein AQ schütte...weiss der Kuckuck welche Krankheiten da drin sein können :sunglas:
lg
Lars
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