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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Cherax quadricarinatus



Fekete Horgony
15.03.2007, 09:25
Hallo,
Ich habe gestern diesen netten Australier bekommen, bei der immensen Größe die er(ca. 20 cm) hat, habe ich ihn zu meinen großen Barschen ins 1,80 m Becken gesetzt. Problem ist (oder auch nicht) das in diesem Becken auch Procambarus clarkii drin sind. Geht das auf dauer gut?
Gruß Sylvia

heiko68
15.03.2007, 09:35
Hallo Sylvia,

ich habe mal was auf Henry's Homepage in Bezug auf die Krebspest gelesen. Zitat: "Wenn Sie also nordamerikanische Krebse (Cambarellus, Cambarus, Procambarus, Orconectes etc.) und gleichzeitig andere Krebse (z. B. Cherax) halten wollen, dann darf das nie im selben Becken geschehen, denn die amerikaner sind zwar selbst immun, treten aber als Überträger auf. Außerdem sollte jeglicher Kontakt der Aquarien untereinander, z. B. durch Wasser, Eimer, Kescher, Schlauch etc., unbedingt vermieden werden."

Fekete Horgony
15.03.2007, 09:39
Aiaiai, heisst also, noch ein Becken einfahren... Danke für die schnelle Antwort. Ich hab da noch ein Becken mit 100 cm Kantenlänge, reicht das???
Gruß Sylvia

Draconia
15.03.2007, 09:47
Hallo!
Ganz abgesehen davon is ne red Claw ein ziemlicher Räuber,die so ziemlich alles frisst was se zwischen die Scheren bekommt..

Fekete Horgony
15.03.2007, 09:51
Hi,
deswegen hab ich ihn ja bekommen, der "Kleine" hatte nullkommanix den Aquariumbestand aufgefressen, denke aber mal, das er gegen die Barsche keine Schnitte hat.
Gruß Sylvia

Rennschnecke
15.03.2007, 11:20
Hallo Sylvia,

;-(: der Krebs sitzt ja schon im Becken wie du geschrieben hast und es ist mal wieder passiert was nicht passieren sollte.

Deshalb nimms mir nicht übel, wenn ich sage das man sich besser über seine Tiere im Vorfeld informieren sollte und nicht erst kaufen/geschenkt bekommen, weil sie so schön sind und sie dann in ein Becken geben und plötzlich merken das da doch eventuell ein Fehler gemacht worden ist.
Sowat hören wir Crustaverrückten eben nicht gerne. :-(:

Welche Barsche hälst du denn in deinem Becken?

Fekete Horgony
15.03.2007, 11:30
Hi Renni,
warum sollte ich dir was Übel nehmen? Schon mal meine Signatur gelesen,? Im endeffekt sind die meisten meiner Aquabewohner "lästige und abgeschriebene" Tiere die keiner mehr haben wollte, ebenso dieser Krebs. Klar habe ich über dieses Tier gelesen, allerdings stand nirgendwo etwas über die Vergesellschaftung anderer Krebse, deswegen frag ich ja hier nach. Hätte ich ihn nicht gestern mitgenommen, wäre er jetzt tot. Übrigens halte ich keines meiner Tiere nur deswegen, weil sie schön sind.
Gruß Sylvia
Achso, es sind Süd-Mittelamerika Barsche von Pfauenaugen bis Salvinis.

Rennschnecke
15.03.2007, 13:29
Rehi Sylvia,

meiner Meinung nach ist es manchmal auch sinnvoller nicht immer den Mülleimer für andere auf biegen und brechen spielen zu wollen.
Bevor man Gefahr läuft, wie in diesem Fall, Überträger der Krebspest zu sein und damit noch weitere Krebse zu gefährden.

Auch wenn ich die Abgabesituation nicht beurteilen kann, muß ich in Frage stellen ob der Abgeber nicht noch so lange hätte warten können bis sich ein geeigneter Halter hätten finden lassen. Denn das AQ war wie du sagst ja eh schon ohne Insassen.
Hier wird nicht im Wohle der Tiere sondern nur im Wohle der Menschen gehandelt und das finde ich schlimm daran.


Übrigens halte ich keines meiner Tiere nur deswegen, weil sie schön sind.
das habe ich auch nicht behauptet das du dies tust, das sollte lediglich ein Bsp. gewesen sein.

Achte nur darauf das er genug Versteckmöglichkeiten hat, denn wenn er in die Häutung kommt, kann es passieren das deine Barsche ihn lecker finden.

Fekete Horgony
15.03.2007, 13:39
Hi,
ich bin da anderer Meinung, und bevor dieses blöde Sch...vieh (O-Ton) in den Müll oder Ententeich oder sonstwohin geht, nehm ich es lieber. Gut ich bin kein Krebsexperte, sonst hätte ich eine andere Möglichkeit noch gestern Abend direkt fertig gemacht. Habe nur über ihn gelesen, das er hervorragend in Barschbecken passt, keine Pflanzen, viele Höhlen usw. Ich habe vorhin das 1 MeteBecken fertig gemacht und werde ihn auch direkt morgen einsetzen (jaja, ich weiss, sollte man nicht tun, habe aber reichlich Erfahrung darin, Becken mit Tieren einzufahren ohne Verluste). Tritt denn diese Seuche auf jedenfall auf, oder könnte er nochmal Glück gehabt haben???
Gruß Sylvia

Andreas W
15.03.2007, 16:41
Hallo Sylvia,

ohne eine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen zu wollen. Aber ist es nicht besser, sich wirklich bevor man sich um ein Tier kümmern möchte, um deren Ansprüche kundig macht?

Ich meine es gar nicht böse, und Dein gutes Herz in dieser Beziehung finde ich klasse. Aber ist es nicht eine falsche Tierliebe? Klar peppelt man alles was seiner Meinung nach leidet gerne wieder auf. Dieses gibt jedoch anderen den Anlass zu sagen "ich kauf mir erst einmal dieses Tier, wenn es nicht funktioniert gibt es ja Menschen wie Sylvia die sich meines Problems annehmen." Dann beginnt unter Umständen bei Dir das Problem, und die Tiere müssen weiter leiden.

Wie gesagt, dass soll sicher nicht in einer Grundsatzdiskussion enden. Ich würde jedoch nicht unbedingt meinen Besatz aufs Spiel setzen um jemandem anderen zu helfen sich seiner Tiere zu entledigen, damit er direkt zum Zoohändler rennen kann um sich den nächsten Fehlbesatz zu kaufen, der dann unter Umständen wieder in meinem Becken sitzt.

Gruß Andreas

cschweden
15.03.2007, 16:58
Hallo,

nur kurz zum Thema Krebspest: Es gibt im Wasser kaum eine Infektionskrankheit, die so schnell und so gründlich eine bestimmte Tierart nahezu ausrottet. Deshalb ist höchste Vorsicht geboten, wenn teilresistente amerikanische Arten mit nichtresistenten Arten zusammenkommen - besser gar nicht erst in ein Becken setzen, schon ein gemeinsam genutzter Kescher kann Übertragungsweg sein.

@Sylvia: Ich kann Deine "Retternatur" sehr gut nachvollziehen, mir geht es oft ähnlich, nur haben die Geretteten dann Fell und miauen. Nur sollte man sich ein etwas dickeres Fell aneignen und es nicht übertreiben, damit ein Tier nicht vom Regen in die Traufe kommt. Wie schnell hast Du Dir über eine Rettungsaktion eine Erkrankung in Deinen Bestand geholt, die alle gefährdet! Bei Fischen hatte ich bisher Gott sei Dank immer Glück. Bei der letzten spontanen Asylaktion mit einer Katze hat uns die Katzenseuche allerdings beinahe unsere Stubentiger gekostet. Also sei bitte vorsichtig.

Gruß,
Christian

Henry Wollentin
16.03.2007, 20:13
Huhu,

ich will ja nicht noch einen draufsetzen, aber bei 22 cm erreichbarer Gesamtlänge dürfte es in einem 00 cm langen Becken auch recht knapp werden.

Im übrigen schmeckt diese Art in gut gewürzter Marinade sehr gut O-).

Fekete Horgony
16.03.2007, 20:20
Hi Henry, ich hab auch schon daran gedacht ihn zu essen... O-)
Habe ihn heute umgesetzt, bisher ist er putzmunter und äußerst angep...sst. Ist er denn nun trotzdem infiziert oder ist er nochmal mit nem blauen Auge davon gekommen???
Gruß Sylvia

MikeS
16.03.2007, 20:21
Hallo,

ohje, ich hatte mal P. clarkii mit einem Red Claw vergesellschaftet :O~ .
Das heißt die Tiere die man im Laden kauft können bzw sind Überträger?
Dann hatte ich damals wohl nur Glück.
Von der Vergesellschaftung her hatte es aber geklappt, bis die beiden als Futter geendet sind :biggrin: :biggrin:

Schönen Gruß,
Mike

Henry Wollentin
16.03.2007, 20:45
Hallo Sylvia,

es muss nicht automatisch sein, dass sich dein Cherax infiziert hat, denn nicht jeder Nordamerikaner trägt auch den Pilz bei sich. Vielleicht hast du Glück. Wenn es doch passiert sein sollte, dann wirst du es schnell merken. Der Tod tritt meist nach etwa 6 -7 Tagen ein. Vorher wirst du Symtome beobachten wie vermehrte Tagaktivität, häufiges Kratzen mit den Beinen über den Körper, die Augen und die Schwimmfüße, watteartigen Belag an den Gelenken und weichen Körperstellen, später Lähmungen und dann schließlich der unvermeidbare Exitus. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen.

Fekete Horgony
16.03.2007, 20:51
Ja danke. Wenn es denn auftreten sollte... was ich nicht hoffe, ist es denn heilbar???
Gruß Sylvia

Henry Wollentin
16.03.2007, 21:28
Nein, leider nicht. Diese Erkrankung ist zu 100% tötlich, daher wurden in einigen Gegenden in Europa, in die nordamerikanische Krebse eingeschleppt wurden, die heimischen Bestände völlig ausgerottet.