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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Klimawandel-Stromsparen am AQ



Mephi
17.03.2007, 19:31
Hallo Ihr,

in allen Medien ist ja momentan das Thema Klimakatastrophe groß im Kommen und jeder gibt natürlich Tipps ab, was dagegen zu tun ist. Es gibt dann diverse Tipps, wie man Strom im Haushalt sparen kann.
Nun wollte ich meine Lampen auf Energiesparlampen umstellen und meine Schwiegereltern meinten zu mir, ich solle doch bitte mal bei meinen AQ anfangen.

Nun meine Frage an Euch: Es ist ja schon einiges an Strom, was man verbraucht- das Licht, die Pumpe, der Filter. Nun habe ich mittags auch schon mal das Licht aus und nachts auch mal die Pumpe bei dem AQ im Schlafzimmer. Schlucken meine AQ wirklich so massig viel Strom oder ist es ein geringer Beitrag an meinem gesamten Stromverbrauch?

Macht Ihr Euch über sowas eigentlich Gedanken oder denkt Ihr da weniger drüber nach?

Und wen das Thema hier nicht passt, dann bitte verschieben :smile:

Knut
17.03.2007, 19:45
Hallo Heike,

wieviel Strom dein Aquarium tatsächlich verbraucht lässt sich mit Messgeräten ermitteln. Die kann man bei manchem Stromversorger ausleihen. Zunächst sollte man die ständigen Standby-Funtionen abschalten, also Fernseher, Stereo-Anlage etc. Den PC azusschalten, wenn man mal eine Stunde nicht daran sitzt, den Kaffee nicht auf der Maschine stehenlassen, sondern in Thermoskannen umfüllen etc. etc.
Wenn man etwas für das Klima tun möchte, dann geht das zwar auch mit Stromsparen, es gibt aber meiner Meinung nach wesentlich effektivere Möglichkeiten, das fängt zum Beispiel mit Au an und hört mit (t)o auf. Kleinere und schwächer motorisierte Autos ohne Klimaanlagen elektrischen fenstehebern und solchen Schnickschnack helfen mächtig Benzin zu sparen.
PC's, Handys, und ähnliche Geräte verbrauchchen bereits bei der Herstellung Unmengen an Energie. Da muss man auch nicht jedes Jahr das neueste Gerät haben.
Mit billigen Geräten, Kleidung, Nahrungsmittel und anderen Gütern aus Asien und ähnlichen Ländern unterstützen wir übrigens den dortigen Ausstoß an klimaschädlichen Stoffen. Es macht also wenig Sinn auf Umweltsünder wie Indien und China zu schimpfen, wenn wir auf der anderen Seite deren billige Waren schätzen.

Der Hinweis auf das Aquarium mag berechtigt sein, aber wir müssen in vielen Dingen umdenken und unser eigenes verhalten überprüfen!
Bezahlen müssen es so oder so unsere Kinder!

Das werden alleine in Deutschland in den nächsten 50 - 70 Jahren viele hundert Milliarden Euro sein.

Gruß Knut

Mephi
17.03.2007, 20:00
Hallo Knut,

dies ist mir alles bewußt. Mir geht es momentan rein um den Faktor AQ! Aber dennoch vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!

mikyma
17.03.2007, 20:10
Gerade Energiesparlampen überzeugen mich nicht sonderlich, wie Knut schon anriss ist bei solchen Sachen auch der Herstellungspreis ( Energie , Rohstoffe ) zu beachten so dass man zwar den eigenen Geldbeutel mit Energiesparlampen entlastet, aber für die Umwelt praktisch nichts tut.

Am besten wärs wenn wir keine unnötige Energie verbrauchten, aber was ist unnötig ?

Strom und Benzin im Indvidualbereich ist nur ein tropfen auf den heissen Stein, um da was zu ändern müsste was am System geändert werden.

Alles was ich persönlich tun kann um Energie zu sparen hat meines Erachtens nach nur symbolischen Character bzw. schont meinen Geldbeutel.

Gruesse Michael

Karana
17.03.2007, 20:12
Hallo Heike,
am Licht kann ich nicht sparen oder ich kenne mich nicht gut genug damit aus. Aber ich ziehe die benötigte Temperatur schon in meine Besatz-Überlegungen mit ein. Bei einer Wassertemperatur von 24 Grad braucht der Heizer nicht ständig zu laufen.
Ein bisschen beruhige ich mich auch damit, dass ein anderes Hobby sicher wenn nicht Strom, dann doch Sprit verbraucht.

Knut
17.03.2007, 20:51
Hallo,

Original von mikyma
Gerade Energiesparlampen überzeugen mich nicht sonderlich, wie Knut schon anriss ist bei solchen Sachen auch der Herstellungspreis ( Energie , Rohstoffe ) zu beachten so dass man zwar den eigenen Geldbeutel mit Energiesparlampen entlastet, aber für die Umwelt praktisch nichts tut. Das bezog sich auf Handys, PC, MP3 Player etc. und andere elektronische Geräte. Energiesparlampen bewirken schon eine Menge!


Original von mikymaStrom und Benzin im Indvidualbereich ist nur ein tropfen auf den heissen Stein, um da was zu ändern müsste was am System geändert werden. Aber jeder Tropfen zählt oder wie heißt es so schön: Steter Tropfen höhlt den Stein.


Original von mikymaAlles was ich persönlich tun kann um Energie zu sparen hat meines Erachtens nach nur symbolischen Character bzw. schont meinen Geldbeutel. Nein, jeder von uns sollte, nein eigentlich muss, damit beginnen. Nicht nur für den eigenen Geldbeutel. Wenn wir nicht Vorbild und Vorreiter sind können wir den Schwellenländern nicht begreiflich und deutlich machen, dass sie diese Verschwendung erst gar nicht beginnen dürfen.
Diese Einstellung, ich ändere doch sowieso nichts, halte ich für das Grundübel.

Gruß Knut

Mephi
17.03.2007, 21:07
Hallo,

klar wir müssen im kleinen Umdenken. Ich steige viel mehr auf das Fahrrad um, anstatt das Auto zu nehmen, schaue, wie ich mit meinen elektrischen Geräten umgehen- alles, was empfohlen wird.

Es ist wichtig, etwas zu machen und man kann die Verantwortung nicht immer abschieben. Aus diesem Grunde frage ich ja, was ich bei den AQ machen kann.

MikeS
17.03.2007, 21:16
Hallo,

frag mal Baily, die hat ein paar Becken filterlos laufen :)
Beleuchtung sollte aber wegen des Pflanzenwachstums möglichst gut sein.

Oder es wird an der Beleuchtung gespart, in dem das Becken pflanzenlos ist.

Und Energiespartipp Nummer 1:
Aquarium möglichst mit Styropor umgeben. Als Unterlage (statt irgendwelche teuren Matten), an der Rückwand und je nach Bedarf an den Seitenwänden.
Mein neues Becken werde ich komplett einstyroporisieren :lach:
Habe auch einige Terrarien, die ebenfalls von vorne bis hinten mit Styropor zugepackt sind.

Ansonsten würde ich auch mit der Temperatur übertreiben. Viele Fische werden nämlich wärmer gehalten, als wie es nötig wäre, teils zu warm (insbesondere bei einigen Welsen)

Schönen Gruß,
Mike

Mephi
17.03.2007, 21:30
Hallo,

mal ganz dumm gefragt :__) :__) :__) Mit Styropor umpacken und ich kann mir die Heizung sparen oder wie????

Bart S.
17.03.2007, 21:42
Hallo

Original von Knut
... das fängt zum Beispiel mit Au an und hört mit (t)o auf. Kleinere und schwächer motorisierte Autos ohne Klimaanlagen elektrischen fenstehebern und solchen Schnickschnack helfen mächtig Benzin zu sparen...


@ Knut: alles in Ehren was du schreibst. Zum Thema Auto , Wir kaufen uns jetzt einen Smart O-) , um damit mal einen Familieneinkauf/Besuch bei Oma Opa durchführen zu können brauchen wir aber jetzt 3 Stk. davon(um das ganze Gerödel mitzubekommen (Kinderwagen ect pp) ) Was ist nun Spritsparender ? Mein DTI der 7,5 l /100km braucht oder 3 Smart wo einer 4 l /100km braucht ?
Zum Thema Klimaanlage: Mehrverbrauch 0,3l/100km , mach mal dein Fenster beim Fahren auf . Da hast du mindestens 0,5l/100km Mehrverbrauch. Ausgetestet :__)

Ansonsten spare ich Strom wo ich kann , aber nicht weil ich Grün bin oder ein schlechtes Gewissen habe. Nein mir ist der Strom zu teuer , so einfach ist es :sunglas: Und wenn wir jetzt alle schön weiter Strom sparen wird die einzelne kwh immer teurer. Weil die Fixkosten die selben bleiben :popo:

Und es schaft mir kein sch... Politiker ein schlechtes Gewissen einzureden , Woran sind den z.B. die Mammuts ausgestorben , weil unsere Vorfahren zuviel Lagerfeuerromantik betrieben haben oder was ?

Da ist alles ein ganz lauer Furz , was die z.Z. in den Köpfen haben.

Wie hat sich den die atmosphärische Zusammensetzung geändert in den letzten z.B. 200 Jahren . Steht das den in irgendeinem Wisch ? Oder worauf bezieht sich das denn alles ?

Aber ich denke mal ich mache hier erstmal Schluss , las noch einen Fahren ( Vorsicht Methan Klimakiller) . Und freue mich des Lebens , solange bis das Luftholen noch nicht beteuert wird ( kommt ja CO² raus :crazy: )

MikeS
17.03.2007, 21:52
Hallo,

die Heizung vielleicht noch nicht, aber die Temperatur fällt viel langsam ab, also springt der Heizstab seltener an.
Aber je nachdem wie warm es im Aqua Raum so ist... muss man sehen :)

Schönen Gruß,
Mike

Bart S.
17.03.2007, 21:53
Hallo Mephi


Original von Mephi
Hallo,

mal ganz dumm gefragt :__) :__) :__) Mit Styropor umpacken und ich kann mir die Heizung sparen oder wie????

brauchst du aber Glasstyropor :) sonst siehst du nix mehr vom Becken

Mephi
17.03.2007, 21:56
Na dann ja gut, denn unterm Dach brauche ich nur im WInter ein wenig die Heizung anzumachen. Sobald die Sonne scheint, reicht díe AUfwärmung unterm Dach alleine;-)

Knut
17.03.2007, 22:28
Hallo,

Original von Bart S.
Da ist alles ein ganz lauer Furz , was die z.Z. in den Köpfen haben. jepp, die haben zu lange am Lagerfeuer gesessen und den Mammuts beim Aussterben zugeschaut.


Original von Bart S. Wie hat sich den die atmosphärische Zusammensetzung geändert in den letzten z.B. 200 Jahren . Steht das den in irgendeinem Wisch ? Oder worauf bezieht sich das denn alles ? Das würde jetzt hier den Rahmen sprengen, aber das kann man alles nachlesen in zahlreichen Studien weltweit!

Gruß Knut

Bart S.
17.03.2007, 22:40
Hallo

@ Knut : hast recht ist bewiesen mit der Veränderung der Atmosphäre , aber das Klima wird sich einpegeln, ob zu Gunsten oder Ungunsten unserer Species wird sich zeigen.

Aber davon wird die Welt nicht untergehen. Denn die Natur hat schon andere Sachen überlebt, wie uns Menschen O-).
Und jede Species hat sich den Lebensraum , nach Ihren Bedürfnissen, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten , hergerichtet.

Andreas W
17.03.2007, 22:51
Hallo,

ja ich bekenn mich dazu recht viel Strom für meine Aquarien zu verbrauchen. Und ja, ich bekenne mich auch dazu, dieses zu machen um ein wenig Natur in mein Wohnzimmer zu bringen. Mir fällt an anderen Dingen auf, dass sich die Menschheit nicht um die Natur kümmert. So zum Beispiel wenn ich durch den Wald spazieren gehe und überall Müll rumliegt.

Ob wir etwas an der Klimaveränderung ändern können ist die Frage. Die Natur hat sich bislang immer durchgesetzt. Wenn der Mensch sich seine eigene Umwelt zerstört hat, dann wird sich die nächste dominierende Spezies durchsetzen. Wir werden humaner zu einander, allerdings seit Beginn der Industrialisierung hat der Mensch es recht gut geschafft seine Umwelt doch sehr stark zum eigenen Vorteil zu zerstören. Daran mache ich aber nicht unbedingt meinen Aquarien einen Vorwurf. Wir haben dieses Hobby, und wir leben es. Da gibt es Leute und Länder die es mehr übertreiben als wir. Siehe Klimaanlagen in Amerika und so weiter.

Gruß Andreas

cschweden
17.03.2007, 23:04
Hallo,

um nochmal auf die ursprüngliche Frage zu kommen: Ja, Aquarien schlucken verdammt viel Strom, und man kann ordentlich sparen. Hochwertige Pumpen verbrauchen bei gleicher Fördermenge nur einen Bruchteil des Stromes, den eine billige Fernostpumpe zieht. Bei der Beleuchtung sind EVGs schon mal ein Anfang, mittlerweile sind aber auch immer mehr sehr gute Energiesparlampen auch in guten Lichtfarben zu haben. Ein guter Heizer heizt nur dann, wenn er gebraucht wird etc. etc.

Wir haben unseren Stromverbrauch am 1000l-Becken durch einige Umbaumaßnahmen fast halbiert, und das merkt man am monatlichen Abschlag ans E-Werk schon deutlich.

...un dann hole ich doch noch aus:

Eine Grundsatzdebatte zum Thema Energiesparen in Privatbereich halte ich im übrigen für überflüssig. Wenn der kleine Mann nicht anfängt umzudenken, wo ist denn dann der Anlass für die Großen, auch was zu ändern? Die machen das, was der Markt will, und der Markt sind wir.
Aus einem Kilo Kohle werden dreieinhalb Kilo Kohlendioxid. Wieviel Kohelnstoff wird jeden Tag verbrannt? Da lässt sich einiges sparen, ohne dass es wirklich weh tut.
Und selbst wenn sich herausstellen würde, das CO2 kein Treibhausgas ist, wäre es nicht trotzdem schön, wenn wir mit begrenzten Ressourcen etwas sparsamer umgehen würden? Die Technologien sind da, sie werden nur nicht durchgesetzt.

Ich bin nicht grün, aber vielleicht ein bisschen geizig und entsetzt darüber, dass im Dezember Amseln brüten. Deshalb fahre ich mit dem Rad oder wenigstens mit der Bahn, fahre einmal in der Woche mit dem Auto einkaufen, besitze nur noch Energiesparlampen und tapeziere das Dach dieses Jahr mit Kollektoren. Mir geht es deshalb auch nicht schlechter als anderen, und wenn ich mal einen fahren lasse, habe ich die Klimawirkung an anderer Stelle gespart ;-)

Gruß,
Christian

Andreas W
17.03.2007, 23:18
Hallo Christian,

da kann ich Dir uneingeschränkt Recht geben. Bei jedem einzelnen von uns muss ein Umdenken stattfinden. Auch ich spare wo es nur geht. Da geht es ja nicht nur um die Klimaveränderung, sondern auch um Stromkosten die eingespart werden. Leider können sich das einige Leute aber auch nicht leisten ne teure Pumpe zu kaufen. Oft werden energiesparende Sachen vom Staat subventioniert. Bei Dingen die Strom aus der Steckdose brauchen weniger, es seih denn Du hast eine eigene Stromquelle. Energiesparende Geräte sind oft um ein großes Maß teurer. Die Energielieferanten verdienen auch etwas mehr u.s.w. Ich glaube nicht das demnächst TFT Monitore subventioniert werden, nur weil sie weniger Strom brauchen.

Gruß Andreas

Michael H
17.03.2007, 23:48
Hallo,

ehrlich gesagt geht es mir erst mal um die Kosten und dann um die Umwelt.
Und wie betreibe ich nun ein verschwenderisches Hobby und spare dabei noch Geld ???
Da fängt der Widerspruch doch schon an, oder ?

Um die Kosten nicht zu hoch zu treiben und um trotzdem eine große Zahl an Becken am laufen zu haben, pflege ich eben Tiere und Pflanzen, die auf Heizung/Starklicht etc. verzichten können.
Einziger großer "Stromfresser" ist mein 480l Becken in dem ich Hypancistrus halte, aber auch hier brennen nur 2 von 4x58Watt Neonröhren.

Beim Thema Klimawandel und Verursacher fällt mir noch folgendes ein.
Zuerst werden ja immer die bösen KFZ und dann die Industrie genannt.
Neulich habe ich eine Sendung gesehen und war ganz überrascht.
Wieviel Liter Wasser braucht man um 1Kg Fleisch zu erzeugen und wieviel Metan und CO2 wird durch eine Rinderherde ausgestossen ?
Über mein Steak hatte ich mir in der Beziehung noch keine Gedanken gemacht (!).

Zu den KFZ kann ich sagen, dass ältere Modelle mit ungeregeltem Katalysator und einem Minimum an Komfortelektonik mitunter weniger Kraftstoff verbrauchen, wie die hochgelobten Neuwagen.
Selbst der Schadstoffausstoss ist nicht so hoch, wie mancher denken mag.
Diese Autos müssen unsere Strassen verlassen, weil niemand mehr in der Lage ist, die Steuern zu bezahlen und weil Konzerne bewusst Ersatzteile aus ihrem Programm ziehen, damit diese Autos irreparabel werden. Ich habe selbst schon Autos ohne jeden Mangel auf den Schrottplatz gefahren, weil diese praktisch unverkäuflich waren.
Bei der Herstellung eines Neuwagens fallen allein 20 Tonne Verpackungsmüll an. Der Umwelt zu liebe.

Im Klartext. Man muss schon überlegen, ob das Bioschnitzel nicht der größere Umweltsünder, wie das alte Auto ist.

Grüße

Micha

cschweden
18.03.2007, 08:20
Hallo,

es ist schon richtig - im Augenblick hackt die Politik wieder auf dem Autofahrer rum, als sei er der einzige Klimaveränderer. Das ist halt medienwirksam und einfacher, als sich gegen Lobbyisten durchzusetzen. Trotzdem kann auch hier gespart werden, z. B. durch Überdenken der Fahrgewohnheiten (und das fällt mir bei den Spritpreisen nicht mal schwer...)

Es sind die versteckten Klimakiller, die die Probleme machen. Da wäre zum Beispiel das Steak, das Methan produziert, die Erdbeere, die im Dezember um die halbe Welt gekarrt wird oder die Schnittblumen, die ganzjährig aus dem Gewächshaus kommen. Darüber macht sich kaum einer Gedanken, wo es doch so einfach wäre, daran was zu ändern.

Was ich absolut nicht verstehen kann ist unsere Energiepolitik. Ich komme selber ursprünglich aus dem Braunkohlerevier, meine Eltern waren beide bei den Erzeugern beschäftigt wie viele tausend andere auch. Dann mussten wir Haus und Hof verlassen und dreißig Kilometer weiter ein neues Leben anfangen, weil unter unserem Haus Kohle lag. Eine "alte Heimat" gibt es nun nicht mehr. Dass die Verbennung von Kohle im grossen Stil klimaproblematisch ist, wissen wir ja nicht erst seit gestern. Trotzdem werden weitere Tagebauabschnitte genehmigt und neue Kraftwerke mit schlechtem Wirkungsgrad gebaut, die einen Löwenanteil der produzierten Energie als Abwärme in die Umwelt entlassen, statt sie noch als Fernwärme o. ä. zu nutzen. Wenn der Staat versucht, Druck auszuüben, werfen die Lobbyisten das Schlagwort "Arbeitsplätze" in den Raum und schlagen damit alle rationalen Argumente KO. Die Tagebaue und Kraftwerke wurden gebaut, die Leute trotzdem wegrationalisiert. Hier müsste der Staat viel härter durchgreifen, aber das ist gegen eine etablierte Industrielobby nicht einfach.

Statt das Problem kausal anzupacken, macht man sich dann wissenschaftliche Gedanken, wie man die Treibhausgase aus den Abgasen rausfiltert. Schon irgendwie verquer...

So verbauen wir den nächsten Generationen die Zukunft gleich auf mehreren Ebenen. Kohle und Öl werden verbrannt und manipulieren so das Klima, Landschaften werden dafür zerstört und Rohstoffe sinnlos vernichtet (aus einem Liter Öl kann man viele nützliche Dinge machen, statt es einfach zu verbrennen). Würde wenigstens die Bevölkerung etwas energierationaler denken, müsste die Industrie sich darauf einstellen, aber das scheint noch in weiter Ferne. Muss man in der Stadt einen Geländewagen fahren? braucht man wirklich jeden Tag ein Stück Fleisch auf dem Teller und Erdbeeren im Dezember? Darf der neue Kühlschrank 100 Euro mehr kosten, dafür aber 20% weniger Strom fressen? Reicht es nicht, wenn die Heizung ein Grad niedriger eingestellt ist? Das alles sind Fragen, die sich jeder einmal stellen sollte, der sich darüber ärgert, keinen Winter mehr zu haben oder im Sommer von Unwettern geplagt zu werden. Übrigens lassen sich so auch ganz massiv Kosten sparen.

Jetzt war ich mal wieder etwas pathetisch, sorry. Aber das Ganze ist für mich ein Reizthema ohne Gleichen...

Gruß,
Christian

Knut
18.03.2007, 08:56
Hallo Christian,

dem kann ich nur zustimmen.
Die Folgen des Klimawandels könnten uns in den nächsten Jahrzehnten beschäftigen.
Ein Anstieg des Meeresspiegels der höhere Deiche notwendig macht oder weite Teiles des norddeutschen Tieflandes und Hollandes überschwemmen würde. Das betrifft auch die Flüsse wie Elbe, Rhein und andere. Noch häufiger Hochwasser in Köln, Hamburg, Dresden oder London.
Der Golfstrom könnte sich verlagern und weite Teile Skandinaviens unter einer Eisdecke begraben.
Eine Veränderung von Fauna und Flora, Malaria auch in Deutschland, Wüsten breiten sich aus mit dem Exodus der jetzt dort Lebenden.

Wie Uwe schon gesagt hat, die Erde wird es nicht kümmern... sie hat die SAaurier überlebt, sie wird auch den Menschen überleben, sie wird weiter existieren,
Es ist die uns bekannte Umwelt auf die wir uns eingestellt haben und die unsere Lebensgrundlage ist, und die wir im Moment selbst so dramatisch verändern.

Gruß Knut

Mephi
18.03.2007, 12:54
Hallo,

ja es stimmt schon. Der kleine Mann soll anfangen, was zu machen, doch im Großen findet noch kein Umdenken statt.

Früher war es kein Problem, sein Obst und Gemüse je nach Saison zu essen! Jetzt muß alles das ganze Jahr verfügbar sein...

Klar, können wir auch etwas machen, streite ich nicht ab. Aber wie gesagt, auch die ganz Großen müssen umdenken und es nicht immer auf den Kleinen Mann schieben. Warum sollen unsere Autos umgerüstet werden, während die Politiker sich noch die dicken Schlitten leisten? Warum sollen wir auf Flugreisen verzichten, wenn die Politiker quer um die Welt reisen zum Händeschütteln und zur Versicherung gegenseitiger UNterstützung, was man sicher auch mal per Telefon machen kann? Ich finde es halt nicht wirklich klasse, wie einseitig das ganze betrachtet wird. Doch was soll man machen?!

Die Natur hat sich schon immer verändert und wird sich auch weiterhin verändern, nur das wir massiver daran mitgewirkt haben. Wir werden uns anpassen können, aber eventuell eben nicht mehr die Natur hinterlassen, die wir heute noch kennen.
Und wegen den Kühen: Es ist bewiesen, daß es sowieso eine Überproduktion an Fleischprodukten gibt. Also, wieso?!?!?!

Na dann mache ich mir um meine AQ mal wieder ein wenig geringere GEdanken. Es war ja auch eher eine theoretische Frage bei all den Diskussionen, die momentan im Umlauf sind.

Michael H
18.03.2007, 13:43
Hallo Heike,

ich halte den Gedanken, "warum soll ich was machen, wenn..." durchaus für legitim, aber genau das ist der Fehler.

Wenn jeder so denkt haben unsere Enkel lange Sommerferien :biggrin:.

Grüße

MIcha

bernii
18.03.2007, 14:58
Hallo Heike!


Original von Mephi
Nun habe ich mittags auch schon mal das Licht aus

Eine Beleuchtungspause (sofern es um Leuchtstoffröhren geht) und Stromersparnis, passt überhaupt nicht zusammen. Du bewirkst damit genau das Gegenteil. Warum? Sobald du das Licht wieder anschaltest, muss das Gas wieder entzündet werden. Nur, in diesem Moment werden mehr Ampere gezogen, als wenn du die Lampe stundenlang an lässt. Mit elektronischen Vorschaltgeräten ist es nicht ganz so schlimm. Frisst aber trotzdem noch ne Menge Strom.

Gruß
Andreas

Mephi
18.03.2007, 20:44
Na das wußte ich nicht! Dann werde ich mal schauen!

Klar, man muß was machen. Ich finde es nur schade, daß von oben immer auf den kleinen Mann gezeigt wird!

cschweden
19.03.2007, 09:00
Hallo Andreas,

eine Stunde Licht aus spart eine ganze Menge Energie, nur halten sich leider bis hin zum Elektrofachmann die übelsten Gerüchte (schön ist die Geschichte meiner Oma, beim Einschalten würde der Zähler einen Ruck machen...). Würde z. B. eine 36W - Leuchtstoffröhre in der einen Sekunde, die sie zum Starten braucht, mehr Strom ziehen als in einer Betriebsstunde, dann müsste Sie zum Starten kanppe 130.000 Watt ziehen. Bei mir geht aber nicht in der ganzen Siedlung das Licht aus, wenn ich auf den Schalter drücke. Selbstverständlich zieht die Lampe beim Zünden mehr als im Betrieb, aber die "verschwendete" Energie ist doch recht gering.

Gruß,
Christian

heiko68
19.03.2007, 09:02
Hallo,

es stimmt schon, dass der Einschaltvorgang mehr Strom verbraucht bei Leuchtstofflampen und es besser ist sie einmalig anzuschalten. Aber der andere Aspekt ist das Pflanzenwachstum. Ich hatte auch erst eine Mittagspause von 3 Stunden. Aber letztlich bleibt es ja bei einer Beleuchtungszeit von 12 Stunden am Tag. Da es bei mir aber 2 Leuchtbalken sind, habe ich die so geschalten, dass jeder nur 10 Stunden leuchtet, ich jedoch 12 Stunden am Tag die Beleuchtung an habe.

Zum Thema Stromverbrauch von AQ finde ich den Link (http://www.zierfischforum.at/aquarium_rechner.php) toll.

bernii
19.03.2007, 09:23
Hallo Christian!

Du darfst doch nicht von der Wattzahl ausgehen. Die Spannung (Volt) die anliegt bleibt konstant. Ich rede von den Ampere, also der Stromstärke beim einschalten. Dann kommst du auch nicht auf diese abenteuerliche Wattzahl.

Gruß
Andreas

cschweden
19.03.2007, 09:37
Hallo Andreas,

die Stromstärke allein ist aber relativ uninteressant, ich verbrauche nunmal keine Ampere, sondern Watt. Und da die Leistung nunmal das Produkt aus Stromstärke und Spannung ist, kämen wir dann für die Einschaltsekunde auf eine Stromstärke von 565 Ampere - das halte ich für ein Gerücht, jede 3x1,5mm - Stromleitung würde beim Einschalten sofort abbrennen. Wenn Du das Einsparpotential berechnen willst, musst Du mit der Leistung und nicht mit der Stromstärke rechnen.

Das Einzige, was beim häufigen Schalten leidet, ist die Heizung der Röhre, so dass sich die Lebensdauer verkürzt. Aber selbst das ist bei qualitativ hochwertigen Systemen heute nicht mehr das Problem.

Gruß,
Christian

heiko68
19.03.2007, 09:55
Hallo,

redet bitte nicht aneinander vorbei. Der Einschaltstrom (http://de.wikipedia.org/wiki/Einschaltstrom) ist aber nur einen Bruchteil von einer Sekunde vorhanden. Also für die Stromrechnung wäre er fast zu vernachlässigen. Jedoch hat jede Leuchtstofflampe, EVG usw eine gewisse Schaltlebensdauer, d.h. je öfter sich der Einschaltvorgang wiederholt umso kürzer ist die Lebensdauer eines Verbrauchers.

cschweden
19.03.2007, 10:01
Hallo Heiko,

sag ich doch. Nur hält sich das Gerücht des extremen Stromverbrauchs beim Einschalten so hartnäckig, das mancherorts die Leuchtstoffröhren den ganzen Tag brennen, um Strom zu sparen...

Bei Leuchtstofflampen mit (guten) EVG ist die Verkürzung der Lebensdauer über das Einschalten übrigens so gut wie zu vernachlässigen, vorher ist die Leuchte "ausgebrannt".

Gruß,
Christian