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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage: Sand und Kies mischen?



Casa Carota
19.10.2006, 23:17
Hallo zusammen,

ich hatte gerade mit Andreas (Fossibär) im Skype die Frage diskutiert, ob Kies und Sand im Bodengrund als Gemisch klumpt oder nicht.

Ich habe davon so viel gelesen als ich überlegte von Kies auf Sand umzustellen, dass es sich in mein Hirn eingebrannt hat das es einfach nicht gut gehen kann mit verschiedenen Körnungen.

Nun meinte Andreas, dass der Sand zwangsläufig unter den Kies rutscht, weil er feiner ist.
Da musste ich daran denken, dass ich vor vielen Jahren ein Becken hatte mit Quarzsand und Kies, wobei der Sand auch unter dem Kies war - und nichts hat sich verklumpt.

Ich möchte daher hier einfach mal fragen:

Hat irgend jemand von euch einmal verklumpten Bodengrund wegen verschiedener Körnungen im Aquarium gehabt?

skyhusky
20.10.2006, 00:43
Hi Marlis :biggrin:


Ich habe davon so viel gelesen als ich überlegte von Kies auf Sand umzustellen, dass es sich in mein Hirn eingebrannt hat das es einfach nicht gut gehen kann mit verschiedenen Körnungen. Nun meinte Andreas, dass der Sand zwangsläufig unter den Kies rutscht, weil er feiner ist.

Yupp, korrekt das passiert zwangsläufig, weil der Sand durchrutscht . Das Andere ist das verklumpen das kann ich nicht bestätigen wenn man TDS ( Turmdeckelschnecken) im Becken hat . Sollte man ja sowieso das sich sonst CO2 Gasblassen ( Faulgase ) bilden können und ohne der Sand zum verkleben, verklumpen neigt. Als Beispiel führe ich mal Bodengrund an der ist ja auch feinkörning und wird mit Kies zusammen benutzt verklumpt der ? Ja macht er aber nur ohne TDS .
Au?erdem kann man wenn es nicht gut gehen sollte den groben Kies oben abschöpffen und der feine Sand bleibt drin .

Joogie
20.10.2006, 09:35
Moin,

also ich benütze grundsätzlich Quarzsand und habe keine schlechten Erfahrungen damit gemacht.
Dieser Sand ist in allen Malawi-AQ und auch im Corydoras-AQ.

Allerdings sind in allen Becken auch TDS. Ohne diese Burschen könnte es schon zur Verfestigung der Oberfläche des Sandes kommen und somit u.U. zur Bildung von Faulgasen.

bubble
20.10.2006, 12:41
Huhu!

Das Problem ist denke ich, dass sich der Bodengrund verdichten/verhärten kann, wenn zu viele staubfeine Kleinstpartikel im Sand enthalten sind, er also eine Körnung beginnend bei 0 hat.
Auch die Form der Körner spielt dabei wohl eine Rolle, denn gebrochener Sand mit vielen unregelmäßigen Spitzen und (scharfen) Kanten verkantet sich einfacher ineinander als regelmäßige runde Körner. (Die Artikel dazu auf deters-ing (http://www.deters-ing.de/Bodengrund/Quarzsand.htm) kennst du wahrscheinlich schon?)
Es ist also nach meiner Auffassung ansich kein Problem, Kies von z.B. 1-2mm und Sand von 0,1-0,4mm zu mischen - abgesehen davon, dass der Sand dann nach unten rutscht und der Kies obenauf liegt, was dann nicht so wirklich viel Sinn macht.
Ich achte bei der Auswahl von Sand immer darauf, dass eine einheitliche Sieblinie angegeben ist (normalerweise 0,1-0,4 oder 0,2-0,8mm) und dass es kein gebrochener sondern gerundeter Sand ohne Zusatzstoffe ist. Ich nehme daher immer Quarzsand und habe nur beste Erfahrungen damit gemacht.

LG,
Katrin

AndreasHB
27.10.2006, 19:39
moin,

also ich wuerde katrin zustimmen bzgl. ihrer ausfuehrungen zur einheitlichen sieblinie/verdichtungsproblematik. der quarzsand verdichtet mit hoher wahrscheinlichkeit bei zugabe von partikeln die kleiner sind als die korngroesse des sandes zb. lehmkram oder bodengrundduenger.

ansonsten denke ich, dass es auch auf das mischungsverhaeltnis ankommt.

allerdings bin ich nicht davon ueberzeugt, dass der sand unter den kies rutscht. kann sein, dass er im kies verschwindet und die hohlraeume verfuellt, aber bei mir verschwinden eher steine im quarzsand aufgrund ihres hoeheren gewichtes.

ich haette hinsichtlich der verdichtungsproblematik kein problem damit zb. 0,5-1cm kies in quarzsand einzustreuen (damit meine ich 2-10% kies auf dem sand aufliegend), gehe aber davon aus, dass der kies frueher oder spaeter im quarzsand untertaucht und ich ihn wieder ausbuddeln muesste.

ein schoenes beispiel dafuer, dass eine solche mischung manchmal trotzdem sinn machen kann, findet sich in der aktuellen datz im artikel zur retroculusnachzucht.

Link nicht mehr verfügbar

leider sieht man die bilder der kiesnester nur in der realen datz.

lg

andreas

bubble
28.10.2006, 11:37
Hi Andreas!

Original von AndreasHB
allerdings bin ich nicht davon ueberzeugt, dass der sand unter den kies rutscht. kann sein, dass er im kies verschwindet und die hohlraeume verfuellt, aber bei mir verschwinden eher steine im quarzsand aufgrund ihres hoeheren gewichtes.
Dabei kommt es imo auf die Größe bzw. das Gewicht der Steine/Kiesel an. Ab einem gewissen Gewicht kann es passieren, dass sie im Sand "untergehen".


ich haette hinsichtlich der verdichtungsproblematik kein problem damit zb. 0,5-1cm kies in quarzsand einzustreuen (damit meine ich 2-10% kies auf dem sand aufliegend), gehe aber davon aus, dass der kies frueher oder spaeter im quarzsand untertaucht und ich ihn wieder ausbuddeln muesste.
Bei Kies bis ~1cm passiert dies meiner Erfahrung nach nicht!
In meinem ersten Becken habe ich Mauersand verwendet, der eine sehr uneinheitliche Körnung hatte so etwa 0-0,5cm, wobei er hauptsächlich aus sandigen Körnern bestand und nur wenige größere Steinchen dabei waren. Diese lagen mit der Zeit allerdings alle obenauf.
Auch in einem anderen Becken, in dem ich Quarzsand der Körnung 0,2-0,8mm habe, liegen die gröberen Körnchen nun alle oben. :mad:

Lieben Gruß,
Katrin

AndreasHB
31.10.2006, 15:00
moin,

wo wir ja beim thema bodengrund (bzw. mischen desselben) sind wuerde mich eure meinung dazu:

---Link nicht mehr verfügbar---

interessieren.

mir wird bei der lehmschicht ja ganz schoen mulmig...

lg

andreas

Andreas W
31.10.2006, 15:05
Hallo Andreas,

den Berichten von Tomsky (Thomas Arnold, Betreiber der Seite Segelflosser (http://www.Segelflosser.de)) nach, funktioniert das mit dem Lehmboden wohl prima. Ist auch mal was anderes und sicher eine schöne Alternative zu Kies oder Sand.

Ich denke ich werde es in naher Zukunft auch einmal ausprobieren. So erhält das 54 Liter Aquarium auf dem Balkon vielleicht auch wieder einen Sinn.

Gruss Andreas

bubble
31.10.2006, 15:26
Hi!

Hmmm, das Becken sieht ja schon klasse aus. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass das problemlos funktioniert mit dem Lehmboden. Ich kann nicht genau erklären warum, aber Lehm ist ja ansich weich, die Pflanzenwurzeln sollten also keine Probleme haben, da durch zu kommen.
Mancher Bodengrund "verbappt" aber richtiggehend und wird ziemlich hart und undurchdringlich, da kann man kaum noch nen Finger reinstecken.
Ist bei meinem MauersandAQ auch ein bißchen so gewesen.
Vielleicht hat das doch mehr was mit der Form der Körner als mit der Korngröße zu tun. -?- Also, dass sich gebrochene, eckige Körner einfacher verkanten und den Boden quasi dicht machen, wohingegen er bei runden Körnern weich bleibt?

Grübelnde Grüße,
Katrin