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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Purpurprachtbuntbarsch - Pelvicachromis pulcher



Schwämchen
20.10.2006, 23:23
Huhu,

Darf ich vorstellen:


Pelvicachromis pulcher, Königscichlide

Systematik

Reihe:
Fische (Pisces)

Klasse unterteilt in:

Unterklasse:
Strahlenflosser (Actinopterygii)

MGInfraklasse:
Echte Knochenfische (Teleostei)

Überordnung:
Stachelflosser (Acanthopterygii)

Ordnung:
Barschartige (Perciformes)

Unterordnung:
Lippfischartige (Labroidei)

Familie:
Buntbarsche (Cichlidae)

Gattung:
kleinere Cichliden

Untergattung:
Pelvicachromis

Art:
pulcher

Wissenschaftlicher Name:

Pelvicachromis
Boulenger, 1901
Wasserdaten
pH-Wert:
5~7,5
Wasserhärte (dH-Wert):
6-16°
Wassertemperatur: 24 - 28°C
Beckengröße:
ab 80 cm

Heimat: südlichen Nigeria (nahe den Orten Kwale, Sapel? und Warri), westlichen Kamerung (von Edea, im Gebiet der Ansiedlung Ndonga und westlich entlang der Piste Richtung Mouanko, einem Ort nahe der Sangamündung)

Haltung: Am empfehlenswerten ist ein Paar, aber in grösseren Becken ist die Vergesellschaftung mehrerer Paare auch möglich, zudem man verschiedene Versteckmöglichkeiten anbietet (Unterstände, Wurzeln, Höhlen. ect) damit die Tiere sich wohl fühlen können.

Futter: Lebendfutter (Kleinkrebse) und ballast- stoffreiches Trockenfutter, Artemianauplien oder Cyclopsnauplien, überbrühte Salatblätter oder ähnliches Grünfutter, Frostfutter.

Vermehrung: monogame Höhlenbrüter
Alter: ca 9 Jahre
Kennzeichen: 10 cm ,Männchen ist grösser und hat spitzer auslaufende Flossen. Das Weibchen 8 cm ist dafür bunter, Sie tragen ein gelbes Band in der Rückenflosse und einen auffälligen roten Fleck am Bauch.

Lebensweise: Revierbeanspruchender monogame Höhlenbrüter der die mittleren und unteren Beckenbereiche bevorzugt.


Haltung und Zucht des Purpurprachtbuntbarsches:
Sie sollten in größeren Aquarien mit vielen Versteckmöglichkeiten (Wurzeln, Tontöpfe, Kokosnussschalen,etc) gepflegt werden. In kleineren Aquarien sollte man nur ein Paar pflegen, da sie recht agressiv gegenüber Artgenossen werden und ausserdem die Ruhe im AQ stark beeinträchtigt ist.

Der Zusatz von Torfextrakten oder die Filterung über Torf fördern Wohlbefinden und Farbigkeit. In alteingerichteten Aquarien fühlen sich die Fische am wohlsten. Gegenüber artfremden Fischen sind sie sehr friedfertig (außer bei der Verteidigung der Brut) innerhalb der eigenen Art jedoch auch recht ruppig und agressiv.

Die Rücken- und Afterflosse des Männchens sind lang ausgezogen.Gattungstypisch ist P. pulcher in der Farbgebung recht variabel. Weibliche Tiere tragen ein gelbes Band in der Rückenflosse und einen auffälligen roten Bauchfleck. Bei den Männchen sind Dorsale und Anale spitz zulaufend, während sie bei den Weibchen abgerundet sind.

Ersteinführung: 1913 durch Bröning
Die Gattung wurde ursprünglich als Untergattung von Pelmatochromis aufgestellt, 1968 jedoch in den Rang einer eigenständigen Gattung erhoben. Es sind etwa sieben Arten bekannt, von denen die meisten als Zierfische gehalten werden.Den meisten der älteren Aquarianer wird die Art noch unter ihrem (falschen) Namen "Pelmatochromis kribensis" bekannt sein.

Diese sehr hübschen Fische, leben monogam und brauchen ein bepflanztes Auarium mit vielen Versteckmöglichkeiten.Ein umfangreicher Teilwasserwechsel mit einer Temperaturerhöhung auf 25-28? C, wirken stimulierend auf die Fortpflanzungsbereitschaft. Von dem zur Zucht angesetzten Paar sucht das Weibchen die ihr zusagende Höhle als Laichplatz aus. Ein umgedrehter Blumentopf(in meinem Fall) mit seitlichem Loch erfüllt die Anforderungen meist schon.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Buntbarschen balzt das Weibchen das M?nnchen an und nicht umgekehrt. Dabei führt es zitternde Bewegungen bei gleichzeitig starker Krümmung des Körpers aus und nimmt eine intensive rot-violette (purpur) Färbung an.

Beide Partner betreiben Brutpflege (Vater-Mutter-Familie).Das Gelege umfasst ungefähr 150-200 Eier,doch bevor das Weibchen Eier ablegt wird die Höhle noch gereinigt und Steine werden aus der Höhle gespuckt.Das Weibchen kümmert sich allein um das Gelege und die Larven, das Männchen verteidigt in dieser Zeit das Revier und bleibt in unmittelbarer Umgebung der Bruthöhle. Es wird vom Weibchen, wie das bei vielen Zwergcichliden der Fall ist, vertrieben.
Nachdem das Weibchen die Eier auf die Decke der Höhle geklebt hat, schlüpfen die Jungen nach cirka zwei bis dreiTagen und bleiben bis etwa bis zum neunten Tag in der Höhle, dann beginnen sie frei zu schwimmen.
Nach sechs Tagen ist der Dottersack aufgezehrt, nun sollten die Jungen mit Nauplien, R?dertierchen o. ä. gefüttert werden. Wird eine kräftige Fütterung der Jungen und ein regelmäßiger Teilwasserwechsel eingehalten, so gedeihen sie prächtig und wachsen schnell heran.
Nach etwa sieben bis acht Monaten werden die Jungfische geschlechtsreif.

Wer sich ein Pärchen der Purpurprachtbarsche kauft und im Aquarium ist alles in Ordnung, der kann mit viel Nachwuchs rechen (mehrmals im Jahr).

und hier meine Zwei:

---Bilder nicht mehr vorhanden---

Casa Carota
20.10.2006, 23:57
Hallo Sandy,

das ist ein sehr informativer und gelungener Beitrag zu PPPBs.
Hochachtung. Hast du sehr schön gemacht.

Allerdings kann ich berichten, dass meine Jungen auch ohne irgendein spezielles Aufzuchtfutter im Gesellschaftsaquarium groß geworden sind - mehr als mir lieb waren.

Das sind quasi die Guppies unter den Barschen :motz:

Frankma
21.10.2006, 00:14
Hallo Sandy
Danke für die Mühe die du dir mit den Beitragen machst :respekt:

nanaglen2001
21.10.2006, 10:10
Holla Schwämmchen...den Cryptoheros sajica überlasst du aber mir, gelle? :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

Nicht das der auch noch zu deinen Lieblingen zählt, wie die Meekis und der Pulcher :biggrin: :biggrin: :biggrin:

Der Pulcher ist es schuld das ich zum Cichlidioten geworden bin.

Es sind tolle Tiere, man braucht keinen Riesentank um in den Genuss sämtlicher Vorzüge von meinen Lieblingsfische, den Cichliden, zu kommen.

Ich merk schon Schwämmchen und ich ham ne Menge gemein.

Schwämchen
21.10.2006, 10:31
Huhu Andrea,

Dank für die http://www.world-of-smilies.com/wos_love/11_4_127v_1_.gif

Aber sicher überlass ich Ihn dir , bin gespannt auf deinen Bericht wird bestimmt toll :rauchen:

Pulcher
21.10.2006, 11:24
Huhu Sandy

Toller Beitrag klasse gemacht, wie Casa kann ich von meinen berichten das beim ersten Wurf ohne Aufzuchtfutter 45 Jungtiere überlebt haben :hammer:.
Aber trotz allem sind es sehr schöne Fische.
Ach ja und hier gleich mal ein Tipp Vergesellschaftung mit kleineren Wirbellosen führt nur zu satten Barschen :mad: .

Gruss
Oliver

nanaglen2001
21.10.2006, 12:41
Der war gut :biggrin: :biggrin: :biggrin:

Kaktus
21.10.2006, 21:54
Hallo Sandy

echt gelungener Beitrag :biggrin: :biggrin:
Sollte ich irgendwann mehr richtung Afrika tendieren wird er einer der ersten sein die bei mir einziehen :engel:

lg

Lars

Schwämchen
21.10.2006, 21:56
Huhu Lars

Kein problem , bekommst dann welche aus meiner Zucht :biggrin: :biggrin: :biggrin:

nanaglen2001
22.10.2006, 09:44
Was ich ja so an den Pulchers liebe ist die Tatsache, das man trotz und alledem nicht auf ein bepflanztes Becken verzichten braucht. Bei den kleinen Kerlchen ists sogar ein MUSS :klatsch:

Schwämchen
22.10.2006, 10:05
Hallo

Ja da kann ich Andrea nur zustimmen, bei viel Pflanzen fühlen sie sich wohl und als ich Ihnen noch Mooskugeln reingetan habe sind sie begeistert, manchmal *grasen* sie richtig daran, es sind wirklich super Tiere.

fradin
22.10.2006, 16:00
Hallo Sandy,

an dieser Stelle möchte ich dir mal für deine Arbeit ,die du dir mit deinen Fischvorstellungsbeiträgen machst,recht herzlich danken.Sie sind eine Bereicherung für unser noch junges Forum.
:respekt: :respekt: :respekt:

roydreck
06.04.2008, 21:26
Seit kurzem pflege ich auch diese wunderschönen Fische und entgegen der landläufigen Meinung, dass sie Hölen zum Laichen benötigen, kann ich über
ein anderes Verhalten berichten.
Mein Becken (240L) bietet zahlreiche Unterschlüpfe, Hölen und Schluchten.
Davon waren die Barsche aber wenig beeindruckt. Nein sie suchten sich eine
kleine Gruppe Pflanzen aus, wo sie jene aus der Mitte entfernten und eine
Grube aushoben.
Dieser Freiraum sollte nun also das Nest darstellen. Der Laich wurde an Blättern
befestigt und fortan bewacht.
Man sieht es geht auch anders.