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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wildfänge



kaktus
10.04.2007, 17:40
Hallo zusammen

ich bin mal gespannt welche Antworten hier kommen.
Wie steht ihr zu dem Import von Wildfängen. Was spricht dafür, was dagegen?
lgLars

Mephi
10.04.2007, 17:57
Interessante Frage und so genau habe ich mich damit noch nie auseinandergesetzt. Ich denke mir, man muß dies arg unterscheiden: handelt es sich um bedrohte Arten? Da bin ich dagegen! Handelt es sich um übliche Arten? Ich weiß es nicht! Man kann sie ja auch hier in den Läden bekommen.

Wenn Ihr solche Fragen in die RUnde stellt, dann erklärt doch bitte gleich auch Eure Sicht. Man weiß immer nicht, woran man ist. (nur mal so eine Idee)

heiko68
10.04.2007, 18:05
Hallo Lars,

was möchtest du hören? Soll ich als Aquarianer Wildfänge tollerieren oder soll ich konsequent dagegen sein? Kann ich mir überhaupt sicher sein, das ich im Fachgeschäft Wildfänge bekomme? Ich vermag nicht zu unterscheiden ob es ein Wildfang ist oder ob es sich im eine deutsche, tschechische oder asiatische Nachzucht handelt.
Soll ich solche Arten, wo eine Nachzucht noch nicht gelungen ist nicht in meinem AQ halten?
Du siehst, so einfach ist es nicht eine Antwort auf diese Frage zu finden.
Es gab mal eine Diskusion zum Thema von L46 (Hypancistrus zebra) ob da das Exportverbot zum Artenerhalt beitragen kann. Auch da gingen die Meinungen auseinander.

So, nun habe ich viel gesagt und jetzt mein Standpunkt.
Ich mag es, wenn im AQ Fische gehalten werden, welche noch ihre natürlichen Merkmale besitzen und keine Qualzuchten oder anderwärtige Hochzuchten sind (z.B. bei Skalaren Gold-, Koi-, Marmor- und und....).
Ich mag keine Fische die ihr natürlichen Verhalten (z.B. Brutpflege) durch züchten verloren haben.
Ich bin gegen den Import von Fischen, welche auf Gefährdungslisten (z.B. Rote Liste) stehen.
Ich bin für Wildfänge, aber nicht um jeden Preis.

Machbar ist heutzutage vieles, es hat halt nur seinen Preis. Aber es ist letztlich die eigene innere Überzeugung, wie man damit umgeht.

Knut
10.04.2007, 18:05
Hallo Lars,

solange entnahmen aus der freien Natur keinerlei negative Auswirkungen auf die Population haben, ist dagegen absolut nichts einzuwenden.
Letztendlich regelt wohl der Preis und die Verfügbarkeit von Nachzuchten diese Frage.
Beispiele sind Paracheirodon axelrodi (überwiegend Wildfang) oder auch Hypancistrus zebra, wird wohl bald nur noch als Nachzucht zu erhalten sein.
Prachtschmerlen.

Gruß Knut

cschweden
10.04.2007, 18:06
Hallo,

ich denke man sollte Wildfänge vermeiden wo immer es geht. Ich versuche immer, auf Nachzuchten aus der Region zurückzugreifen, so erspare ich den Tieren den Transportstress von Übersee zu mir. Auch bei nicht bedrohten Arten wird das Wildern zum Problem, da die Fangmethoden nicht immer unbedingt die ökologischsten sind (Giftfischen im Meerwasser etc.) und so manche Art erst durch uns Aquarianer zur bedrohten Art wurde.

Wenn ich Wildfänge halte, dann mache ich mir vorher schon jede Mühe sie so artgerecht wie möglich halten zu können, da ich es sehr traurig fände wenn die Tiere nach Fang- und Transportstress letztlich bei mir wegen Haltungsfehlern eingehen. Prinzipiell sollte man es eigentlich ganz lassen, aber zugegebenermaßen werde auch ich manchmal schwach (was ausgesprochen inkonsequent, aber menschlich zu sein scheint...).

Gruß,
Christian

Knut
10.04.2007, 18:10
Hallo Christian,

Original von cschweden
und so manche Art erst durch uns Aquarianer zur bedrohten Art wurde. Welche zum Beispiel?


Original von cschweden Prinzipiell sollte man es eigentlich ganz lassen, aber zugegebenermaßen werde auch ich manchmal schwach (was ausgesprochen inkonsequent, aber menschlich zu sein scheint...). Kannst du das "Prinzip" auch begründen ?

Gruß Knut

cschweden
10.04.2007, 18:19
Hallo Knut,

die Diskussion um H. zebra ist vor einigen Monaten sogar bis in die Medien gekocht, allerdings spielen bei der Bedrohung sicherlich auch andere Faktoren eine große Rolle (Lebensraumzerstörung, Wasserverschmutzung etc.) und leider fehlen mir verlässliche Aussagen dazu. Im Meerwasserbereich droht einigen Riffen vor den Phillipinen die totale Überfischung, und niemand käme auf die Idee, einen 5cm-Fisch zu braten. Hier ist eindeutig das Weltmarktinteresse an Aquarienfischen die Ursache.

Ich denke, dass eine Entnahme von Tieren aus der Umwelt zu "Dekorations- und Belustigungszwecken" nicht wirklich notwendig ist. Es werden Tiere aus ihrer natürlichen Umgebung gerissen, in Kisten und Tüten verpackt, mit hohen Ausfallquoten um die halbe Welt verfrachtet und anschließend allzu häufig in zu kleine oder falsch eingerichtete Aquarien gesetzt. Diese Vorstellung finde ich ziemlich traurig.

Gruß,
Christian

kaktus
10.04.2007, 18:21
Erstmal danke für die ersten Antworten die gekommen sind (ich hoffe es kommen noch viele)

In einem anderen Forum habe ich die Frage auch gestellt, die Gegner hielten sich vorallem an das Argument dass für den Transport sehr viel Energie verbraucht wird.

Mein Standpunkt dazu:

ich bin klar für Wildfänge aus recht vielen Gründen:

- natürliche Farben und Flossengestaltung
- das natürliche Verhalten der Fische
- zu den gefährdeten Arten: wenn die Gefährdung durch den Menschen entstanden ist, und Züchter versuchen wollen, sehe ich da kein Problem darin, schließlich kann die Spezie so eventuell gerettet werden bzw wenigstens erhalten bleiben
- wenn ich mir das Beispiel vom Roter von Rio ankucke, dessen Genetik nicht mehr mit den WF übereinstimmt, will ich klar WF haben, ich will den Wolf, nicht den Hund haben O-)

- zu der Umweltverschmutzung beim Import von WF: sie ist geschwindend klein im Vergleich von dem was im Allgemeinen transportiert wird, selbst wenn 2Tonnen im Flugzeug geladen werden, bei 110Tonnen wiegt das nicht viel, und aus Asien kommen genug Nachzuchten und in grösseren Mengen


lg

Lars

heiko68
10.04.2007, 18:25
Original von cschweden
Ich denke, dass eine Entnahme von Tieren aus der Umwelt zu "Dekorations- und Belustigungszwecken" nicht wirklich notwendig ist.

Hallo Christian,

sieht du das nicht ein bißchen zu verbissen. Was meinst du wo deine Fische herkommen? Irgend wann einmal wurde jeder Fische aus seinem natürlichen Lebensraum entnommen und dann nachgezüchtet. Wenn du konsequent sein möchtest, dann kannst du ja ein AQ einrichten mit Plastikfischen und Plastikpflanzen. Bitte nicht falsch verstehen, ich habe es natürlich übertrieben dargestellt.

Knut
10.04.2007, 18:26
Hallo Christian,
im Meerwasserbereich kenne ich mich nun gar nicht aus. Mir ist daher bisher keine Bedrohung einer Art durch den aquaristischen "Verbrauch" bekannt.

Im Süsswasserbereich kenne ich mich ein wenig besser aus. Auch hier ist bisher keine Bedrohung durch den Handel für Aquarien bekannt.
Die Ursachen für das verschwinden der bedrohten Arten liegen auf anderen Ebenen.
Zum Teil wird dieses Argument sogar benutzt um höhere Preise zu erzielen! Auch diese Seite sollte man beachten.
In vielen Fällen wird hier etwas problematisiert, was so nicht gegeben ist!

Gruß Knut

kaktus
10.04.2007, 18:30
Hallo Christian


Original von cschweden
] Hallo Knut,

die Diskussion um H. zebra ist vor einigen Monaten sogar bis in die Medien gekocht, allerdings spielen bei der Bedrohung sicherlich auch andere Faktoren eine große Rolle (Lebensraumzerstörung, Wasserverschmutzung etc.) und leider fehlen mir verlässliche Aussagen dazu.
Ich glaube nicht dass er bedroht ist, bloss weil ein paar Aquarianer einen L46 haben wollen. Da sind die Gründe woanders zu sehen :zwinker:

Im Meerwasserbereich droht einigen Riffen vor den Phillipinen die totale Überfischung, und niemand käme auf die Idee, einen 5cm-Fisch zu braten. Hier ist eindeutig das Weltmarktinteresse an Aquarienfischen die Ursache.

Die meisten Fänger verzcihten gerne auf 5cm grosse Fische, sie bringen nicht viel Geld ein, eher sind sie das Opfer beim Fang von grösseren Fischen

I

ch denke, dass eine Entnahme von Tieren aus der Umwelt zu "Dekorations- und Belustigungszwecken" nicht wirklich notwendig ist. Es werden Tiere aus ihrer natürlichen Umgebung gerissen, in Kisten und Tüten verpackt, mit hohen Ausfallquoten um die halbe Welt verfrachtet und anschließend allzu häufig in zu kleine oder falsch eingerichtete Aquarien gesetzt. Diese Vorstellung finde ich ziemlich traurig.

Kein Händler/Versender wünscht sich so hohe Ausfälle. Und falsch eingerichtete Aquarien bleiben falsch eingerichtete Aquarien für den Fisch, egal ob WF oder Nachzucht.

Bei teueren WF überlegt man es sich vielleicht eher 2x ob man sich so einen teueren Fisch haben will oder nicht, die Dumpingpreise verführen Anfänger doch regelrecht dazu NICHT auf ihre Pfleglinge aufzupassen

lg

Lars

cschweden
10.04.2007, 18:38
Hallo,

ich will hier auch keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen. Ich habe selber beim Tauchen Riffe gesehen, die total zerstört waren. Ursache war das Fischen mit Cyanid, bei dem viele der Tiere zugrunde gehen, ohne jemals in den Handel zu gelangen. Bei einem Gespräch mit einem Exporteur war dann die Rede davon, dass Verlustquoten beim Transport von 30 bis 50% ganz normal wären. Sicher gibt es da solche und solche, doch weiss ich das nicht, wenn ich im Laden stehe. Die Fische in meinem Aquarium stammen alle von Züchtern aus der direkten Umgebung, die ich persönlich kenne (mit Ausnahme der Messerfische, das muss ich dann doch zugeben).

Wie das im Süßwasserbereich aussieht, möchte ich nicht wirklich beurteilen, da hier immer wieder die unterschiedlichsten Standpunkte auftreten was die Ursache von Bestandsbedrohungen angeht. Mir stellt sich dann nur die Frage, ob es richtig ist, Tiere aus einem ohnehin durch Verschmutzung etc. bedrohten Bestand zu entnehmen und über lange Strecken zu transportieren. Die grössten Bauchschmerzen machen mir im übrigen weniger die Biotopbedingungen vor Ort als die Strapazen beim Transport, die für eine Nachzucht doch wesentlich geringer sind.

Ich denke, dass hier jeder für sich entscheiden sollte, und ich werfe auch niemandem die Haltung von Wildfängen vor. Exportverbote bringen außer höheren Verkaufspreisen rein gar nichts, denn es gibt immer genug Möglichkeiten, Tiere ausser Landes zu bringen (siehe Zollstellen an internationalen Flughäfen). Wichtig ist mir nur, dass jemand der Wildfänge hält dies auch gewissenhaft tut.

Gruß,
Christian

Andreas W
10.04.2007, 18:46
Hallo,

auch ich bin gegen Wildfänge. Es gibt eigentlich genug Fische die sich nachzüchten lassen und als solche im Handel bereit stehen. Vor allem bei bedrohten Fischen sehe ich es gar nicht ein. Natürlich liegt die Ausrottung nicht nur an den Fischen die gefangen werden sollen. Der Beifang, der die Population nicht mehr aufrecht erhalten kann ist jedoch auch dabei. Was der Mensch in seinem Lebensraum macht ist natürlich wieder eine andere Sache ;-(:

Gruß Andreas

Urmel
10.04.2007, 20:09
Das ist ja genau mein Thema *g* *Finger spreiz und reck*

Hi alle,

ich bin dagegen, daß jeder Wohnzimmer-Aquarianer sich Wildfänge kaufen kann und gegen die Massenfänge und -Transporte. Was jetzt nicht heißt, daß ich grundsätzlich und generell gegen Wildfänge bin *seufz*.
Und damit hab ich schon ganz schon viel von meiner starren Meinung in den letzten Monaten geändert.
Schließlich, wie vielleicht einige wenige noch aus meinen uralten (*g* ein halbes Jahr her) Vorstellungsthreads in einigen Foren wissen, bin ich eine Ehemalige aus der aktiven Tierschützerliga und dementsprechend engstirnig ;).

Ich hab zwar keine genauen Zahlen im Kopf aber für jeden wildgefangenen Fisch sind einige etliche (100? 1000?) beim Fang und auf dem Weg in den lokalen Zooladen elendig verreckt. Und das nervt mich gewaltig. Daß das Tier hier zur Ware verkommt bei der man eine Ausfallquote miteinkalkuliert.

Das Argument mit der Umweltverschmutzung hinkt absolut und wird scheinbar nur von Leuten benutzt, die sich nich als Tierschützer outen wollen oder einfach komplett ahnungslos sind, sorry.
Aber wie Lars schon sagt:
Der Flieger fliegt sowieso. Und ob er lebende Fische oder Rindfleisch oder Billigteppiche transportiert ist völligst egal.
Und die Flieger aus Asien transportieren die Gewaltzuchten aus den asiatischen Farmen.
Gegen die bin ich grundsätzlich auch, weil auch hier das Tier zur Massenware verkommt und Ausfälle einkalkuliert werden.
Wenn jemand was gegen fliegende Flugzeuge hat, soll er das nächste Mal Urlaub im bayrischen Wald oder an der Nordsee machen oder noch besser im nächsten Naherholungsgebiet mit dem Fahrrad rumgurken.

Seltene Fische, die man z. B. nur als Wildfänge bekommt sollten nicht in den Handel kommen. Sondern nur Mitgliedern großer organisierter Vereine zugänglich sein, wo man vielleicht gewährleisten kann, daß die Tiere nicht gleich 3 Tage nach dem Kauf an unsachgemäßer Handhabung eingehen, wenn sie es schon mal so weit geschafft haben. Darüber hinaus kann somit dafür gesorgt werden, daß eine neue Art nachgezüchtet werden kann, weil das nun mal die kundigen Hände besser können als die Laien.
Dann würden evtl. auch weniger gefangen, die Vereine vielleicht sogar selbst die Fangreisen organisieren.

Fische die sich nachzüchten lassen sollten überhaupt nicht mehr gefangen werden dürfen.
Warum muß z. B. ein L46 noch gefangen werden, wenn er sich so leicht nachzüchten lässt, daß sogar reihenweise Wohnzimmer-Aquarianer den Fisch unbedingt wollen, weil man die Brut ja für 75 Öröse das Stück verhökern kann?
@Lars, was um Himmels Willen willst Du mit einem Wolf im Wohnzimmer? Ein wildes Tier in künstlicher Umgebung kann kein guter Geschmack sein oder?
Wenn Du das wilde Tier sehen willst, dann fliege dahin wo es lebt. Alles andere wäre anmaßend, sorry für meine harten Worte (bin ja eigentlich ne ganz Liebe ;)).
Es sei denn Du bist ein AQ-Profi, der versuchen möchte den Wolf nachzuzüchten und der ihn nicht zu Dekorationszwecken hält sondern gewillt ist das AQ dem natürlichen Habitat eines Wildfanges entsprechend anzupassen. Das mag mitunter bedeuten, daß das AQ z. B. eine braune undurchsichtige Suppe mit Wurzeln und Steinen ist.

Das Pro-Argument der schöneren, bzw. natürlicheren Farben und Flossen gilt nur bei einigen wenigen Fischarten, wie von mir aus Diskus, Skalar, Guppy, Platy, Molly und wie die ganzen Modefischchen heißen.

Aber bei den meisten anderen Fischen können nicht mal die Profis mit ziemlicher Sicherheit einen Wildfang von einer Nachzucht unterscheiden. Und wir Wohnzimmer-Aquarianer brauchen nicht mal im Traum daran zu denken.

Dabei fällt mir dann noch ein Punkt ein, der mich zum Thema Wildfang stört: Es gibt wohl einige spitzfindige Händler, die schreiben bei bestimmten Fischleins "Wildfang" an die AQ-Scheibe und verlangen ein entsprechendes Sümmchen mehr, als die vergleichsweise billige Nachzucht im Becken daneben. Und dann steht Otto Normal-Aquarianer davor und sagt: Boah toll!!! Der Unterschied ist unverkennbar, nehm ich mal lieber das Wildfänglein."
Jaaa jaaa und der Kaiser hat neue Kleider ;).

Sorry Leuts, anders kann ich auf dieses Thema nicht reagieren.
Ich geh jetzt bügeln, das regt ab *grins*.

LG
Simone

Mephi
10.04.2007, 20:54
@ Simone: nicht aufregen! :knuddel: Kannst doch alles gut unterlegen und dies ist bei Argumentationen wichtig.

Ich habe mal gelesen, dass in Brasilien weiter und weiter nach schönen L-Welsen gesucht wird und dass es da jetzt ein Ausfuhrverbot gibt. Allerdings gibt es immer noch welche, die es illegal versuchen.

Schaut in die ganzen Becken- es gibt so viele Fische und so viele Schönheiten. Muß man da echt noch in der Wildnis wildern???

Und wie Simone sagt: Dann in erfahrene Hände und dann bitte auch in das natürliche Habitat!

kaktus
10.04.2007, 21:00
Hallo Simone

puuh nicht negativ gemeint, aber man merkt dir wirklich die Tierschützerin an :zwinker:


Wo kommen eigentlich diese ganzen Zahlen her dass so viele Fische sterben??
Wenn auf 20-30 grosse Kisten mal 1 Tüte kaputt / tot ist, dann ist es schon viel! Also weit von den 100-1000 tote Fische auf 1 lebendigen weg :__) (ah ehe jetzt jemand rumschreit, er würde es von seinem Händler wissen, ich arbeite auf einem Flughafen und kriege auf dem Gebiet einiges mit)
So viele Ausfälle kann sich kein Importateur mehr leisten, alleine die Nebenkosten sind zu hoch!

Wegen Massenware: glaubst Du wirklich dass die Fische von deutschen, polnischen etc Züchtern nicht als Massenware angesehen werden? (wobei die qualität auch nicht gerade imme rberauschend ist)


Das mit dem Wolf war nur ein Bildnis :zwinker:

Nein, ich bin kein Profizüchter, will auch keiner werden. Aber bei einigen Fischen kann ich sehr wohl WF und Nachzucht unterscheiden.

Und Fische in freier Wildbahn zu sehen ist relativ kompliziert :sunglas:

lg

Lars

Knut
10.04.2007, 21:31
Hallo Simone,

ich finde Tierschutz nicht nur eine nützliche, sondern auch eine notwendige Sache.
Allerdings sollte man das mit Fakten und rational betreiben und nicht emotional und mit Gerüchten.
Die Spitzfindigkeit der Händler kann kein Argument gegen den Import von Wildfängen sein. Man verbietet auch nicht das Auto, nur damit keiner mehr mit 70 durch die Spielstrasse rast.
Qualvoller Stress und tote Tiere gibt es nicht nur bei Wildfängen, sondern genau so auch bei den Importen der Massenzuchten und selbst bei hiesigen Massenzuchten.
Deine Argumente lassen sich genau so gut für ein generelles Verbot der Hobbyaquaristik verwenden. Das kann es ja wohl auch nicht sein!

Gruß Knut

KatiG
10.04.2007, 21:38
Hallo zusammen!

Bei der ganzen Flut von Meinungen, Behauptungen und/oder Fakten muss ich hier erstmal meine Ansicht reinsortieren, ich hoffe das klappt...

Da ich mich mit dem Import, der Vermarktung etc. von Fischen nicht im Detail auskenne, will ich dies einfach mal ein wenig außen vor lassen und das mal eher von der Verbraucher-Seite aus betrachten.

Ich hoffe, es fühlt sich jetzt niemand auf den Schlips getreten, aber letzten Endes sind doch die meisten von uns die Art Aquarianer, die sich ein Becken einrichten, damit es die Wohnung eben doch in irgendeiner Weise „schmückt“... oder seh ich das falsch?
Es kann mir keiner von euch erzählen, dass das AQ was zu Hause steht, eine anderen Zweck als eine Art Deko darstellt.
Mit dem Hintergrund natürlich (und das macht den Unterschied zu anderen „Deko-Dingen“), dass man hier eine gewisse Verantwortung übernimmt, um einem Lebewesen ein möglichst schönes restliches Leben zu bieten. Die Aquaristik ist lediglich ein Hobby (wenn natürlich auch ein ernst zu nehmendes)!

Alle diejenigen, die sich in irgendeiner Weise aktiv an Erhaltungzuchtprogrammen oder Artenschutzprogrammen, Nachzuchten oder was weiß ich was beteiligen fühlen sich jetzt bitte mal nicht angesprochen.
Natürlich ist es super, wenn man Fische hält und vermehren kann, die in ihrer Heimat viell. keine guten Überlebenschancen hätten. Dagegen will ich ja gar nix sagen.

So, und nun haut mich! :O~

Viele Grüße, Kati

Urmel
10.04.2007, 21:51
Original von kaktus
Hallo Simone

puuh nicht negativ gemeint, aber man merkt dir wirklich die Tierschützerin an :zwinker:

Warum auch nicht? ;) Ich schäme mich dessen nicht, auch wenn Tierschutz ja dank PETA und Animal Peace derart in Verruf geraten ist, daß manche schon lieber das Umweltthema und die pöhsen Flugzeuge vorschieben um ja nicht als Tierschützer angesehen zu werden *g*.


Wo kommen eigentlich diese ganzen Zahlen her dass so viele Fische sterben??
Wenn auf 20-30 grosse Kisten mal 1 Tüte kaputt / tot ist, dann ist es schon viel! Also weit von den 100-1000 tote Fische auf 1 lebendigen weg :__) (ah ehe jetzt jemand rumschreit, er würde es von seinem Händler wissen, ich arbeite auf einem Flughafen und kriege auf dem Gebiet einiges mit)
So viele Ausfälle kann sich kein Importateur mehr leisten, alleine die Nebenkosten sind zu hoch!

Auf welchem Flughafen arbeitest Du? Vielleicht kennen wir uns ja? :)
Was das verfrachten von Fischen angeht, hab ich tatsächlich nur Zahlen aus Berichten. Aber bei anderen Tierfrachten gab es schon die schönsten Zwischenfälle glaub mir. Vielleicht sollte ich wirklich mal genauer nachfragen, was da so der Amtstierärztin am Frankfurter Flughafen im Tierfrachtzentrum unterkommt.
Aber ehrlich gesagt... Wenn z. B. ein Oto kaum das den Transport und die Eingewöhnung ins heimische AQ überlebt, wieviele Otos haben die Reise aus Südamerika noch vor der Ankunft in Deutschland hinter sich gelassen?
Und eine "Tüte Fisch" ist für mich schon zu viel, ehrlich gesagt... nur damit wir uns einen "Wolf" ins AQ stecken können.


Wegen Massenware: glaubst Du wirklich dass die Fische von deutschen, polnischen etc Züchtern nicht als Massenware angesehen werden? (wobei die qualität auch nicht gerade imme rberauschend ist)
Da hab ich vermutlich mich nicht wirklich verständlich ausgedrückt. Die Massenware aus Thailand ist zu verabscheuen, weil auch diese Tiere eine ellenlange Reise auf sich nehmen müssen.
Die Nachzuchten könnten aber dafür sorgen, daß die Art in freier Wildbahn bleiben kann. Außer vielleicht es gibt wieder Mal Händler und Importeure, die den Leuten die Fische als reiner und unverfälschter verkaufen wollen.
Ich meine auch mal irgendwo gelesen zu haben, daß es bei manchen Fischen immer noch billiger ist, sie zu fangen, anstatt nachzuzüchten. Tja... letztendlich ist es immer das gute Angebot-und-Nachfrage Spiel.


Nein, ich bin kein Profizüchter, will auch keiner werden. Aber bei einigen Fischen kann ich sehr wohl WF und Nachzucht unterscheiden. Ich habe das auch nie abgestritten, daß dies bei einigen durchaus der Fall ist, aber bei dem meisten eben nicht :).


Und Fische in freier Wildbahn zu sehen ist relativ kompliziert :sunglas:
Ja stimmt, aber wir gehen seltener dabei drauf, wenn wir zu den Fischen fliegen als umgekehrt ;).
Kompliziertheit ist kein gültiges Argument. :)


Hallo Knut,

Allerdings sollte man das mit Fakten und rational betreiben und nicht emotional und mit Gerüchten.
Die Spitzfindigkeit der Händler kann kein Argument gegen den Import von Wildfängen sein. Man verbietet auch nicht das Auto, nur damit keiner mehr mit 70 durch die Spielstrasse rast.
Qualvoller Stress und tote Tiere gibt es nicht nur bei Wildfängen, sondern genau so auch bei den Importen der Massenzuchten und selbst bei hiesigen Massenzuchten.
Wie bereits oben schon erwähnt, lehne ich persönlich die Importe von Massenzuchten ebenfalls ab.

Ich habe keine gehobenen Ansprüche an meine fischigen oder wirbellosen Bewohner und bisher alles bis auf ein Fischlein von privat bekommen. Das Fischlein aus dem Zoohandel war eine Deutsche Nachzucht... möglicherweise auch Massenware und inzwischen tot, möglicherweise meine Schuld, vielleicht auch nicht.

Ich sags gerne noch einmal, daß ich nicht generell gegen Wildfänge bin und ich bin auch nicht gegen Tierhaltung oder Heimaquaristik.
Es gibt aber m. E. kaum ein Argument für Wildfänge. Außer, man ist wirklich Profi und versucht eine neue bzw. seltene Art zu erforschen, nachzuzüchten oder zu erhalten.
Nur der Exotic wegen ein Tier aus seinem natürlichen Lebensraum zu reißen und in womöglich weniger artgerecht eingerichteten Aquarien zu halten ist kein Argument.

LG
Simone

Knut
10.04.2007, 21:57
Hallo,

Original von KatiG
Es kann mir keiner von euch erzählen, dass das AQ was zu Hause steht, eine anderen Zweck als eine Art Deko darstellt. Doch, mach ich aber. Nicht nur Deko, sondern viel Entspannung. Man kann aber auch einiges lernen, beim Beobachten der Fische und dadurch, dass man sich mit dieser Materie auseinandersetzt. Also ganz entschieden: nicht nur dekorativer Glaskasten!


Original von KatiG Alle diejenigen, die sich in irgendeiner Weise aktiv an Erhaltungzuchtprogrammen oder Artenschutzprogrammen, Nachzuchten oder was weiß ich was beteiligen
Wer von uns macht das schon? Das überlässt man Profis oder sehr erfahrenen Tierhalter, die sich mit Zucht, Zuchtbüchern etc. auskennen. Das geht nicht mal eben im Fischregal im Hobbykeller. Da kann man vielleicht Fische für den Handel und Freunde nachziehen. Da barucht es schon einiges an Erfahrung.

Original von KatiG Natürlich ist es super, wenn man Fische hält und vermehren kann, die in ihrer Heimat viell. keine guten Überlebenschancen hätten. Die werden ihnen entweder von den sich ändernden Umweltbedingungen genommen oder direkt durch menschliches Einwirken und den Veränderungen an der Umwelt.

Gruß Knut

KatiG
10.04.2007, 22:13
Original von Knut
Hallo,

Original von KatiG
Es kann mir keiner von euch erzählen, dass das AQ was zu Hause steht, eine anderen Zweck als eine Art Deko darstellt. Doch, mach ich aber. Nicht nur Deko, sondern viel Entspannung. Man kann aber auch einiges lernen, beim Beobachten der Fische und dadurch, dass man sich mit dieser Materie auseinandersetzt. Also ganz entschieden: nicht nur dekorativer Glaskasten!


Hi!
Okay, da geb ich dir Recht, daher ja auch mein Einschub, dass es einen Unterschied zu anderen Deko-Sachen gibt. Es handelt sich um Tiere und es ist ja bewiesen, dass der Umgang mit Tieren einen selbst positiv beeinflussen kann etc...
Ist für mich aber trotzdem noch kein Grund zu sagen, ich halte mir meine Fische nicht aus eigennützigen Gründen.

Die Erhaltungszuchten und co. will ich natürlich den Profis überlassen. Ich wollte damit nur betonen, dass ich die Haltung von Fischen im Rahmen solcher Programme grundlegend nicht ablehne und diese Profis sich hier nicht angesprochen fühlen sollten.

Und zum dritten: logisch, menschliches Einwirken bedroht den Lebensraum der Tiere, aber der Mensch kann die Arten evtl. (!) erhalten... das muss er aber nur tun, wenn er weiter in die Natur eingreift.... da drehen wir uns im Kreis!

Grüße, Kati

Knut
10.04.2007, 22:22
Hallo,

Original von Urmel Was das verfrachten von Fischen angeht, hab ich tatsächlich nur Zahlen aus Berichten. Aber bei anderen Tierfrachten gab es schon die schönsten Zwischenfälle glaub mir. Ich finde auch, solche „Zwischenfälle“ sollte man anprangern und Abstellen.

Original von Urmel Vielleicht sollte ich wirklich mal genauer nachfragen, was da so der Amtstierärztin am Frankfurter Flughafen im Tierfrachtzentrum unterkommt. Das solltest du unbedingt. Wenn es geht eine saubere Statistik.


Original von Urmel Die Nachzuchten könnten aber dafür sorgen, daß die Art in freier Wildbahn bleiben kann. Gelingt in den seltensten Fällen. Schuld sind meitsens Umweltzerstörung oder die sich ändernden Umweltbedingungen


Original von Urmel Ich meine auch mal irgendwo gelesen zu haben, daß es bei manchen Fischen immer noch billiger ist, sie zu fangen, anstatt nachzuzüchten. Tja... letztendlich ist es immer das gute Angebot-und-Nachfrage Spiel. So ist es! Das gilt für Wildfänge und für Nachzuchten. Je billiger um so mehr werden konsumiert werden.


Original von Urmel Es gibt aber m. E. kaum ein Argument für Wildfänge. Doch, täglich tausende an der Ladentheke.

Original von Urmel Nur der Exotic wegen ein Tier aus seinem natürlichen Lebensraum zu reißen und in womöglich weniger artgerecht eingerichteten Aquarien zu halten ist kein Argument. Nun bin ich aber gespannt, wie du dein Aquarium verteidigst ?
Aber das würde wohl in einer Diskussion über Moral und Ethik enden, und darüber kann man schwer diskutieren, man kann unterschiedliche Standpunkte haben !
Aus welchem Lebensraum hast du deine Fische gerissen ? Welcher Fisch hat das größere Recht auf Leben ? da kommen dann die Argumente, hätte ich ihn nicht in meinem Aquarium dann…. Und damit rechtfertigt man dann eigenes Handeln…
… aber wie gesagt, das wird dann eine endlose Diskussion über Moral …

Gruß Knut

Urmel
10.04.2007, 22:56
Original von Knut
Nun bin ich aber gespannt, wie du dein Aquarium verteidigst ?
Aber das würde wohl in einer Diskussion über Moral und Ethik enden, und darüber kann man schwer diskutieren, man kann unterschiedliche Standpunkte haben !
Aus welchem Lebensraum hast du deine Fische gerissen ? Welcher Fisch hat das größere Recht auf Leben ? da kommen dann die Argumente, hätte ich ihn nicht in meinem Aquarium dann…. Und damit rechtfertigt man dann eigenes Handeln…
… aber wie gesagt, das wird dann eine endlose Diskussion über Moral …

Gruß Knut

Hi Knut,

warum muß ich meine Tierhaltung begründen, wenn ich einfach zu meiner Meinung stehe und keine Wildfänge akzeptiere?
Und warum muß ich meine Tierhaltung begründen, nur weil ich kritisch hinterfrage warum jemand lieber einen Wildfang im AQ haben will anstatt eine Nachzucht?

Also ich hab meine ersten beiden Fische aus dem "natürlichen Lebensraum" eines Marburger Aquariums gerissen. Den zweiten aus dem Laden des Händlers, als wie gesagt Deutsche Nachzucht.
Meine Krebse aus dem natürlichen Lebensraum eines Lambsheimer Aquariums, ebenso wie die Zwergkrallenfrösche.
Meine Ancistrus Rio Paraguay kommen aus Bad Vilbel, ca. Luftlinie 15km von meinen AQ entfernt. Die Red Cherrys die fürs ZKF Becken noch geplant sind, kommen ebenfalls von dort.
Meine neuen ZKFs hole ich aus der Nähe von Hanau. Auch nicht weit von Frankfurt weg.

Es gibt einige Fisch- bzw. Wirbellosenarten, die ich mir nicht halten würde, weil sie nicht als Nachzuchten zu bekommen sind. Das würde ja bedeuten, ich müsste auf Wildfänge zurückgreifen.

Verwechsel mich bitte nicht mit ner militanten, nur weil ich etwas leidenschaftlicher argumentiert habe als andere :).
Ich esse Fleisch, hab auch ne Katze, die ich mit Fleisch ernähre.

Ich will ja nicht die Aquaristik verbieten, aber ich kann für mich selbst entscheiden, wie intensiv oder wie extensiv ich dieses Hobby betreibe. Man muß nicht das Auto oder das Autofahren verbieten, aber man kann ja selbst für sich entscheiden ob man die Geschwindigkeit reduziert ;).

LG
Simone

Pulcher
10.04.2007, 23:41
Huhu

Hm Fakt ist ohne Wildfänge gäbe es keine deutschen Nachzuchten.
Das betrifft alle Bereiche der Aquaristik und ist auch nicht zu ändern solange der Markt immer nach etwas neuem verlangt und das wird er immer tun. ;-(:
Jeder Aquarianer ist mal bestrebt eine Perle in seinem Becken zu halten. Ein Highlight das nicht gerade jeder hat. Sei es aus Interesse an der Gattung oder aus optischen Gründen oder einfach nur der Reiz des neuen.
Ich persönlich habe mir noch keine derartigen Neulinge zugelegt weil ich weder die Erfahrungen noch das Know How dafür habe.
Lehne es aber nicht grundsätzlich ab.
Kommt dann schon auf die Gründe an warum es dann ein Wildfang sein sollte, ob die Art bedroht ist oder ob man eine Erhaltungszucht betreiben möchte.

Gruss
Olli

Knut
10.04.2007, 23:42
Hallo Simone,

natürlich kann jeder die Entscheidung für sich selber treffen.
Dabei darf die Argumentation auch gerne emotional oder moralisch begründet sein, wenn man sie den als seine eigene, nur für sich gültige, Entscheidung ausgibt.

In diesem Sinne
einen schönen Abend noch.
Gruß Knut

MikeS
11.04.2007, 01:19
Hallo,

hm meine Meinung deckt sich so ziemlich mit den hier genannten, daher will ich es nicht mehr groß ausführen.
Ich denke auch, dass WF so gut wie es geht vermieden werden sollten, wenn es NZ Erfolge gibt.
Für mich hat es alleine den Grund, dass unzählige Fische ihr Leben lassen müssen auf den Weg zu uns. Das weiß ich aus 1. Hand und seit dem mir dies klar geworden ist, versuche ich zuerst an NZ zu kommen, wenn vorhanden.
Besonders schlimm ist es hier bei den Süßwasserrochen. Meist sind die Exporteure nicht fähig diese Tiere richtig für die Reise klar zu machen aus versch. Gründen, was mitunter auch aus Profitgier (nicht Gier... sie brauchen auch Geld) resultiert, welche durch Konkurenz von Exporteuren im eigenen Land entsteht.
Oder es werden Fische angeboten, bei welchen kaum einer wirklich weiß, wie man diese zu pflegen hat (aber das ist eher ein anderes Thema). Wenn sie dann nicht unterwegs sterben, dann noch durch Folgeerscheinungen im Aquarium.
Sowieso gibt es eine Vielzahl von Fischen, die (noch ungeklärter Weise) ein nicht natürliches Verhalten wegen Transportschock o.ä. aufweisen. Das habe ich besonders von Raubwelsen des öften gehört.
Nur leider ist es ziemlich schwer diese Fische überhaupt nachzuzüchten, so kann man hoffen, dass die Großhändler auf seriöse Exporteure zurückgeifen...

Aufgrund dieser Gründe, die vor allem den Transport betreffen, sollte man immer NZ bevorzugen. Es sei denn NZ sind rar und man benötigt neue Tiere, um Inzucht zu vermeiden...
Aber generell ist jeder Nachzuchterfolg ein Riesenerfolg für die Aquaristik und ein Fortschritt in Sachen Arterhaltung.
Die paar Fischchen die gefangen werden, machen da wie schon geschrieben, kaum etwas am Gesamtbestand aus.

Ich denke auch, dass eine KONTROLLIERTE Abgabe von gefährdeten Arten an nachweislich geprüfte Spezialisten besser ist, als die Tiere in der Natur sowieso aussterben zu lassen. So kann man es mit der NZ immerhin versuchen, aber wie gesagt nur kontrolliert und nicht für die Allgemeinheit bestimmt...

Schönen Gruß,
Mike

Knut
11.04.2007, 07:01
Hallo Mike,
dir ist aber schon klar, dass deine Argumente auch für den Transport der nachtuchten aus Asien, Tschechien, Polen etc. zutreffen.
Was du beschreibst ist also kein Problem der Wildfänge.

Gruß Knut

cschweden
11.04.2007, 09:12
Hallo,

ich stelle mich mal neben Simone, denn auch ich finde dass es in der Hand jedes Einzelnen liegt sich zu entscheiden, was er hält.

Die Argumentation über Energieverschwendung beim Transport geht m. E. völlig am Thema vorbei, da könnte man locker eine neue Diskussion zu aufmachen (Erdbeeren aus Übersee im Dezember, Schnittblumen aus Ecuador etc.), die aber wohl in diesem Forum leicht fehlplatziert wäre. Nach unzähligen fluglärmbedingt schlaflosen Nächten schade ;-)

Selbstverständlich muss es für Nachzuchten erst mal Wildfänge geben, das brauchten wir für Hunde, Katze, Kühe, Schweine und Hühner auch. Ob man aber dann der Hobbyaquaristik Arterhaltungsfähigkeiten unterstellen kann, halte ich für fragwürdig. Es ist wohl kaum davon auszugehen, das einer von uns ein über Generationen domestiziertes Tier an seinem Ursprungsort wieder erfolgreich auswildert. Bis auf ganz wenige professionelle Ausnahmen bleibt die Aquaristik ein ziemlich eigennütziges Hobby. Aus vielen Gesprächen mit Händlern und Züchtern weiss ich, dass das Hauptargument für Wildfänge bei vielen Arten der Preis ist, schließlich ist es viel einfacher, einen fertigen Fisch aus dem Fluß zu ziehen als ihn über Monate kostenintensiv zu züchten. Dieses Handeln halte ich bei den vielen Arten, die mittlerweile selbst im Hobbyaquarium nachgezogen werden, für recht abstrus.

Und wo ich einmal bei Moral angekommen bin: In Deutschland ist die Entnahme von Wildtieren aus der Natur grundsätzlich verboten. Wer sich ein wild geborenes Eichhörnchen in den Käfig setzt, macht sich strafbar. Wenn das Eichhörnchen jedoch irgendwo aus dem Amazonasgebiet kommt und "Papiere" hat, kann es hier ganz legal gehalten werden. Fische darf ich hier wegen des Schutzes nur mit Angelschein aus dem Wasser ziehen, sobald eine Grenze dazwischen ist, kräht kein Hahn mehr danach. Das ist m. E. klassische Doppelmoral...

@alle, die emotionale Diskussionen nicht mögen: ich kann bei solchen Themen nicht mehr anders, sorry...

Naias
11.04.2007, 09:32
Hallo,

das Thema hab ich auch schon öfter mal zur Sprache gebracht. Finde es jedenfalls wichtig, dass sich jeder Aquarianer mal mit der Thematik befasst und sich dann wohlüberlegt eine grundsätzliche Meinung bildet.

Mein Standpunkt ist zur Zeit, dass Wildfänge grundsätzlich unentbehrlich sind für die Aquaristik. Aber man sich vor dem Kauf über die Art (wie sowieso) informieren sollte, wie es bei der Art aussieht und sich zumindest dessen bewusst sein sollte, wenn man Wildfänge kauft.

Irgendwo sehe ich auch die Verpflichtung, dass ein verantwortungsbewusster Aquarianer dann auch möglichst versuchen sollte die Art gezielt nachzuzüchten um die Gene der Wildfänge für die Aquaristik zu erhalten und die Tiere zumindest nicht umsonst dem Biotop entnommen wurden.

Genervt bin ich, wenn ich den Eindruck habe, dass jemand da völlig gedankenlos ist und sich überhaupt nicht vorher informiert. Besonders schlimm finde ich das derzeit bei den stark in Mode gekommenen (bisher nicht nachgezüchteten) Fächergarnelen. Da sollte man sich schon vorher fragen, finde ich, ob man jetzt unbedingt noch eine mit in sein Gesellschaftsbecken stecken muss.

Inwieweit hier der natürliche Bestand durch die derzeit starke Befischung durch den Aquaristikhandel zusätzlich leidet weiß ich nicht. So was wird aber halt auch nicht untersucht. Weil es dazu keine Studie gibt, die bestätigt, dass der Aquaristikhandel den Bestand mit gefährdet, kann man aber auch nicht umgekehrt schließen, das wäre nicht so.

Die Logik sagt mir jedenfalls, dass es sicher nicht förderlich ist, wenn noch zusätzlich viele Tiere, wenn sich eh schon die Umweltbedingungen verschlechtern, abgefischt werden, die sich dann auch nicht mehr vermehren können und zum Fortbestand in der Natur beitragen können. Im Zweifelfall lasse ich persönlich dann lieber die Finger von solchen Tieren!

Ein weiteres Beispiel ist die Microrasbora „Galaxy“ die auf Grund des attraktiven Aussehens innerhalb weniger Monate durch den Aquaristik-Run in ihrem Bestand gefährdet wurde. Zum Glück ist die Art relativ leicht nachzüchtbar. Hoffentlich ist es für den Naturbestand nicht schon zu spät durch die starke Dezimierung des Genpools. Jedenfalls krieg ich da auch immer die Krise, wenn ich Threads lese, in denen es darum geht bei welchem Hornbach etc. die Fische gerade zum günstigsten Preis angeboten werden, die aber doch ach trotzdem so teuer sind, aber sooo schön und man die unbedingt haben muss….

Gruß
Susanne

Knut
11.04.2007, 10:05
Hallo Susanne,

Original von Naias Inwieweit hier der natürliche Bestand durch die derzeit starke Befischung durch den Aquaristikhandel zusätzlich leidet weiß ich nicht. So was wird aber halt auch nicht untersucht. Weil es dazu keine Studie gibt, die bestätigt, dass der Aquaristikhandel den Bestand mit gefährdet, kann man aber auch nicht umgekehrt schließen, das wäre nicht so. Mir ist bisher auch keine aussagekräftige Studie bekannt, aber es gibt erste Ansätze:
http://www.blackwell-synergy.com/doi/abs/10.1111/j.0022-1112.2006.00978.x
Das ist aber wohl eher eine Momentaufnahme und sollte weiter fortgesetzt werden.


Original von NaiasDie Logik sagt mir jedenfalls, dass es sicher nicht förderlich ist, wenn noch zusätzlich viele Tiere, wenn sich eh schon die Umweltbedingungen verschlechtern, abgefischt werden, die sich dann auch nicht mehr vermehren können und zum Fortbestand in der Natur beitragen können. Im Zweifelfall lasse ich persönlich dann lieber die Finger von solchen Tieren! Dabei sollte man aber differenzieren zwischen den verschiedenen Fortpflanzungsstrategien, etwa Paracheirodon axelrodi und Hypancistrus zebra.



Original von NaiasEin weiteres Beispiel ist die Microrasbora „Galaxy“ die auf Grund des attraktiven Aussehens innerhalb weniger Monate durch den Aquaristik-Run in ihrem Bestand gefährdet wurde. Gibt es dafür Belege oder eine Quelle für diese Behauptung ?

Bei den brasilianischen Süßwasserrochen hat man zwar den Fang aquaristischen Zwecken stark eingeschränkt, die Vermarktung als Speisefisch aber nicht untersagt behauptet zumindest eine Quelle.
Ich bin bei Fang- und Exportverboten da stets sehr kritisch. Auch von der Prachtschmerle hat man mal behauptet, der Aquarienhandel habe die Bestände gefährdet. Stand so lange Zeit bei red-list.org.

Gruß Knut

kaktus
11.04.2007, 12:14
Hallo Urmel

keine Sorge, ich habe nichts gegen Tierschützer, und ich kann sogar der PETA was abgewinnen (1x im Jahr bekommta uch Greenpeace was von mir gespendet)

Nochmal zu den Ausfällen:
ich arbeite auf dem Flughafen Luxemburg, glaube nicht dass wir uns mal begegnet sind. :-p

In unserem Verein bieten wir auch Fische an, der Großhändler liefert sie selber aus, und bei diesem wird sehr sauber gearbeitet. Ausfäalle nach Umsetzen fast null (bei mehr als 1000Fischen ist das als Leistung anzusehen)

Aber auch bei einem anderen Händler der seine Fische direkt aus Südamerika bzw Asien bekommt sind die Ausfälle fast gleich Null trotz langer Reise!!

3 Beispiel bei einem der grössten Händler Europas (und nicht aus dem Ostblock) sind die Ausfälle am Grössten ;-(: und meistens aucham Krankesten.
Also gehe ich doch lieber zu dem Händler der sie aus Asien bekommt, und bekomme gesunde Fische.

lg

Lars


PS: verzeiht, aber ich nenne jetzt keine Namen O-)

Naias
11.04.2007, 16:51
Hallo Knut,


Original von Knut
Gibt es dafür Belege oder eine Quelle für diese Behauptung ?
In Olafs Forum gibt es seit längerer Zeit einen Thread zu dem Fisch, siehe ab Kurt Mack, weiter unten auf Seite 5, sind auch immer weiter führende Links bzw. Quellen angegeben
---Link nicht mehr verfügbar---

Dann hat sich Friedrich Bitter (cambarus) erst vor kurzem entsprechend in crustawelt geäußert. Wenn der Mann nicht Zugang zu den richtigen Quellen hat wer sonst....Seite 2 ganz oben
---Link nicht mehr verfügbar---

Gruß
Susanne

Knut
11.04.2007, 17:32
Hallo Susanna,

danke für die links.
Es scheint da auch Zweifel an der Richtigkeit dieser Nachricht zu geben. Die Frage ist auch, ob dieser Fisch wirklich endemisch auf diese eine Fundstelle beschränkt ist ? Abwarten ?

Aber nochmals Danke!

Gruß Knut

PS: beim nochmaligen Lesen und Studium der Internetlinks, erhärten sich meine Zweifel.
Vielleicht wurden diese Nachrichten über angebliche Bestandsgefährdungen durch den Aquarienhande wiederl benutzt um kräftig abzusahnen!

Naias
11.04.2007, 19:26
Hallo Knut,


Original von Knut
PS: beim nochmaligen Lesen und Studium der Internetlinks, erhärten sich meine Zweifel.
Vielleicht wurden diese Nachrichten über angebliche Bestandsgefährdungen durch den Aquarienhande wiederl benutzt um kräftig abzusahnen!

Ich weiß es nicht, eine gesunde Skepsis ist sicher immer angebracht. Andererseits, wenn man bedenkt wie massiv die Art auf einmal im Aquaristikhandel erhältlich ist und vermarktet wird...und die Quelle die darauf hindeutet, dass es auch noch andere Vorkommen gibt bleibt auch sehr vage.

Kann sein dass übertrieben wird um, wie Du sagst, "abzusahnen" mit überhöhten Preisen, kann genauso sein, dass heruntergespielt wird um den Verkauf nicht zu beeinträchtigen, oder nicht?

Gruß
Susanne

Mephi
11.04.2007, 19:45
Hallo,

ich denke mir, so ganz von der Hand darf man solche Quellen nicht weisen. Manchmal wird es aber auch überzogen, je nach dem, von welche Seite solch eine Quelle erstellt wird.

Auf der anderen Seite sollte man bedenken, daß es durch solche Eingriffe schon zur Gefährdung von Beständen gekommen ist, weil man Jungtiere gefangen hat und somit massiv in die Vermehrung eingegriffen hat. Sind irgendwann keine Tiere mehr für die Vermehrung da, dann kann sich ein Bestand auch nicht erholen und steht somit vor dem Aussterben.

Man muß immer alles von verschiedenen Seiten betrachten und nur schwarz bzw. nur weiß bringt es dann nicht wirklich. Irgendwann waren alle Vorfahren unserer AQ-Fische Wildfänge. Dies sollte man sich auch vor Augen halten.

Knut
11.04.2007, 19:54
Hallo,

Original von MephiAuf der anderen Seite sollte man bedenken, daß es durch solche Eingriffe schon zur Gefährdung von Beständen gekommen ist, weil man Jungtiere gefangen hat und somit massiv in die Vermehrung eingegriffen hat. Sind irgendwann keine Tiere mehr für die Vermehrung da, dann kann sich ein Bestand auch nicht erholen und steht somit vor dem Aussterben. Bezieht sich deine Aussage jetzt Aquarienfische ?
Wenn ja, kannst du Beispiele nennen, auf die das zutrifft ?


Kann sein dass übertrieben wird ..., kann genauso sein, dass heruntergespielt wird ... ... wir wissen es nicht, der Vorteil liegt aber klar beim Handel, und die Gefährdung von z.B. Hypancistrus zebra und Potamotrygon Arten haben nur dem Handel geholfen; die Preise sind gestiegen, geändert hat sich kaum etwas ...

Gruß Knut

Mephi
11.04.2007, 20:02
Hallo Knut,

bei einem AQ-Fisch kann ich es jetzt nicht so genau sagen. Ich kenne ein Bsp. von einem Salzwasserfisch aber aufgrund der Überfischung als Lebensmittel. Da ist der Bestand fast ausgerottet, da man nur junge Tiere gefischt hatte und die brauchen sehr lange, um ins fortpflanzungsfähige Alter zu kommen, was man nicht wußte- ich weiß jetzt leider im Moment nicht, wie dieser Fisch heißt. Aber warum sollte dies nicht auch bei AQ-Fischen zutreffen? Ist es denn wirklich so vollkommen von der Hand zu weisen??? Ich glaube nicht!!!

Naias
31.05.2007, 12:48
Hallo,
bei dem Thema sollte man m- E. unbedingt noch Rennschnecken erwähnen. Ich kann jetzt hier keine wissenschaftlichen Fakten auf den Tisch legen, aber meinem Eindruck nach sind ein oder mehrere Exemplare inzwischen schon fast in jedem Becken als beliebter hübscher Algenfresser vorhanden und da es auch alles Naturentnahmen sind kann ich mir gut vorstellen, dass der Bestand in der Natur über kurz oder lang massiv gefährdet sein wird. Informiert wird sich leider auch wenig über dieses Tier im Vorfeld scheint mir. Wie seht Ihr das?
Gruß
Susanne

kaktus
31.05.2007, 13:12
Hallo Susanne

das Problem bleibt bestehen: ohne wirkliche Zahlen kann man nichts wirkliches sagen. Wer sagt dir nicht dass Rennschnecken vielleicht in der Natur gerade ne Plage sind? O-)

lg

Lars

Naias
31.05.2007, 14:18
Hallo Lars,

na ja, gut, kann ich nicht ausschließen, halte ich aber für unwahrscheinlich. Selten vermehrt sich eine Art in der Natur zu stark, da gibt es schon natürliche Dezimierungsfaktoren. Zudem brauchen die Larven Brack- und eventuell sogar Meerwasserstadien zur Entwicklung. Da Flussmündungen bevorzugte Siedlungsräume sind, verbessern sich da die Umweltbedingungen, ähnlich wie bei den Fächergarnelen, auch nicht gerade.

Aber Du hast schon Recht, es fehlen fundierte Studien. Aber wer hat daran Interesse und wer bezahlt die? Fangorganisationen, Importeure und der Handel verdienen an der Rennschnecke derzeit gut, sind ja nicht ganz billig die Tierchen. Tierschutzorganisationen etc. dürften von den Tieren noch nicht mal gehört haben….

Es ist ja aber auch auf der anderen Seite so, wenn hier nicht mehr Aufklärung erfolgt und differenziert wird, dass vielleicht in absehbarer Zeit keine / kaum mehr Arten eingeführt werden dürfen, was schon ein Verlust für die Aquaristik wäre.

Hier z. B. ein Interview mit Klaus Lüdcke, Berlins künftigem Tierschutzbeauftragten, der sich für ein totales EU-Einfuhrverbot von Wildtieren einsetzen will, es ist speziell die Rede von Aquarienfischen.
EDIT: hier ist der Link :-p
http://www.morgenpost.de/content/2007/05/15/berlin/899938.html

Gruß
Susanne

bubble
31.05.2007, 14:27
Hallo!

Habt ihr schon das Interview mit dem zukünftigen Tierschutzbeauftragten Berlins gelesen?
-> http://www.morgenpost.de/content/2007/05/15/berlin/899938.html
Hier ein Ausschnitt:

Welche Aufgaben wollen Sie zuerst anpacken?

Ich werde mich dafür einsetzen, dass keine Wildtiere mehr in die EU eingeführt werden dürfen. Ich halte es für überflüssig, Fische aus dem Amazonas hierher zu importieren, weil bis zu 90 Prozent der Fische sterben. Es gibt genug Fischzuchtvereine bei uns, die eine Artenvielfalt im Aquarium garantieren.


Werden Sie eine Initiative dazu starten?

Eine Initiative gibt es schon im Parlament. Ich bin dazu da, die Senatsverwaltung und die Fraktionen zu beraten. Ich will die Parteien mit den richtigen Leuten zusammenbringen.

Das Thema wird u.a. auch im Online Aquarium-Magazin (http://www.aquariummagazin.de/index.php?subcat=7&ENGINEsessID=d7d55ca8fb4f2f24bf6dd9724de8855d) vom Juni angeschnitten (S.21).


Gruß,
Katrin


edit @ Naias: 2 Dumme ein Gedanke! :biggrin:

Naias
31.05.2007, 14:30
Original von bubble
Hallo!

Habt ihr schon das Interview mit dem zukünftigen Tierschutzbeauftragten Berlins gelesen?
-> http://www.morgenpost.de/content/2007/05/15/berlin/899938.html
Hier ein Ausschnitt:

Welche Aufgaben wollen Sie zuerst anpacken?

Ich werde mich dafür einsetzen, dass keine Wildtiere mehr in die EU eingeführt werden dürfen. Ich halte es für überflüssig, Fische aus dem Amazonas hierher zu importieren, weil bis zu 90 Prozent der Fische sterben. Es gibt genug Fischzuchtvereine bei uns, die eine Artenvielfalt im Aquarium garantieren.


Werden Sie eine Initiative dazu starten?

Eine Initiative gibt es schon im Parlament. Ich bin dazu da, die Senatsverwaltung und die Fraktionen zu beraten. Ich will die Parteien mit den richtigen Leuten zusammenbringen.

Hallo Katrin,
lustig, schon das zweite Mal heute, dass jemand nach mir direkt den gleichen Link postet, warum beachtet mich keiner ;-(:

bubble
31.05.2007, 14:45
Sorry Susanne, war keine Absicht, hat sich nur zeitlich mit deinem post überschnitten. ;)
Würde dich doch nie nicht beachten! :-p

Katrin

skyhusky
31.05.2007, 14:52
Mal kurz und knapp :(

die sollten vielleicht erstmal dafür sorgen das nicht jeder Bekloppte im Baumarkt irgendwelche Tiere verkaufen darf, wovon er keine Ahnung hat .
Damit wäre vielen schon geholfen und vor allem den Tieren !

Und zu den Vereinen ist zu sagen das ohne die Importe es keine Fische mehr in einigen den Region geben würde bzw. keine guten Stämme oder ausgestorbenen Arten wieder Rücküberführt werden könnten ( Victoriasee ).


Zitat Lüdcke : Die artgerechte Haltung entspricht der jeweiligen Tierart. So muss ein Vogel genug Platz zum Fliegen haben. Und der Hund als Lauftier sollte jeden Tag genug Auslauf bekommen. Wenn man nicht mit ihm läuft, ist das nicht artgerecht. In der Wohnung macht er nicht viel, da braucht er nur einen Platz zum Schlafen. Wichtig ist der Auslauf.
:tongue:Ok also darf ich jetzt ins Aq pinkeln und noch Blei und anders hinterher werfen ! :top:

Der redet von Art gerecht und ein Hund in eine 50m² Wohnung. Hallo so ein Volltrottel !
Der redet nur Müll der Kerl. Zitat D. Nuhr : Wenn man keine keine Ahnung hat einfach mal Fresse halten !

Sorry das musste mal raus :zigarre:

heiko68
31.05.2007, 16:08
Hallo,

ich würde erst einmal keine Panik machen. Es ist doch nur ein Tierschutzbeauftragter von der Stadt Berlin. Zum Glück wohne ich nicht in Berlin. Noch gibt es kein Gesetz oder Gesetzesvorlage, die die Einfuhr von Wildfängen verbietet. Und wie schon mal gesagt, wer traut es sich zu einen Wildfang von einer DNZ zu unterscheiden? Ich nicht. Sicher es gibt Arten, bei denen ist die Nachzucht noch nicht geglückt z.B. bei den Welsen der L191 u.a., aber wenn ein asiatischer Händler sagt, erhat sie nachgezogen? Es gibt immer Weg dies zu umgehen. Es wird nur erreicht die Preise noch mehr in die Höhe zu schrauben. Dann gibt es halt nicht mehr den Neon WF für 59 Cent das Stück im Baumarkt sondern nur noch die Nachzucht z.Z. 1,90 Euro, später vielleicht 4,75 Euro das Stück.

bubble
31.05.2007, 16:31
Hallo Heiko!


ich würde erst einmal keine Panik machen.
Nö - gar nicht.
Ich denke auch nicht, dass der Herr Senatsbeauftragte bei der EU viel Erfolg mit seinem Ansinnen haben wird.
Fand das Interview trotzdem interessant, drolliger Herr... Und gegen Überregulierung isser auch, er setzt mehr auf Gespräche... O-)
Mit wem er wohl bisher so gesprochen hat, um zu der Ansicht zu gelangen, Wildtierimporte seien generell auf Null zu regulieren? Und damit ist dann alles gut. -? :__)


Katrin

kaktus
01.06.2007, 17:57
Ich frage mioch wohl wie er auf die Zahlen kommt



in die EU eingeführt werden dürfen. Ich halte es für überflüssig, Fische aus dem Amazonas hierher zu importieren, weil bis zu 90 Prozent der Fische sterben
Kein Händler kann sich das leisten!!@Skyhuskyda muss ich dir leider wiedersprechen :sunglas: Wenn Du mit einem Hund arbeitest, er in der Familie ist (die ja sein Rudel darstellt) ist das für den Hund wichtiger als wenn er 2 Hektar Wiese hat und den ganzen Tag alleine ist ;-(: lgLars

Naias
01.06.2007, 18:29
Hallo,


Original vonkaktus

Kein Händler kann sich das leisten!!@Skyhuskyda muss ich dir leider wiedersprechen :sunglas: Wenn Du mit einem Hund arbeitest, er in der Familie ist (die ja sein Rudel darstellt) ist das für den Hund wichtiger als wenn er 2 Hektar Wiese hat und den ganzen Tag alleine ist ;-(: lgLars

Die unmittelbaren Fang-/Transportausfälle gehen wohl eher in die Kalkulation der Importeure nicht der Einzelhändler mit ein, kann mir aber auch nicht vorstellen dass 90 Prozent die Regel sind.

Off-Topic
Mit dem Hund in ner kleinen Wohnung muss ich auch sagen, dass Bewegung und Beschäftigung außerhalb und der Rudelkontakt wichtiger ist. In der Wohnung muss / soll er gar nicht groß rumtoben. Kommt natürlich auch auf die Bewegungsfreude / das Temperament an, ist eher größenunabhängig würde ich sagen.

Gruß
Susanne

skyhusky
02.06.2007, 12:56
Hi Leute :)

Artgerechtehaltung ist immer das, was manche meinen sie sei Artgerecht! Und da biegt sich jeder seine eigene Wahrheit zusammen so wie sie gerade in der Presse gebraucht wird, um Politisch voran zu kommen !

Off -Topic: Der Kerl ist so ein Typischer Grüner Öko wo Wasser predigen und Wein saufen angesagt ist ! ( da bekomme ich die Quatteln an den Hals ) Vermutung : Wahrscheinlich fährt er noch nen ollen Passat ohne Kat und beschwert sich noch über die Spritpreise oder einen fetten Benz mit 20L auf 100 km.
Das ist wie wenn man viel Öks fragt wo der Strom her kommt : Hauptsache billig und aus der Steckdose ! Die wenigsten Öks ( Grünen ) leben auch nach ihrem Ökoempfinden. Und die , die es machen zahlen in dieser Gesellschaft richtig Geld dafür um immer Uptodate zu sein . Und vor denen :respekt: Off-Topic ende

@ Lars

Klar die Familie ist das Rudel aber Artgerecht ist das nicht . Hier gehts um Artgerecht und Artgerecht ist immer nur die Natur selbst . :lach:


dass Bewegung und Beschäftigung außerhalb und der Rudelkontakt wichtiger ist

Konsequenz: Kaufe nie einen Hund sondern immer zwei bis drei !

Doro
02.06.2007, 19:00
ich bin grundsätzlich gegen wildfänge! ein tier so aus seinem lebensraum zu reißen, der stress beim fangen, dann die plastiktüte, in die er mit vielen artgenossen mehrere tage eingepfercht wird, dunkelheit, sauerstoffmangel, ..., die wackelei beim transport, .... - stress pur!

und dann wird er im laden in ein becken gekippt, was sicher nicht die werte hat, wir er es "zu Hause" gewöhnt war. hat er sich bissel eingelebt, kommt ein großer käscher und fängt ihn schon wieder, wieder in der tüte, ..... dann kippt man ihn wieder in eine neues becken, wieder andere werte, andere mitbewohner, anderes futter, .....

das finde ich muss nicht sein, nur um mit einer möglichst seltenen, schwer oder gar nicht nachzüchtbaren art prahlen zu können!

ich hatte auch schon stichlinge in nem becken. waren das auch wildfänge? na klar! nur mit dem unterschied, dass ich sie 3 km in nem glas bis nach hause transportiert habe. dann kamen sie in ihr vorgesehenes gefäß und hatten ein ruhiges leben.

ich will damit sagen, dass grundsätzlich nix gegen den wildfang ansich zu sagen ist, sondern gegen die art und weise wie es vollzogen wird. wenn sich ein buschmann in afrika 2 barsche im fluss fängt und ins aq setzt, hab ich auch nix dagegen!

kaktus
03.06.2007, 22:26
ich bin grundsätzlich gegen wildfänge! ein tier so aus seinem lebensraum zu reißen, der stress beim fangen, dann die plastiktüte, in die er mit vielen artgenossen mehrere tage eingepfercht wird, dunkelheit, sauerstoffmangel, ..., die wackelei beim transport, .... - stress pur!
Hallo dasselbe geschieht auch Nachzuchten O-), und dasselbe ist deinen Stichlingen ergangen, nur mit dem Unterschied dass es etwas schnneller gegangen istlgLars

heiko68
04.06.2007, 11:36
Hallo,

wir hatten hier mal den Tread Überfischung der Weltmeere (http://www.aquarium-stammtisch.de/Forum/showthread.php?t=720).
Keine Wildfänge, und wer ißt alles Fisch? Nee, is schon klar. Nur Fischstäbchen und das sind ja keine Fische aus der Natur entnommen! :) Will jetzt hier nicht weitermachen und das argentinische Hüftsteak, den Hummer aus der Bretange usw.... . Denkt mal nach ob hier nur was eßt, was "nachgezogen" wurde steng nach den Bedingungen der Tiere. Dann müßt ihr schon Öko-Bauern sein und alles selber anbauen.
Nur mal so, als Gedankengang wegen, "Wildfänge für das AQ nein danke", aber "auf den Teller sehr gerne".

Doro
04.06.2007, 14:54
naja iss eben ne endlosdiskussion und wenn man tüchtig weit ausholt, wird man damit auch nie fertig werden. :zwinker:

aber wenn wir bei den wildfängen fürs privat-aq bleiben: ich hasse es nur, wenn man aus einem intakten biotop tiere fängt und in nicht deren bedürfnissen entspechenden behältnis elendig eingehen lässt. und damit meine ich auch den zumeist tötlichen transport über ewig lange strecken zu kommerziellen zwecken. so besser ausgedrückt? :smile:

im übrigen ist es auch hier bei uns in deutschland verboten tiere zu fangen... :O~

die stichlinge kamen übrigens nach einem jahr im aq in unseren gartenteich, in dem sie sich prächtig vermehrten! aber das brutverhalten sieht man halt nur im aq richtig... ;-(

Naias
04.06.2007, 17:45
Hallo,

Original von heiko68
Keine Wildfänge, und wer ißt alles Fisch? Nee, is schon klar. Nur Fischstäbchen und das sind ja keine Fische aus der Natur entnommen! :) Will jetzt hier nicht weitermachen und das argentinische Hüftsteak, den Hummer aus der Bretange usw.... . Denkt mal nach ob hier nur was eßt, was "nachgezogen" wurde steng nach den Bedingungen der Tiere. Dann müßt ihr schon Öko-Bauern sein und alles selber anbauen.
Nur mal so, als Gedankengang wegen, "Wildfänge für das AQ nein danke", aber "auf den Teller sehr gerne".
Na ja, abgesehen daavon, dass ich ja jetzt nicht kompromisslos gegen Wildfänge bin - wie gesagt, ich finde es sehr wichtig da zu differenzieren - finde ich es immer nicht so toll einen Missstand mit tausend anderen auch bestehenden zu rechtfertigen.

Außerdem: Auch in Bezug auf sein Ess- und Einkaufsverhalten kann man bewusst oder a la "ist mir doch egal" handeln. In Bezug auf gefährdete Fischarten wegen kommerziellem Fischfang für die Nahrungsmittelindustrie gibt es z. B. auch Einkaufshilfen an die man sich halten kann.

Gruß
Susanne

heiko68
04.06.2007, 23:55
Original von Naias
ich finde es sehr wichtig da zu differenzieren

Hallo Susanne,

genau da wollte ich hin, wenn ich es auch auf eine umständliche und makabere Art getan haben. Wir sollten nicht alles über einen Kamm scheren. Ich bin auch gegen übermäßiges abfischen, ich bin gegen die Umweltvermutzung der natürlichen Gewässer .... .
Wildfänge wird es immer geben. Was hätte ein Verbot für Folgen. Höhere Preise, Fische die sich nur ein elitärer Kreis leisten kann, Fischhalter die den Fisch als Kapitalanlage sehen und Prestigeobjekt. Und der kleine Fischer im Amazonas?
Mir hat mal ein indischer Reisefüher gesagt: "Indien ist billig, bitte geben sie den Leuten nicht mehr als üblich ist. Warum? Wenn die Leute merken, das es einfacher ist, sich an die reichen Touristen zu halten, dann arbeitet keiner mehr. Alle wollen nur die reichen Touristen abzocken und damit werden nicht nur die Preise für folgende Touristen hoch getrieben sondern vorallem werden die Preise für die einheimische Bevölkerung in astronomische Höhen schießen." (Saschin 1994)
Ich weiß was hat dies mit Wildfängen zu tun? Fragt euch mal wen dieses Verbot schaden würde. Denk nicht nur dabei an euer Gewissen um sagen zu können "ich habe nur Nachzuchten".

Also, es gibt genug Nachzuchten, die leichter in der Eingewöhnung sind als Wildfänge. Aber es wird immer Wildfänge geben. Denn wer traut sich einen Wildfang von einer Nachzucht zu unterscheiden?

Knut
05.06.2007, 00:19
Hallo,

diese Frage entscheidet, wie so viele andere Fragen, der Kunde an der Ladentheke. 10 Fische (roter Neon) an der Ladentheke für 2,90 €, das geht nur bei Massenimport als Wildfang. Dafür sind selbst die Kosten (Löhne, Wasser, Futter, Medikamente) in den Billigländern zu hoch.
Wenn für einen Hypancistrus zebra oder einen Potamotrygon 100 € und mehr geboten werden, dann helfen auch keine Fang- oder Exportverbote. Der Verdienst ist für Fänger, Exporteure, Importeure und Händler verlockend. Da fragt keiner mehr wo der Fisch herkommt.

Was bleibt ist bedrohte Tierarten einer kontrollierten Bewirtschaftung zu unterziehen. Da bleibt dem Fänger seine Einnahme und dem Handel ein sauberer legaler Gewinn, eventuell ein hoher Preis für den Endverbraucher, quatsch wir sind keine Verbraucher, wir sind ja alle Tierpfleger.

Man muss das so nüchtern und sachlich betrachten. Ökoromantik und Moral bringt uns da nicht weiter.

Gruß Knut

Naias
05.06.2007, 15:49
Hallo,


Original von heiko68

Wildfänge wird es immer geben. Was hätte ein Verbot für Folgen. Höhere Preise, Fische die sich nur ein elitärer Kreis leisten kann, Fischhalter die den Fisch als Kapitalanlage sehen und Prestigeobjekt. Und der kleine Fischer im Amazonas??

auch hier würde ich nicht so schwarz/weiß sehen. Mit den Preisen sehe ich nicht so dramatisch, wenn es nun nicht gerade 100 Euro L-Welse sind. Ich fände es gut wenn jeder Fisch wenigstens 3 Euro oder so kosten würde. Das sollte sich auch noch jeder der ernsthaftes Interesse hat leisten können, vor allem wenn man dann nicht jede Woche nachkaufen muss auf Grund von übelsten Haltungsbedingungen / mangelnder Informierheit.


Original von heiko68
Fragt euch mal wen dieses Verbot schaden würde. Denk nicht nur dabei an euer Gewissen um sagen zu können "ich habe nur Nachzuchten".?

Wenn man es so sieht ist es doch aber auch gerade im Sinn der einheimischen Bevölkerung die natürlichen Ressourcen (dauerhaft!") zu erhalten. Mir geht es wie gesagt beim Thema Wildfänge vor allem um bisher noch nicht nachgezüchtete Arten.


diese Frage entscheidet, wie so viele andere Fragen, der Kunde an der Ladentheke

dafür muss aber mehr Aufklärung betrieben werden. Wenn ich das Beispiel von der Rennschnecke nehme, dann sind sich sicher 99 Prozent der Käufer überhaupt nicht über die Problematik bewusst.


Was bleibt ist bedrohte Tierarten einer kontrollierten Bewirtschaftung zu unterziehen.

Die Regulierung muss eben doch m. E. von übergeordneter Stelle kommen. Nur sehe ich nicht, dass hier wirklich genügend getan wird, es wird nicht genügend geforscht, es ist nicht genügend "Insider-Wissen" bei den Entscheidungsträgern vorhanden und die einfachste Lösung unter "tierschutzbewussten" Politikern ist dann eben pauschal mal alle Importe zu verbieten.


quatsch wir sind keine Verbraucher, wir sind ja alle Tierpfleger.

könnte das einen winzigen Hauch sarkastisch gemeint sein? :?:

Gruß
Susanne

Knut
05.06.2007, 16:32
Hallo Susanne,

klar, Aufklärung ist immer gut. Aber wer wünscht die schon wirklich ?
Die Öko-Verbände nicht, denn auch sie wollen Einfluß und Macht, dem steht sachliche Aufklärung manchmal im Weg.
Der Handel nicht, der will Geld verdienen, vom Fänger bis hin zum hiesigen Einzelhändler.
Der Kund nicht, der will seinen Lieblingsfisch, und er will ihn möglichst billig.

Und die Politiker, na ja, die gönnen uns den Fisch doch auch.

Wer also soll die Aufklärung betreiben !

Sarkasmus ? Vielleicht, ein Tierpfleger informiert sich über seine Tiere, das schliesst dann auch solche Informationen mit ein. Die Aufklärung muss also jeder selber leisten.
Leider findet in bei unserem Hobby bei den meisten nicht statt, oder wer weiß schon wo seine Fische herkommen, ob Wildfang oder Nachzucht, Nachzucht vom Hobbyzüchter nebenan oder vom kommerziellen Züchter aus Asien.

Gruß Knut

Nachtschwärmer
06.06.2007, 01:50
Guten Morgen ihr Lieben!

Ich habe jetzt den größten Teil eurer Posts überflogen und festgestellt, dass ihr doch teilweise sehr unterschiedliche Meinungen habt (Wär ja auch langweilig wenn nicht :))

Ich selbst habe es aufgegeben, mir über dieses Theme allzu viele Gedanken zu machen, da man sich dabei irgendwann im Kreis zu drehen anfängt.

In Bezug auf Fische (bei mir: Guppys) sehe ich das nicht so roblematisch: Ob sie nun aus einer der berüchtigten asiatischen Großzuchtanlagen oder aus ihrem Heimattümpel hierher transportiert werden macht wahrscheinlich keinen großen Unterschied. Ich denke die Tiere werden in jedem Fall in Mitleidenschaft gezogen. WÜrde ich in dieser Sache moralisch denken, müsste ich wahrscheinlich ganz auf mein schönes AQ verzichten, was ich aber aus egoistischen Gründen niicht tun möchte.
Und über einen Wildfangguppy würde ich mich freuen. Ich denke er würde etwas genetischen Schwung in den kleinen Schwarm bringen und damit allen etwas Gutes tun :sunglas:

Liebe Grüße

Monique