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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eure Nitratbilanz


bubble
14.05.2007, 22:24
Hallo zusammen!

Angeregt unter anderem durch diesen thread (---Link nicht mehr verfügbar---) und die Diskussion um Nitrat=0mg/l und auch einfach nur aus reiner Neugier würde mich mal interessieren, wie es in euren Becken so mit den Nitratwerten aussieht.
Wie sind eure Ausgangswerte?
Wie oft wechselt ihr wieviel Wasser?
Wie entwickelt sich der NO3 Wert über einen gewissen Zeitraum im Becken? (Details zum Becken wie Besatz und Bepflanzung fände ich hier interessant)


Bei mir ist das so:
Mein Ausgangswasser ist reines Leitungswasser mit 12,5 mg/l Nitrat.
Ich wechsel so alle 1-2 Wochen 30-50% des Wassers.
In meinen beiden größeren Becken geht der Wert mittlerweile (seit sie richtig eingefahren und stabil und die Pflanzen gut am wachsen sind) zwischen den Wasserwechseln immer gen Null. Sodass ich im Prinzip u.a. Wasser wechsel, um (Makro)Nährstoffe ins Wasser zu bekommen und nicht, um sie zu entfernen.
Die Becken sind jetzt (für meine Begriffe jedenfalls) nicht wirklich unterbesetzt, im 112er sind rund 20 kleinere Panzerwelse und 3 Ancistren, im 96er rund 15 Salmler, 5 Panzerwelse und z.Z. 1 A. borellii.
Ich würde die Becken auch als normal-gut bepflanzt bezeichnen, haben beide Standard T8 Beleuchtung (2x18 und 2x15 Watt), leichte Bio CO2 Düngung und auch Standardbepflanzung (Vallisnerien, Echinodoren, Cryptocorynen, Sagittarien, div. Stengel-/ Schwimmpflanzen). Also auf keinen Fall Turbobeleuchtung, -düngung und -pflanzenwuchs.
In allen Becken wächst das Hornkraut allerdings sehr ordentlich.
Und stellenweise leider auch Grünalgen. :( Naja. Gibt schlimmeres. :smile: Blaualgen zum Beispiel. *urgs* X(


Ich denke daher, dass eine negative Nitratbilanz vielleicht gar nicht so ungewöhnlich ist und nicht nur in überdurchschnittlich bepflanzten und unterdurchschnittlich besetzten Becken vorkommt,
oder wie seht ihr das?
Ich würde mich sehr über eure Beteiligung freuen, finde es einfach interessant, mal zu sehen, wie andere Becken so laufen.

Anbei noch 2 aktuelle Fotos von meinem 112er und 96er (nur Schnappschüsse auf die Schnelle, keine Kunstwerke!). :zwinker:

Viele Grüße,
Katrin

Andreas W
15.05.2007, 13:53
Hallo,

in meinem 450 Liter Becken war Nitrat seit wechsel des Bodengrundes von Sand auf Grobsand (1-1,2mm)in Verbindung mit einem Bodenfluter immer knapp bis nicht nachweisbar. Der Besatz war gemäßigt, viele langsam wachsende Pflanzen und einige schnellwachsende.

Wasser aus der Leitung 8 mg/l Nitrat ,verschnitten mit 70-80% VE Wasser. Beim Pflanzenwachstum hatte ich alles. Von gut wachsend bei häufigen Wasserwechseln (90 Liter jede Woche) bis Mangelerscheinungen bei weniger Wasserwechseln (wenn ich mal Zeit und Luzst hatte)

In den kleineren Becken, Nitrat leicht ansteigend bei vernünftigem Pflanzenwuchs und nur zu 40-50 % VE Wasser. Wasserwechsel verschieden in den einzelnen Becken.

Gruß Andreas

cschweden
15.05.2007, 16:03
Hallo,

mein Ausgangswasser kommt mit 20mg/l Nitrat ins Becken, ich wechsle beim 100-Liter-Pott wöchentlich 10%. Besetzt ist die Wanne derzeit mit:

30 Rotkopfsalmler
30 Roten Neons
2 Weißstirn-Messerfischen
15 Corydoras Paleatus
10 Corydoras Adolfoi
2 blaue Antennenwelse
2 Albino-Ancistrus
2 Sturisoma festivum
unzählige Guppies (Hilfe, Inzuchtprobleme...)
unzählige Red-Fire-Garnelen
einige Apfelschnecken, tausende (?) TDS

Der Nitratwert fällt nie unter 5mg/l, selbst dann nicht, wenn ich mal einen Monat kein Wasser wechsle, was auch mal vorkommen kann. Die Pflanzen wachsen mehr als mir lieb ist, wöchentlich fliegen 2 Putzeimer Grünzeugs auf den Kompost. Gefiltert wird bei mir über 25kg Lavasplit, gedüngt mit reichlich CO2 und regelmäßig Spurenelement / Eisendünger (nitratfrei). Als Beleuchtung hängen 4x39 Watt T5 und 2 Energiesparstrahler (für die Ecken) über dem Becken.

Der Nitratwert ändert sich im Tagesverlauf: morgens gehts bei 12mg/l los, bis abends fällt der Wert auf 5mg/l. Ich vermute mal, dass die Pflanzen da ihren Dienst tun. Unter 5mg/l war er wie gesagt noch nie.

Gruß,
Christian

bubble
15.05.2007, 16:49
Hallo ihr beiden!
Danke für eure Statements schonmal. :smile:

Original von cschweden
Hallo,

mein Ausgangswasser kommt mit 20mg/l Nitrat ins Becken, ich wechsle beim 100-Liter-Pott wöchentlich 10%. Besetzt ist die Wanne derzeit mit:
Könnte es eventuell möglich sein, dass du da ne Null vergessen hast? Hmm? O-)
Sonst fall ich vom Glauben ab, wenn bei dem Besatz auf 100l die Nitratwerte so sinken. :?:


Der Nitratwert ändert sich im Tagesverlauf: morgens gehts bei 12mg/l los, bis abends fällt der Wert auf 5mg/l. Ich vermute mal, dass die Pflanzen da ihren Dienst tun. Unter 5mg/l war er wie gesagt noch nie.
Das finde ich jetzt schon erstaunlich, dass da soviel tags verbraucht wird und sich nachts wieder ansammelt. Ist das tatsächlich tagtäglich annähernd gleichbleibend? Wär ja dann ein tolles Gleichgewicht, wenn die Fische immer genausoviel produzieren, wie die Pflanzen verbrauchen. :top:

Liebe Grüße,
Katrin

edit:
oder hat das was mit diesem Lavafilter (kenn ich leider nicht) zu tun, dass der einiges an Nitrat adsorbiert oder so?

cschweden
15.05.2007, 17:13
Hallo,

ups, da fehlt eine Null... Filterbecken mitgerechnet sind es sogar 1200l.

Der Anstieg über Nacht geht wahrscheinlich auf die Fütterung zurück, die bei mir immer relativ spät abends stattfindet (hauptsächlich Frostfutter). Ansonsten scheint sich wirklich ein Gleichgewicht eingestellt zu haben, was ja auch mal schön ist...

Der "Lavafilter" ist im Prinzip nur eine billige Lösung einer ordentlichen Besiedelungsfläche für Bakterien (das Zeug gibts zum Spottpreis als Streumaterial im Baustoffhandel, man muss es nur waschen, waschen, waschen...). Der Filter steht im Keller. Das Wasser plätschert (besser platscht) aus dem Erdgeschoß nach unten, wird ordentlich verwirbelt und fließt dann mit etwa 800l/h durch das Substrat. Da ich mal davon ausgehe, dass da genug Sauerstoff zur Verfügung steht, wird der Filter wohl eher Nitrat produzieren als abbauen. Da ich ausser im Sandboden keine anaeroben Stellen im AQ ausfindig machen konnte, gehe ich mal davon aus, dass alles in den Pflanzen landet (das Wachstum spräche dafür).

Gruß,
Christian