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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : E10 Fakten, Zahlen, Meinungen



Rupert
08.03.2011, 16:57
Hallo zusammen,

mein kurzer Überblick dazu.

- Rund 3 Mio. der Autos vertragen den Kraftstoff nicht.
- Laut ADAC liegt der Mehrverbrauch gegenüber Kraftstoff mit 5% Ethanol bei 1,5%.

Wie die genaue Energiebilanz aussieht, ist es mit dem E10 Kraftstoff eher ein Rückschritt als ein Fortschritt zu verzeichnen (höhere Umweltbelastung).

Ein paare weitere interessante Fakten/ Infos werden hier im Podcast des CC2 (http://www.computerclub-2.de/CC-Zwei-266.mp3) zusammengetragen (ab Minute 23).

Mein Fazit:
Die Politik arbeitet wie so oft gegen das Volk.
Warum sollen sie auch für das Volk arbeiten, ihre Taschen sind ja gefüllt und nach uns die Sinnflut.
Millionen Menschen hungern und wir bauen "Lebensmittel" an um sie zu verbrennen. :kotz:
Die Politiker halten uns doch für total unfähig uns zu informieren, ob mein Auto den Sprit verträgt oder nicht (so wie es wohl aussieht schädigt der Kraftstoff alle Motoren).
Was soll die heute beschlossene Informationskampagne (http://www.welt.de/wirtschaft/article12737579/Bundesregierung-haelt-an-E10-Sprit-fest.html) bringen, keiner will das Zeug.
Vielleicht glauben sie ja, je öfter sie sagen gelb ist grün, umso wahrer wird es? :confused:

Würde gerne eure Meinungen hören und noch nicht betrachtete Fakten hier zusammentragen.

Gruß Micha

Zusatz: Was ist mit allen anderen Motoren z.B. Notstromagregaten, Pumpen, Rasenähern..., gerade bei Feuerwehr, Hilfswerken etc.?

Uwitsch
08.03.2011, 17:29
Hallo!
Das Zeug sollte einfach keiner tanken,dann ist es nicht mehr lang auf dem Markt. Mir gefällt die Haltung der Schweiz ,die haben im Vorfeld überlegt und Kosten verglichen,dabei schließlich zum Schluß gekommen das dass Zeug Schwachsinn ist.
Zur Zeit fahre ich noch Benziner ( Auto und Motorrad) werde beides jetzt verkaufen und mir den langersehnten Diesel holen.

MikeS
08.03.2011, 17:37
Hallo,

kauft euch einfach einen dicken Ami, der schluckt auch noch weitaus höhere Ethanol Anteile. :biggrin:

Ich verstehe aber auch einfach nicht, was die Einführung bringen sollte...
Da verballer ich lieber Erdöl anstatt in Brasilien die Rohdung des Regenwaldes voranzutreiben.
Man sollte sich lieber langsam einmal Gedanken machen, was sein wird, wenn die Erdölreserven aufgebraucht sind. Fehlender Kraftstoff für Autos wäre da das kleinste Problem. Der Gedanke macht mir in unserer verkorksten Gesellschaft schon ein wenig Angst...

Ich für meinen Teil werde mir jetzt bald ein Autolein mit LPG (Autogas) zulegen. Da sind die Preise zwar auch schon arg gestiegen, aber bei den aktuellen Benzinpreisen .... hui da ists immernoch die Hälfte.:biggrin:

Schönen Gruß,
Mike

common
08.03.2011, 17:43
:)Meine ganz persönliche Meinung dazu:
-5% Beimischung von Ethanol hat niemand dazu angeregt, auch nur annähernd mal nachzufragen...
Auch die Motorenhersteller haben das, ohne mit der Wimper zu zucken, akzeptiert...
Hätten nicht schon da die Motoren darauf eingestellt werden sollen?
-Wer fragt die Industrie nach der Sinnfälligkeit der vielen unterschiedlichen Kraftstoffbeimengungen, die alle dazu da sind, die Motoren besser laufen zu lassen, bzw. interessiert sich dafür, woraus diese bestehen?
-Was möchte denn Otto Normalverbraucher in 20-30 Jahren für den Milliliter Mineralölbeimengung zum fast reinen Ethanolsprit hinlegen, der dann ja wahrscheinlich
von allen Motoren vertragen werden muss?
Mit welcher Energiedichte des Kraftstoffs werden dann unsere Autos noch welche PS-Zahlen, Höchstgeschwindigkeiten, Kraftumsetzungen im Gelände etc. erreichen, wie wird das dann von den heutigen
Kraftprotzen vertragen werden, wenn die grossvolumigen Statussymbole nur noch "schleichen", denn, machen wir uns nichts vor, Elektroantriebe wirds auf lange Zeit zu erschwinglicher Ökonomie und vernünftiger Reichweite und Geschwindigkeit nicht geben...
-Es ist schon ein Schritt in die vernünftige Richtung, die Art und Weise, wie er momentan läuft, und da geb ich Micha recht, ist wieder mal wie vieles in den letzten Jahren
sehr demokratisch angelaufen...
Aber was wolln wir denn, wir haben die Bande gewählt, wenn auch nicht jeder von uns, aber auslöffeln müssen wir das nun mal, auf Dauer wird niemand eine akzeptable Alternative bereitstellen können.

Die momentane Alternative für mich liegt 3km weiter östlich, da gibt es die Bevormundung der Mineralölindustrie zumindest z.Z. noch nicht...
Was aber nicht unser Gesprächsthema sein soll...

mir den langersehnten Diesel holen.
Und du meinst, da ist kein Biodiesel drin?:)
Und weisst genau, was damit im Dieselmotor passiert?

Uwitsch
08.03.2011, 18:59
Und du meinst, da ist kein Biodiesel drin?:)
Und weisst genau, was damit im Dieselmotor passiert?

Was da genau drin ist kann ich natürlich nicht sagen !
Was ich aber weiß das der gute alte Dieselmotor schon 189... irgentwas von seinem Erdenker als Motor geplant wurde welcher auch ohne Fossiele Brennstoffe auskommt. In der heutigen Zeit ist es so,dass es eigentlich Wurst ist ob du mit Rapsöl oder Diesel fährst. Im Gegensatz zu E10 hätte mann beim fahren mit Rabsöl weniger Schadstoffentwicklung aber den gleichen Nutzwert wie bei Dieselkraftstoff,das schafft E10 nicht .
Warum kaufe ich mir einen Diesel:
weil ich allein jedes Jahr im Urlaub 4000 km fahre und mir das Auto meiner Freundin(auch Diesel) zu klein ist.
Weil ich den Diesel gegenüber dem Ottomotor für das überlegenere Antriebskonzept halte und mir sicher bin,das uns der Diesel noch lange begleiden wird. Auch wenn E-Antriebe in Zukunft immer mehr eine Rolle spielen werden so wird es noch lange dauern bis ein 25T LKW mit E-antrieb fährt.
Ach ja ! auf der Seite vom ADAC kann man eine Kostenrechnung machen ,da kommt kein Hybrid und Gasauto mit.:zwinker:

Balu
08.03.2011, 19:22
Alle,

die die Farbe Gelb mögen, können sich freuen.

Überall Land auf Land ab sieht man diese gelben Monokulturen leuchten und unsere Landwirte werden, neben dem Mais für die Biogas-Anlagen, noch eine zweite Monokultur anbauen müssen, um am Markt bestehen zu können.

Alle, die Glauben, den CO2 Ausstoss aktiv zu minimieren, freuen sich an der Aussage, das dieses Mittel gut für die Umwelt sei. Das bei der Produktion indes ein vielfaches an CO2 entsteht, kann man ja versehentlich mal vergessen.

Der Mehrverbrauch von 1,5 % ist auch nur geringfügig Untertrieben, wenn ein Durchschnitts-Auto ca. 1,5 - 2 Liter mehr auf 100 Km verbraucht, ein Ölwechsel noch früher durchgeführt werden muss, leuchtet das doch jedem ein, das es nur zum Guten für die Umwelt ist.

Freuen werden sich aber die Leute, die am Sprit verdienen ( und das sind nicht die Tankstellen-Pächter) und auf Dauer auch die Auto-Lobby. Mehr kaputte Motoren kurbeln den Markt an, Autos mit nicht geeigneten Ausstattungen werden gegen andere getauscht usw.

Ein lautes Hurra müsste bei all diesen Vorteilen durch das Volk gehen und was machen wir? Wir denken über Boykott nach.

"Undank ist des Welten Lohn" und die arme Umwelt ist das Opfer.:trost:

Veronika2
08.03.2011, 19:40
Hallo!

***kauft euch einfach einen dicken Ami, der schluckt auch noch weitaus höhere Ethanol Anteile. :biggrin:***

Das klappt auch nicht immer, meiner ist zu alt und würde das Zeug auch nicht vertragen. Außerdem säuft er eh schon wie ein Loch, einen Mehrverbrauch muss ich nicht unbedingt haben. Er schluckte aber willig "Normalbenzin", schade, nützt jetzt preislich auch nix mehr.

MikeS
08.03.2011, 20:21
Hallo,



Das klappt auch nicht immer, meiner ist zu alt und würde das Zeug auch nicht vertragen. Außerdem säuft er eh schon wie ein Loch, einen Mehrverbrauch muss ich nicht unbedingt haben. Er schluckte aber willig "Normalbenzin", schade, nützt jetzt preislich auch nix mehr.
was fährst du denn für einen?

Schönen Gruß,
Mike

Veronika2
08.03.2011, 20:22
Hallo!
Einen der letzten Chevy Blazer, die 2001 vom Band liefen ...

Balu
08.03.2011, 20:30
Hallo, der S 10 ist ein fahrendes Wohnzimmer.

Veronika2
08.03.2011, 21:11
Hi!
Nein, nein, höchstens Diele, die anderen sind viel größer! :)

Rupert
23.03.2011, 09:58
Hallo zusammen,

laut Uwe Krengel vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik in Kassel hat der Kraftstoff E10 eine negativere CO2-Bilanz, als E10.
Uwe Krengel untersuchte dabei die sog. CO2-Pfade der Gesamtproduktion.

[via rp-online.de]