Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Filterbecken Eigenbau
Ich habe mir Anfang letzter Woche ein Filterbecken für meine Moschusschildkröten gebaut uns dies am Wochenende in Betrieb genommen (zumindest versucht - der Zulauf hat im Moment noch zu wenig Durchfluss, daher würde die Pumpe trockenlaufen, deswegen erstmal wieder abgeschaltet) ... Ich habe darin 3 verschiedene Filterbecken verbaut und wollte jetzt mal fragen wie ich die Filter am besten einsetze.
Mein Grundgedanke war das Wasser zuerst mechanisch mit einem groben Filterschwamm zu filtern, sodass Futterreste, und grober Schmutz herausgefiltert wird. Im zweiten Becken würde ich Aktivkohle verwenden um Verfärbungen, sowie Giftstoffe aus dem Wasser zu filtern und im dritten Becken einen Biofilter. Bei dem Biofilter handelt es sich um ein recht staubiges Steingranulat (Die Steine etwa 1-1,5 cm groß).
Dass der mechanische Filter als erstes sein muss ist klar, aber bei dem biologischem und dem chemischen bin ich mir nich so ganz sicher ob das so passt, oder doch andersrum? Ich hätte auch noch Platz weitere Filerkammern einzubauen und habe mir überlegt evtl. zusätzlich Filterwatte einzusetzen also zwsichen der ersten und der zweiten Kammer.
Dass der WW bzw TWW dadurch nicht ausfällt ist mir bewusst - deswegen hat mein Filterbecken auch einen Ablauf, sowie ein Vorratsbecken für Frischwasser welches mittels Niveaumat automatisch auf-, bzw nachfüllt.
Aber um zur eigentlichen Frage zu kommen:
Welche Filtermedien sind sinnvoll und/oder zu empfehlen und in welcher Reihenfolge?
bretterelse
16.05.2011, 16:25
Huhu
also in der ersten Kammer, wie du schon sagtest, was gegen den groben Dreck - z.b. Filtermatten und Filterwatte (evtl sogar noch einen Kescher unter den Auslauf legen?). In der zweiten würde ich Sinterglas (Siporax o.ä.) nehmen und in der letzten hast du ja deine Technik - da kannst du bei Bedarf (z.B. Medikamenteneinsatz) auch mal Aktivkohle einsetzen. Dauerhaft durch Aktivkohle zu filtern ist glaube ich nicht nötig.
Aber eigentlich sind 3 Kammern schon fast zu wenig.. Man sagt die 2 Kammer sollte eine Klarwasserkammer sein - ohne Filtermedien.. hier sammelt sich (auf dem Boden) noch der ganz feiner Dreck, welcher durch die erste Kammer durch ist.. hier kannst du dann ab un an den Mulm absaugen.. (ohne die ganzen Filtermedien dafür rausholen zu müssen).. Das mit der Klarwasserkammer teste ich gerade..
Grüße Yury
es sind ja auch mehr als 3 Kammern - Gesamt sind es 8 Kammern.
Eine erste Einlaufkammer, eine dann die 3 Kammern für die verschiedenen Filtermedien, dann eine leere Kammer und dann die Pumpenkammer - Die Pumpe pumpt das Wasser auf der einen Seite ins Terrarium zurück und auf der anderen in die siebte Kammer. Dort ist eine Schneckenzucht mit Überlauf in die erste Kammer. Die achte Kammer ist ein Voratsbehälter welcher über eine Pegelausgleichspumpe mit der ersten (Einlaufkammer) verbunden ist - Das Becken steht auf gleicher Höhe wie das Terrarium ...
Die leere Kammer ist so groß, dass sie sich auch ohne weiteres noch in 2 weitere Filterkammern teilen ließe ...
Bei Schildkröten empfehle ich dir Filterwatte wegen dem Feinkot mitzuverwenden.
Kohle wird im Normalfall nicht benötigt. Schildkrötenaquarien werden ja eher selten bis garnicht mit Medikamenten o.ä. behandelt.
Gute Erfahrungen haben wir mit Lavagranulaten und Sinterröhrchen gemacht. Alles gehört wir üblich von grob nach fein geschichtet.
R.
Das Kohle nicht zwingend notwendig ist dachte ich mir schon, aber Kohle hat ja auch den netten Nebeneffekt, dass sie Verfärbungen aus dem Wasser zieht ... daher werde ich sie wohl doch verwenden ... Watte hab ich noch nen nagelnneuen Packen zu Hause liegen, also werde ich die dann auch mitverwenden ... und noch 2 Kammern einbauen.
Von der Reihenfolge würde ich es wie folgt machen:
1. mittelgrober Filterschwamm
2. feine Filterwatte
3. Biogranulat
4. Aktivkohle
5. Mal schauen was da rein kommt ...
Ist zwar nicht von grob nach fein, aber von der Reihenfolge relativ sinnvoll ... erst schmutz weg, dann biologischer abbau und dann giftstoffeabbau ...
Gibbyceps
19.05.2011, 18:35
Hallo,
Aktivkohle ist nur 4-6 Wochen zu nutzbar dann kann sich die Wirkung sogar umkehren!
Gleiches gilt für Zeolith, dass wiederum kann aber wenn auch etwas aufwendig, selbst
regeneriert werden.
Da die W-Schildkröten eine sehr gute Verstoffwechslung haben ist wohl der Intervall
entsprechend kürzer. Dir bleibt ein häufiger Wasserwechsel nicht unbedingt erspart.
Die von den anderen FoMi schon beschriebenen Einsätze in den Kammern würde ich bei
der Anzahl der vorhandenen, in die beiden vorletzten Kammern diese Bioperlen/granulat
machen, in die letzte die Pumpe/Heizung.
Solltest Du trotz den Hinweisen dennoch an der Aktivkohle/Zeolith festhalten, bitte
denke daran, dass auch mögliche Pflanzen kaputt gehen werden, denn denen wird
auch die Grundlage entzogen.
Ua. kann ich zur Efeutute raten, diese "filtert" bei entsprechendem Wurzel-Wachstum
sehr gut Schadstoffe aus! Meine beiden Efeututen haben sich total im Hamburger Mattenfilter
verzweigt, wächst immens! (Allerdings Aquarium)
Die "Efeutute" filtert bei mir auch umsonst....
Na, dann werd ich mir mal sone Efeutute zulegen und ins Filterbecken pflanzen ...
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