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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mückenlarven mit Sanostol



Jenni
26.12.2011, 12:14
Hallo ihr lieben,

ich dachte ich tu meinen Fischen mal was gutes, und weiche die Mückenlarven etwas mit Sanostol ein...habe das hier irgendwo mal gelesen. Nun stellt sich mir aber die Frage, Sanostol hinterher abwaschen oder dran lassen?
Vielleicht hat einer einen Rat für mich, schöne Weihnachten euch allen:smile:

Veronika2
26.12.2011, 12:19
Hi Jenni!
Dran lassen, sonst bekommts ja niemand. Aber darauf achten, dass es auch das ohne Zucker ist.

Schweik57
26.12.2011, 13:44
Moin Jenni,

nein, ich würde es nicht dranlassen. Das Frostfutter mit Sanostol beträufeln und so um die 15 Minuten stehen lassen, damit es gut einziehen kann. Dann kurz überspülen und verfüttern. Sonst ist es im Wasser ein klebriger Haufen, der wie ein Blubb zu Boden sinkt.

bj1909
26.12.2011, 13:53
Tach auch,

hee,
Sanostol hat man doch als Kind bekommen,
wenn man klein und schmächtig war.
Ich hab zuviel bekommen, jetzt kann ich gucken
wie ich die Pfunde wieder runterkriege.
Nee mal Butter bei de Fische, wofür.

Aqua-Wolf
26.12.2011, 17:46
Hallo Jenni,

ich mache es auch so wie von Ingo beschrieben, Frostfutter beträufeln ... einwirken lassen ... kurz abspülen ... dann verfüttern, funktioniert sehr gut.

Jubai
09.01.2012, 21:00
Also das interessiert mich jetzt aber auch:
Wozu ist das Sanostol gut? Ist das zur stärkung oder ein Leckerchen für die Fische.

Aqua-Wolf
09.01.2012, 21:12
Hallo Claudia,

das ist eine "Extraportion" Vitamine für die Fische.

Jubai
09.01.2012, 21:17
dann direkt die nächste Fragen :)

Kann ich das nur auf Frostfutter geben oder geht das auch auf Mückenlaven, Tubifex und wie es alles heißt?
Wie oft gebe ich das einmal im Monat oder öfter?

Aqua-Wolf
09.01.2012, 21:24
Hallo Claudia,

ich gebe es nur aufs Frostfutter.

Und Frostfutter füttere ich 1 bis 2 mal die Woche.

Gibbyceps
09.01.2012, 21:56
Hallo auch,

zB. ist das hier (http://www.zajac.de/%3cP%3eZac:-Vitamine-500ml%3c%2fP%3e.htm?websale7=zoo-zajac&pi=ZZ011912&ci=001580) das ALLERGLEICHE wie das Multisanostol, habs damals selbst probiert!
Nur beim Duisburger ists ne Portion teurer ~20 EUR dort und ~7 EUR für das Kinderzeugs...

Habs gerade aus dem Schrank gefitzelt, bekomme die Flasche nicht auf, liegt jetzt mal
verkehrt herum unter Wasser...

Jenni
10.01.2012, 14:13
Danke Gibbycebs, aber da würde ja bedeuten dass ich das dann auch bei dem Duisburger Zoo Za*** kaufen müsste, aber ich unterstütze diesen Laden nicht.:(

Generell ne super Idee, muss ja nicht das *Original* sein, aber auch da gibt es eine Alternative die sehr gut ist, von DM :)

Gibbyceps
10.01.2012, 17:40
Ja Jenni, muss nicht das vom Duisburger sein, ich hatte es noch in der Aqua-Krabbelkiste,
ist über 4 Jahre alt daher ging der Schraubverschluss nimmer auf, total verzuckert und zugepappt...
nu isses aber offen und riecht noch genau so, habs gut geschüttelt und mitm kleinen Finger probiert OoO
und... s schmeckt so rein aus der Lameng heraus unverändert noch wie Sanostol :smile:

Haue das Zeug aber nun wech...

Schniefxx
10.01.2012, 21:30
Haue das Zeug aber nun wech...
Hey Gibby, hau wech den Scheiß! Wohl bekomms!:wein:

bretterelse
11.01.2012, 08:14
Was noch eine sehr gute (wenn nicht sogar bessere) Methode ist - das Granulatfutter mit Sanostol beträufeln. Das saugt das Sanostol sprichwörtlich auf - und man muss nichts "abwaschen".

Prestutnik12
11.01.2012, 12:39
Salute zusammen

Eine eher grundsätzlich-ketzerische Überlegung: Die Frage der Vitamin-Zufuhr scheint mir generell schwierig. Denn Vitamin bedeutet streng genommen, dass ein Organismus bestimmte Stoffe nicht selbst synthetisieren kann, so dass diese lebenwichtigen Substanzen von außen zugeführt werden müssen. Und was dann für eine Spezies ein Vitamin ist, hängt letztlich vom individuellen Stoffwechsel der jeweiligen Spezies ab. Das Standard-Beispiel: Menschen – und Meerschweinchen – beispielsweise können selbst kein Vitamin C produzieren. Da ist Ascorbin dann ein Vitamin. Hunde und Mäuse dagegen können Vitamin C selbst in der Leber synthetisieren, es muss ihnen nicht von außen zugeführt werden. Für eine Maus ist Ascorbinsäure also kein Vitamin...

Was mich jetzt interessieren würde: Kennt jemand eine halbwegs seriös-belastbare Studie, die den Vitamin-Bedarf und die Substanzen, die bei Fischen überhaupt als Vitamine gelten können, untersucht und auflistet? Arbeiten aus der industriellen Großzucht von Speisefischen etwa? Lachsen? Pangasius?

Denn solange wir da keinerlei Ahnung haben, kommt mir das alles ziemlich esoterisch vor: Wir schütten wild Cocktails ins Fisch-Becken, die von der relativen Dosierung und Zusammenstellung eigentlich für Menschen und ihren Metabolismus konzipiert sind. Keine Ahnung, ob es da Studien darüber gibt, aber beim Menschen gibt ja bekanntlich auch Hypervitaminosen – Krankheiten, die durch massive Hyperdosage von (zumeist nicht wasserlöslichen) Vitaminen (wie A oder E) entstehen. Wie sieht das bei Fischen aus?

Es wird seit Beginn des Threads gerne suggieriert: Schüttet oben Vitamine in die Sprotten rein, das hilft allemal – zumindest dem freudigen Wohlbefinden des Aquarianers, mal wieder etwas besonders Gutes getan zu haben - , aber es wäre ganz interessant, ob jemand hierzu in Bezug auf Fische – oder gar einzelne Fisch-Arten – irgend etwas Genaueres weiss.

Sorry, wenn ich Euren freundlichen Konsens des Draufdräufelns da etwas unterbreche,
Stefan

Schweik57
11.01.2012, 14:43
Hallo zusammen,

ich habe mir mal die Mühe gemacht, und die Zusammensetzung der Nährwerte recherchiert.
Pro 100ml sind danach folgende Bestandteile enthalten:

Vitamin A: 6 mg
Vitamin D3: 50 mg
Vitamin E: 50 mg
Vitamin C: 600 mg
Vitamin B2: 6 mg
Vitamin B6: 8 mg
Nicotinamid: 7 mg
Pantothensäure: 90 mg
Kohlenhydrate: 40 mg
Davon Sorbit: 37 mg
Eiweiß: 1 g
Fett: 1 g
Brennwert: 96 kcal

In Zeiten besonderer Belastung kann daher eine Dosierung über das Futter schon wirksame Verbesserung allgemeiner Krankheitsanzeichen bewirken und die Abwehrkräfte stärken. Was aber die einzelnen Inhalte bei unterschiedlichen Fischen bewirken, kann ich natürlich auch nicht sagen.
Fest steht jedenfalls, dass ich bei meinen MW-Fischen gute Erfolge erzielt habe, wenn ich das Frostfutter mit Multi-Sanostol angereichert habe. Natürlich kann ich aber auch die Frage danach nicht beantworten, ob sie es ohne diesen Zusatz nicht ebenso geschafft hätten.
Jedenfalls stellt das Mittel eine preiswerte Alternative zu den im Handel erhältlichen Vitaminpräparaten dar, die man verabreicht, wenn es den Tieren, z.b. nach Krankheit, schnell wieder besser gehen soll.

Milla
11.01.2012, 15:36
Hallo!

Also zu Stefans Anfrage habe ich mal Tante Google gefragt:

Folgende Studie besagt, dass zumindest Tilapien Mikroorganismen im Darm haben, die Vitamin B12 herstellen (http://agris.fao.org/agris-search/search/display.do?f=1994/BD/BD94001.xml;BD9325010);

Vitamin E/Selen scheinen auf diese Fische einen positiven Effekt zu haben (http://agris.fao.org/agris-search/search/display.do?f=1999/BG/BG99001.xml;BG1999000046), was mir auch logisch erscheint, denn wenn ich es richtig in Erinnerung hat wirken diese Stoffe als Antioxidantien;

die Beigabe von Vitamin C führte bei Tilapien weder zu signifikanten Leistungsverbesserungen, noch zu signifikanten Mangelerscheinungen (http://agris.fao.org/agris-search/search/display.do?f=2004%2FTH%2FTH04016.xml%3BTH200100217 0);

Vitamin A scheint zumindest für Forellen von Vorteil für die Augenentwicklung zu sein (http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1577/1548-8640%281985%2947%3C81%3ANEDIS%3E2.0.CO%3B2).

Da der Anteil an Fett und Eiweiß im Multisanostol sehr hoch ist würde ich die Zugabe als "Anreicherung" der normalen Ration ansehen und damit als sinnvoll aber nicht zwingend notwendig erachten.

Viele Grüße
Anne

Prestutnik12
11.01.2012, 15:42
HiHi zusammen

Nur als knappe Idee. Ich ging davon aus, dass es am einfachsten sei, die Vitamin-Frage bei „Industriefischen“ zu erfahren. Lachszucht war mein Ausgangspunkt, nach dem zugegeben unscharfen Motto: Salm ist halt ein Salmler.

Also habe ich bei Herstellern von Industriefutter und Betreibern von Fischfarmen nachgeschaut. Da wird da viel Unkonkretes und sehr geheimnisvoll rumschwadroniert, frei zugängliche harte Informationen dort gibt es kaum. (zumindest nicht im frei zugänglichen Net auf deutsch oder englisch).

Am Konkretesten ist Cermaq (bekanntlich ein Big Player der Branche). Die führen zumindest an, dass sie ihre Lachse mit Futter mästen, das mit Vitamin C, E und – wohl auch für die Farbe dies Fleisches – Vitamin A angereichert ist.
http://www.cermaq.com/wps/wcm/connect/cermaqen/home/fishfeed/feed+production

Na, wenigstens etwas, aber weiter mag ich jetzt nicht sinnlos rumbohren,
Stefan

P.S. Übrigends: Merci, Anne und Ingo!

Prestutnik12
11.01.2012, 18:03
Salute

Habe doch – in feierabendlicher Lustlosigkeit - noch eine größere Untersuchung der FAO gefunden, der Food and Agriculture Organization of the United Nations. Allerdings ist die Sache nicht so ganz aktuell, das Untersuchungsprojekt „Fish feed technology (http://www.fao.org/docrep/X5738E/X5738E00.htm)“ stammt aus 1978.

Immerhin wird in Chapter 6 http://www.fao.org/docrep/X5738E/x5738e07.htm (http://www.fao.org/docrep/X5738E/x5738e07.htm)der Einfluß unterschiedlicher Vitamine auf Fische relativ breit aufgeschlüsselt. Der Interessenslage des Projektes entsprechend war das Wachstum der Fische das Hauptuntersuchungskriterium.

Besonders interessant fand ich 1.1.3, Tabelle 2: Vitamin Deficiency Syndromes, eine Liste von Mangelerscheinungen bei Vitaminmangel bei Forellen, Welsen und Karpfen

und

1.2., Table 3 Vitamin Requirements for Growth, denn hier werden die für Fische relevanten wasserlöslichen Vitamine gelistet.

Aber lest selbst – oder folgt dem Resümee: „Immer rin mit den Vitaminen in die Sprotten“. Mich hat das beim Überfliegen überzeugt, also: Jenni, tu‘ Deinen Fischen was Gutes!

Viel Glück,
Stefan