ToRif
02.11.2006, 20:49
Hallo,
da ja noch nicht soo viel hier geschrieben wurde und diese Fische mich besonders faszinieren, dachte ich ich eröffne mal einen Thread zu diesem Thema.
Ich selbst habe 2 Kammdornwelse (Agamyxis pectinifrons) und 2 Kopfstrichdornwelse (Amblydoras hancockii) in einem 200L Becken.
Diese Welse kommen aus Südamerika. A. hancockii von Guyana bis Kolumbien (Rio Branco, Rio Guaporé), A. pectinifrons aus Pebas (Ecuador)
Die Tiere haben ein tolles Verhalten, wobei sich die beiden Arten sehr unterscheiden. Beide sind nachtaktiv, A. pectinifrons hält sich jedoch am Tag in Verstecken auf, wärend A. hancockii sich im Sand (Pflicht für diese Fische) eingräbt. Man muss sich bei beiden (vor allem beim A. hancockii) darauf einstellen, dass man sie auch mal eine Weile garnicht sieht.
Die Tiere müssen nachts gefüttert werden und nehmen alles von Tabs bis rel. großem Lebendfutter an. An pflanzliches Futter gehen sie bei mir jedoch nicht. Die Mäuler sind groß und ein Welstab ist auf einmal kein Problem, so wird es auch mit Jungfischen oder sehr kleinen adulten Fischen sein (Dies konnte ich jedoch selbst noch nicht beobachten)
Meine Exemplare sind nun alle ca. 2 Jahr alt und die A. pectinifrons sind deutlich größer und fälliger als die A. hancockii. Beide sollen etwa 13-16cm groß werden. Meine A. pectinifrons haben diese Größe auch gut, die A. hancockii sind ewa 10cm groß.
Ein GU ist nicht zu erkennen.
Eine weiter Besonderheit ist das Gift, das diese Fische in den ersten Flossenstrahlen haben. Es ist nicht sicher geklärt, wie stark es ist und wann es eingesetzt wird, ich meine aber dadurch schonmal einen SBB verloren zu haben. Aktiv zur Jagd o.ä. wie man öfter liest, setzen sie es aber meiner Meinung nach nicht ein.
Das Becken sollte für beide Arten nicht zu hell sein. Die Wasserwerte scheinen keine große Rolle zu spielen. In der Literatur , wird für A. hancockii ein 80cm Becken empfohlen und für A. pectinifrons 100cm. Beides halte ich nach meinen Erfahrung für etwas übertrieben, die Tiere Bewegen sich sehr wenig und brauchen meiner Meinung nach nicht so viel Platz.
Für Fragen zu diesen Fischen bin ich immer gerne offen und ich würde mich auch über eine Diskussion mit anderen Haltern dieser, bzw. anderer Arten dieser Welse freuen.
da ja noch nicht soo viel hier geschrieben wurde und diese Fische mich besonders faszinieren, dachte ich ich eröffne mal einen Thread zu diesem Thema.
Ich selbst habe 2 Kammdornwelse (Agamyxis pectinifrons) und 2 Kopfstrichdornwelse (Amblydoras hancockii) in einem 200L Becken.
Diese Welse kommen aus Südamerika. A. hancockii von Guyana bis Kolumbien (Rio Branco, Rio Guaporé), A. pectinifrons aus Pebas (Ecuador)
Die Tiere haben ein tolles Verhalten, wobei sich die beiden Arten sehr unterscheiden. Beide sind nachtaktiv, A. pectinifrons hält sich jedoch am Tag in Verstecken auf, wärend A. hancockii sich im Sand (Pflicht für diese Fische) eingräbt. Man muss sich bei beiden (vor allem beim A. hancockii) darauf einstellen, dass man sie auch mal eine Weile garnicht sieht.
Die Tiere müssen nachts gefüttert werden und nehmen alles von Tabs bis rel. großem Lebendfutter an. An pflanzliches Futter gehen sie bei mir jedoch nicht. Die Mäuler sind groß und ein Welstab ist auf einmal kein Problem, so wird es auch mit Jungfischen oder sehr kleinen adulten Fischen sein (Dies konnte ich jedoch selbst noch nicht beobachten)
Meine Exemplare sind nun alle ca. 2 Jahr alt und die A. pectinifrons sind deutlich größer und fälliger als die A. hancockii. Beide sollen etwa 13-16cm groß werden. Meine A. pectinifrons haben diese Größe auch gut, die A. hancockii sind ewa 10cm groß.
Ein GU ist nicht zu erkennen.
Eine weiter Besonderheit ist das Gift, das diese Fische in den ersten Flossenstrahlen haben. Es ist nicht sicher geklärt, wie stark es ist und wann es eingesetzt wird, ich meine aber dadurch schonmal einen SBB verloren zu haben. Aktiv zur Jagd o.ä. wie man öfter liest, setzen sie es aber meiner Meinung nach nicht ein.
Das Becken sollte für beide Arten nicht zu hell sein. Die Wasserwerte scheinen keine große Rolle zu spielen. In der Literatur , wird für A. hancockii ein 80cm Becken empfohlen und für A. pectinifrons 100cm. Beides halte ich nach meinen Erfahrung für etwas übertrieben, die Tiere Bewegen sich sehr wenig und brauchen meiner Meinung nach nicht so viel Platz.
Für Fragen zu diesen Fischen bin ich immer gerne offen und ich würde mich auch über eine Diskussion mit anderen Haltern dieser, bzw. anderer Arten dieser Welse freuen.