Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Super Gau im L66 Becken
Sternchen397
04.10.2007, 22:36
Hallo Ihr Lieben,
habe soeben den absoluten Supergau hinter mir, am letzten Samstag sind im 112er 3/3 L66 Welse eingezogen, nachdem ich den darin kurzfristig untergebrachten Wabenschilder Wels vermitteln konnte, WaWe alles im grünen Bereich. Bis gestern, da habe ich mich gewundert das die 66er bei normaler Beleuchtung ständig draußen sind, also WaWe gemessen und Bingo, NO² fast bei 1,0 ich denke das kann doch nicht sein, also sofort 100% WW gemacht. Heute wieder gemessen wieder NO² fast 1,0, also wieder sofort großen WW, bis dahin ging es allen soweit ganz gut. Wasser Temperiert auf 29 Grad einlaufen lassen, dachte ich zumindestens. (Habe nebenbei noch am PC gearbeitet und ab und an den Wasserstand geprüft) AUf einmal sehe ich ein 66er Weibchen auf dem Rücken liegen AAAHHHH, ran ans Becken Wasser gefühlt, tja so ca 16 Grad würd ich mal meinen was ich nicht bemerkt hatte beim Durchlauferhitzer ist wohl die Sicherung rausgegangen. Also ich meine Frau geweckt, (fast heulender Weise) mit drei Schläuchen das Wasser aus dem Becken raus gelichzeitig 30Grad warmes Wasser rein, Sauerstoff auf volle Pulle alles an Filtern an was drin ist noch eine Strömungspumpe mit schnellfilter rein und nun heißt es warten, momentan leben alle 6 noch liegt auch keiner mehr auf dem Rücken. Falls morgen früh noch alle Leben habe ich sie hoffentlich über den Berg. Das Becken hatte übrigens schon den Nitritpeak gehabt, ich vermute mal das der Wabenschilder durch seine extremen ausscheidungen die Wasserqualität irgendwie versaut hat, habe aber schon 4 größere WW gemacht seitdem der wech ist.
Habt Ihr noch eine Idee was ich als First Aid noch tun könnte???
Mir ist jetzt nix weiter eingefallen.
Habe den Beitrag auch schon in einem anderen Forum gepostet, vieleicht krieg ich hier noch einen Tip, bin für jeden Rat dankbar das ganze geht mir total an die Nieren, schnief
Michael H
05.10.2007, 07:09
Hallo Klaus,
ich hoffe die Tiere schaffen es.
Ausser abwarten und Tee trinken habe ich auch keinen weiteren Vorschlag.
Zur Sicherheit den NO2 Wert im Auge behalten und die Tiere durch gutes Futter stärken, ggf. eben noch mal Wasserwechsel.
Berichte mal wie es heute aussieht.
Grüße
Micha
Sternchen397
05.10.2007, 07:51
Guten Morgen die Tiere haben alle überlebt, NO² ist momentan bei o,2, also gleich wieder Teilwasserwechsel machen, ich Berichte wie es weiter geht
Casa Carota
05.10.2007, 08:00
Hallo Klaus,
es freut mich sehr, dass die Welse diese Aktion überlebt haben und ich hoffe, es geht weiterhin gut.
Ich glaube aber nicht, dass der hohe Nitritwert mit dem Wabenschilderwels zusammenhängt, der bis vor einigen Tagen in diesem Becken schwamm :crazy:
Sternchen397
05.10.2007, 08:32
Andere Erklärung habe ich bis jetzt noch nicht gefunden, Nitrit Peak war schon durch, von daher weiss ich momentan keine andere Lösung, Futterreste usw sauge ich alle 1-2Tage ab, also was könnte es noch sein?
Hallo,
wenn du noch Futterreste absaugen musst, hast du deine Ursache. Wenn Futter wirklich nicht gefressen wird, lasse ich es maximal einen halben Tag drin, aber 1-2 Tage?
Das Futter beginnt sich sofort zu zersetzen und belastet das Wasser.
Schnecken helfen da Abhilfe..
Solltest du beispielsweise statt Futter den Mulm meinen, wäre das die zweite Erklärung für den neuerlichen Peak. Das sind wichtige Bakteriennistplätze und verhelfen dem Becken zu Stabilität. Der Schadstoffabbau finden größtenteils schon im Becken statt und nicht nur im Filter.
Zudem bedeutet es nicht, wenn es einen Peak ab, dass das Becken ab sofort belastbar ist. Der Peak bedeutet lediglich, dass die Bakterien "nun" vorhanden sind, die NO² abbauen können - aber eben nicht in großen Mengen bzw. an die Beckengegebenheiten angepasst.
Bringst du nun statt eines Wabenschilderwelses gleich 6 neue Welse, die ja auch gut und gerne fressen und erhöhst die Temperatur L66-gerecht, belastest du das Becken erneut und ein neuer Peak ist wahrscheinlich; zudem verringerst du durch die hohe Temperatur den Sauerstoffgehalt, was ebenfalls weder Fisch noch Bakterium zuträglich ist.
Gruss Timo
Hallo Klaus,
ich denke das durch den plötzlichen "Überbesatz" (Wabi) der erneute Peak hervorgerufen wurde. Das Becken war von den Bakterien her überfordert.:zwinker:
Trotzdem oder gerade darum gebe ich Timo Recht,wenn er meint, mit der Mulmentfernung etwas zurückhaltender zu sein. Du entfernst damit den wichtigsten Nährboden für wichtige Bakterien.
Behalte den Nitritwert im Auge, und reagiere ... mit Wasserwechsel.:zwinker:
Sternchen397
05.10.2007, 17:23
So habe heute früh neuerlichen Nitrit Anstieg gehabt, also wieder fast das komplette Wasser gewechselt und gleich dabei einen Teil vom Bodengrund entfernt, da schien sich eine komplette Futtertablette zersetzt zu haben, sah jedenfalls so aus.
@ Timo TDS sind einige vorhanden aber scheinbar nicht genug.
Suaerstoff führe ich mittels Luftsprudler und über die Strömngspumpe momentan Konstant zu. Mulm Sauge ich eigentlich eher weniger ab sondern ganz geziehlt evtl. Futterreste, habe wohl zuviel gefüttert, aber Anfangs muß man sich an die Futtermegen rantasten, da alle Fische unterschiedliche Mengen fressen, werde schneller evtl. vorhandene Reste entfernen.
Bin momentan am Überlegen ob ich Vorsorglich den kompletten Sand Tauschen soll, als Vorsichtsmaßnahme, würde zwar Bakterienkulturen vernichten aber ich wüßte dann sicher das der Boden ohne Rückstände ist, was meint Ihr dazu Tauschen oder lieber lassen?
Hallo Klaus,
was denkst du,was sich in deinem Becken abspielt...warum willst du den Boden(Sand) wechseln?
Hallo,
Bodengrund nicht tauschen, Filter nicht säubern, Oberflächenströmung intensivieren und nicht füttern. Dazu versuchen von irgendwem Filtermulm zu bekommen zum animpfen.
Wie ich schon schrieb hast du von einem Fisch auf 6 aufgestockt und entsprechend auch die Futtermengen. Die Bakterienkulturen werden sich - sofern du nicht weiterhin überfütterst - die nächsten Tage entsprechend anpassen. Alles, was du jetzt an Mulm und Bodengrund entfernst, verlängert den Nitritpeak.
Wenn du die Finger nicht still halten kannst und aus Zwang füttern musst, tue das mit Frostfutter. Das kannst du bei Bedarf leicht erkennen und entfernen und ist nicht so "kompakt" wie etwa Futtertabletten.
Wenn du Probleme hast zu erkenne/ wissen, ob sich da Futtertabletten selbstständig machen, versuche dich künftig futtertechnisch von klein > groß heran zu tasten, nicht umgekehrt. Lieber mehrmals täglich (bzw. während der Dämmerungsphasen) ein wenig füttern und genau beobachten als zuviel. Fische sterben häufiger an belastetem Wasser und Verfettung als an Verhungern. Und sofern deine Tiere nicht stark geschwächt sind, würde ich ihnen und deinem Wasser eine 2-3tägige Futterpause gönnen.
Gruss Timo
Hallo Timo,
danke für deine Kurzfassung. :zwinker:
Sternchen397
05.10.2007, 22:30
Also bleibt der Bodengrund drinnen, Angeimpft habe ich das Becken schon vor drei Monaten es lief von Anfang an mit einem Eingefahrenen Filter, besatz waren seitdem nur 5 Corydoras Paleatus, die kürzlich aber umgezogen sind als der Wabi einzog. Ich habe hier 8 Becken von 54 bis 400 Litern stehen und ich bin wirklich bis jetzt immer gut klar gekommen, so einen Super Gau habe ich noch nicht erlebt, daher war ich etwas Ratlos, danke schonmal zwischendurch für die guten Tips.
Wobei das auf den Rücken legen der Welse wohl eine Kombination aus NO² und Kälte Schock war, würde ich vermuten als das Wasser Temperiert reinkam haben Sie sich schnell halbwegs gefangen.
Strömung habe ich momentan auch mehr als genug da momentan 2 Filter und 2 Strömungspumpen darn sind, naja mal schauen wie es Morgen mit dem NO² Wert ist. Den Welsen geht es momentan Augenscheinlich gut werde ertst mal die nächsten 2-3 Tage nichts Füttern, sollten Sie vertragen können sind ganz gut Konditioniert.
Danke nochmals für die Tips und Hinweise
Hallo,
ich halte diesen einen Ausfall für das Resultat der Kälte, nicht des Nitrits. Zudem war die plötzliche Erwärmung von ~16 C° auf über 26 C° zu drastisch und du kannst von Glück sagen, dass die Tiere offentsichtlich stabil genug waren. Eine Erwärmung durch Wechselwasser auf etwa 20 C° mit eingeschaltetem Heizer, der das Wasser in einigen Stunden langsam erwärmt, wäre die bessere Wahl gewesen. Plötzliche Schwankungen, egal ob bei Temperatur, pH, etc. sind immer zu vermeiden. Gerade deshalb meinte ich unter anderem, den Stress für die Tiere zu minimieren; also kein wühlen im Bodengrund, wenig Licht, stabile Werte (vorallem pH).
Du solltest dennoch deine Filter der anderen Becken grob reinigen und das betroffene Becken erneut animpfen. Dadurch erhöhst du die Bakterienpopulation erheblich bei wenig Aufwand.
Nur Geduld und gutes Beobachten, dass wird schon... :trost:
Gruss Timo
Sternchen397
06.10.2007, 00:52
OK Timo, werde morgen mal alle Filter in dem Becken audrücken, dann seh ich zwar die Welse eine Woche nicht vor Nebel ;-) aber wenn es den kleinen wieder besser geht dann ist mir das egal. Danke jedenfalls für die schützenhilfe.
Habe das Wasser übrigens nicht direkt auf 29 Gard erwärmt sondern schrittweise innerhalb einer Std oder etwas länger.
Ich Berichte weiter wie es den Tieren geht.
Danke für die Tips und Hilfestellungen
Hallo Klaus!
Ich Berichte weiter wie es den Tieren geht.
Jetzt ist ja schon eine ganze Zeit vergangen...
Wie sieht denn der aktuelle Stand in deinem Becken mit den Welsen aus?
Viele Grüße, Kati
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