Henry Wollentin
11.10.2006, 20:10
Liebe Aquarianer,
immer wieder kommt es in den Sommermonaten zum Anstieg der Wassertemperatur in den Aquarien und viele User wenden sich dann hilfesuchend an die Forengemeinschaft. Um eine Flut von Thread zu diesem Thema zu vermeiden habe ich mich entschlossen, mich dieses Themas anzunehmen und euch die Angst vor dem Sommer zu nehmen.
Wenn im Sommer die Temperaturen in den Räumen der Wohnung steigen, dann steigt logischerweise auch die Wassertemperatur im Aquarium. Dies ist aber kein Grund zur Panik. Eure Fische können durchaus für einige Zeit Temperaturen über 30 C vertragen, ohne Schaden dabei zu nehmen. Mir ist z. B. in den letzten doch sehr heißen Sommern nicht ein einziger Fisch deswegen gestorben.
Das einzige Problem bei den hohen Temperaturen ist, dass die Sauerstoffsättigung im Wasser abnimmt, und ab etwa 35 C wird es schwierig, noch Sauerstoff im Wasser zu lösen. Ich habe aber noch nicht erlebt, dass sich ein Aquarium über 34 C aufheizt. Um das Risiko zu begrenzen, solltet ihr frühzeitig den Heizstab abschalten und die Klappen eurer Abdeckungen geöffnet lassen. In den Nächten solltet ihr den Raum, in dem das Aquarium steht, kräftig lüften, um die Temperatur so weit wie möglich zu senken, wenn möglich Durchzug machen. Im Aquarium solltet ihr die Oberflächenbewegung so kräftig wie möglich einstellen, zur Not einen Powerhead einsetzen, dessen Auslauf ihr in einem Winkel von etwa 45 Grad gegen die Oberfläche neigt und ggf. noch mit einem Diffusor verseht. Dadurch wird eine gute Sauerstoffversorgung erreicht und den Fischen kann nichts passieren. Auch wenn die Fische um einiges heftiger atmen braucht ihr euch keine Sorgen machen, solange ihr sonstiges Verhalten normal ist. Da Fische wechselwarme Tiere sind, sind sämtliche Lebensfunktionen stark beschleunigt, so auch die Atmung.
Wichtig ist auch noch die Tatsache, dass aufgrund der beschleunigten Körperfunktionen auch der Schadstoffeintrag ins Wasser erhöht. Ihr solltet also unbedingt die Waserwerte im Auge behalten und ggf. einmal öfter Wasser wechseln. Achet dabei aber darauf, dass der Temperaturunterschied nicht größer als 3 Grad ist, denn ständige Temperaturschwankungen in größeren Sprüngen können den Fischen mehr schaden als eine konstante hohe Temperatur. Daher solltet ihr auch häufige Wasserwechsel mit dem Ziel der Kühlung unterlassen.
Alles was ich hier geschrieben habe, sind Erfahrungswerte aus vielen Jahren Aquarianer-Leben. Sollte jemand andere Erfahrungen gemacht haben, dann können diese hier gern niedergeschrieben werden.
immer wieder kommt es in den Sommermonaten zum Anstieg der Wassertemperatur in den Aquarien und viele User wenden sich dann hilfesuchend an die Forengemeinschaft. Um eine Flut von Thread zu diesem Thema zu vermeiden habe ich mich entschlossen, mich dieses Themas anzunehmen und euch die Angst vor dem Sommer zu nehmen.
Wenn im Sommer die Temperaturen in den Räumen der Wohnung steigen, dann steigt logischerweise auch die Wassertemperatur im Aquarium. Dies ist aber kein Grund zur Panik. Eure Fische können durchaus für einige Zeit Temperaturen über 30 C vertragen, ohne Schaden dabei zu nehmen. Mir ist z. B. in den letzten doch sehr heißen Sommern nicht ein einziger Fisch deswegen gestorben.
Das einzige Problem bei den hohen Temperaturen ist, dass die Sauerstoffsättigung im Wasser abnimmt, und ab etwa 35 C wird es schwierig, noch Sauerstoff im Wasser zu lösen. Ich habe aber noch nicht erlebt, dass sich ein Aquarium über 34 C aufheizt. Um das Risiko zu begrenzen, solltet ihr frühzeitig den Heizstab abschalten und die Klappen eurer Abdeckungen geöffnet lassen. In den Nächten solltet ihr den Raum, in dem das Aquarium steht, kräftig lüften, um die Temperatur so weit wie möglich zu senken, wenn möglich Durchzug machen. Im Aquarium solltet ihr die Oberflächenbewegung so kräftig wie möglich einstellen, zur Not einen Powerhead einsetzen, dessen Auslauf ihr in einem Winkel von etwa 45 Grad gegen die Oberfläche neigt und ggf. noch mit einem Diffusor verseht. Dadurch wird eine gute Sauerstoffversorgung erreicht und den Fischen kann nichts passieren. Auch wenn die Fische um einiges heftiger atmen braucht ihr euch keine Sorgen machen, solange ihr sonstiges Verhalten normal ist. Da Fische wechselwarme Tiere sind, sind sämtliche Lebensfunktionen stark beschleunigt, so auch die Atmung.
Wichtig ist auch noch die Tatsache, dass aufgrund der beschleunigten Körperfunktionen auch der Schadstoffeintrag ins Wasser erhöht. Ihr solltet also unbedingt die Waserwerte im Auge behalten und ggf. einmal öfter Wasser wechseln. Achet dabei aber darauf, dass der Temperaturunterschied nicht größer als 3 Grad ist, denn ständige Temperaturschwankungen in größeren Sprüngen können den Fischen mehr schaden als eine konstante hohe Temperatur. Daher solltet ihr auch häufige Wasserwechsel mit dem Ziel der Kühlung unterlassen.
Alles was ich hier geschrieben habe, sind Erfahrungswerte aus vielen Jahren Aquarianer-Leben. Sollte jemand andere Erfahrungen gemacht haben, dann können diese hier gern niedergeschrieben werden.