Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ichthyo!
Hallo,
ich habe gerade gemerkt, dass einige meiner Salmler ein paar Pünktchen im Flossenbereich haben und tippe mal auf Weißpünktchenkrankheit.
Wie würdet ihr verfahren?
Ich habe hier noch eine angebrochene Flache Punktol, die aber noch bis 07 haltbar ist. Allerdings habe ich keine Packungsbeilage.
Außerdem habe ich bedenken, dass meine Dornwelse schlecht auf das Malachitgrün reagieren..
Ich danke euch schonmal!
Ich habe jetzt erstmal die den Heizer auf 31 Grad gestellt...
Hallo Tobias,
du solltest sofort mit der Behandlung beginnen. Nun weiß ich nicht, welches Punktol du genau hast? Die rezeptur hat sich nämlich eventuell geändert. Poste mal die exakte Angabe auf der Flasche.
Eine Erhöhung der Temperatur auf 31° ist nicht erforderlich, unter Umständen sogar kontraproduktiv.
unten findest du ein paar links zu Ichthyo
---Link nicht mehr verfügbar---
http://www.aquamax.de/HG03.htm
http://www.tobias-moeser.de/ichthyo1.php
http://www.tobias-moeser.de/ichthyo3.php
Gruß Knut
Hallo Knut,
erstmal, schön mal wider von dir zu hören.
Auf der Flasche steht Punktol 1000, ich hab mal Bilder gemacht.
Temp. hab ich wieder auf 28 Grad gestellt.
Hallo Tobias,
eine Anleitung für die Dosierung findest du auf der Seite von Tobias Möser.
Ich würde 5 ml von dem Punktol 1000 auf 100 l Wasser geben!
Jeden 2.Tag 50 % Wasser wechseln und das Medikament erneut zugeben!
Gruß Knut
Hallo Knut,
Also das ist ein 200L Becken. Also jetzt 10ml rein, dann übermorgen 50% TWW und 2,5ml dazu?
Auf der Flache steht noch die 100ml wären für 1000l Wasser.
Ich will nicht unterdosieren, wegen Resistenz und auch nicht zu viel, da ich Angst um meine Welse habe!
Achso, glaubst du es macht nichts, das die Flasche schon auf war? Und das Licht muss ich ausmachen?
Was hälst du von Salz als Unterstützung?
Hallo,
Also jetzt 10ml rein, dann übermorgen 50% TWW und 2,5ml dazu? Nein, nach dem Teilwasserwechsel von 50% wieder die volle Dosis.
Bei 200 l Brutto im Becken dürftest du aber wohl nur rund 160 - 170 l Wasser im Becken haben.
Resistenzen gegen Malachitgrün sind nicht bekannt!
Es werden eher die Salmler sein als die Welse, die empfindlich auf das Medikament reagieren.
Gruß Knut
Hallo,
Nachdem ich jetzt die Seite von Tobias Mörser gelesen habe, denke ich ich sollte es so machen:
Jetzt 15ml (für 150L) und übermrogen 70%TWW und wieder 15ml und das alle zwei Tage.
Für wie lange ich das machen muss kann man wohl noch nicht sagen, oder?
Vielen Dank Knut,
Du hast mir schonmal sehr geholfen! Ich schreibe wie es weitergeht!
Andreas W
14.11.2006, 15:39
Hallo Tobias,
wenn ich es recht in Erinnerung habe, geht die Behandlung noch 36 Std. nachdem Du die letzden Pünktchen auf den Fischen gesehen hast weiter um auch noch Schwärmer abzutöten die erst später aus der Schleimkapsel am Boden kommen. Vorher werden sie ja durch diese Kapsel gegen das Malachitoxalat geschützt.
Gruss Andreas
Hallo Andreas,
auf der Seite von Mörser steht auch ca. 4 Tage. allerdings kann ich schon jetzt nur einzelne Punkte bei wenigen Tieren sehen und auch nur bei Licht.
Meint ihr es ist besser es zu lange zu machen, bzw. wie schlimm sind die Nachteile einer zu langen Behandlung?
Andreas W
14.11.2006, 15:53
Hallo Tobias,
solang die Pünktchen sich am Fisch befinden schützen ihn soweit ich weiss Sekrete des Fisches gegen das Malachitgrün. Ich stelle es mir so vor, das dass das eigene Immunsystem des Fisches die Parasiten schützt. Lieber etwas zu lange behandeln als zu kurz und die ganze Prozedur ein erneutes Mal durchzuziehen.
Falls da irgent was dran hinkt bitte ich um einen Hinweis. Es ist schon eine Zeit her das ich mich mit dieser Krankheit auseinander gesetzt habe.
Gruss Andreas
Hallo Andreas,
da sagst du was! Ich hatte sie mal vor fast 3 Jahren und da ging alles ohne Todesfall! Also mal hoffen.
Hallo Tobias,
abgesehen von der bereits genannten Empfindlichkeit einiger Salmler auf das Malachitgrün, kann das Malachitgrün Bakterien schädigen. Es ist also ratsam, auch den Nitritwert im Auge zu behalten, weniger während der Zeit der grossen Wasserwechsel als vielmehr anschliessend.
Gruß Knut
Hallo,
ja hab ich auch gelesen und mach ich dann natürlich!
Hallo,
leider habe ich gerade das erste toten Rotauge rausgefischt. Hatte kaum bis keine Pünktchen und hat wohl entweder das Salz oder das Punktol nicht geschafft!
Hallo,
Salz ??? Wer hat denn etwas von Salz gesagt ???
Gruß Knut
Achso,
ich habe vergessen zu verlinken! Rusti hat mir im anderen Forum zusätzlich zu Salz geraten. Meinst du das war ein Fehler? ---Link nicht mehr verfügbar---
Andreas W
14.11.2006, 18:26
Hallo,
Salz wirkt meiner Meinung nach nicht so gut wie Malachitgrün gegen Ichthyo. Was aber sicherlich passiert, das der Fisch zusätzlichem Stress ausgesetzt wird. Also die Malachitgrün Beghandlung hätte schon ausgereicht. Wozu den Fisch noch mehr stressen?
Gruss Andreas
Hallo Andreas,
du hast wohl recht! Ich dachte eben es hilft, da es mi im anderen Forum geraten wurde! Aber bringt das einen Fisch in so kurzer Zeit um deie Ecke? Das war dann wohl doch eher das Punktol, oder?
Was meint ihr soll ich nun tun?
Die restlichen Fische scheinen recht fit
Hallo ToRif,
ich würde abwarten. Verluste bei normalen Fischen mit Punktol hatte ich bisher noch nicht. Allerdings habe ich das Zeug auch nie in Verbindung mit Salz eingesetzt.
Du köntest ja,wenn du dir bzgl. des Salzes nicht sicher bist, einen großzügigen Wasserwechsel machen. Nebenbei bekommst du die vermaledeiten Schwärmer damit teilweise aus dem Becken.
Ichtyo ist echt ein absoluter Mist! :hammer:
Mich hat es aktuell da auch erwischt, sieben Wochen nachdem ich das neue Becken gestartet habe. Und natürlich sind die Prachtschmerlen am meisten betroffen.
Jetzt stehe ich vor der Entscheidung, meinen beiden großen PS noch eine Chance zu geben oder sie morgen zu erlösen. Die sehen echt schlimm aus.
Viele Grüße,
euer Nico
Moin allerseits,
vielleicht kann jemand mit meiner Erfahrung etwas anfangen :-)
Die Weisspünktchenkrankheit hat meine Fische auch schon heimgesucht; es waren grundsätzlich nur die Mollies betroffen. Mit Chemiekeulen jeglicher Art bin ich allerdings nie zufriedenstellend aus der Klamotte rausgekommen.
Vor einigen Wochen hatte ich dann wieder so einen Fall, 3 Mollies waren sehr stark mit Ichthyo befallen.
Ich habe also ein Litermaß genommen, welches ich vor einiger Zeit für meine Fische abgezwackt hatte.
Dieses wurde dann mit 1 L AQ-Wasser und 3-4 EL jodfreies Salz befüllt, umgerührt und jeder betroffene Fisch für eine Minute darin gebadet.
Die Temperatur habe ich zusätzlich noch angezogen und kurze Zeit später waren die Pünktchen weg und die Fische kerngesund.
Allerdings sollte man sich vor einer Behandlung damit grundsätzlich schlau über die Verträglichkeit des Fisches mit dem Salz machen. Beispielsweise sind Skalare diesbezüglich sehr empfindlich...
LG
Nicole
Hallo Nicole,
prima das du dich sofort einbringst.
Ichtyo ist eine Erkrankung,hervorgerufen durch Parasiten(Wimperntierchen),sie befallen die Fische,zehren von ihnen,lassen sich dann verkapselt auf den Boden sinken und bilden Schwärmer aus,die in ca 48 std einen neuen Wirt gefunden haben müssen,sonst versterben sie.Meiner Meinung nach,befinden sich die Erreger in jedem Becken,können aber nur bei geschwächten oder gestressten Tieren zum Erfolg kommen.
Ich würde Ichtyo immer mit Malachitgrünhaltigen Medikamenten behandeln,nachdosieren,bis drei tage lang keine Pünktchen mehr zu erkennen sind.
Mit der von dir beschriebenen Art der Salzbehandlung,wirst du die Schwärmer nicht abtöten können.
Hey Fradin,
da hast Du Recht, diese kleinen Biester breiten sich schnell im Becken aus.
Hebt man aber die Temperatur des Wassers um einige Grad langsam an, so sterben diese temperaturempfindlichen Schwärmer schnell und ohne Zusatz von Chemie ab.
Die Therapie ist z.B. unter folgendem link sehr gut erläutert: http://www.rhusmann.de/aqua/salz.htm
Aber wie schon gesagt, dieses ist nicht für alle Fische empfehlenswert.
Viele Grüße
Nicole
Andreas W
05.12.2006, 00:08
Hallo Nicole,
durch die Temperaturerhöhung beschleunigst Du jedoch nur den Lebenscyclus. In einem laufenden Becken mit Besatz, in dem die Parasiten ihre Wirte finden können, reicht es nicht. Die Schwärmer müssen bekämpft werden um einen Neubefall auszuschliessen.
Salz hat da eine eher vorbeugende Massnahme gegen "Neuparastiten" In einem Becken, in dem schon Fische befallen sind, dass sich Pünktchen zeigen hilft fast nur ein Präparat gegen die Schwärmer. Im idealen Falle Malachitgrün.
Gruss Andreas
Hi Andreas,
es gibt zwei verschiedene Therapieformen:
Man kann einen einzelnen Fisch "schock"behandeln oder das Salz mit in das Aquarium geben. (siehe link)
In meinem Fall behandle ich jeden betroffenen Fisch erst einzeln und gebe parallel noch etwas Salz mit in das Becken. Das kann ich problemlos machen, da ich u.a. ein reines Molly- Artenbecken mit A.Ganelen habe und beide das Salz gut vertragen. Somit sterben die Parasiten dann nach c.a. zwei Wochen komplett aus.
In mein Gesellschaftsbecken würde ich aber kein Salz geben, da ich einige Welse beherberge. Bei denen bin ich mir nicht sicher, ob sie das vertragen würden.
LG
Nicole
Andreas W
05.12.2006, 09:15
Hallo Nicole,
Salz kann ja zur Unterstützung beitragen.. Malachitgrün richtig angewendet ist wohl die wirksamste Methode gegen Ichthyo. Von solch einer Hammer Schockbehandlung mit Salz habe ich noch nichts gehört. Mich schockt ein wenig die Konzentration des Salzes wie viel Du hineingibst
1 gestrichener Esslöffel sind etwa 10-12 Gramm und ein gehäufter Esslöffel ca, 20 Gramm(wenn meine Küchenwaage nich lügt. Nimmst Du also 4 gestrichene Esslöffel in einem Liter Wasser, bewegst Du Dich schon jenseits der Salzkonzentration in Meerwasserbecken (ca33gr/L). Von gehäuften Esslöffeln spreche ich erst gar nicht. Das stelle ich mir schon für den gesottensten Brackwasserfisch nicht unproblematisch vor. Zusätzlich käme der Stress des Fangens dazu.
Ich glaube nicht, dass ich diese Methode empfehlen würde. Davon habe ich aber auch in dem Link von Renate Rhushman nichts finden können. Ihre Vorschläge beziehen sich auf die Anwendung von Salz im laufenden Aquarium mit deutlich geringeren Konzentrationen Salz.
Gruss Andreas
Hallo,
also ich kann nur sagen bei mir hats prima funktioniert. Alles ohne weitere Verluste überstanden. Nach etwas mehr als einer Woche von Anfang bis Ende wars vorbei.
Hallo zusammen!
Was auch gut (bei mir) funktioniert, ist, die am stärksten betroffenen Fische in ein Quarantänebecken zu bringen und dort tägliche Wasserwechsel von mindestens 70% vorzunehmen. Damit entfernt man auch automatisch 70% der Schwärmer. Danach eine große UV-C Röhre dran und permanent laufen lassen. Eine 36 Watt UV-C Anlage bringt, vorausgesetzt man hat keinen Powerfilter, dort genügend Leistung. Alternativ dann mit Malachitgrün unterdosiert behandeln. Die täglichen Wasserwechsel tun dann ihr übriges.
Das muss ich gerade bei meinen Chromobotia macranthus so machen, da die Tiere bei mir eine starke Resistenz und Empfindlichkeit gegenüber Malachitgrün zeigen. Und ich habe Erfolg wie's scheint damit.
Malachitgrün wird übrigens relativ schnell durch Sonnenlicht abgebaut. Auch habe ich noch keine messbaren Erfolge durch Kombination von UV-C und Malachitgrün erzielt, dort wird wohl die UV-C das Präperat schneller abbauen als es effektiv wirken kann.
Eine andere Methode, die relativ schonend ist, ist die Umsetz-Methode, die ich mangels Behältnissen leider nicht ausführen kann und auch wegen des Fang-Stresses meinen Schmerlen nicht zumuten will: Alle 12 Stunden die Tiere in ein anderes Behältnis setzen, das alte Behältnis gut! säubern und weiter so. Das soll wohl relativ gut funktionieren, und ist auch logisch, da die Parasiten in drei Formen vorkommen und im Schwärmer-Stadium sehr gefährlich sind.
Meiner Ansicht nach ist aber in einem normalen Gesellschaftsbecken Malachitgrün und regelmässige, größere Wasserwechsel (alle zwei Tage) ein probates Mittel. Man sollte aber nicht vergessen das auf diese Behandlung Schmerlen und andere Tiere (auch Wirbellose) unter Umständen negativ und mit Ableben auf die Behandlung reagieren KÖNNEN.
Viele Grüße,
euer Nico
Astrid.S
05.12.2006, 14:45
Hi, ihr solltet bedenken, dass es sich bei Nicole um ein Artenbecken mit Mollys handelt. Mollys schwimmen auch in freier Natur kilometerweit ins Meer hinaus und haben keinerlei Probleme mit Salz in Meerwasserkonzentration.
Als ich noch keine Kalksteine im Mollybecken hatte, hatte ich auch öfter mal einen Kandidaten mit ein oder zwei Pünktchen. Da habe ich dann nur einmal Malachitgrün ins Becken getan und den betroffenen Fisch dann im 25 l Becken seperat behandelt. Hat immer gut geklappt. Würde ich aber nie so machen, wenn mehrere Fische betroffen sind oder sie stark befallen sind - dann würde ich immer das ganze Becken behandeln.
Viele Grüße
Astrid
Hallo Astrid,
Du hast Kalksteine im Becken ?? Spannend, muss ich mich mal drüber schlaumachen :-)
Moin Fossi,
ich habe sehr hartes Wasser im Mollybecken, daher kann ich die Salzkonzentration höher ansetzen.
Befinden sich die Mollies im zarten Anfangsstadium dieser Krankheit, so wende ich die sanftere Methode an, die auf Renate`s Seite beschrieben ist.
Schwimmt aber ein Schuppenträger vor meinen Augen her, den es arg erwischt hat, dann fackel ich nicht lange, sondern helfe ihm zügig, indem ich ihn mittels Salzbad behandle.
Diese beiden Behandlungsmethoden haben in meinen Augen ganz klare Vorteile:
- Mollies ( Brackwasserfische) vertragen Salz
- Mollies lieben Wärme, daher macht ihnen der Temperaturanstieg nichts aus
- ich habe keinerlei Chemie im Becken; diese ist einfach unnatürlich
- die Filterbakterien werden durch die Schockbehandlung nicht zerstört
- die Fische überleben es & werden gesund
- es kostet gerade mal ein paar Cent
Befreundete Aquarianer haben diese Methode auch angewendet und hiermit Erfolg gehabt.
Als ich damals in die Aquaristik einstieg, habe ich auch diverse Chemiekeulen versucht, die einfach nicht den gewünschten Erfolg erzielten.
Ich bin sogar nachts zu zwei Notapotheken gefahren um Malachit zu kaufen, da wußte ich noch nichts von der Salz-Methode.
Mittlerweile kommt mir nichts anderes mehr ins Becken, da ich in dem Salz die effektivste Methode zur Bekämpfung von Ichthyo gefunden habe, welches die Anwendung von chemischen/schädlichen Zusätzen völlig überflüssig macht.
Aber wie in meinem Ausgangsbeitrag schon erwähnt, ist dieses meine eigene Erfahrung, die ich keinem aufdränge !
Gruß
Nicole
Hallo zusammen,
ich habe den Kampf gegen die Ichtyo mit großen Verlusten letztendlich verloren - vielleicht hilft mein Erfahrungsbericht dem Einen oder Anderen, nicht solche Erfahrungen zu machen.
Die Ausgangssituation war die Folgende: Mein neues 450er Becken habe ich eingerichtet und fortlaufend langsam besetzt, bis der End-Besatz erreicht war. Als letzter Besatz kamen zwei Not-Prachtschmerlen und vier gekaufte, kleine Prachtschmerlen (Chromobotia Macracanthus) dazu. Die zwei älteren, großen Prachtschmerlen waren unauffällig und schon etwas länger in meiner Obhut.
Chromobotia Macracanthus hat neben den physiologischen interessanten Eigenarten wie verknöcherten, geteilten Schwimmblasen, einer Darmatmung und den für den Namen verantwortlichen beweglichen Augendornen auch das Problem, für Ichtyo sehr empfindlich zu sein.
Ich habe also beim Wechsel auf das neue Becken hier den ersten Fehler aus Bequemlichkeit gemacht und auf eine Quarantäne-Zeit für die neuen Botien verzichtet. Ich bin mir zu beinahe 100% sicher, daß die neuen, Kleinen, den Ichtyo-Befall initial ausgelöst haben. Dies war mein ureigenster Fehler und den verzeihe ich mir auch nicht so schnell.
Dann kam es zu einem Befall mit Ichtyo im großen Becken. Befallen waren dann ALLE Prachtschmerlen und die Kirschfleck-Salmler. Die Siamesischen Rüselbarben zeigten keinerlei Symptone und waren zu keinem Zeitpunkt sichtbar befallen. Ebenfalls die Skalare.
Also war meine Idee, die Fische am großen Becken durch zwei-tätige stärkere Wasserwechsel und UV-C zu behandeln und die Botien in ein Behandlungsbecken umzusiedeln und dort ebenfalls mit UV-C aber ohne Medikamente, dafür aber mit 80-90%igen WW's zu arbeiten, um die Schwärmer auf jeden Fall zu erwischen. Gegen eine Umsetz-Behandlung hatte ich mich entschieden da die Botien sehr empfindlich dagegen sein sollen.
Im großen Becken sind die erkrankten Kirschfeck-Salmler innerhalb kürzester Zeit genesen.
Im einem kleinen Behandlungsbecken (112 Liter) habe ich nach einer Besserungsperiode von mehreren Tagen, wo es den Fischen auch äußerlich wieder besser zu gehen schien, sämtliche Botien verloren. Die Tiere waren am nächsten Tag tot am Boden des Beckens liegend von mir aufgefunden worden und waren mit einer Schleimschicht bedeckt. Das Wasser roch extrem streng und unangenehm. Ich vermute hier, daß die Botien auf Grund des Stresses kurz vor ihrem Tod große Mengen an schützendem Schleim in das Wasser abgegeben haben und das Wasser hier so sehr verändert haben.
Man kann sich entsprechend meine Trauer und Frust vorstellen. Sechs Pfleglinge zu Tode gepflegt. War also eine äußerst 'effektive' Woche. :hammer: :mad:
Daraus ziehe ich folgende Schlüsse: Alle Arten von Botien werden bei mir nur noch nach vier-sechs wöchiger Quarantänezeit in ihr endgültiges Becken überführt werden. Chromobotia Macracanthus sollte keine gesonderte Behandlung erfahren müssen sondern auf keinen Fall durch zu viel Umsetzen gestresst werden. Die Behandlung von Ichtyo bei Botien zeigt sich generell als schwierig und langwieriger als die Behandlung an Salmlern oder anderen Fisch-Arten und sollte nur im Ursprungsbecken, dann auch in einem möglichst frühen Stadium des Befalls, erfolgen. Die Anfangskontrolle der Fische auf Ichtyo-Befall in den ersten drei bis vier Tagen muss sehr gründlich erfolgen.
Viele Grüße,
euer etwas trauriger Nico
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