Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pünktchenkrankheit, wann Wasserwechsel nach Behandlung ?
Hallo,
ich hatte bis gestern die Pünktchenkrankeit im Becken und seit Donnerstag letzter Woche (nunmehr 5 mal) mit Amtra Medic 1 behandelt. Seit heute sehe ich auch an den am stärksten befallenen Kleilfleckbarben keine Pünktchen mehr. Soll ich nun Wasserwechsel machen und mit Kohle filtern oder sicherheitshalber nochmals das Medikament geben und erst ab morgen oder noch später wechseln und filtern ?
Mein Becken:
150 Ltr, relativ dicht bepflanzt
2 Antennenwelse
6 Otocinclus
6 Leopardpanzerwelse
8 Blaue Neons
5 Keilfleckbärblinge
3 Platys
3 Schwerträger
2 Zwergfadenfische
Gruß
Rainer
Hallo Rainer,
bei Ichtyo-Befall habe ich bisher immer noch drei Tage nach den letzten sichtbaren Pünktchen nachbehandelt. Mit Erfolg,ob es nötig ist kann ich nicht sagen.Ich habe danach auch nicht über Kohle gefiltert,sondern nur einen kräftigen WW von ca 90 % gemacht.
Viel Erfolg weiterhin.
Andreas W
04.12.2007, 18:21
Hallo,
nur weil die Fische keine Pünktchen mehr haben, heißt es noch nicht, das die Erreger aus dem Becken verschwunden sind. Es bedeutet nur, sie sitzen nicht mehr auf dem Fisch, sondern haben ihn verlassen um sich zu teilen, es kamen aber keine neuen zum Fisch hin.
Der einzige Moment wo sie angreifbar sind ist nach der Teilung am Boden, wenn sie als Schwärmer ihren Wirt aufsuchen möchten. Es werden sich also immer noch welche am befinden, wo sie sich gerade fleißig teilen und sich in einer schützenden Hülle befinden.
Also würde ich noch nach dem letzten Tag an dem die Pünktchen aufgetreten sind 5-6 Tage weiter behandeln.
Gruß Andreas
Hallo,
die Erreger kann man nicht aus dem Becken entfernen,sie sind immer da. Drei Tage nachdosieren reicht,weil die Schwärmer nur 48 h ohne Wirt überleben können.In dieser Zeit greift Malachitgrün.Keine Pünktchen mehr auf den Fischen= kein Wirt mehr der neue Schwärmer bilden kann.Somit ist Ichthyo ausgeheilt.
Für alle die noch nichts mit Ichthyo zutun hatten, hier nachzulesen http://www.tobias-moeser.de/ichthyo2.php
Andreas W
04.12.2007, 19:22
Hallo Frank,
es gibt auch noch die Zeit, wo die Erreger "Trophozyten" den Wirt verlassen haben um sich zu teilen. In dieser Zeit sitzen sie in einer schützenden Hülle. Die Trophozyten verlassen den Fisch ja nicht als Schwärmer.
Hier ist ein weiterer Link von Tobias Möser wo er vier Tage angibt. Wichtig ist aber eigentlich nur, das die Behandlung nicht enden sollte, sobald die Fische keine Pünktchen mehr haben. http://www.tobias-moeser.de/ichthyo3.php
Und noch einer http://www.tobias-moeser.de/ichthyo1.php .
Und hier einer, vierter von oben von Ralf Rombach. http://www.zierfisch-forum.de/forum/viewtopic.php?p=122590&sid=8b1751b98fbf2438c6e108b984b37fad
Gruß Andreas
thomas-p
05.12.2007, 14:09
Hallo,
eine Behandlung über einen gewissen Zeitraum fortzusetzen ist immer RICHTIG.
Dabei muß man erwähnen das selbst der Lebenszyklus der Erreger (bei 26°C) ca. 5-7 Tage ist. Dann kommt erst das Zystenstadium und die Teilung zum Schwärmer. Dieser (so richtig erwähnt) muß innerhalb von 48 Stunden einen neuen Wirt finden. Demnach sind wir schon bei 9 Tagen. Eine Karenzzeit von einem Tag sollte man einräumen. Folglich sollte eine Behandlung mindestens 10 Tage durchgeführt werden.
Leider gibt es mit der Zeit auch die hartnäckigen Stämme. Hier müssen wir behandeln bis keine Erreger mehr sichtbar sind. Weiterhin sollte man die Behandlung dann noch ca. 5 Tage fortsetzen.
schwuppy
06.12.2007, 15:32
hallo bin neu im forum
ich würde die temperatur so auf 30-32 grad erhöhen soweit deine fische das vertragen.Ansonsten so hoch wie sie es vertragen die schwärmer werden so geschwächt.so kann das medi sie besser abtöten sauerstoffzufuhr aber nicht vergessen.Die behandlung musst du schneller beenden sonst kann es passieren das der erreger imun dagegen wird.
gute Besserung für deine fischis
schwuppy
Herzlichen Dnk für die vielen Tipps.
Nachdem ich nun drei Tage keine Pünktchen mehr sehe und gleichzeitig feststellen durfte, dass sich meine Platys erstmals :lach: erfolgreich vermehrt haben, werde ich heute einen Wasserwechsel durchführen und für ein paar Tage mit Aktivkohle filtern.
Da ich nun das Aquarium erst mal in Ruhe lassen will, was Neubesatz etc. angeht, bin ich gespannt, wie sich das so entwickelt.
Herzliche Grüße
Rainer
Michael H
06.12.2007, 19:52
Hallo Schwuppi,
willkommen im Forum :wink:.
Die behandlung musst du schneller beenden sonst kann es passieren das der erreger imun dagegen wird.
Kann es sein das Du da was falsch verstanden hast ?
Grüße
Micha
Hallo,
hallo bin neu im forum
ich würde die temperatur so auf 30-32 grad erhöhen soweit deine fische das vertragen.Ansonsten so hoch wie sie es vertragen die schwärmer werden so geschwächt.so kann das medi sie besser abtöten sauerstoffzufuhr aber nicht vergessen.Die behandlung musst du schneller beenden sonst kann es passieren das der erreger imun dagegen wird.
gute Besserung für deine fischis
schwuppy
ich halte diese hohen Temperaturen eher für kontraproduktiv:
--- es ist nicht sicher, dass die Erreger dadurch wirklich geschwächt werden. Es stresst aber die Fische zusätzlich, da bei diesen Temperaturen weniger Sauerstoff im Wasser gelöst ist.
--- eine Immunität der Erreger ist nicht bekannt! Es ist eher ratsam, wie hier auch bereits geschrieben wurde, die Behandlung so lange auszudehnen, bis mit Sicherheit keine neuen Schwärmer mehr den Fisch befallen können.
Herzlichen Dnk für die vielen Tipps.
Nachdem ich nun drei Tage keine Pünktchen mehr sehe und gleichzeitig feststellen durfte, dass sich meine Platys erstmals :lach: erfolgreich vermehrt haben, werde ich heute einen Wasserwechsel durchführen und für ein paar Tage mit Aktivkohle filtern.
Da ich nun das Aquarium erst mal in Ruhe lassen will, was Neubesatz etc. angeht, bin ich gespannt, wie sich das so entwickelt.
Herzliche Grüße
Rainer
Aktivkohle ist nicht erforderlich. Ein großer Wasserwechsel reicht aus, Malachitgrün wird durch UV-Licht und Bakterien zerstört und abgebaut. Wenn allerdings ein Medikamentencocktail verwendet wurde, kann Aktivkohle wieder Sinn machen.
Gruß Knut
schwuppy
07.12.2007, 16:41
hi
ihr habt recht.Bei unseren aquarien haben wir oft ichtyo gehabt ich behandle sie mit temperatur erhöhung und ww meistens klappt es.ich habe jetzt lange keine mehr gehabt.Es gibt auch hartnäckige fälle die behandle ich mit medi eSHa und Exit in kombi 2 tage dann ww und alles schwimmt wieder als ob nichts war. Unsere fische (mehr l-welse) fangen Bei 30 Euro an da geh ich nicht gleich mit chemie ran.
gute besserung den fischis
im forum tauscht man u. frau erfahrungen deshalb wollt ich euch nur schreiben wie´s bei mir klappt mit der heilung.
Casa Carota
07.12.2007, 23:14
Hallo Schwuppi,
ich denke du hast alles vernünftig erklärt.
WENN die Fische die hohe Temperatur vertragen.... SO HOCH WIE SIE ES VERTRAGEN....
einen Versuch ist es sicher allemal wert. Schließlich gibt es Fische, die man bei höheren Temperaturen halten kann und wieder andere, die es lieber kühler mögen. Und von diesen hast du ja nicht geschrieben.
Und dass es schnell gehen muss, um den Erreger nicht immun gegen Medikamente zu machen, leuchtet mir auch ein :zwinker:
schwuppy
08.12.2007, 00:45
Wir haben verschiedene L-welse die behandle ich nicht gern mit medi weil sie meist empfindlicher reagieren alls andere fische.Es gibt Ichtyo die rotte ich nur mit wärme und vielen 100% ww aus so verschwinden auch die schwärmer aus dem AQ. die Fische mit vitamine und nahrhaftem futter füttern und abwarten.Ein befall wird meistens durch eine schwäche der fische ausgelöst soweit ich weiß.Zur behandlung mit medi gebe ich dem wasser jodfreies Salz zu das löst die schleimhaut beim fisch ein bisschen auf und die medi kann besser auf die erreger unter der schleimhaut der Fische wirken.Bei mir ist noch kein Fisch an Ichtyo oder unter der Behandlung gestorben.Um so länger das medi im wasser ist umso mehr schwächt man die Fische.Deshalb mein motto erst bio dann Chemiekeule.
thomas-p
08.12.2007, 09:23
Hallo,
sehr gute Antworten, die man hier lesen kann.
Dennoch gibt es ja mit der Weile die sogenannten "hartnäckigen Stämme". Diese sollen sich sogar schon auf der Haut vermehren. Also ohne Schwärmerstadien. Selbst die Form soll mutiert sein. Wir haben es nicht mehr mit der typischen Hufeisenform zutun. Der "neue" Erreger ist kreisförmig.
Weiterhin hält dieser Erreger Temperaturen bis 34°C aus, was bei unseren Fischen schon zu argen Problemen führen kann. Eine zusätzliche Sauerstoffversorgung mit "Blubberblasen" reicht hier meist nicht mehr aus. Hier sollten dann doch schon Oxidatoren zum Einsatz kommen.
Dennoch ist die Wärmebehandlung der medikamentösen Behandlung vorzuziehen, da das Tier hier in ein "künstliches Fieber" versetzt wird. Die eigene Immunabwehr wird hier verstärkt und die Erreger (das wichtige an der Sache) geschwächt.
Eine medikamentöse Behandlung bedeutet hier doch sehr viel mehr Stress für das betreffende Tier, jedoch vor allem für die gesünderen Tiere, welche ja ebenfalls (bei Pünktchenkrankheit) mit im Aquarium schwimmen.
Hallo Thomas,
Hallo,
sehr gute Antworten, die man hier lesen kann.
Dennoch gibt es ja mit der Weile die sogenannten "hartnäckigen Stämme". Diese sollen sich sogar schon auf der Haut vermehren. Also ohne Schwärmerstadien. Hörensagen oder gibt es da seriöse Erfahrungen oder Quellen ?
Selbst die Form soll mutiert sein. Wir haben es nicht mehr mit der typischen Hufeisenform zutun. Der "neue" Erreger ist kreisförmig. Ich kenne deine und Klaus Beschreibung eines schwierigen Falles von Ichthyo. Gibt es darüber hinaus Erfahrungen und Erkenntnisse ?
Weiterhin hält dieser Erreger Temperaturen bis 34°C aus, was bei unseren Fischen schon zu argen Problemen führen kann. Eine zusätzliche Sauerstoffversorgung mit "Blubberblasen" reicht hier meist nicht mehr aus. Hier sollten dann doch schon Oxidatoren zum Einsatz kommen. Es ist bekannt, daß verschiedene Erregerstämme vorkommen, die bei unterschiedlichen Temperaturen die Segel streichen.
Dennoch ist die Wärmebehandlung der medikamentösen Behandlung vorzuziehen, Da man nie weiß mit welchem Stamm man es gerade zu tun hat, halte ich eine Bekämpfung mittels Temperaturerhöhung eher für ein Lotteriespiel, zumal es mit Malachitgrün und seinen verschiedenen Derivaten ein wirksames Medikament gibt.
da das Tier hier in ein "künstliches Fieber" versetzt wird. Die eigene Immunabwehr wird hier verstärkt und die Erreger (das wichtige an der Sache) geschwächt. Das "künstliche Fieber" erhöht vor allem den Stoffwechsel (wechselwarme Tiere können ihre Körpertemperatuir nicht steuern). Ein erhöhter Stoffwechsel verschlingt vor allem mehr Sauerstoff und das bei gleichzeitig erschwerter Sauerstoffaufnahme durch weniger gelöstes O2 im Wasser und gerade bei Welsen sind häufig die Kiemen von dem Erreger befallen und das kann für den Fisch zu einem Problem werden.
Eine medikamentöse Behandlung bedeutet hier doch sehr viel mehr Stress für das betreffende Tier, jedoch vor allem für die gesünderen Tiere, welche ja ebenfalls (bei Pünktchenkrankheit) mit im Aquarium schwimmen. Das sehe ich eher anders!
Gruß Knut
thomas-p
09.12.2007, 10:02
Hallo Knut,
leider konnte ich im Internet keinen richtigen Nachweis finden.
Aber in der Datz wurde DIESER (http://www.datz.de/QUlEPTI5MTUxMCZNSUQ9NTMxJlRJWD0x.html?UID=C2E8CBA1 D49C2BB52FB735FCA286A9569AECCDE5) Beitrag veröffentlicht.
Auch habe ich mal recherchiert und ein neues Medikament von Frau Dr. Lechleiter gefunden
Guckst Du (http://www.manaus-aquarium.de/medikamente.htm)
Hallo Thomas,
Frau Dr. Lechleiter empfiehlt meines Wissens das Medikament Ciliol. Dieses wurde früher von der Firma Alfa Biocare unter dem Namen Ciliol vertrieben. Heute wird es von der Firma Sera unter dem Namen Protazol vertrieben. Auch bei diesem Wirkstoff handelt es sich um ein Derivat des Malachitgrüns:
---Link nicht mehr verfügbar---
http://www.alpha-biocare.de/
http://www.sera.de/
http://www.vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_t.htm (nach Protazol suchen)
weitere Informationen zum neuen Stamm und dessen Therapie:
http://www.aquamax.de/HG03UG06.htm
Es wundert mich nicht, daß du über einen neuen resistenten Erreger nichts gefunden hast. Es gibt wohl unterschiedliche Stämme mit unterschiedlichen Empfindlichkeiten.
Duskutiert wird auch eine längere Entwicklungszeit auf dem Fisch. Jedenfalls liessen sich in hartnäckigen Fällen Erfolge erzielen, wenn länger (bis zu 14 Tagen bei üblichen Aquarientemperaturen) behandelt wurde.
Gruß Knut
schwuppy
09.12.2007, 14:56
Hallo Knut
Ich muss dazu sagen es stimmt das es neue stämme gibt und die sehr schwer zu bekämpfen sind.Aber einer meiner Händler hatte über mehrere wochen Fische mit Ichtyo(total befall) im Quarantäne becken sie sahen aus wie :ich sterbe gleich: und sie haben sich zu meinem erstaunen ohne Medi komplett erholt es wurde nur die Temp. erhöht und oft ww. gemacht es gab auch keinen toten.Ich würde mich bei einer Medi behandlung immer an die herstelleranweisung halten und im Falle noch einmal nachbehandeln.In der geduld steckt die ware stärke.Man darf die fische nur nicht stressen das ist ihr tod.Ich habe auch viel von einem neuen stamm gelesen aber gott sei dank keine erfahrung damit gemacht.Man muss es einfach versuchen mit medi kann man immer noch das AQ behandeln.
gurß jea
Habe die Ichtyo innerhalb 4 Tagen durch einen "Heiltee" stoppen können.
Die Roten Neons hatten nach einer Kampfdüngung wegen sterbender Pflanzen
wohl etwas viel Stress bekommen. Jedenfalls scheuerten sich einige an den
Pflanzen und drei hatten einige weiße Pünktchen auf den Flossen.
Ich habe gleich 60% Wassergewechselt und "Heiltee" für 500L mit hinein
gegeben. Ausserdem habe ich nur noch Mückenlarven, Cyclops und Tubifex
verfüttert. Flockenfutter gabs nicht. Am nächsten Tag hatte einer der
befallenen Neons nur noch leichte graue Stellen die anderen hatten
jedenfalls nicht mehr Punkte bekommen. Nach vier Tagen waren die
Pünktchen weg.
Der Heiltee ist ein Aufguss für je 100L Wasser:
10 Erlenzapfen
1 klein geschnittenes Seemandelbaumblatt
3 Esslöffel Schwarztorf
Wie Tee mit kochendem Wasser aufbrühen, abkühlen lassen und ab ins
Becken damit. Wieder aufbrühen solange bis die Suppe klar bleibt.
Das fällt wahrscheinlich unter Hilfe zur Selbsthilfe und es geht
wahrscheinlich auch nur bei Weichwasserfischen.
Hallo Ralf,
bist du dir wirklich sicher, daß es sich bei den weißen Punkten um Ichthyo gehandelt hat ?
Gruß Knut
Ich denk mal schon. Die Symtome entsprechen denen auf der Seite von
http://www.aquamax.de/HG03UG01.htm
Das es so schnell besser werden würde war auch für mich überraschend weil
ich mit dieser Krankheit vor 8 Jahren schon mal Erfahrung gemacht habe und
damals ist es nicht so glimpflich verlaufen.
Ich werde auch heute Abend (5 Tage später) nochmal einen Wasserwechsel
machen. Die Fische sind alle recht neu und es kann sein das die Erreger nur
darauf gewartet haben das die Fische geschwächt sind.
Auch nach durchsehen der Sera-Krankheitsmerkmale bleibt eigentlich nur
Ichtyo übrig. Was könnte es denn sonst noch sein? Kleine scharf
abgegrenzte, weiße Pünktchen. Zuerst auf Flossen und einzeln auch auf
dem Kopf, ca 0,5mm groß. Scheuern an Gegenständen. Ansonsten keine
Auffälligkeiten.
:confused:
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