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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Corydoras julii ohne Barteln


Rainer
12.01.2008, 11:08
Heute morgen fand ich einen meiner 6 Corydoras julii tot im Becken auf. Äußerlich konnte ich keine Krankheitszeichen feststellen, allerdings fiel mir auf, dass ihm die Barteln fehlen. Nach Überprüfung meiner anderen fünf Corys stellte ich das Fehl auch bei weiteren vier fest. Lediglich der Fünfte, Größte des Trupps sieht ganz normal aus.
Die Fische habe ich seit ca. 2,5 Monaten im Becken.
Der Bodengrund ist Dennerle Kristallquarzkies, Körnung 1-2 mm, angeblich mit Extra Schutz für Bodenfische.
Wasserwerte etc sind in Ordnung, Wasser sehr weich kH 3-4, pH 6,8
Kann mir jemand sagen, woran das liegt? Der Bodengrund sollte ok sein.
Ich füttere i.d.R. einmal am Tag abends, ca einen halben Teelöffel Folockenfutter oa. und dann später noch 2-3 Tabletten oder Chips für die Welse. Füttere ich vielleicht zu wenig, so dass sie zuviel wühlen und sich damit die Barteln zerstören?

Gruß
Rainer

Sonstiger Besatz:
Mein Becken:150 Ltr Delta, 25°C, relativ dicht bepflanzt, 2 (1/1) Ancistrus (http://www.aquarium-stammtisch.de/Forum/glossary.php?do=viewglossary&term=16) sp. - Antennenwelse, 6 Otocinclus affinis - Gestreifter Ohrgitterharnischwels, 5 Corydoras julii - Leopardpanzerwelse, 8 Paracheirodon simulans - Blaue Neons, 5 Trigonostigma heteromorpha - Keilfleckbärblinge, ca. 15 Xiphophorus variatus oder maculatus - Platys (Gold Berliner) mit vielfältigem Nachwuchs, ca. 10 Xiphophorus helleri - Schwerträger, 2 (1/1) Colisa lalia - Zwergfadenfische (Pfirsich), 4 Caridina japonica - Amano-Garnelen, 10 Glasgarnelen

Andreas W
12.01.2008, 11:31
Hallo Rainer,

die Barteln von Corydoras sind recht empfindlich. Vielleicht haben sie sich die Barteln wirklich am Bodengrund verletzt oder eine bakterielle Sache.

Gruß Andreas

Knut
12.01.2008, 11:35
Hallo Rainer,
Barteleinschmelzungen bei Corydoras sind (meistens) das Ergebnis bakterieller Infekte. Diese findet man sowohl auf Sandboden als auch auf kiesigem Untergrund, allerdings seltener auf Sand.
Verletzungen der Barteln begünstigen das Eindringen von Bakterien und diese Infekte.
Es sind an sich harmlose Keime die besonders den Mulm besiedeln (saprophytische Keime).
Stress begünstigt ja bekanntlich ebenfalls bakterielle Infekte.
Maßnahmen: häufige Wasserwechsel und in diesem Falle auch Absaugen des Bodengrundes und Mulmes.
evtll. weitere Maßnahmen die den Stress minimieren, wie harmonischer Besatz etc.

Gruß Knut

Rainer
12.01.2008, 18:57
Danke für die Antworten.
Wasserwechsel mache ich einmal die Woche, jeweils ca. 25-30%, dabei sauge ich auch - soweit möglich - den Mulm ab. Stress mag allerdings schon im Becken sein, da ich mit der Bepflanzung viel rumexperimentiert habe. Ich werde das Becken jetzt aber (mit Ausnahme der Wasserwechsel natürlich) erst mal in Ruhe lassen.
Da ist es vermutlich eine bakterielle Infektion. Kann ich den Tieren irgendwie helfen? Z. B. mit Medikamenten oder Umsetzung in ein Quarantänebecken? Ich habe zwar keines am Laufen aber ich habe noch mein altes 54 Ltr Becken im Keller stehen.
Gruß
Rainer

Knut
12.01.2008, 22:08
Hallo Rainer,

Medikamente evtll. Seemandelbaumblätter.
Wenn eine Antibiotikum, dann nur vom Tierarzt nach exakter Diagnose.
Quarantänebecken ist okay, ebenfalls viele Wasserwechsel, Bodengrund säubern etc., evtll eine Schicht Sand als Grund!

Gruß Knut