Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : UV-C Klärer und Dauerbetrieb im Süßwasser?
Hallo zusammen,
ich habe an meinem großen Becken einen 36W UV-C Klärer, den ich zur Unterstütung bei Krankheitsbehandlungen einsetze (Wärmebehandlungen usw. mit Teilentkeimung durch den Klärer).
Das heißt, das Ding ist nicht dauerhaft in Betrieb sondern nur unterstützend. Dies steht aber auch in der Bedienungsanleitung so drinne, dass man die Dinger im Meerwasser und Teich dauerhaft betreiben soll, im Süßwasser aber nur, wenn Bedarf besteht, da es sonst zu Problemen mit der Düngung kommen kann.
Jetzt mal nachgefragt: Wer von euch hat denn auch so ein Teil? Und wie betreibt ihr euer UV-C? Sind meine Bedenken unnötig und kann man die Teile daueraft laufen lassen, ohne dabei seinen Dünger in ein schwarzes Loch zu kippen?
Viele Grüße,
euer Nico
Andreas W
02.12.2006, 14:22
Hallo Nico,
das Problem welches mir bekannt wäre besteht darin, dass das für Pflanzen verarbeitbare Eisen in Chelaten gebunden ist. Werden diese Chelate "geknackt" ist das FE für die Pflanzen nicht mehr aufnehmbar.
Eine tägliche Düngung würde Abhilfe schaffen.
Gruss Andreas
Hm, das würde bedeuten ich müsste den Dünger wechseln. Aktuell dünge ich seit längerer Zeit mit den Dünge-Tabletten von Dennerle. Die sind ja für Tagesdüngung überhaupt nicht zu haben.
Dann wäre die Frage: A1 von Dennerle oder einfach irgend ein anderer flüssiger Eisendünger?
Hat damit jemand schon mit Tagesdüngungen Erfahrungen gemacht?
Oder sollte ich das Teil weiter als passiver Bypass laufen lassen und nur aktivieren, wenn es unterstützend bei Krankheiten wirken soll?
Viele Grüße,
euer Nico
Cervisia
18.12.2006, 08:45
Hallo Nico,
ich habe an meiner 60er Pfütze einen 9-Watt UV-Klärer im Dauerbetrieb.
Er läuft nun schon gut ein Jahr oder 1 1/2 und ich bin sehr zufrieden damit.
Während dieser Zeit hatte ich nicht einen Verlust wegen Krankheit (nur 2 wegen Dummheit, da sind mir 2 Trigonostigma espei aus dem Becken gehüpft).
Auch Algen sind ein Fremdwort geworden, wenn man von einzelnen grünen Kieselchen mal absieht.
Das Wasser ist glasklar, fast als wäre gar keins drin.
Das Eisenproblem besteht tatsächlich, wird aber durch Tagesdüngung JBL Ferropol 24 kompensiert, die Pflanzen gedeihen prächtig. Für meine Beckengröße wird 1 Tropfen täglich angegeben, ich nehme 2. Einmal wöchentlich zum Wasserwechsel wird mit Volldünger nachgedüngt.
Sonstige Nachteile durch UV-Klärer konnte ich definitiv keine erkennen.
Gruß Michel
skyhusky
18.12.2006, 11:56
Hi Leute O-)
ich stelle jetzt mal eine andere Frage . Warum überhaupt einen UV- Klärer benutzen ? In meine Augen eigentlich völlig unnötig :-O . Außer das er den Stromverbrauch in die höhe treibt und das Wasser steril macht sehe ich keinen "Nutzen" , Algen sind auch Pflanzen. Weil wenn das Wasser steril ist und die Fische mal einer schlagartig höheren Belastung ausgesetzt sind, könnte es passieren das der gesamte Besatz das Zeitliche segnet. Resistenzen werden nicht durch killen der Viren usw. aufgebaut. Sondern nur durch aufbau von Abwehrstoffen. Ist beim Menschen auch nicht anders . Hygienefreaks sind statistisch öfter krank als normale Menschen, weil sie keine Abwehrstoffe haben . In der Natur findet dieses auch nicht anders statt, nennt man auch Natürliche Auslese.
Was meint Ihr dazu ? :lach:
Cervisia
18.12.2006, 17:48
Hallo Dirk,
meine persönliche Meinung ist: Du hast vordergründig Recht, aber eben auch nur vordergründig.
"Beweisen" oder anhand von Studien belegen kann ich nichts. Wer kann das schon, Aquarianer machen eben ihre Erfahrungen.
Die können bei dem Einen so, bei dem Anderen ganz anders aussehen. Allein schon deswegen, weil sich kein Becken mit einem anderen absolut vergleichen lässt.
Natürlich sind Algen, zumindest der größte Teil davon, Pflanzen. Es gibt auch kein algenfreies Becken, meines ist auch nicht algenfrei. Aber ich hätte gerne so wenig als möglich davon, ist eben Geschmackssache.
Was die These der Resistenzen, "Verweichlichung" der Fische anbetrifft, so gehört das für meine Begriffe in den Bereich der Märchen.
Ein UV-Klärer sorgt nicht für steriles Wasser. Die Bakterien, die ich haben möchte, sind nach wie vor in genügender Anzahl vorhanden.
Fische und deren Befindlichkeiten so einfach mit Menschen zu vergleichen halte ich für unangebracht, weil nicht übertragbar.
"Natur" findet in keinem Aquarium statt, und wenn, dann sehr begrenzt. Auch das Absterben von Sporen und Bakterien durch UV-Licht findet in der Natur statt. Denn kein Gewässer wird künstlich beleuchtet, Flüsse, Bäche, Seen und Tümpel sind ständig dem UV-Licht ausgesetzt, und das in ganz anderem Maße, als es eine 9Watt-Funzel in einem 60er-Becken leisten kann.
Ich führe meine Fische auch nicht in fremden Gewässern spazieren, oder ich habe nicht alle 2 Monate Neuzugänge von unterschiedlichen Züchtern oder Händlern oder befreundeten Aquarianenrn (was meines Erachtens mit ein Hauptfaktor ist für undefinierbares Fischsterben).
Natürliche Auslese.......kann die überhaupt in einem Aquarium stattfinden? Gehört da nicht ein bißchen mehr dazu? Ist das nicht ein bißchen zu blauäugig und lieblich betrachtet?
Für mich persönlich sprechen nur folgende Dinge dagegen: der von Dir angeführte Stromverbrauch, die Anschaffungs- und Wartungskosten (falls mal eine Birne futscht) und die Sache mit der Tagesdüngung.
Aus biologischer Sicht, speziell zur Abnahme der Immunität gegenüber irgendwelchen Erregern, gibt es nur Thesen und Theorien, keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse.
Und diese Thesen und Theorien basieren stark darauf, daß man Fische mit Menschen vergleicht.
Das geht so aber nicht und kann so nicht gehen. Alle Faktoren sind zu unterschiedlich.
Ich sage zu niemandem "verwende UV", ich sage zu niemandem "tu´s nicht"......ich spreche nur von meinen eigenen Erfahrungen und Gedanken zu dem Thema.
Und worauf kommt es letztendlich an?
Daß ich regelmäßig Verluste habe, mir aber auf die Schulter klopfen kann, daß der Rest der Fische ein saumäßig stabiles Immunsystem hat? Wobei ich das gar nicht sicher weiß, weil nicht überprüfen kann?
Oder daß das Becken steht, das die Fische gesund sind, ihr Verhalten zeigen, die Pflanzen gedeihen, die Wasserwerte stimmen, daß es einfach Spaß macht, da zuzusehen?
Ich habe mich entschieden.
Gruß Michel
Nachtrag: UV-Klärer können nie in irgendeiner Weise einen Ersatz für korrekte Pflegemaßnahmen darstellen. Ich betrachte sie als Unterstützung, nicht mehr und nicht weniger.
hi Dirki
na da komm mal wieder raus :lach:(mußt mal ab und an mal wieder was neues lesen) OoO
@ Michel
gute Ansicht, sachlicher Konter O-)
skyhusky
18.12.2006, 22:06
Hi Klausi :)
na da komm mal wieder raus :lachboese mußt mal ab und an mal wieder was neues lesen
Klar hab ich doch gerade, finde den Beitrag von Michel super. :-p eröffnet mal eine andere Sichtweise. Man lernt ja gerne dazu.
@Michel
Natürliche Auslese.......kann die überhaupt in einem Aquarium stattfinden? Gehört da nicht ein bißchen mehr dazu? Ist das nicht ein bißchen zu blauäugig und lieblich betrachtet?
Zur Auslese : Jein ,und bei Barschen z.B. durchaus drin meiner Meinung nach. Was aber nicht heißt das es so sein muß, nur eben möglich . ( gehört aber nicht in die UV diskussion finde ich )
Blauäugig und lieblich betrachtet wie meinst Du das jetzt ? Meinst Du das so das es nicht statt finden kann oder das man wieder zu sehr pauschalisiert ? :-O
Cervisia
19.12.2006, 06:39
Moin,
"natürliche Auslese" - das hört sich so natürlich und evolutionär an. Ich denke aber, diese kann tatsächlich nur in freier Natur stattfinden und auch nur da, wo der Mensch nicht eingreift.
Alles andere mag zwar auch "Auslese" sein, aber eben keine natürliche. Sie wird durch menschliche Eingriffe erzwungen.
Ein "Stück Natur im Haus" hört sich romantisch an, funktioniert so aber nicht. Wir greifen ein, grenzen ein und geben Parameter vor, worauf sich die Tiere einstellen müssen. Mit natürlichen Abläufen hat das nichts mehr zu tun.
Einerseits werden künstliche Welten geschaffen und Technik eingesetzt.
Andererseits werden manche Techniken und Möglichkeiten als "unnatürlich" bezeichnet und abgelehnt, weil man es eben "natürlich" haben möchte.
Wir sprechen von "natürlichem Verhalten", von "natürlicher Nahrung", von "natürlichen Wasserwerten", "natürlicher Auslese" etc., die schlichtweg nicht vorhanden sind. Insofern betrachte ich das als blauäugig.
Gruß vom Michel, der jetzt auf die Piste muss :smile:
Hallo zusammen,
ich betreibe den UV-C nur noch für unterstützende Behandlung bei Krankheiten, nicht im Dauerbetrieb.
Mal abgesehen von den ganzen Parametern war für miich dabei das Argument von Bernd Kaufman, mit dem ich mich unterhalten habe, ausschlaggebend.
Er führt hier aus, durch Einsatz eines UV-C Klärers die Wirksamkeit normaler Dünger nicht mehr im vollen Umfang gegeben sei (siehe: http://www.aquamax.de/HG06UG08.htm).
Natürlich besteht die Möglichkeit, hier mit Tagesdüngern dagegenzuhalten (A1 Daily zum Beispiel). Dies ist aber, da gebe ich ihm absolut recht, absolut unsinnig. Zum einen Nährstoffe vernichten und dann wieder hinzuzufügen ist eigentlich wirklich Unsinn.
Ich habe mit dem UV-C Klärer Ichtyo im großen Becken behandelt. Das hat für die dprt ansässigen Fische auch einwandfrei funktioniert. Allerdings habe ich hierzu ja eine 36W Lampe eingesetzt, und verschiedene Quellen bezweifeln die Sinnhaftigkeit von kleinen UV-C Klärern für die Krankheitsbehandlung (im Sinne von 5, 9, 18 Watt).
Man sollte auch dagegenstellen das die UV-C Klärer das Milieu nur annähern. Selbst mit einem UV-C Klärer und einem sehr großzügigen wöchentlichen TWW werden wir, realistisch betrachtet, niemals die natürlichen WW simulieren können.
Viele Grüße,
euer Nico
Cervisia
19.12.2006, 21:47
Selbst mit einem UV-C Klärer und einem sehr großzügigen wöchentlichen TWW werden wir, realistisch betrachtet, niemals die natürlichen WW simulieren können.
Genau das ist das hüpfende Komma :)
Wir können auch mit anderen Mitteln und Methoden niemals natürliche WW simulieren.
Die Argumente von Bernd Kaufmann kenne ich sehr gut. Das von ihm beschriebene "Umkippen" bei Ausfall des UV kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen, bei mir fand bei 4-wöchigem Ausfall kein Umkippen in irgendeiner Art statt, weder vermehrten sich Algen noch wurden Fische krank.
Zitat Bernd Kaufmann:
dass andererseits Aquarien, in denen der UV-C-Einsatz notwendig oder mindestens empfehlenswert ist, ständig in Gefahr sind, durch den Ausfall der Technik umzukippen.
Gerade dies stimmt, UV betreffend, so nicht. Es ist eine reine These, mehr nicht. Ich bin Praktiker.
Jetzt nehmen wir aus dem Satz noch was raus:
dass andererseits Aquarien..... ständig in Gefahr sind, durch den Ausfall der Technik umzukippen.
Licht, Heizung, Filter.....alles Technik, oder nicht?
Funktionieren muss es.....in der Praxis, nicht in der Theorie.
Wie heißt es so schön? Die Theorie stirbt in der Praxis.
Es gibt noch einen guten Artikel, der Bernd Kaufmann in dieser Hinsicht logisch widerspricht. Ich muss mal suchen, ich hatte ihn unter Favoriten, aber seit meinem Festplattencrash muss ich alles wieder mühsam zusammensammeln. Sobald ich ihn gefunden habe stelle ich mal den link ein.
Gruß Michel
Hi Michel,
ich könnte mir vorstellen das die Gefahr des 'Kippens' bei UV-C Klärern höherer Wattage (und daher einer erreichten Teil-Entkeimung) höher ist als bei Geräte mit niedrigerer Watt-Leistung. Wobei das immer von der durchströmten Menge an Wasser abhängig ist, die da pro Stunde durchgejagd wird.
Ich kann das Umkippen auch nicht bestätigen. Andererseits:
1.) Fällt das Licht aus, juckt es die Fische sehr wenig (mal abgesehen von den Pflanzen)
2.) Fällt der Heizer aus, dann ist das in normal beheizten Wohnräumen (über 20 Grad) auch nicht schön, aber nicht unbedingt lethal für die meisten Fische über einen mittleren Zeitraum. Die Leuchten (sofern sie noch funktionieren) tragen in gut beleuchteten Aquarien einen nicht zu unterschätzenden Wärme-Eintrag ins Becken. Sehe ich bei mir: 26 Grad ist das Wasser, der Heizer springt nur nach untemperierten WW's an.
3.) Fällt der Filter aus, kann man ein Problem haben, muss es aber nicht.
Fällt dir der UV-C Klärer aus, dann hast du evtl. die Quelle nicht mehr im Becken, welche dir die Symptome einer fehlerhaften Pflege kuriert hat. Mit den von Bernd Kaufmann beschriebenen Folgen, die für mich auch sehr schlüssig klingen.
Wenn du deinen Artikel findest dann würde er mich sehr interessieren.
Viele Grüße,
euer Nico
Cervisia
20.12.2006, 06:26
...welche dir die Symptome einer fehlerhaften Pflege kuriert hat.
Und genau darum geht es.
UV kann niemals eingesetzt werden, um Pflegefehler zu kompensieren. Das haut nicht hin. Bei Pflegefehlern nützt die schönste Technik nichts.
Deswegen sage ich ja, UV als Unterstützung, nie als Ersatz.
Nun kann man trefflich streiten, ob ein gut gepflegtes Becken UV braucht. :)
Gruß Michel
Hy muss mich auch mal hierzu melden
Ich kann aus Erfahrung sagen das ich meine UV im Täglichen teil Betrieb laufen lasse zum entfernen von Algen und weißliche Trübungen aber dafür muss auch der Wasser Durchfluss und die Passenden Watt zahl Eingesetz werden ich habe meine UV Täglich 6 Stunden An die UV hat einen Durchfluss von ca. 2,6 Kubik die Stunde die UV besäht aus 2 Rören in Reihe Gesetzt und jede Röre ist 1,6mtr Lang und hat je 150 Watt in diesem Betrieb muss ich jeden Monat ein Bisjen die Scheiben Putzen, das Wasser ist Klar und Krankheiten hab ich auch nicht wen ich hingegen die UV aus schalte muss ich schon fast alle Woche die Scheiben Putzen und man sieht die Schwebealgen im Wasser Treiben aber Krankheiten hab ich dann auch nicht und wen ich die UV durchgehend Laufen Lasse habe ich erstens das Eisenproblem und Mehr Strom Bedarf und wen ich die UV wider auf Teil Betrieb oder sogar aus mache gehen mindestens 3 Fische Hops.
Es ist aber überall anderster würde ich sagen in meinem 1000 L Becken hatte ich nie Probleme mit Schwebealgen oder das ich die Scheiben Putzen muss.
Ich hatte aber auch mal ein Becken das ohne UV im Teilbetrieb nicht gescheit gelaufen ist mein Freund hat ein 800 L Becken und er hat auch keine Probleme ein andrer hingegen hat ein 240 L Becken und ohne UV im Teil Betrieb Probleme aber alles in allem wen keine Probleme Bestehen die man beseitigen will Braucht man keine UV auch wen durch einen Teil Betrieb die Keimbelastung im Aquarium reduziert wird und das Infektionsrisiko der Fische gesenkt wird.
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