Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das "Die passen sich der Beckengröße an"-Gerücht
Hallo Ihr Lieben,
ich hoffe, daß ich mit diesem Thread in dem Subforum richtig bin.
Es geht um das allseits bekannte und immernoch hartnäckige Gerücht, daß sich Fische mit Ihrer Größe der Beckengröße anpassen. Dies wird gerne als Grund genommen um Fische, die mit Ihrer normalen Endgröße jenseits der 20cm liegen in z. B. 54L Becken zu zwängen.
Ich muss gestehen, daß ich dies auch geglaubt habe früher, das ist mir sogar von meinem Haus- und Hofzoohändler damals auch so gesagt worden und ich hab mir damals gedacht (wie so viele andere heute noch): Der ist Zoofachhändler, also muss der das wissen.
Jaaa is klar ;)
Das Thema interessiert mich, weil es immer wieder - wer hat sie nicht im Bekanntenkreis - Fische gibt, die in zu kleinen Becken gehalten werden und die dummerweise nicht wachsen.
Irgendwo hab ich mal gelesen, daß dies dann schlichtweg mit Kümmerwuchs abgetan werden kann.
Aber wie erklär ich bitte jemandem, der lieber dem Zoofachhändler glaubt (der muss es ja wissen - siehe oben), daß seine quietschgesundwirkende, hübsch gefärbte und muntere Prachtschmerle sich im Kümmerwuchs befindet, weil sie seit 3 Jahren nicht mehr gewachsen ist... *seufz*
Da argumentiert sichs äußerst schlecht.
Was passiert denn mit z. B. Prachtschmerlen, wenn sie in einem 54L-Becken ihr Dasein frissten müssen? Die werden doch nicht irgendwann 30 cm groß?
Ich vermute, diese Größenanpassungsgeschichte ist ganz einfach zu erklären: Der Fisch wächst nicht mehr weil er weit vor seiner natürlichen Endgröße und Lebenserwartung eingeht. Daraus folgert man dann, daß der Fisch sich der Größe des AQs angepasst hat oder wie? :crazy:
Da weiß ich schon genau, was ich dann zu hören krieg, frei nach dem Motto: 10 Jahre wollten wir eh nicht ein- und denselben Fisch oder sowas...
Gibt es dazu irgendwelche Informationen, Erfahrungsberichte etc.?
LG
Simone
Hallo,
das Gerücht kenne ich auch. Ich kann nur von Beobachtungen berichten, welche ich bei mir gemacht habe.
Mit Anpassung an Beckengröße habe ich mir damals auch für 200l die lachsroten Regenbogenfische gekauft, doch die haben sich nicht an das Gerücht gehalten und sind munter gewachsen und ich habe schnell nach einem großen Becken geschaut.
Bei meinen Guppies war es wieder ganz anders- im 54l hatten sie nicht großartig zugenommen. Doch nun sind sie in 200l und ich habe gestaunt, wie groß Guppies werden können :biggrin:
Hallo
Bei den Prachtschmerlen würde ich sagen das sie unter Stress verursacht durch die Beckengröße ihr Wachstum stark verlangsamen und vorzeitig an Stress sterben.
Ich denke aber das dieses auf alle Fische zutrifft z.b. Wabenschilderwels
Henry Wollentin
04.12.2006, 21:25
Hallo Urmel,
ich habe vor 2 jahren einen gut 20 cm großen Wabenschilderwels aus einem 60er Becken errettet. Der dachte auch nicht daran, das Wachstum einzustellen.
Ich hab den damals auch unmittelbar nach der Abholung im Eimer fotografiert. Wenn ich das Foto mal finde, dann zeige ich es dir.
Casa Carota
04.12.2006, 22:04
Hallo,
wie ja einige hier bereits wissen habe ich auch 2 Wabenschilderwelse.
Sie sind etwas über 30 cm lang. Sie leben in meinem 300 l-Becken.
Ich habe sie gekauft, da hatte ich noch ein 200-l-Becken. Nachdem sie ins 300er umziehen durften, haben sie einen ordentlichen Wachstumsschub hingelegt.
Ihr Verhalten ist recht ruhig, sie schwimmen nicht sonderlich viel umher, obwohl sie könnten. Seit ich nach der Umgestaltung wegen der neuen Wurzel im Becken etliche Pflanzen rausgeholt habe und dadurch mehr Schwimmraum zur Verfügung steht, drehen sie ab und zu aber sehr selten ihre Kreise.
Kümmerwuchs kann ich bei den beiden nicht feststellen.
Und eins habe ich mir und meinen Welsen versprochen: wenn mein Sohn auszieht, ist ein größeres Becken (über)fällig.
Frank, das ist ein VERSPRECHEN ;-)
Hallo Alle :),
ich zitiere mal die wichtigsten Punkte Eurer Antworten raus, weil ich immer alle mit meinen Fragen ansprechen will und nicht nur den/die, der/die die Antwort geschrieben hat. (Blöder Satz :biggrin:)
Original von Mephi
...
Mit Anpassung an Beckengröße habe ich mir damals auch für 200l die lachsroten Regenbogenfische gekauft, doch die haben sich nicht an das Gerücht gehalten und sind munter gewachsen und ich habe schnell nach einem großen Becken geschaut.
Bei meinen Guppies war es wieder ganz anders- im 54l hatten sie nicht großartig zugenommen. Doch nun sind sie in 200l und ich habe gestaunt, wie groß Guppies werden können :biggrin:
Kann das sein, daß es vielleicht bei einigen Fischarten eine "Lebensraumanpassung gibt, gerade solche Überlebenskünstler wie Guppies z. B. sind da vielleicht prädistiniert für?
Original von Frankma
Bei den Prachtschmerlen würde ich sagen das sie unter Stress verursacht durch die Beckengröße ihr Wachstum stark verlangsamen und vorzeitig an Stress sterben.
Das genau denke ich auch. Gerade Prachtschmerlen sind ja die Funktionsfische schlechthin. Werden gekauft fürs Schneckenvernichten... meistens einzeln oder höchstens zu zweit. Das Tier vernichtet alle Schnecken und fristet dann ein einsames Dasein in einem winzigen Becken mit Trockenfutter.
Meiner Vermutung nach ist das hier der klassische Kümmerwuchs oder sehe ich das falsch?
Original von Henry Wollentin
ich habe vor 2 jahren einen gut 20 cm großen Wabenschilderwels aus einem 60er Becken errettet. Der dachte auch nicht daran, das Wachstum einzustellen.
Ich hab den damals auch unmittelbar nach der Abholung im Eimer fotografiert. Wenn ich das Foto mal finde, dann zeige ich es dir.
Das Foto würde ich sehr gerne sehen :).
Original von Casa Carota
wie ja einige hier bereits wissen habe ich auch 2 Wabenschilderwelse.
Sie sind etwas über 30 cm lang. Sie leben in meinem 300 l-Becken.
Ich habe sie gekauft, da hatte ich noch ein 200-l-Becken. Nachdem sie ins 300er umziehen durften, haben sie einen ordentlichen Wachstumsschub hingelegt.
Ihr Verhalten ist recht ruhig, sie schwimmen nicht sonderlich viel umher, obwohl sie könnten. Seit ich nach der Umgestaltung wegen der neuen Wurzel im Becken etliche Pflanzen rausgeholt habe und dadurch mehr Schwimmraum zur Verfügung steht, drehen sie ab und zu aber sehr selten ihre Kreise.
Wabenschilderwelse scheinen also munter zu wachsen und sich nicht um die Beckengröße zu scheren... hängt das vielleicht auch damit zusammen, daß sie generell keine eifrigen Schwimmer sind?
Original von Casa Carota
Kümmerwuchs kann ich bei den beiden nicht feststellen.
Da stellt sich mir die Frage, wie erkennt man denn den Kümmerwuchs?
Wenn ich als völlig Ahnungslose mir das vorstellen müsste, dann würde ein kümmerwüchsiges Fischlein irgendwie blass, verhärmt und vor allem verkrüppelt aussehen... also krumm und schief vielleicht.
Wenn ich mir eine Prachtschmerle im 54L Becken eines Bekannten anguck... die sieht aus wie das blühende Leben. Schwimmt aber hektisch mit dem Gurami (oder was das ist) um die Wette. Das Ganze ist als "Zimmerschmuck" überhaupt nicht zu ertragen. Als was anderes kann es nicht gedacht sein, sonst würde man sich bisschen mehr Gedanken drum machen, denk ich *seufz*.
LG
Simone
Andreas W
05.12.2006, 11:45
Hallo Simone,
ja was versteht man unter Kümmerwuchs. Ich verstehe darunter, dass ein Fisch, der genetisch eine gewisse Grösse erreichen sollte nicht erreicht. Also er durch bestimmte Dinge nicht seine Normalgrösse erreicht. Eines davon ist sicher die Beckengrösse. Der Fisch kann sein Verhalten durch bestimmte Beckenmasse nicht ausleben. Beim Wachsen des Fisches werden die "Dimensionen" in denen er sich bewegt immer weiter eingeschränkt, bis er sich nicht mehr so ausleben kann wie es dem Fisch zuträglich wäre.
Eine Folge davon ist Stress. Er kann sich nicht einfach mal zurückziehen weil er seinem Fluchtinstinkt folgt oder sonstiges. Wie und wohin auch. Durch diesen "Dauerstress" wird wohl auch das Immunsystem angegriffen, weshalb die Fische auch anfälliger für Krankheiten werden, ihr natürliches Alter nicht erreichen.
Wie gesagt, es gibt einen Grund dafür, dass sie ihr Wachstum einstellen, oder nur sehr langsam wachsen. Dieser Grund kann dem Fisch nicht zuträglich sein.
Gruss Andreas
Hallo Andreas,
super Erklärung. Sicher ist es genau das.
das trifft vermutlich gerade auf Prachtschmerlen zu, die sich ja wohl auch sehr gerne mit Ihrer Gruppe oder auch alleine in Höhlen zurückziehen?
Das würde auch erklären, warum ein ruhiger Wabenschilderwels, der vielleicht sowieso lieber im Holz oder in der Höhle sitzt, sofern er eine hat, "fröhlich" vor sich hinwachsen kann, oder?
LG
Simone
Hallo Urmel,
auch die Prachtschmerlen scheinen ihr Wachstum nicht einzustellen. Ich habe zwei recht große Tiere (13 und 16 Zentimeter) aus einem kleineren Becken übernommen, und die Tiere wachsen zwar langsam, aber stetig, auch, als sie im kleineren Behältnis untergebracht waren und ohne ihre eigentliche Gruppengröße.
Was ich aber schon ein paar Mal gehört habe, ist Kümmerwuchs. Die Fische verenden dann vor ihrer normalen Zeitspanne. Das könnte aber auch mit dem Stress zu tun haben, die sie haben, wenn sie sich nicht mehr artgerecht verhalten können.
Wer übrigens mal versucht, kleinere Prachtschmerlen mit größeren zu Vergesellschaften und dabei erfolgt hat, der kann sich gerne bei mir melden. Aktuell habe ich das Gefühl, das ich den Tieren was Gutes tun wollte, die beiden Großen aber längst zu Einzelgängern geworden sind und nur zu zwei gesellig schwimmen, sich reiben und verstecken und von den Kleineren keine wirkliche Notiz nehmen, obwohl die Kleineren versuchen, mit den Großen mitzuhalten.
Viele Grüße,
euer Nico
Hallo Nico,
wenn man bedenkt, daß die Tierchen aber an die 30 cm erreichen sollen, sind 13 und 16 cm nicht die Welt oder?
Wenn man dann aber bedenkt, wie alt die werden wäre das langsame Wachstum allerdings auch begründet:
Botia macracanthus
Prachtschmerle
Alter in der Natur ca.15-20 Jahre
Alter im Aquarium ca.10-15 Jahre
(Quelle: www.schmerlen.de)
Die Spanne von 10 Jahren ist erschreckend *seufz*.
Von www.prachtschmerlen.de ist zu erfahren, daß sie nur 16 cm in Gefangenschaft erreichen *grübel*.
Ich habe letztens in irgendeinem Forum ein Bild von einer "Monsterprachtschmerle" gesehen ;), die in einem Rochenbecken mit mind. 1000 Litern (eher mehr, weiß es nicht so genau) "auswachsen" durfte. Wenn das 16 cm waren, dann versteh ich nich, warum die meisten Frauen nich einparken können :D :D.
Im großen AQ-Forum heißt es in vielen Threads und Posts 30 cm und Becken ab mind. 500 Liter für - ich glaub - 5 Tiere.
Ich glaub ich schweif ab.... :)
LG
Urmel
:biggrin: Ja, du schweifst ab *ggg*.
Die Tiere wachsen auch sehr langsam. 'Mein Hobby - Prachtschmerlen' geht von einem Wachstum von 12-15 mm pro Jahr aus, zumindest existiert dort eine Tabelle, die man so lesen kann. Daher ist zu vermuten das die gemessenen Endgrößen auch viel mit der Pflegedauer der Tiere zu tun haben.
Aber zurück zu einparkenden Frauen... *flüchtet*
Viele Grüße,
euer Nico
Henry Wollentin
05.12.2006, 17:44
Hallo urmel,
ich habe das Foto gefunden. Der Eimer hat eine quadratische Grundfläche von etwa 22 x 22 cm.
Original von Urmel
Hallo Nico,
wenn man bedenkt, daß die Tierchen aber an die 30 cm erreichen sollen, sind 13 und 16 cm nicht die Welt oder?
Wenn man dann aber bedenkt, wie alt die werden wäre das langsame Wachstum allerdings auch begründet:
Botia macracanthus
Prachtschmerle
Alter in der Natur ca.15-20 Jahre
Alter im Aquarium ca.10-15 Jahre
(Quelle: www.schmerlen.de)
Die Spanne von 10 Jahren ist erschreckend *seufz*.
Von www.prachtschmerlen.de ist zu erfahren, daß sie nur 16 cm in Gefangenschaft erreichen *grübel*.
Ich habe letztens in irgendeinem Forum ein Bild von einer "Monsterprachtschmerle" gesehen ;), die in einem Rochenbecken mit mind. 1000 Litern (eher mehr, weiß es nicht so genau) "auswachsen" durfte. Wenn das 16 cm waren, dann versteh ich nich, warum die meisten Frauen nich einparken können :D :D.
Im großen AQ-Forum heißt es in vielen Threads und Posts 30 cm und Becken ab mind. 500 Liter für - ich glaub - 5 Tiere.
Ich glaub ich schweif ab.... :)
LG
Urmel
Hallo Urmel
Also meine Größte hat ca 19 cm und ist 5 Jahre Alt.
*seufzel*
Irgendwie sinds aber meist die Prachtschmerlen, die falsch gehalten werden... vielleicht fallen die mir aber nur am meisten auf.
Ich sags ganz ehrlich, zu meinen Bekannten sag ich gar nix über das grausliges Becken... Ich mag die Familie so recht gern, sie sind eigentlich total vernünftig, was diese Fischsuppe soll, ist mir echt ein Rätsel.
Aber ich weiss genau was dann gesagt wird, da kommen die tollsten Argumente. Am allertollsten find ich ja das: "Aber ich mag die am liebsten von allen" *augenverdreh*
Wenn wir dort zu Besuch sind, setz ich mich immer so, daß ich das AQ nicht sehe. Ist bei 54L nicht wirklich schwer. Selbst als ich noch nicht wusste, daß Prachtschmerlen so groß werden und keine Einzelgänger sind, hat mich der Anblick dieses AQs gestört. Ihr müsstet mal sehen wie krotesk diese 2 Fische, die sich ständig jagen, in 54L aussehen. Das ist doch einfach nicht schön!
Ich wollte mit dem Thread auch nur Argumente sammeln, vielleicht hat ja jemand Glück mit der Überzeugung der Unwissenden. Oder falls mal jemand hierher kommt und sich wundert, warum sein Pangasius in 54L plötzlich krank wird...:frown:
Leider zieht bei den meisten das Argument nicht, daß die Fische im Kümmerwuchs sind... sie sind munter (schwimmt rum wie gestochen), sind weder blaß noch sonst wie äußerlich angegriffen (ja und?) und fressen (hurra!) und wir hapen sie doch so lieppp....
Oder "der Vater von meiner Freundin dessen Tante die Tochter.... hatte auch so einen riesen Fisch in 54L, der ist einhundertelf Jahre alt geworden, könnte rechnen, lesen und schreiben und die Bibel auf latein lesen.
Jep...
Ein falsch gehaltener Fisch stirbt ja auch nicht sofort an der Pest oder an Depressionen, er wird auch nicht vom Blitz erschlagen.
Das Einzige was man einem falsch gehaltenen Fisch der einhundertelf Jahre wurde zusagen kann ist, daß er einhundertelf Jahre lang ziemlich gelitten hat.
Was soll der Fisch denn auch machen? Den Tierschutz rufen oder Transparente aus dem Wasser halten wo drauf steht: "Ich bin ein Schwarmfisch (zu groß etc.), holt mich hier raus?"
Soll er nachts aus dem Becken klettern und die Rasierklingen stibitzen oder nach dem Toaster schielen?
Da ja den Tieren angeblich (sicher kann sich da doch niemand sein) ein Bewusstsein dem unseren vergleichbar fehlen soll, kann ich nur hoffen, daß das mangelnde Bewusstsein sie vor allzugroßer Traurigkeit in ihren Gefängnissen bewahrt.
LG
Simone
Hallo Simone
Ich denke das Prachtschmerlen immer als Beispiel herhalten müssen.
Wenn ich da an einige groß werdende Corys und Antennenwelse denke die in 54 Liter gehalten werden ist mir auch nicht so ganz wohl im Magen.
Das könnte man aber auch noch auf eine reihe anderer Fische aus denen,
Schau dir mal diese Siamesische Rüsselbarbe an sie ist ca 15 cm groß und 1 Jahr alt.
Hallo Frank,
wollte nur mal einwerfen: Ein herrliches Tier!
Hoffe, meinen geht es auch bald wieder besser.
Viele Grüße,
euer Nico
Hallo Simone!
Ich muss leider auch sagen lassen, dass ich diesen fehler begangen habe. Ein 112l-Becken geschenkt bekommen von einem Arbeitskollegen und dann aber los. Mit der ganzen Familien zum Baumarkt und da wollte ich eigentlich nur Pflanzen holen.
Die Kinder und die Frau sehen die Fische. Oooh, lass uns die Neons gleich mitnehmen und die Skalare sind gerade im Angebot. Bitte, Bitte, Bitte.... Ich habe argumentiert und geprdigt, aber gegen die drei Quälgeister und meine Frau kam ich nicht an. Dann kaufe ich halt die Fische und schmeiß sie rein, so meine Frau.
Was soll ich sagen. 4 Skalare auf 112l. Man war ich blöd. Hätte mich halt vorher informieren sollen. Dann kamen auch die Argumente denen geht es doch gut und solche wie die Laichen sogar und und und...
Nur wenn man genau hingesehen hat, dann waren sie ja nur im Streß. Welches Revier sollten die Skalare verteidigen? Das ganze Aquarium? Wo sollen denn die anderen Fische flüchten?
Aber das war dann genau das Argument womit ich meine Frau gekriegt habe. Wir brauchen ein größeres Becken. Es steht jetzt da. 540L mit den Maßen 150x60x60. :biggrin:
Draconia
06.12.2006, 10:55
Hallo:)
Wenn mir jemand mit diesem Satz kommt bekomm ich mittlerweile echt Magenschmerzen.
Das Schlimmste Becken was ich je gesehen hab ,war bei einem Türkischen Juwelier.
54l mit 6 Skalaren...Bodengrund Muscheln....Filter wegen Fütterung aus(macht ja den Filter dreckig) Muss ich mehr sagen.....?
Meine Antwort auf diesen Satz ist meistens:
Klar passen sich Fische dem Becken an...ungefähr so als würdest du einen Säugling in einem 1m auf 1m Schrank grosswerden lassen.
Ich denke manche Menschen kommen da ins grübeln...
Original von heiko68
...
Aber das war dann genau das Argument womit ich meine Frau gekriegt habe. Wir brauchen ein größeres Becken. Es steht jetzt da. 540L mit den Maßen 150x60x60. :biggrin:
*ggg*
Den eigenen Partner zu Überzeugen ist aber auch meist leichter als Nachbarn, Bekannte oder gar Verwandte ;).
Ich sage nichts gegen Anfängerfehler... hey, niemand will wirklich wissen, wie mein erstes AQ aussah, zum Glück waren Lebendgebärende meine Lieblingsfische, deswegen wurden weder Skalare noch Prachtschmerlen in meinem 54L gequält... aber der eine oder andere Schwerträger schon und Corys haben bei mir nie länger als einen Monat überlebt... Wasserwechsel? Nur wenn's anfängt zu stinken oder? ;)
Was ich nicht verknusen kann ist die Uneinsicht der Leute, wenn man es ihnen sagt.
Und ich bin mir sicher, in Wahrheit wissen die meisten, daß wir recht haben. Darauf folgt Trotz (man will ja nicht belehrt werden), verletzter Stolz (man hat doch nur alles richtig machen wollen), Ignoranz (Der Zoohändler hat doch recht) und Lethargie (Wo soll ich denn mit den Fischen hin? *auf dem sesselchen ratlos hocken bleib*) und die dümmste anzunehmende Ausrede: Der Egoismus ("Ich hap sie doch so lieb!").
Am schlimmsten ist aber wirklich: Wo sollen denn die ganzen Riesenfische hin? Die Aquaristikvereine in den Städten freuen sich. Die kriegen bestimmt relativ oft solche Notfälle gebracht... Dafür sind die gar nicht ausgelegt und es gibt halt leider Gottes mehr Klein-AQs als Schwimmbad-AQs. Und viele mit letzteren AQs halten sich dann schon wieder nicht mehr mit sowas "Langweiligem" wie Prachtschmerlen oder Skalaren auf.
Wenn ich nur Geld und Platz hätte ... :)
LG
Simone
Hmmm, hier mal 2 Auszüge aus meinen Erlebnissen:
1 Skalar so gross wie das Becken selbst...in einem 54L
2. Wabis von 25cm auch aus 160-200L Pfützen
Letzens beamen wir eine ce 18cm grosse Prachtschmerle...ebenfalsl aus einem 200L AQ, und sie war noch recht jung (keine 10 Jahre)
Mal hier meine Gedanken (vorallem wegen den Prachtschmerlen)
Wieviele Aquarianer könne sagen dass sie ohre Prachtschmerlen wirklich lange hatten. Die meisten gehen wohl jung ein, aus diversen Gründen, die Einzelhaltung dürfte wohl eines der Hauptgründe sein.
Hinzu kommt ein Beitrag den ich mal im aF gesehen hatte ...die ersten 6 Monate sind sehr wichtig (wie wohl für viele Fische) was der Fisch da verpasst, holt er nicht mehr ein. Udn mal ehrlich: richtig gesunde und wohlgenährte Prachtschmerlen sieht man eher rar :mad:
Zudem wird die Wasserbelastung in kleinen Becken eher höher sein, als in grossen, die einen gewissen Überbesatz leichter verdauen. auch dies hemmt das Wachstum.
Wer übrigens mal versucht, kleinere Prachtschmerlen mit größeren zu Vergesellschaften und dabei erfolgt hat, der kann sich gerne bei mir melden
Bei Kollegen hat das gut geklappt, bloss wohl bei sehr alten Tieren scheint das nicht mehr zu klappen
lg
Lars
Hallo
das folgende teilweise ohne satzzeichen denn sonst funzt die antwort bei mir nicht
Naja dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben.
Leider ist es wirklich so dass viele Aquaristik Neulinge einfach in den Baumarkt spazieren und zum Verkäufer sagen wir hätten gerne ein Aquarium mit Fischen. Die einzigsten Kriterien sind dann doch eigtlich nur die Größe des Beckens und das Aussehen der Fische. Tja und die Beratung ist ja in den meisten Fällen schlicht und ergreifend für den Popo.
Nun muss ich aber zugeben dass es bei mir am Anfang genauso war. Worauf ich dann mein 90l Becken bekam in das erst mal 2 Skalare und 2 Küssende Guramis gestopft wurden.
Mensch mensch mensch da darf ich gar nicht mehr dran denken die armen Tiere. :frown:
Im zweiten Anlauf hab ich mal drüber nachgedacht und mich erst informiert bevor neue Fische ins Becken kamen.
Aber das Schlimmste ist wirklich wie Simone schon schrieb dass sich die Leute die augenscheinlich keine Ahnung von ihren AQ Bewohnern haben sich auch nicht belehren lassen. Nein der Verkäufer hat ja gesagt usw.
Ich möchte auch nicht an die armen Fische denken die nur unglücklich dahin vegetieren. Ich hoffe nur dass manche sogenannten Aquarianer doch noch zur Einsicht kommen.
Viele Grüße Kati
Original von Eloya
Wer übrigens mal versucht, kleinere Prachtschmerlen mit größeren zu Vergesellschaften und dabei erfolgt hat, der kann sich gerne bei mir melden. Aktuell habe ich das Gefühl, das ich den Tieren was Gutes tun wollte, die beiden Großen aber längst zu Einzelgängern geworden sind und nur zu zwei gesellig schwimmen, sich reiben und verstecken und von den
Viele Grüße,
euer Nico
Hallo
Bei mir hat es ganz gut geklappt und ich habe von 3 auf 6 und dann auf 7 Prachtschmerlen aufgestockt
cschweden
11.12.2006, 21:04
Hallo zusammen,
ich betreue seit einiger Zeit einige "Verwaltungsaquarien" in Firmen, die selber keine Zeit dafür haben (wollen?). Heute dann der Knaller: Aus einer 50x50x100 Säule mit ca. 20 Malawis(!!!) habe ich zwei Ancistrus spec. mit 20 und 25cm Größe rausgeholt, weil sich der Besitzer darüber beschwerte, das die immer den Steinaufbau umräumen. Man hätte ihm damals beim Händler gesagt, dass die sich dem Becken anpassen würden...
Ich habe die armen "kleinen" jetzt bei einem Freund untergebracht, wo sie Platz genug haben. Irgendwie fühle ich mich an die Koi-Aquarien beim Chinesen erinnert...
Gruss,
Christian
kalle1302
13.12.2006, 09:18
Es gibt Händler die diesen Spruch gerne gebrauchen ,bei Leuten die sich
gerade ein Becken neu gekauft haben und wenig ,oder keine Ahnung
von Fischen und ihre Größe haben. Das finde ich sehr traurig ,denn hier
wird das Vertrauen der Käufer ausgenutzt um nur zu verkaufen und nicht um zu beraten Schwarze Schafe gibt es leider überall .Vertrauen ist gut ,Kontrolle
(nachlesen in Büchern )ist besser .Gruß Kalle :wink: :wink: :wink:
Hi,
@Urmal
Kann das sein, daß es vielleicht bei einigen Fischarten eine "Lebensraumanpassung gibt
Ja, soetwas gibt es in der Tat. Z.B. können Bachforellen in sehr flachen Bächen nur auf ca. 10 bis 15cm heranwachsen und sind dann in dieser Größe auch Geschlechtsreif. Obwohl die Fische normalerweise durchaus doppelt so groß werden könnten. Sie stellen sozusagen das Wachstum ein solange sie noch ganz unter Wasser passen.
Ich mußte nur etwas überlegen, ob ich das hier überhaupt schreiben sollte, aber eigentlich habt ihr ja genug Beispiele genannt aus denen ersichtlich wird das das unter Aquarienbedingungen so nicht funktioniert. Und Forellen wachsen im Aquarium meines Wissens nach rücksichtslos! Aber es gibt in der Natur durchaus so etwas wie eine Lebensraumanpassung. Man sollte das aber tunlichst nicht auf die Aquaristik übertragen, Fische haben davon meistens keine Ahnung... ;)
Viele Grüße
Thomas
Cervisia
18.12.2006, 08:25
Moin,
sicher passen sich die Fische der Beckengröße an. :sunglas:
Das funktioniert auch bei Menschen, wie die Lotosfüße in Japan beweisen.
Man darf sich dann allerdings nicht wundern, wenn es den Fischen wie den Füßen geht...... OoO
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/d/d4/GebundenerFuss.jpg/180px-GebundenerFuss.jpg
Gruß Michel
Hallo Michl,
sicher ist es für uns nicht schön, wenn wir solche Füße sehen. Aber in manchen Völkern gibt es nun mal solche Schönheitsideale. Ich denke da gibt es vieles, wie die Frauen im Norden von Thailand, welche sich ihren Hals mit Goldringen strecken oder in Afrika Menschen sich große Teller in die Unterlippe einpflanzen. Nur viele fügen sich selbst diese Verunstaltung (in unseren Augen) zu. Würden diese Veränderungen von jemanden anderen vorgenommen werden, wie zum Beispiel Dr. Frankenstein :crazy: , dann würde ich auch beim Menschen von Qualzuchten sprechen.
Nur unsere Fische haben da nicht die Wahl, was manche Menschen mit ihnen anstellen. Oder hat jemand schon mal einen Skalar gesehen, welcher sich selbst seine Komunikationsstreifen weggeschmickt hat? :lach:
Cervisia
18.12.2006, 18:01
Nur viele fügen sich selbst diese Verunstaltung (in unseren Augen) zu....Nur unsere Fische haben da nicht die Wahl, was manche Menschen mit ihnen anstellen.
Richtig.
Bei manchen Menschen gehört es zur Kultur, und bei Freiwilligkeit ist nichts auszusetzen. Was die Lotosfüße betrifft....die meisten Frauen haben derb und unter übelsten Schmerzen ihr Leben lang gelitten, nur weil es dem Schönheitsideal der Männer entsprach, nicht ihrem eigenen.
Sie wurden also hineingezwungen, so, wie manche Fische in zu kleine Becken gezwungen werden. Weil Menschen es schön finden.
Gruß Michel
Hallo,
die Anpassung an die Beckengröße bekommt man aus den Köpfen vieler nicht raus - ich bin eh kein großartiger Rhetoriker und bei diesem Thema oftmals gescheitert.
Andererseits - ich bin kein "überpenibler Aquarianer" denke ich auch, dass es bei falscher Haltung zu anderen Problemen kommt, z.B. Krankheiten. Man sieht doch auch, dass sich die Fische nicht wohl fühlen und gestresst sind - sprich kümmern. In meinen Aquarien hatte ich dieses Problem als Anfängerin und später als ich mir blaue Fadenfische kaufte. Dann macht's einem normalen, verantwortungsbewußten Menschen keinen Spaß mehr ins Aquarium zu schauen. Nur leider gibt es auch Becken, wo die Bewohner sichtlich leiden und der Besitzer es auf "keinem Auge blickt".
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