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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ca. 9mg/l Co2 im Leitungswasser-Normal?


Larsmd
15.04.2008, 19:36
Hallo an alle,
Also ich habe seit Langem mal wieder Leitungswasserwerte gemessen.
Jetzt das Gröbste:
Ph=ca.7,5
Kh=ca.10
Daraus mit Bechechnungstool Co2 von 9mg/l errechnet.(Edit:Wirklich toll, dass du dir bei den Tools so viel Arbeit gemacht hast)
Ist ein Co2-Gehalt von ca.9 mg/l normal?
Und was mich noch mehr interessiert:
Wie sieht es bei euch mit Co2 im Leitungswasser aus?
Könnt ihr das bitte bitte mal für mich posten?
Das fänd ich echt nett!
MfG
Larsmd

Andreas W
15.04.2008, 21:09
Hallo Lars,

sehe das Berechnungstool aber wirklich nur als Anhaltspunkt. Um eine möglichst genaues Ergebnis zu bekommen setzt es exakte Messungen von Kh und ph voraus.

Dem Wasserversorger liegt meist einfach nur daran, das Wasser alkalisch zu halten um die Rohre zu schützen. Bei einer recht hohen Karbonathärte, wie sie bei Dir vorliegt wird der Wasserversorger vorher auch nicht versuchen zB CO2 auszutreiben. Was bei einer um einiges geringeren KH wohl der Fall wäre.

Gruß Andreas

Knut
15.04.2008, 21:54
Hallo Lars,

die Wasserversorger sind bemüht ein Wasser durch die Leitungen zu schicken, dessen Säure die Leitungen nicht angreift und dessen Kalkgehalt nicht unterwegs ausfällt und die Leitungen verkalken lässt. Dazu wird mittels Luft das CO2 ausgetrieben. Was übrig bleibt ist ein Wasser im Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht und das ist bei deiner hohen KH von 10° mit einem Gehalt von ~ 9 mg/l CO2 verbunden (wenn denn deine Meßwerte stimmen). Dieser Gehalt von 9 mg/l CO2 ist eben erforderlich um den Karbonathgehalt von 10° in Lösung zu halten.

Wie Andreas geschrieben hat sind diese Tabellen und Berechnungstools in meinen Augen völlig ungeeignet um den tatsächlichen CO2 Gehalt zu bestimmen. Es spielen einige Faktoren dabei eine Rolle, den größten Fehler liefern dabei aber unsere Hobbytests, die für eine exakte Bestimmung des CO2 Gehaltes zu ungenau sind. Das kann zu Fehlern von bis zu 300 % führen.

Gruß Knut

Gibbyceps
15.04.2008, 23:06
nur n Zwischenruf, warum muss man immer alles auf Punkt und Komma machen... ob ich nun 7 oder 7,2 oder 7,5 oder 8 habe oder nur 6,8 ist doch so was von wurscht. Unser Trinkwasser (Leitungswasser) hat nun mal um pH7 , gilt sogar als Lebensmittel! Wieviel Fischhälterer nehmen AUSSCHLIESSLICH Ltg.Wasser. Ausgenommen in ländlichen Gegenden wo der Nitratgehalt womöglich hoch ist, aber da wird ja auch für den menschlichen Gebrauch davor gewarnt!
Bin ich zu hoch, nem ich mir Eichenblätter, die n paar Tg. in einem Säckel im Becken liegen, oder mach halt 2-3 mal hintereinander an 3 Tg. Wasserwechsel.
N bissel sauer macht auch nix, hab 2 riesen Wurzeln drinne, pH ist immerschon unter 7 und meine Freunde sind Putzmunter, von der Garnele über den den Neon,den Kukuckwelsen, den beiden Gibbys und die Karnikel im Wasser die Ant.Welse auch die 3 Pangis sind voll von der Rolle wenns Futter gibt! UND die Plants WACHSEN muss immerwieder ernten, die Valisinerien schwimmen bei mir in einem Knäul an der Oberfläche, haben lange Wurzeln wie Wasserpest...
Zwischenruf war n bissel länger aber musste sein... jp :)

PS: Aquarium soll doch Spass machen und nicht zum mathematischen Fiasko ausarten!

Larsmd
17.04.2008, 14:54
Hallo,
und Danke für eure Antworten.
Ich habe mich schon gefragt woher im Leitungswasser Co2 kommt.:lach:
@Gibbyceps Für mich ist es schon wichtig und vor allem interessant wie meine Wasserwerte aussehen.Selbst wenn meine Messungen nicht sehr genau sind, reicht mir auch ein weniger korrekter Wert um zu sehen, ob ich etwas falsch mache.
MfG
Larsmd

Gibbyceps
17.04.2008, 17:51
Hi Lars, aber man kann auch n bissel übertreiben...

was meinst Du was die ganzen Händler machen, da wird stinke normales
Hahnewasser genommen. Auf der Fischbörse werden die Becken n Tag
vorher mit L-Wasser gefüllt und am Tag des Verkaufs kommen die Fische
oder Garnelen rein, da passiert keinem Fisch irgendwas!
Wenn Du keinen Brunnen hast wo das Wasser herkommt ists kein Problem,
sag ich einfach mal so in meinem noch jugendlichen Leichtsinn!

Was meinst Du wie manche unserer Lieblinge manches Mal in der Natur
zurechtkommen müssen, da trocknet ein sonst Wasserführender Teil eines
Flusses aus, übrig bleibt eine Pfütze die mitunter über 30° - 35° warm(heiss)
werden, die ganzen Werte sind total ausser der Reihe den Fischen machts nix
aus, oder wenig. Plötzlich regnets und die Temperatur wird schlagartig gesenkt...
wie überall... weniger ist manchmal viel mehr...
Nimm mir meine Kritik nicht übel, ist nicht bös gemeint. :zwinker:

kaktus
17.04.2008, 19:19
Hallo Klaus

es gibt aber auch Aquarianer die das recht genau untersucht haben, und nur deshalb heute verschiedene Ablàufe erklären können, und es gibt Aquarianer die sind mehr an der Chemie interessiert als an Fischen

lg :oo:

Knut
17.04.2008, 23:48
Hallo,
Selbst wenn meine Messungen nicht sehr genau sind, reicht mir auch ein weniger korrekter Wert um zu sehen, ob ich etwas falsch mache.Die Wasserwerte sind eigentlich kaum geeignet um zu erkennen, ob man etwas falsch oder richtig macht. Der vermeintliche Vorteil an der Messerei ist, daß man einen Wert in konkreten Zahlen hat. Und die Zahlengläubigkeit ist in diesem Bereich enorm.
Das Fatale an Katastrophen oder Problemen im Aquarium ist aber: sie sind so schwer zu erklären. Denn was bei dem einen funktioniert, muß beim nächsten nicht ebenfalls so klappen. Da liegt der Fehler oft im Detail und das zu erkennen erfordert eine Menge an Erfahrung, aber selten irgendwelche Wasserwerte.
Dem Anfänger oder wenig Erfahrenen wird aber gerade im Internet häufig vorgemacht, daß ein Messkoffer nicht nur sehr hilfreich bei der Auswahl der Fische und der Verhinderung von Katastrophen ist sondern die Kenntnis der Wasserwerte geradezu unentbehrlich für eine artgerechte Haltung ist.
Diese Ratgeber verfügen nicht selten über gerade einmal über ein paar Wochen Erfahrung mit der Haltung von Guppies, Antennenwelsen oder Black Mollies.
Meine Ansicht heute ist: bevor man sich mit der Aquarienchemie und den Wasserwerten beschäftigt sollte man eine gewisse Zeit nicht nur ein Aquarium betrieben haben und erfolgreich die Zucht und Aufzucht von ein paar Arten wenigstens gelungen sein. Dafür braucht man nur sauberes Leitungswasser, Interesse, Motivation und Geduld, aber bestimmt keinen Testkoffer.
Wenn man sich dann an kniffligeren Arten versuchen möchte, das Wasser verändern muss damit Zucht und/oder Aufzucht gelingt, dann ist der Zeitpunkt gekommen sich auch mit der Aquarienchemie zu beschäftigen.

freundliche Grüße Knut