Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Phosphat Problem, brauche Lösung!
Hallo,
Freund von mir hat schon seid lange Zeit Probleme mit Phosphat. Der war schon über 6 mg, ist jetzt aber immer noch auf 2-3 mg, und bekommt es nicht richtig runter. Er hat schon das "ROWA phost-ExPhos" gekauft. Es hat etwas geholfen, aber wie gesagt, immer noch 2-3 mg. Es ist ein 200 Liter Becken mit Barsche, und es sind 2 Aussenpumpen am laufen. Eimal die Eheim Ecco 2235 und die JBL 250. Wasserwechsel jede Woche. Er füttert auch nicht viel, einmal die Woche nichts und sonst nur Abends. Es sind auch nicht viele Fische da,
3 Yellows,
Pärchen Aulonocara,
Pärchen Ahli,
2 Welsen,
und 2 Algenfresser.
Ich bin auch schon machtlos, hat da jemand eine gute sinvolle Lösung?
Das ganze geht schon so ca. 3 Monate.
Gruß Thaddäus
Andreas W
18.05.2008, 19:13
Hallo Thaddäus,
den Hauptteil des Phosphats wirst Du Dir übers Futter einhandeln in Form von Phosphor. Der größte Teil des Phosphors wird vom Fisch wieder ausgeschieden und durch Bakterien mineralisiert zu Phosphat.
Phosphat ist ein Nährstoff für Pflanzen. Da es sich um ein Aquarium handelt für Cichliden aus dem Malawisee wird es vermutlich nicht durch Pflanzen abegebaut, da diese Aquarien in der Regel eine recht karge Bepflanzung aufweisen. Also wird vermutlich durch Futter immer eingetragen aber nichts abgebaut und es kommt zum Anstieg.
Mögliche Maßnahmen, mehr Wasserwechsel und weniger füttern.
Vielleicht hilft das ja ein wenig weiter. Wie sehen denn die Futtergewohnheiten aus, die Bepflanzung, Wasserwechselintervalle usw?
Gruß Andreas
Hey Thaddäus, Andreas hat dir ja schon gesagt, woher das kommt.
Hilft dir nur nicht im Moment, da du ja das Problem weiter haben wirst, wenn du nicht auf bepflanztes Becken umsteigst!
Geht eigentlich dauerhaft nur über einen bepflanzten Bodenfilter, wie man es von gut funktionierenden Koiteichen kennt.
In deinem Fall also mehr ne Blumenkastenlösung mit geschrotetem Blähton, in den dauerhaft
gute Nährstoffzehrer eingesetzt werden, wie Efeutute oder Monstera, die dir deine Phosphat-und auch Nitratwerte wegfressen.
Geht im kleinen auch über bepflanzte Rucksackfilter.
Mußt du dir überlegen entsprechend deinen lokalen Gegebenheiten rund um dein Becken.
Eine andre Möglichkeit wär natürlich auch erst mal die Phosphatwerte aus Wand zu ermitteln,
vielleicht liegt da schon der Hase im Pfeffer, aber hilft dir dann auch nicht bei der Beseitigung des Problems!
Andreas W
18.05.2008, 20:03
Hallo,
mich würde aber auch interessieren ob es Grenzwerte für Phosphat aus der Leitung gibt und in wie weit es schädlich für Fische ist, oder gar in höheren Konzentrationen auch für Pflanzen? Das in Pflanzenaquarien Phosphat ausgeht ist mir bekannt, dass es in Fischaquarien ansteigt auch. Mir ist aber keine unbedingte Schädlichkeit bekannt abgesehen eines begünstigten Algenwuchses.
Vielleicht weiß da jemand mehr. Jedoch müssten viele Aquarianer bei höheren Phosphatwerten aus der Leitung dann ja Probleme bekommen. Das bei Phophatmangel in ausgesprochenen Pflanzenaquarien zu Problemen führt ist mir auch bekannt.
Weiß da jemand mehr darüber?
Gruß Andreas
http://www.chf.de/eduthek/chemischer-index13.html
Hallo,
das mit dem Pflanzen habe ich mir auch schon so gedacht. Das Becken ist ohne Pflanzen leider, er wird aber dem nächst Pflanzen holen hat er gesagt. Der Phosphat in der Leitung ist unter 1mg, b.z.w. nur 0,5 mg. Und das mit dem Futter wie ich es schon geschrieben habe, die bekommen sehr wenig. Habe schon selbst gesehen. Er soll ja mal mit dem Pflanzen erstmal ausprobiern, und dann werden wir mal sehen. ich denke auch, daß es dann auch besser wird, weil Pflanzen brauchen auch bischen Phosphat zum wachsen.
Gruß Thaddäus
Andreas W
18.05.2008, 21:01
Hallo Thaddäus,
da der Wert in der Leitung nicht diesen Wert aufweist (wie vermutet) würde mich interessieren wie die Wasserwechsel laufen und in wie weit ihr Phosphat für welche Ursache verantwortlich macht. Oder ist es der reine Wert der stört? 2-3 mg/l ist ja nun nicht so dramatisch, bzw ich habe ihn nie dramatisch gesehen.
Bist Du Dir sicher, dass Dir die wirklichen Futtergewohnheiten verraten wurden? Wird zum Beispiel Frostfutter vor der Abgabe ordentlich gespült oder wird es als Eisblock verabreicht? Wie oft wird gefüttert usw. Ein Anstieg ohne Pflanzen ist nicht so einfach zu vermeiden. Solange jedoch im Becken keine Nachteile zu sehen sind habt ihr Phosphat halbiert und es ist doch alles gut. Wann habt ihr Phosphat gemessen. Vor oder nach einem Wasserwechsel? Bei jedem Wasserwechsel solltet ihr ja wieder verdünnen.
Gruß Andreas
Hallo Andreas,
habe gerade mit ihm telefoniert, und das mit dem Frostfutter hast ja recht, er hat nie ausgespült. Und das mit dem 2-3 mg ist es nicht mehr ganz so tragisch, das habe ich mir auch schon so gedacht.
Nur vor ca. 3-4 Monaten, wo es noch über 6 mg gewesen ist, konnte er keine neue Fische reinsetzen. Die haben nur 1 Tag überlebt.
Die Fische die schon im Becken gewesen sind, ist nichts passiert, und deswegen hat er jetzt Angst mit neuen Fischen und möchte den Wert erstmal runter bekommen. Gemessen haben wir es heute vor dem Wasserwechsel, weil durch Wasserwechsel bekommst du so gut wie nichts runter von dem Wert.
Aber wie gesagt, anfang dieser Woche kommen erstmal Pflanzen rein und Frostfutter wird auch jetzt gewaschen.
Gruß Thaddäus
Andreas W
18.05.2008, 22:03
Hallo Thaddäus,
natürlich würde sich der Wert nach einem Wasserwechsel verringern. Du entnimmst doch dem Wasser Phosphat mit einem Wert von 2-3 mg/l um es danach mit Wasser zu ersetzen welches einen Gehalt von 0,5 mg/l hat. Also verdünnst Du den Gehalt im gesamten Becken.
Da ist halt wieder die Frage wie oft und wieviel Wasser gewechselt wird. Das der Tod der neuen Fische mit dem Phosphatgehalt einhergeht möchte ich doch bezweifeln. Läuft da vielleicht etwas anderes schief?
Gruß Andreas
Du hast ja Recht Andreas, aber es verringert sich sehr wenig, so das man es kaum erkennen kann. Wasser wird jede Woche gewechselt.
Und das die neuen Fische drauf gegangen sind, soll auch normal sein beim einem Wert von weit über 6 mg, so haben auf jedenfall die meißten Züchter gesagt, Weil die Fische angeblich den großen Unterschied nicht vertragen. Gemessen haben wir mit dem JBL Test, da geht das Skala nur bis 6 mg, und es war weit drüber gewesen. Dann haben wir das Wasser schon weggebracht zum messen und es wurden alle andere Werte gemessen, die sind auch alle in Ordnung gewesen. Nur bei den Phosphat haben sich die meisten erschrocken, daß es so hoch ist.
Immer hin, wir haben es schon über die Hälfte runter und jetzt kommen noch die Pflanzen da rein, dann werde ich wieder hier berichten über das Ergebnis.
Nur ist die Frage, wie lange sollen er dann warten nach dem er die Pflanzen reingesetzt hat mit dem messen, so 2 Wochen?
Gruß Thaddäus
Hallo,
in der aktuellen Trinkwasserverordnung und in der EU-Richtlinie sind meines Wissens keine Grenzwerte mehr für Phosphate enthalten. Wohl auch, weil Phosphat nur in gerrngen und unbedenklichen Mengen im Trinkwasser vorkommt.
In der alten Verordnung gab es eine Höchstmenge die zugesetzt werden durfte.
Wenn trotz Wasserwechsel oder Phasphatabsorbierenden Salzen im Aquarium der Wert nich nachhaltig sinkt, dann kann es auch daran liegen, daß ausgefälltes Phosphat, dass sich im Bodengrund abgelagert hat, wieder in Lösung geht.
Phosphat ist aber auch in größeren Mengen unbedenklich für Fische (> 20 mg/l), auch wenn die Züchter anderes behaupten.
Gruß Knut
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