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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrungsbericht Sandboden



cschweden
19.12.2006, 16:09
Hallo allerseits,

nachdem mein AQ nun seit drei Monaten läuft, ist es Zeit mal ein Fazit zum Bodengrund zu ziehen. Da im Netz immer wieder die Frage "Sand oder Kies" auftaucht und ich gerade wieder ein "Oh Gott - Sand - wie kannst Du nur! Das fault doch und man kann es gar nicht saubermachen" zu Ohren bekam, möchte ich einfach mal niederschreiben, wie ich den Boden aufgebaut habe und wie er sich bisher entwickelt hat.

Der Bodenaufbau
Ich habe einfachen feuergetrockneten Spielsand aus dem Baumarkt genommen (25kg für 1,90 EUR). Dabei muss unbedingt darauf geachtet werden, das der Sand nicht chemisch behandelt wurde. Gerade beim Spielsand steht oft so was wie "antibakteriell" oder seit neuestem "AgIon" (Silberionen) drauf. Der ist nichtnur zu teuer, sondern auch schädlich für das Aquarium. Im Zweifelsfall kann man den Sand ja auch beim Baustoffhandel des Vertrauens kaufen (der hatte nur schon zu...)
Da ich schon seit über einem Jahr mit verschiedenen Bodengrunddüngern herumexperimentiert hatte und meine "Eigenmischung" offensichtlich auch mit Sand gut funktioniert, sollte das Zeugs natürlich mit rein. Aber Achtung: Ein Bodengrundzusatz macht nur dann Sinn, wenn seine Körnung in etwa der des Sandes entspricht. Unterschiede in der Korngröße führen zu ungewollter Vermischung und Verdichtung des Bodens! Im Zweifel lieber weglassen und später mit Düngekugeln arbeiten!

Sandboden funktioniert nur dann, wenn er frei von Lufteinschlüssen ist. An Luftblasen im Sand können sich unter ungünstigen Bedingungen Faulstellen bilden (so denn organisches Material da ist), und der Boden ist mit Luft einfach so unglaublich locker, das nichts darin hält. Um zu verhindern, das Luft in den Sand kommt, muß man ihn langsam in das teilweise mit Wasser gefüllte AQ einrieseln lassen. Da ich zu faul war, den Sand vorher auszuwaschen, habe ich ihn so wie er war aus dem Sack in das Wasser gestreut, kräftig umgerührt und anschließend das ziemlich sauige Wasser abgesaugt. Als die Hälfte des Sandes drin und das Wasser draussen war, habe ich den Bodengrunddünger eingebracht und mit einer etwa 1cm starken Schicht klitschnassem Sand abgedeckt. Anschließend wurde vorsichtig wieder Wasser eingefüllt und der restlich Sand eingefüllt. Zum letzten mal wurde das wieder sehr schmutzige Wasser komplett abgesaugt und gegen frisches ausgetauscht, dann konnte das große Pflanzen beginnen.

Eigenschaften
Wenn der Boden richtig eingebracht wurde, ist er relativ fest. Pflanzen halten meiner Meinung nach wesentlich besser (Tipp: etwas tiefer einsetzen als geplant und vorsichtig wieder etwas zurückziehen) als im Kies. Schmutzpartikel können gar nicht erst eindringen, wer will, kann Mulm sehr einfach entfernen. Hügellandschaften lassen sich gar nicht dauerhaft anlegen, nach kurzer Zeit ist alles wieder wie planiert. Die Pflanzen haben nach extrem kurzer Zeit ein sehr dichtes, gesundes Wurzelwerk gebildet. Faulstellen konnte ich bisher noch nirgends feststellen, es steigen auch keine Blasen auf, wenn ich im Boden rumstochere. Seit dem Einfüllen hat sich der Boden nicht weiter verfestigt, wobei die unzähligen TDS daran sicherlich nicht unschuldig sind.
An der Beckenseite, die nachmittags etwas Sonne mitbekommt, haben sich ein paar Grünalgen im Boden niedergelassen, die fleissig Sauerstoff produzieren und für die ein oder andere Blase im Boden sorgen. Allerdings sorgen hier die Panzerwelse schnell für Abhilfe.

Mein Fazit
Ich werde wohl nie wieder Kies verwenden. Schon allein der Preis spricht für Sand. Hinzu kommt, dass ich Sandboden für wesentlich natürlicher halte - schließlich wachsen die meisten Pflanzen ja in den Uferzonen, und da ist der Boden meistens lehmig-sandig. Ein so gutes Pflanzenwachstum hatte ich bisher noch nie, die Vallisnerien haben innerhalb von 2 Wochen das ganze Aquarium erobert. Die nährstoffhungrigen Arten (Echinodorus / Cryto's) haben verhältnismässig lange gebraucht, bis sie neue Blätter gebildet haben. Ausläufer und neue Wurzeln waren dafür umso schneller da.
Das Schönste am Sandboden ist es, den Corys beim Buddeln zuzusehen - die tauchen manchmal bis zur Hälfte ein. Offensichtlich gefällt es ihnen sehr gut, denn über Mangel an Paleatus-Laich kann ich wirklich nicht klagen.
Da ich den Sand vorher nicht wirklich ausgewaschen habe, hatte ich in der ersten Woche einen relativ hartnäckigen Schleier im Wasser, den ich nur mit sehr feiner Filterwatte beseitigen konnte. Allerdings war mir das und das "Abstauben" der Pflanzen wesentlich lieber als stundenlages Auswaschen bei Regen im Garten.

Sicherlich gibt es viele, die auf Kies schwören oder sich an Sand nicht ran trauen. Auch gibt es mit Sicherheit auch gute Gründe, warum im einen oder anderen Aquarium Kies oder Sand ausscheiden. Ich hoffe, dass die Angst vor Sand im Aquarium irgendwann mal verschwindet und sich die hartnäckigen Gerüchte über permanenten Moder irgendwann verziehen. Ich kann (und damit bin ich sicher nicht alleine) Sandboden als naturnahen Bodengrund im Aquarium nur empfehlen. Drei Monate sind sicherlich noch kein allzu langer Testzeitraum (andere haben das Zeugs ja schon länger im Einsatz), im Gartenteich ist bei uns jetzt allerdings schon seit 3 Jahren ein ziemlich massiver Sandboden, der auch weder gammelt noch betonhart wird. Warum sollte es dann im Aquarium anders sein...

Liebe Grüsse,
Christian

Casa Carota
19.12.2006, 19:41
Hallo Christian,

dein Bericht gefällt mir sehr gut. Ich würde sagen du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.
Ich habe allerdings keinen Spielsand genommen und würde es wahrscheinlich auch nicht tun weil ich echt Bedenken hätte wegen Fungiziden etc.

Ich habe auch vor etwa einem Jahr von Kies auf Sand umgestellt und es nicht bereut. Im Gegenteil - warum habe ich eigentlich so lange damit gewartet :confused:

KatiG
19.12.2006, 19:57
Huhu!

Da kann ich Casa nur zustimmen, prima Bericht!http://www.informanews.net/IPBforum/style_emoticons/default/thumbsup.gif

Ich hab mein Becken mit Quarzsand aus dem Baumarkt laufen (25kg für 4 Euro).

Was ich ebenfalls beobachten konnte war, dass die Pflanzen (augenscheinlich) ein verbessertes Wurzelwachstum zeigen. Was natürlich vom Nährstoffangebot abhängt, aber letzten Endes nur von Vorteil sein kann.
Von "Schmutz" (also Kotreste und dergleichen) ist bei mir fast nix zu sehen.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Sandboden und würde ihn immer wieder nehmen!

Viele Grüße, Kati

Der Fischer
19.12.2006, 20:46
Hallo!

Schöner Bericht!
Eine Anmerkung habe ich allerdings.
Lufteinschlüsse haben mit Fäulnis im Sand nichts zu tun.
Im Gegenteil Fäulnis ist ein anaerober Prozess.

Gruß!
Martin

kleineSchildy
19.12.2006, 22:42
Hallo Christian,

danke für deinen Bericht.

Ich habe ja nun auch den direkten Vergleich zwischen Sand und feinem Kies. Ich bin mit beidem zufrieden, wobei mich der Anblick der Algen im Sand ein wenig stört.

Beim Pflanzenwachstum habe ich im Sandbecken etwas Probleme, was aber auch andere Ursachen haben kann (zu wenig Düngung).
Die Pflanzen halten im Sandboden meiner Meinung nach besser.

Viele Grüße
Jana

Thomas
19.12.2006, 22:46
Hi,

ich bin mittlerweile dazu übergegangen wieder Sand im Zoohandel zu kaufen. Ist zwar etwas teurer aber die Ausgabe ist ja pro Aquarium mehr oder weniger einmalig. Ich habe für 25kg 10 Euro bezahlt, und habe endlich schönen gelblichen Sand. Ich konnte das helle "Quarzzeug" nicht mehr sehen ;) Spielsand habe ich seit 3 Jahren in meinem Dornaugenaquarium drin. Bislang ohne Probleme. Aber auch da wird irgendwann mal "richtiger" Aquariensand einziehen. :)

Wobei mir der "Rheinsand" aus dem Baumarkt auch sehr gut gefällt. Der ist etwas gräulich und hat gemischte Korngrößen. Sieht sehr natürlich aus. Habe auch da mit Verdichtungen keine Probleme, ist aber auch erst 1-2 Jahre im Einsatz.

Viele Grüße

Thomas

cschweden
20.12.2006, 08:30
Hallo nochmal,

der "Experimentator" muß noch was loswerden: Bei reinem Sandboden ohne "Initialdüngung" habe ich auch festgestellt, dass die Pflanzen zunächst relativ schlecht wachsen. Das liegt daran, dass im Gegensatz zu Kies der Wasser- und damit Nährstoffaustausch wesentlich langsamer stattfindet. Bei Kiesboden gelangen schnell Futterreste und Kot in den Boden, die die Pflanzen düngen. In den Sand kommen nur gelöste Nährstoffe, und das dauert. Aber irgendwann geht es auch da los...

@Martin: Du hast recht, anaerobe Prozesse finden wohl kaum an Luftblasen statt. Allerdings stören die Blasen die Kappilarwirkung des Bodens und damit auch den Gasaustausch und können so "weiter unten" wieder für Fäulnis sorgen, also quasi indirekt (...an den eigenen Haaren am raus am ziehen OoO )

Gruß,
Christian

heiko68
20.12.2006, 09:26
Hallo Christian,

es ist ein schöner Erfahrungsbericht zum Sandboden. Ich habe in meinem 540l-Becken mir AQ-Sand (0,8-1,2mm) eingebracht und darunter eine Schicht aus japanischem Tongranulat. Laut meiner Wassergärtnerei soll dies als Düngung völlig reichen. Bei mir erfolgt dann nur noch die Zugabe von CO².

Schwämchen
26.03.2007, 19:12
Hallo

@ Christian : sehr toller Bericht, :sunglas:

welche Körnung hast du denn?
kann man verschiedene Farben Sand miteinander vermischen?

cschweden
26.03.2007, 19:18
Hallo Sandy,

der von mir im "Großen" eingesetzte Sand hat keine genauer definierte Körnung, ist eben "Spielsand". Der trübt zwar das Wasser anfangs recht kräftig, das legt sich aber nach ein paar Tagen wieder von alleine.

Verschiedene Sandfarben kannst Du schon mischen, allerdings mischen die sich dann auch richtig, so dass Du nach kürzester Zeit keine Farbunterschiede mehr erkennst.

Gruß,
Christian

Fischfee
26.03.2007, 20:47
Hi
Also ich hab auch Spielsand in zwei Becken
Kann da Christian nur zustimmen
Hab nie Probs damit gehabt. :wink:

Arhtur
26.03.2007, 21:00
Das hört sich doch alles Positiv an.
Will in mein neues AQ auch Sand reinmachen.
Muß nur mal schauen ob mir der "normale" gefällt oder ich doch ein paar € mehr ausgebe und AQ Sand kaufe.

Knut
26.03.2007, 21:44
Hallo,

Original von cschweden
"weiter unten" wieder für Fäulnis sorgen,
... nun müßt ihr mir noch verraten, was an der Fäulnis negativ/schlecht ist ?

Gruß Knut

cschweden
27.03.2007, 07:30
Hallo Knut,

bei der Fäulnis im Boden entstehen kleine, aber deutlich zu erschnüffelnde Mengen Schwefelwasserstoff, und der ist giftig. Ausserdem verliert der Boden durch die entstehenden Gase seine Struktur und wird zu "Treibsand", in dem nichts mehr hält.

Gruß,
Christian

heiko68
27.03.2007, 08:57
Hallo,

ich habe mir vom Fachgeschäft AQ-Sand in der Körnung 0,8-1,2mm geholt für 9,99 Euro je 25kg Sack. Irgentwo habe ich mal gelesen, das bis 2mm Körnung es als Sand bezeichnet. Unten habe ich eine Schicht Tongranulat für meine Echis eingebracht. Da würde ein 5kg Sack 25 Euro kosten, naja ich habe es wesentlich billiger bekommen.

Schwämchen
27.03.2007, 09:02
Moin

Ich dachte immer man sollt nichts mit Sand mischen (ausser Sand ) da sonst so ne Art Beton entstehen würde...

@ Heiko: wie sieht das den optisch aus , kannst du ein Foto machen?

Und wie stehts mit Dünger oder Nährboden???

Hatte Nährboden bei meinem jetzigen und dann den Kies drauf, wenn ich das gleiche jetzt mit Sand tue wird das dann was???

@ All: sorry dass ich morgen früh schon solche :crazy: :crazy: Fragen stelle

Knut
27.03.2007, 11:59
Original von cschweden
Hallo Knut,

bei der Fäulnis im Boden entstehen kleine, aber deutlich zu erschnüffelnde Mengen Schwefelwasserstoff, und der ist giftig. Ausserdem verliert der Boden durch die entstehenden Gase seine Struktur und wird zu "Treibsand", in dem nichts mehr hält.

Gruß,
Christian
Hallo Christian,
ich habe unter meinem Sandboden (ca. 3 -4 cm) eine Schicht Orchideensubstrat als Nährboden. Das aquarium läuft jetzt beinahe ein Jahr. In diesem Nährboden entsteht regelmäßig Schwefelwasserstoff, der beim Stochern im Boden in großen Blasen aufsteigt, die Diagnose per Nase ist eindeutig!
Die Pflanzen halten wunderbar, sie wachsen und gedeihen zu meiner Zufriedenheit. Fische sind bisher noch keine gestorben, bzw. der Tod zweier Fische hatte nachweisliche andere Ursachen.

Gruß Knut

cschweden
27.03.2007, 12:15
Hallo Knut,

es muss ja auch nicht gleich irgendwas schlimmes passieren. Ich habe 15cm Sandboden mit Bentonituntergrund als Bodendünger drin. An einigen wenigen Stellen fault es im Bodengrund, und ausgerechnet da meinen meine Panzerwelse, regelmäßig rumstochern zu müssen. Die Nase dankt...

Ich möchte einfach keine Fäulnisprozesse im Aquarium haben, da mir irgendwie bisher keiner sagen konnte, was da alles entsteht. Und Schwefelwasserstoff ist nunmal giftig, da ist es mir eindeutig lieber, ihn gar nicht im Becken zu haben (vom Geruch mal ganz abgesehen), was sich aber leider nicht zu meiner Zufriedenheit realisieren lässt...

Gruß,
Christian

heiko68
27.03.2007, 12:23
@Sandy: schau mal hier (---Link nicht mehr verfügbar---)

Urmel
27.03.2007, 14:04
Hallo Ihr, :)

toller Thread! Muss ich gleich zu Anfang mal los werden :).


Ich bin ja seit ich im Juli wieder in die Aquaristik eingestiegen bin, totaler Sandfan und mir kommt nichts anderes mehr in die Becken. Es sei denn, ich möchte irgendwann Fische pflegen, die Kiesboden brauchen.

Ich glaube sogar, daß die vielen Berichte über Sand im Becken und zahlreiche Bilder im Internet, dafür gesorgt haben, daß ich mich wieder in die Aquaristik einklinke.

Ich kannte nur Kies... meiner Meinung nach gabs vor 20 Jahren gar nichts anderes oder man ist vermutlich belächelt worden. Und ich hatte nie Glück mit Pflanzen von den Fischen ganz zu schweigen.
Irgendwann (so mit 25) haben sich die Interessen verlagert und ein Aquarium in dem sich nur robuste Arten wie Antennenwelse und Guppies erfolgreich hielten (und Algen) machte dann einfach keinen Spaß mehr.

Sand ist wunderschön meiner Meinung nach. Kies in gröberer Körnung oder gar dieses Aquarium-Seramis namens Aquaclay finde ich persönlich total hässlich. Meine Pflanzen wachsen wie Unkraut, es stecken lediglich ein paar Drak-Kugeln im Boden. Momentan dünge ich nicht mal mehr mit Eisenflüssigdünger.

Ich habe im 112er grobkörnigen Sand (oder feinkörnigen Kies laut Zoohandel, Körnung vergess ich immer), der ist mir aber schon zu grob. Ich werde ja das Becken ersetzen, sobald ich irgendwo günstig ein 112er bekomme (Unterschrank fürs Schlafzimmer hab ich schon) und dann kommt auch dort wie im 25L und im 56L feiner Quarzsand aus dem Baumarkt rein.

Oder, ich hol mir den schwarzen Sand von Garnelen Gümmer. Der ist aber auch schweineteuer *stöhn*. Mal sehen.

Ich denke, daß dieser Thread vielen Anfängern die eingeredete Angst vor Sand wieder ausreden kann :).

Nicht falsch verstehen: Kies muss nichts schlechtes sein und es gibt sicher ganz viele Aquarianer die Kies hübscher finden als Sand.

LG
Simone

marcel42
25.05.2007, 12:11
hallo, habe mir ein 200l aquarium mit 25kg aquariumsand eingerichtet(seit montag) wasser ist klar nur an der oberfläche ist ein FILM???

und das wasser richt auch noch wieß nasser sand!!??

was kann man da machen oder muss ich noch ein wenig warten??

mfg

Andreas W
25.05.2007, 12:15
Hallo Marcel,

da kannst Du erst mal abwarten. Den Film an der Wasseroberfläche bekommst Du mit etwas mehr Oberflächenbewegung weg.

Gruß Andreas

Diskus
25.05.2007, 17:33
Hallo Marcel,

als ich Gründonnerstag mein Becken auf Sand umgestellt habe, war es am Sonntag immernoch etwas trüb. Da heißt es geduld haben.

marcel42
25.05.2007, 21:07
Original von Diskus
Hallo Marcel,

als ich Gründonnerstag mein Becken auf Sand umgestellt habe, war es am Sonntag immernoch etwas trüb. Da heißt es geduld haben.

hallo, die trübung ist jetzt auch soweit weg klasklar ist zwar was anderes aber nicht mehr so trübe.

was mir mich noch stört ist das es richt wie nasser sand???
war das auch bei dir so das es so gerochen hat??


Hallo Marcel,

da kannst Du erst mal abwarten. Den Film an der Wasseroberfläche bekommst Du mit etwas mehr Oberflächenbewegung weg.

Gruß Andreas

mal schauen ist schon weniger geworden


mfg

Fekete Horgony
26.05.2007, 10:12
Hallo,
ein schöner Bericht, Hut ab...

Ich habe in meinem 160er Tanganjika Becken Sand drin (aus dem Aqualaden 25 Kilo- 6,99) Die Pflanzen wachsen ohne Ende, keine Probleme in dem Becken.
Bei meinem 756er Südami- Barschbecken hatte ich auch Sand, ohne Pflanzen und was mich da gewundert hatte, war, das trotz des ständigen umgraben meiner Barsche ständig diese "Schwefelhöhlen" entstanden sind. Also hab ich den Sand da wieder raus und durch Kies in verschiedenen Körnungen ersetzt. Seitdem ist da Ruhe...

Gruß Sylvia

Isa
09.06.2007, 19:36
hab mal ne Frage: Will mein Aqua ein bisschen umgestalten (einrichtung, Bodengrund) hab jetzt aber noch Fische drin. Geht das, oder stört das die Fische? Außerdem will ich ja den Bodebgrund verändern wegen den Corydoras (hab bis jetzt Kies 0,3- 0,5 cm Körnung drin), kann man, oder besser, sollte man Kies mit Sand vermischen?
Danke, Isa :oo:

Schwarzwels
09.06.2007, 19:59
Hallo Isa,

was ich bis jetzt weiß, sollte man Kies und Sand nicht mischen, da es hart wie Beton werden kann. Entweder Sand oder Kies.

Wenn du neuen Bodengrund nehmen willst, nimm alles nach und nach raus, sprich in nicht gebrauchte Eimer die Deko, in einem anderen die Pflanzen und wenn dann nichts mehr drin ist, die Fische in einen extra Eimer. Tu den Filter zu den Fischen dazu und lass ihn weiterlaufen. Dann hast du genug Zeit, dein Becken umzugestalten. Versuche, so viel wie möglich vom Altwasser aufzuheben.Wenn du fertig bist, daß Ganze wieder Retour und zum Schluss die Fische. Fertig !

P.S.: Habe gerade gesehen, daß du neu hier bist. Wäre schön, wenn du dich nochmal in der Mitgliedervorstellung beschreiben würdest. Ansonsten herzlich willkommen hier bei uns. :zwinker:

cschweden
10.06.2007, 10:58
Hallo Isa,

Sand und Kies solltest Du nicht mischen, es bringt den Corys auch nicht wirklich was, da ja die spitzen Steinchen dann drin blieben. Wenn Du den Bodengrund komplett auf Sand umstellst, solltest Du in der ersten Zeit Deine Nitritwerte im Auge behalten. Der Bodengrund ist win wichtiger Besiedelungsraum für Bakterien, und die entfernst Du ja vollständig. Bis Sandboden richtig besiedelt ist, dauert es allerdings erfahrungsgemäß etwas länger, so dass der Stickstofkreislauf zunächst etwas aus dem Tritt kommen wird. Wenn Du den eingefahrenen Filter im System lässt, hast Du aber gute Chancen, ohne Probleme umzusteigen.

Gruß,
Christian

cschweden
30.06.2007, 12:35
Hallo,

nachdem ich gestern noch mal ein kleines Becken mit Sandboden ausstatten wollte und der Spielsand im Baumarkt schon aus einiger Entfernung nach Katzenpipi roch, habe ich den Quarzsand 0,5 - 1mm aus der Baustoffabteilung genommen (zum Mauern etc.). Das scheint der "Geheimtipp" zu sein, da dieser Sand offenbar kaum Stäube enthält und das Wasser auch ohne Waschen nicht getrübt hat. Hätte ich das vorher gewußt, wäre mir einiges erspart geblieben...

Gruß,
Christian

Diskus
30.06.2007, 12:46
Hallo Christian,

hab in meinem großen Becken auch Quarzsand sind, Corry´s und die anderen Welse sind begeistert davon.

Mein Becken war allerdings 2 Tage trüb.

Nachdem ich jetzt einen 2. Filter angeschlossen habe ist es ganz klar, was vorher nicht der fall war, je nachdem wie die Welse und die anderen über ihr Buffet hergefallen sind. Der Sand wurde dann sehr aufgewirbelt. und der eine Filter schaffte das nicht.

Draconia
30.06.2007, 13:07
Moin

Hab beide grösseren Becken mit Spielsand ausgelegt,und muss sagen.SEHR ZUFRIEDEN:)

Allerdings sollte man für genügend TDS mit einbringen.Sonst kommen die von Christian angesprochenen "stinkegase" zum Vorschein:)

Allerdings hab ich das Problem in meinem 112l ...dort sind Ancistrus und meine Red Claw sehr am wühlen...so das ein wirklich klaren Becken so gut wie nie möglich ist.Trotz starkem Filter.


LG
Steffi

JoJoDo
30.06.2007, 21:40
Hallo

hört sich sehr gut an mit dem Sandboden.
Ihr habt alles geschrieben das bei dem Sandboden besonders auf die Dünnung ganz zu Anfang ankommt.

Christian was hast du denn für ein Bodendünnger benutzt?

Ich überlege ob ich mein Becken auf umstelle.

Ich habe noch einen Bodenfluter im Schrank liegen. Ist es zu empfehlen den dabei mit im Boden zu verlegen?

Andreas W
30.06.2007, 21:58
Hallo Johannes,

Der Bodenfluter soll ja nun in erster Linie die Zirkulation im Bodengrund begünstigen. Dieses kann bei feinem Sandboden aufgrund der Dichte nicht so recht funktionieren. Einen Bodenfluter würde ich erst bei einer Korngröße von über einem Millimeter einsetzen. Erst dann ist gewährleistet, dass überhaupt eine Zirkulation stattfinden kann.

Gruß Andreas

Casa Carota
30.06.2007, 22:01
Hallo Johannes,

ich habe den Sand ohne Bodendünger ins Becken gegeben.
Einzelne Pflanzen (Kirschblatt, Rote Tigerlotus, Echinodorus) habe ich mit Ton-Dünge-Kugeln gedüngt, ansonsten gibt es alle 1-2 Wochen Flüssigdünger.
Die Pflanzen wachsen gut.

Campo
27.08.2007, 15:59
Hallo,

ich habe diesen Tread nochmal ausgegraben...

Habt Ihr alle TDS in Euren Becken mit Sand oder würde das auch ohne funktionieren?

Grüße,

Manja

Kai68
27.08.2007, 16:11
Tja, da scheiden sich die Geister.
Angeblich soll ja der Sand verhärten und fest wie Beton werden, wenn man keine TDS im Becken hat, die den Sand auflockern.
Genauso, soll man aber auch nicht Kies und Sand im AQ mischen.......

Also ich habe mit Sand und ohne TDS keine Probleme. Für ausreichend Umwälzung der Sandoberfläche, sorgen die Corydoras :lach:

Und das da drunter Kies ist, scheint die Bewohner meiner Becken bisher auch noch nicht gestört zu haben.
Zumindest hat sich noch niemand beschwert, weder Pflanzen, noch Fische......

Am besten, nach Gefühl, einfach mal probieren......

GottOfDarts
27.08.2007, 16:12
Halöle

Also TDS sind die Regenwürmer im Sandboden.
Sie vernichten Futterreste, lockern den Boden und ihre Ausscheidungen düngfen die Pflanzen.
Hat man zu viele TDS, dann weiß man, das man zuviel füttert.
Klettern die Schnecks aus dem Becken ist es höchste Zeit zum Filterreinigen.

Also warum auf TDS verzichten, zumal die fast jeder FiHä kostenlos abgibt. Und an sonsten hat wohl jeder Forianer welche zum abgeben..

Ohre die TDS bilden sich oft Faulstellen im Sand, da kein Wasser zirkulieren kann.

Gruss aus Koblenz
Rolf.

Kai68
27.08.2007, 16:14
Original von GottOfDarts
Ohre die TDS bilden sich oft Faulstellen im Sand, da kein Wasser zirkulieren kann.

Habe ich persönlich bisher noch nicht beobachten können.
Aber das mag an der Unterschicht Kies liegen.

JoJoDo
27.08.2007, 16:55
Hallo

ich habe ein kleines Schneckenbecken aufgebaut mit mindestens 5cm Sandboden.
Ich habe auch das Problem das der Boden "ausgast". Trotz TDS!!!
Weiß noch nicht wie ich das in Griff bekommen soll.
Ich sehe versterkte gasbildung an den Seitenrändern, wo viel Licht drauf fällt.
Vielleicht hilft es ja wenn ich rings um in höhe des Bodengrundes etwas anklebe.

Für Tips zur Vermeidung der gasbildung wäre ich dankbar.


Sonst läuft das Becken einwandfrei. Absolut technik los. Kein Lampe (da es am Fenster steht) keine Pumpe und kein Heizstab.
Bis jetzt ist noch keine Schnecke aus dem Becken geflüchtet und die Pflanzen wachsen sehr sehr schnell. Ab und zu hänge ich ein Salatblatt zur Fütterung in das Becken. Daher kann ich wohl davon ausgehen, dass ich das Becken nicht überfüttere. Nachwuchs ist auch schon unterwegs.

Die Pflanzen wachsen besser als in meinem 54l Becken wo ich 6-8mm Kies drinn habe.

Campo
27.08.2007, 17:23
@ Rolf

Aber wenn man aus Angst vor Planarien in den TDS die Schnecken erstmal einen Monat oder so beobachten möchte, damit man sich eventuelle Planarien nicht wieder ins neue Becken holt, dann würde ich sie lieber erstmal draußen lassen.
Deswegen meine Frage.

Dann ist es wahrscheinlich auch nicht schlimm, wenn ich sie dann erst nach einem Monat das neue Becken mit Sand erobern lasse!

Vielen Dank für Eure Antworten!

Viele Grüße,

Manja

Kai68
27.08.2007, 19:52
Hm.
Planarien in TDS?
Das habe ich noch nie gehört. Ist das häufig, ja?
Im Filter, das habe ich schon mal erlebt, aber in Schnecken, noch nie.

Campo
27.08.2007, 20:33
Also, ich habe auch nur gehört, daß man sich mit den vor dem Flubenol geretteten TDS die Planarien wieder ins Becken holen kann....
keine Ahnung.....

Vielleicht hat da jemand Erfahrung?

Andreas W
27.08.2007, 20:50
Hallo Campo,

so weit ich weiß werden die Gelege in Schnecken abgelegt. Das würde ein erneutes Auftauchen der Planarien erklären. Allerdings wird das Gelege der Planaien durch Flubenol auch nicht zerstört, und können ganz normal schlüpfen und sind nach der Behandlung erst mal wieder im Becken.

Gruß Andreas

Lavina
07.10.2007, 12:02
Hallo Ihr Lieben.

Wir habe nun seit etwas über einem Halben Jahr ein 60 Liter Becken, mit Mollys, Guppys und Platys (nicht zu voll aber okay)!!!
Die Problematik ist, mein Black Molly weibchen hat Babys bekommen, 50 Stück an der Zahl.
Und desswegen haben wir uns eintschieden uns ein "Größeres" Becken anzuschaffen.
Es beträgt 120 Liter und ist 1 Meter lang.
Das 60 Liter Becken wollte ich behalten für die Aufzucht.
Mein Vater sagte, gib dem "Großen" doch Lebendfutter, aber das bringe ich nicht übers Herz ;-(:

Wie gesagt, 120 liter Becken, und wir haben uns auch für Sand entschieden, haben dadrüber aber noch Blauen/Roten Kies drüber gestreut.
Hat es irgendwelche nachteile mit dem Kies??


Liebe Grüße SteffiO-)

fradin
07.10.2007, 18:19
Hallo Steffi,

wenn es sich um wenig Kies handelt,wird es keine Probleme geben.Bei viel Kies und Sand,kann es zu Verklumpungen führen.
Bringen wird der Kies auf Dauer nichts,weil er sich mit dem Sand vermischen wird.

RonnySabs
08.10.2007, 01:30
Ich würde euch erfahrenen Sandkastenbauer gern was fragen, hab zum thema verdrecken des sandes noch nicht viel gelesen. Ich habe oft gehört, dass der Sand nach einiger Zeit nicht mehr schön aussehen soll. was sind eure Erfahrungen? Keine Probleme, wie macht ihr den sand am besten sauber? Habe noch nen kleines 60er, was ich gern mit Sand aussstatten mag. Würde mich über eure Erfahrungsberichte darüber freuen :-)

Timo J
08.10.2007, 02:00
Hallo,

ich habe in den Becken sowohl hellen als auch schwarzen Sand und keine Probleme mit "schmutzigem" Sand.
Man sollte auch nicht vergessen das das Ganze ein Aquarium ist, keine Auslegware, die sauber gehalten werden muss.
Wenn man die Strömung vernüftig einstellt, hält man sich die Vorderseite von Mulm sauber und dieser landet entweder im hinteren (unsichtbaren) Bereich wo er den Pflanzen dient oder im Filter.

Gruss Timo