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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinischer Fortschritt



perseusp
14.09.2008, 20:22
Hallo zusammen!

Vor ziemlich genau 20 Jahren wurde ich am Knie operiert. Teilresektion des linken Außenmeniskus. Das hieß, an einem Montag morgens ins Krankenhaus, Operation von 8.00 bis 10.30 Uhr unter Vollnarkose. Als ich wach wurde, bekam ich einen Schreck. Aus dem Knie kamen zwei Schläuche, das Bein war von oben bis unten bandagiert. Die OP-Narbe war 6 cm lang und sah aus wie ein frisch gewickelter Rollbraten. Nach 3 Tagen durfte ich zum ersten mal aufstehen. Mit Krücken. Krankengymnastik jeden Tag. Schmerzhaftes Ziehen der Schläuche. 3 x täglich Trombosespritzen. Der Aufenthalt im Krankenhaus dauerte volle 14 Tage.

Vorletzte Woche wurde ich erneut am gleichen Knie operiert. Teilresektion des Innenmeniskus, Glättung des Außenmeniskus und Resektion einer Schleimfalte. Wieder unter Vollnarkose. In einer orthopädischen Praxis. Die OP dauerte ca. 30 Minuten und wurde arthroskopisch durchgeführt. 15 Minuten nach der OP bekam ich einen leckeren Kaffee und ich war schon wieder guter Dinge. Weitere 15 Minuten später saß ich mit meiner Freundin in einem Straßencafe´. Dorthin bin ich gegangen, ohne Gehhilfen.
Ich konnte und durfte an diesem Tag kein Auto mehr fahren, am darauffolgenden Tag ging das aber bereits problemlos.
Trombosespritzen waren auch nötig, die setzte ich mir aber selbst. Ab und zu war ein schmerzstillendes Mittel erforderlich. Krankengymnastik brauchte ich nicht.
Ich war bis Vorgestern krank geschrieben. Die Zeit kam mir aber vor wie Urlaub...

Kaum zu glauben, wie sich das in 20 Jahren verändert hat.

Caridino
14.09.2008, 21:10
Hallo Peter,

tolle Story, toller Vergleich. Eine ähnliche Geschichte mit der Tages-Klinik habe ich auch erlebt. Im September 2003 riss ich mir bei einem Wettkampf den Meniskus im linken Knie ab. Ein paar Tage später war ich zur OP ambulant in einer OP-Klinik mitten in Hamburg, in unserer Nobel-Einkaufsstaraße. Bis dahin wusste ich gar nicht, dass dort so eine Klinik war. Bei mir war ebenfalls nach einer Stunde alles vorbei und ich konnte mit Krücken nach Hause. Ein paar Tage später noch einmal Nachuntersuchung, nach welcher ich schon ohne Gehhilfen die Klinik verließ. Die OP-Wunde an beiden Knie-Seiten war schon kaum mehr sichtbar. Im Oktober begann ich dann wieder mit dem Lauftraining und im darauf folgenden April lief ich schon wieder den Marathon in Hamburg in 3:52 Std.

Für mich war das ein Wunder, aber, Peter, der Körper muss auch mitspielen. Ich kenne auch Leute, die hatten viel länger etwas von ihrer Meniskus-OP. Also, klopfen wir uns auf die Schulter!

Wir leben gesund, sitzen statt in der Kneipe vor dem Aquarium (es sei, denn, es ist Stammtisch-Treffen) und unsere Fische beruhigen uns und haben heilende Wirkung gegen Stress. Da muss der Körper ja gesund sein und heilt eben schneller!

Auf die Gesundheit und den medizinischen Fortschritt!

Viele Grüße, Detlef

Schniefxx
15.09.2008, 09:28
Tag die Herren!

Diesen Beitrag werde ich mal meinem Mann zeigen.
Er hat sich vor ca 15 Jahren ebenfalls operieren lassen
und ähnlich lange Zeit im Krankenhaus verbracht.

Das macht vielleicht Mut für die nächste OP, falls sie irgendwann mal ansteht.