PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kalkausfällung auf Blättern


bruhai
05.10.2008, 18:53
hallo,
durch den Ausfall meiner Co2 Anlage ist bei mir die biogene Entkalkung in Gang geraten und hat auf den Blättern Kalkkrusten hinterlassen. Wie bekomme ich die auf schonende Art wieder ab? Ich hab es mit einem Essigbad probiert, darauf werden die Blätter (meiner Anubias) aber braun, d.h. die Blattstruktur wird wohl zerstört.

Balu
05.10.2008, 18:55
Hallo Bruno,

ich würde stark befallene Blätter komplett entfernen.

Knut
05.10.2008, 19:19
Hallo,
biogene Entkalkung ????
wie sind denn deine Wasserwerte ? Hier interessieren vor allem pH und KH.

submerse Pflanzen haben keine Schutzschicht auf der Blattoberfläche, daher zerstört der Essig die Blattstruktur.

Anubias brauchen keine zusätzliche CO2 Düngung.

Gruß Knut

bruhai
05.10.2008, 19:43
hallo Knut,
die Co2 Anlage läuft wieder. Der ph ist auf etwa 7, die KH hab ich mal auf 8 getestet, weiß aber nicht, ob das stimmt (das Wasser hier gilt als recht hart). Ich denke, die Anubias gewöhnen sich an ein bestimmtes Niveau. Die Pflanze ist recht groß und stark und hat sich dann das Co2 aus dem Wasser geholt.

Knut
05.10.2008, 19:52
Hallo Bruno,

wie gesagt sind Anubias langsam wachsende Pflanzen die in Bezug auf CO2 recht genügsam sind und auch in hartem Wasser gut wachsen.

So recht kann ich an die biogene Entkalkung nicht so recht glauben. Da sind bestimmt noch andere schnell wachsende Pflanzen im Aquarium, sonst klappt das nicht. KH 8, da bringt das Wasser schon ausreichend CO2 mit.

Gruß Knut

bruhai
05.10.2008, 19:58
hallo Knut,
aber Vogelkacke kanns auch nicht sein :) Auf was tippst du denn? Was passiert denn, wenn das Co2 (auch in hartem Wasser) verbraucht ist und die Pflanze trotzdem Lust, Zeit und Kraft hat weiter zu assimilieren? Die anderen Pflanzen haben natürlich dasselbe Problem, die traute ich nur nicht, mit Essig zu quälen.

Knut
05.10.2008, 20:06
Hallo Bruno,

aus der Ferne natürlich immer schwierig zu beurteilen.
Es fehlen die Werte, man braucht viel Licht, der pH steigt deutlich über 8,0.

Die Pflanzen verbrauchen CO2. Das Wasser kann nicht mehr so viel Carbonate in Lösung halten und Kalk fällt aus, das passiert auch wenn noch CO2 im Wasser gelöst ist.

Natürlich kommt es zur Ausfällung von Kalk wenn die Pflanzen das CO2 aus den Karbonaten beziehen, weil sich die Calcitlöslichkeit verschiebt.

Die eigentliche biogene Entkalkung findet statt, wenn kein freies CO2 mehr im Wasser ist (pH über 8,2) und die Pflanzen das CO2 direkt aus den (Hydrogen)Karbonaten lösen.

So lange der CO2 Spiegel konstant ist kommt es nicht zur Kalkausfällung.

Gruß Knut

xkarlo
05.10.2008, 20:36
Hallo Bruno und alle

Hast Du noch mehr Info´s zum Verlauf. Ein kurzer Abbruch der CO²-Düngung(vielleicht ne Woche ) bringt noch keine biogene Entkalkung das braucht schon Monate.

bruhai
07.10.2008, 17:59
Hallo,
ein kurzer Abbruch war es nicht. Ich hab bestimmt 4-6 Wochen kein Co2 gedüngt. Außerdem habe ich keine Fische im Aquarium und 3X18 Watt Röhren mit großem Rotlichtanteil.
Ausgefallen ist übrigens mein Druckminderer. Ich hab mir jetzt den Dennerle exclusive gebayed. Die Feineistellungsmöglichkeit ist grandios gegen das Gegurke, das ich früher hatte. Also nur zu empfehlen. Was mir fehlt ist noch ein guter Co2 Reaktor. Da gibts einen Neuen mit Glaskeramiktechnologie. Das Co2 diffundiert durch Glaskeramik und teilt die Co2 Bläschen in mikrokopisch kleine Bläschen. Ist das seriös? Irgendjemand Erfahrung damit?

aracis
07.10.2008, 19:00
Hallo Bruno,

ich habe die Glaskeramik-Pfeifen von Dennerle im Einsatz und bin mit diesen nur bedingt zufrieden. Der Vorteil liegt eindeutig in der Größe und Unauffälligkeit dieser Auströmer. Den Nachteil sehe ich an der zu erzielenden Bläschengröße. Wenn nämlich diese Keramik-Sinterscheibe nicht 100%ig mit dem Glasgehäuse verbunden ist, hat man im Verbindungsbereich immer größere Bläschen als bei einem direkten Membrandurchtritt. Meine erste Pfeife habe ich beim Händler umgetauscht, da dort fast nur Blasen um die 1mm ausgetreten sind. Bei der jetzigen ist es etwas besser. Dennoch sind die Bläschen immer noch so groß, dass sie spielend bis zur Wasseroberfläche gelangen, ohne merklich an Größe zu verlieren.
Leider kann ich Dir über den direkten Vergleich bzw. Verbrauch zu herkömmlichen Flippern & Co. nicht viel sagen, da ich eben nur diese Glaskeramik-Pfeifen besitze. Aber ich liege mit meinen Verbrauch (Bläschenanzahl) weit über dem empfohlenen Wert lt. Dennerle Beschreibung!

bruhai
07.10.2008, 19:40
hallo Harry,
vielen Dank für den nützlichen Tip. Ich habe geahnt, dass es da einen Pferdefuß gibt.