JayJay
05.01.2007, 18:44
Hallo,
aufgrund von immer wieder gestellten Fragen in diversen Internetforen bezgl. eines Umzuges mit Aquarium, möchte ich hier mal einen kleinen Leitfaden verfassen wie ein solches Vorhaben umgesetzt werden könnte und wie ich selbst schon umgezogen bin.
Vielleicht nicht der Weisheit letzter Schluss, aber evtl. für den ein oder anderen ein kleiner Anhaltspunkt.
Ob groß oder klein, der Umzug eines jeden Aquariums stellt eine kleine logistische Meisterleistung dar.
Denn wenn man mal zusammenzählt, wie viel Gewicht in einem Aquarium steckt, kommt man schnell ins staunen.
Bedenkt man nun, dass die Glasscheiben eines Aquariums nur mithilfe von Silikon zusammengehalten werden, wird schnell klar, dass es nicht ratsam ist, das ganze einfach hochzuheben.
Selbst wenn das Silikon das noch mitmacht, wäre das Gewicht für den Glasboden eine untragbare Zumutung.
Obwohl immer jemand von jemanden weiß, dass es gut ging, sollte man auf solche Experimente lieber verzichten, denn ein gebrochenes Becken ist wohl der Alptraum eines jeden Aquarianers.
Das A und O beim Umzug sind eine gute Vorbereitung und zwei helfende Hände.
Am einfachsten ist es, das Aquarium vorab oder ganz zum Schluss umzuziehen. Denn dann hat man meistens noch die nötige Ruhe und die Zeit.
Denn je nach Größe des Beckens nimmt das Wasserablassen, Fische fangen, Umziehen und Neueinrichten mehrer Stunden bis einen Tag in Anspruch.
Da jedes Aquarium ein mehr oder weniger kompliziertes kleines Ökosystem darstellt, sollte man versuchen, so viel wie möglich davon zu erhalten.
Besorgt Euch vorher im Geschäft große wasserdichte Kanister, in den man einen Teil des „Originalwassers“ mitnehmen kann.
Für die Fische benötigt man saubere, dichte Plastiktüten und Gummis zum verschließen. Aber auch Eimer mit Deckel oder sonstige saubere und verschließbare Behältnisse.
Um die Wassertemperatur, z.b. in Tüten, zu halten, kann man die Beutel in Kühlboxen transportieren. Wenn nötig, kann man dann aufgewärmte Kühlakkus als Wärmespender dazupacken.
Für die Pflanzen reichen in der Regel Plastikbeutel ohne Wasser.
Am Umzugstag füllt ihr die Kanister mit Wasser. Erst danach die Pflanzen aus dem Becken holen. So bleibt das entnommene Wasser klar, denn beim Ausgraben der Pflanzen wird unweigerlich Mulm aufgewirbelt.
Nun sind die Fische an der reihe. Füllt Aquarienwasser, z.B. einen Beutel. Ideal wäre es wenn man nun jemanden hat, der den Beutel hält.
Alternativ kann man ihn auch in einen kleinen Eimer, Rührschüssel oder ähnliches stellen.
Das Verhältnis von Luft zu Wasser sollte im Beutel ca. 2:1 sein. Natürlich sollten sich nur Tiere in der Tüte befinden, die sich vertragen. Im Zweifelsfall nur Artgenossen zusammen „eintüten“.
Sollte das Ausräumen oder Einrichten längere Zeit in Anspruch nehmen, können die Fische in einem großen Eimer, Plastikwanne oder einem kleinen Aquarium zwischengeparkt werden. Dort lassen sich bei Bedarf auch noch eine kleine Heizung und Filter installieren.
Sind alle Fische gefangen, ist der Filter dran. Ihn bitte nur kurz im Becken abspülen und das Wasser zum Teil auslaufen lassen. Auf keinen Fall das Filtermaterial reinigen. Dadurch würden eine Menge Bakterien zerstört, sie das Aquarium im Gleichgewicht halten und der Neustart des Beckens stünde auf wackeligen Füßen.
Aus dem selben Grund wird auch der Kies oder Sand nur grob ausgeschwenkt und feucht in einem Eimer verstaut.
Nun können die Scheiben mithilfe eines Algenmagneten und neuer Schwämme von Algen und Schmutz gereinigt werden. Hierzu niemals Reinigungsmittel verwenden.
Im neuen Zuhause angekommen wird zuerst der Kies wieder eingefüllt. Das „alte“ Wasser aus den Kanistern wieder einfüllen. Danach die Pflanzen und Deko wieder einsetzten und den Rest mit Leitungswasser wieder auffüllen.
Sind Filter und Heizung wieder an Ihrem Platz und funktionstüchtig, dürfen auch die Fische wieder einziehen.
Die Wasserwerte sollten 1-2 Wochen beobachtet werden um evtl. auftretenden Problemen entgegen zu wirken.
Gruß Alex
aufgrund von immer wieder gestellten Fragen in diversen Internetforen bezgl. eines Umzuges mit Aquarium, möchte ich hier mal einen kleinen Leitfaden verfassen wie ein solches Vorhaben umgesetzt werden könnte und wie ich selbst schon umgezogen bin.
Vielleicht nicht der Weisheit letzter Schluss, aber evtl. für den ein oder anderen ein kleiner Anhaltspunkt.
Ob groß oder klein, der Umzug eines jeden Aquariums stellt eine kleine logistische Meisterleistung dar.
Denn wenn man mal zusammenzählt, wie viel Gewicht in einem Aquarium steckt, kommt man schnell ins staunen.
Bedenkt man nun, dass die Glasscheiben eines Aquariums nur mithilfe von Silikon zusammengehalten werden, wird schnell klar, dass es nicht ratsam ist, das ganze einfach hochzuheben.
Selbst wenn das Silikon das noch mitmacht, wäre das Gewicht für den Glasboden eine untragbare Zumutung.
Obwohl immer jemand von jemanden weiß, dass es gut ging, sollte man auf solche Experimente lieber verzichten, denn ein gebrochenes Becken ist wohl der Alptraum eines jeden Aquarianers.
Das A und O beim Umzug sind eine gute Vorbereitung und zwei helfende Hände.
Am einfachsten ist es, das Aquarium vorab oder ganz zum Schluss umzuziehen. Denn dann hat man meistens noch die nötige Ruhe und die Zeit.
Denn je nach Größe des Beckens nimmt das Wasserablassen, Fische fangen, Umziehen und Neueinrichten mehrer Stunden bis einen Tag in Anspruch.
Da jedes Aquarium ein mehr oder weniger kompliziertes kleines Ökosystem darstellt, sollte man versuchen, so viel wie möglich davon zu erhalten.
Besorgt Euch vorher im Geschäft große wasserdichte Kanister, in den man einen Teil des „Originalwassers“ mitnehmen kann.
Für die Fische benötigt man saubere, dichte Plastiktüten und Gummis zum verschließen. Aber auch Eimer mit Deckel oder sonstige saubere und verschließbare Behältnisse.
Um die Wassertemperatur, z.b. in Tüten, zu halten, kann man die Beutel in Kühlboxen transportieren. Wenn nötig, kann man dann aufgewärmte Kühlakkus als Wärmespender dazupacken.
Für die Pflanzen reichen in der Regel Plastikbeutel ohne Wasser.
Am Umzugstag füllt ihr die Kanister mit Wasser. Erst danach die Pflanzen aus dem Becken holen. So bleibt das entnommene Wasser klar, denn beim Ausgraben der Pflanzen wird unweigerlich Mulm aufgewirbelt.
Nun sind die Fische an der reihe. Füllt Aquarienwasser, z.B. einen Beutel. Ideal wäre es wenn man nun jemanden hat, der den Beutel hält.
Alternativ kann man ihn auch in einen kleinen Eimer, Rührschüssel oder ähnliches stellen.
Das Verhältnis von Luft zu Wasser sollte im Beutel ca. 2:1 sein. Natürlich sollten sich nur Tiere in der Tüte befinden, die sich vertragen. Im Zweifelsfall nur Artgenossen zusammen „eintüten“.
Sollte das Ausräumen oder Einrichten längere Zeit in Anspruch nehmen, können die Fische in einem großen Eimer, Plastikwanne oder einem kleinen Aquarium zwischengeparkt werden. Dort lassen sich bei Bedarf auch noch eine kleine Heizung und Filter installieren.
Sind alle Fische gefangen, ist der Filter dran. Ihn bitte nur kurz im Becken abspülen und das Wasser zum Teil auslaufen lassen. Auf keinen Fall das Filtermaterial reinigen. Dadurch würden eine Menge Bakterien zerstört, sie das Aquarium im Gleichgewicht halten und der Neustart des Beckens stünde auf wackeligen Füßen.
Aus dem selben Grund wird auch der Kies oder Sand nur grob ausgeschwenkt und feucht in einem Eimer verstaut.
Nun können die Scheiben mithilfe eines Algenmagneten und neuer Schwämme von Algen und Schmutz gereinigt werden. Hierzu niemals Reinigungsmittel verwenden.
Im neuen Zuhause angekommen wird zuerst der Kies wieder eingefüllt. Das „alte“ Wasser aus den Kanistern wieder einfüllen. Danach die Pflanzen und Deko wieder einsetzten und den Rest mit Leitungswasser wieder auffüllen.
Sind Filter und Heizung wieder an Ihrem Platz und funktionstüchtig, dürfen auch die Fische wieder einziehen.
Die Wasserwerte sollten 1-2 Wochen beobachtet werden um evtl. auftretenden Problemen entgegen zu wirken.
Gruß Alex