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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schnecken tot nach Wasserwechsel


QueenNothing
06.01.2007, 00:43
Hallo,



ich hab in letzter Zeit Probleme nach dem Wasser wechseln. Angefangen hat es vor drei Wochen, nachdem ich mit kaltem Leitungswasser gewechselt hab, haben sich alle Fische in eine Ecke verkrochen und hektisch geatmet, nach ca. 3 Stunden war wieder alles normal. Die Woche darauf hab ich mit angewärmtem Wasser gewechselt, da ging alles gut. Dann letzten Samstag hab ich genau das gleiche gemacht und plötzlich sind alle meine Schnecken gestorben, die Fische haben wieder etwas schneller geatmet, was sich dann aber gleich wieder gelegt hat. Da es am Leitungswasser liegen muss, hab ich mich mal beim Wasserwerk erkundigt, ob eventuell etwas an der Zusammensetzung geändert wurde, was aber nicht der Fall war. Mir wurde nur mitgeteilt, dass das Trinkwasser mit dem zweier Nachbarorte vermischt sein kann, jedoch gibt es da keine gravierenden Unterschiede in der Zusammensetzung. Ich weiß nicht, woran das liegen kann, vorher hatte ich mit dem Leitungswasser auch keine Probleme. Auf welche Stoffe reagieren Schnecken denn so empfindlich? Am liebsten würde ich die Wasserwechsel vermeiden, da ich das Gefühl hab, ich gefährde die Fische damit..aber das funktioniert ja leider nicht :(

Lg,

Steffi

Schmerli
06.01.2007, 01:05
Hallo Steffi,


hmmm, Kupfer... evtl. Kupferrohre oder ein Durchlauferhitzer ... am besten das Wasser erst eine zeitlang ablaufen lassen und dann erst Becken befüllen.

Wenn du das Wasser nicht direkt ins Becken laufen lässt, sondern erst in Eimer füllst, am besten über den Duschkopf.


LG
Kerstin

QueenNothing
06.01.2007, 01:11
Hallo Kerstin,



sollte es an den Rohren liegen, ist es aber ungewöhnlich dass das Problem erst jetzt auftritt. Ja ich werd das nächste Mal das Wasser wohl erst eine Zeit lang stehen lassen, bevor ich es einfülle. Ich bin aber immernoch der Meinung dass es am Trinkwasser liegen muss, da das ganze so plötzlich aufgetreten ist und ich dieses Verhalten vorher noch nicht beobachten konnte.

Lg,

Steffi

Bart S.
06.01.2007, 02:10
Hallo
Original von Schmerli
..hmmm, Kupfer... evtl. Kupferrohre oder ein Durchlauferhitzer ... am besten das Wasser erst eine zeitlang ablaufen lassen und dann erst Becken befüllen.

Wenn du das Wasser nicht direkt ins Becken laufen lässt, sondern erst in Eimer füllst, am besten über den Duschkopf...

Na Schmerli , schon spät oder ?? Seit wann bekommt man CU mit Abstehen weg ? Du beziehst dich bestimmt aufs Chlor !?

@QueenNothing: pauschal hätte ich auch erstmal auf CU getippt , haben sie bei dir im Ort irgendwelche Wasserleitungen neu gemacht ?
Andere Möglichkeit währe da noch Pflanzendünger, Henry hatte da mal ein paar Test gemacht , mit erstaunlichen Ergeniss. Allerdings muss man sagen das eigentlich die Fische erst sehr spät auf CU reagieren. Also suche mal noch nach anderen Fehlerquellen(,Malerarbeiten im Haus, Kammerjäger da gewesen, Falscher Eimer genommen (Spülmittelreste) ect.pp)

QueenNothing
06.01.2007, 02:28
Hallo Uwe,



nein, es wurden keine Wasserleitungen neu gemacht und am Pflanzendünger kann es auch nicht liegen, da ich im Moment gar nicht dünge (wegen Algen). Malerarbeiten usw. waren auch nicht der Fall. Ich benutze immer den gleichen Eimer, nur fürs Aquarium. Ich hab also nichts geändert, laut Wasserwerk ist das Leitungswasser auch wie immer..hab auch schon überlegt, ob es an der Temperatur lag, aber es war nur minimal wärmer als das Wasser im Becken, kann mir nicht vorstellen, dass Schnecken da so empfindlich sind?

Lg,

Steffi

bernii
06.01.2007, 03:26
Hallo Steffi!

Bei mir ist/war Stickstoff plus CO2 im Leitungswasser der Grund dafür das ich in regelmäßigen Abständen meinen Fisch- und Wirbellosenbesatz bei einem größeren Wasserwechsel dahingerafft habe. Obwohl ich nur kaltes Wasser, dass ich vorher ablaufen gelassen habe, verwendet habe.

Ich benutze jetzt immer einen Wasseraufbereiter. Habe auch keine Ausfälle mehr. Vorher war es so, dass mir bei einem Wasserwechsel von ca. 50 % immer alle Babyapfelschnecken hopps gegangen sind. Normalerweise würde ich ja keinen Wasseraufbereiter verwenden, aber ne andere Lösung habe ich bisher auch noch nicht gefunden.

Gruß
Andreas

Schmerli
06.01.2007, 03:53
Original von Bart S.
Na Schmerli , schon spät oder ?? Seit wann bekommt man CU mit Abstehen weg ? Du beziehst dich bestimmt aufs Chlor !?

Na, Bart S., jetzt ist es spät - oder?? - aber ich zitiere dir trotz der Uhrzeit noch etwas:

Wichtig ist vor allem, die Stand- oder Stagnationszeit des Wassers in der Leitung bis zur Entnahme zu bedenken. Werte im frisch abgelaufenen Wasser belaufen sich in der Regel auf nur ca. 10 % der Kupferkonzentrationen, die nach mehrstündiger Stagnation des Wassers auftreten können. Daraus ergibt sich eine grundsätzliche Empfehlung, die das Umweltbundesamt (und vorher das einstige Bundesgesundheitsamt) für die Verwendung von Trinkwasser bei der Säuglingsernährung schon seit Jahrzehnten gibt und der einfach nachzukommen ist: Morgens sollte man das über Nacht in den Leitungen stehende Wasser erst ablaufen lassen, bevor man es für die Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet.

http://www.vsr-aktuell.de/kupfer.html

Es geht hier mehr um das Wasser, welches längere Zeit in der Leitung gestanden hat. Ich meine auch nicht geschrieben zu haben, das Wasser abstehen lassen - sondern ablaufen :-)

Gute Nacht.

LG
Kerstin

cschweden
06.01.2007, 07:37
Hallo Steffi,

ich bin zwar nicht der Wirbellosenspezialist, aber könnte es Ammoniak sein? Wie hoch ist denn Dein Ammoniumwert im AQ? Wenn den Leitungswasser wie bei uns mit einem pH jenseits der 8 aus der Leitung kommt, könnte sich ja beim Wasserwechsel Ammonium in Ammoniak umwandeln (nur so ne Theorie, bin gerade unsanft aus dem Bett gefallen...).

Gruß,
Christian

QueenNothing
06.01.2007, 11:24
Hallo Andreas,


ich spiele ja auch mit dem Gedanken, Wasseraufbereiter zu benutzen. Wollte das anfangs zwar nicht, aber wenn es dadurch besser wird, werd ich es mal versuchen. Welchen Aufbereiter verwendest du?

@Uwe: An Ammoniak hab ich auch schon gedacht, hab aber leider noch keinen Test, um das nachzuweisen, werd ich mir nächste Woche noch besorgen. Der pH-Wert aus der Leitung ist 7,6 , schon recht hoch.


Lg,

Steffi

bernii
06.01.2007, 11:54
Hallo Steffi!

Zuerst hatte ich Tetra, dann Easy Life und jetzt nehme ich den von Drak. Wenn du den nehmen solltest, kaufe max. nur einen halben Liter, da das Zeug nicht ewig hatbar ist. Anderseits reicht ein halber Liter auch ne ganze Weile.

Einen interessanten Nebeneffekt hat der Aufbereiter von Drak aber noch. Wenn du Garnelen halten solltest, bei mir vermehren sich trotz harten Wasser (GH 18) die CR (Japanstamm) und New Bees ohne Probleme. War bei den anderen beiden Aufbereitern nicht der Fall.

Gruß
Andreas

QueenNothing
06.01.2007, 15:34
Hallo Andreas,



gut, dann werd ich mich mal umschauen. Ich halte noch keine Garnelen, plane aber für die nächste Zeit ein Garnelenbecken, wobei ich mir da im Moment nicht mehr so sicher bin, eben wegen den Problemen mit dem Leitungswasser. Aber wenn das mit dem Aufbereiter klappt, werd ich mein Vorhaben wohl ausführen können :)
Hab grade mal nach dem von Drak geschaut, den kann man wohl nur online bestellen oder?


Was mir eben auch noch eingefallen ist..mein Eimer, mit dem ich das Wasser wechsle steht bei uns im Bad, wo unter anderem auch Haarspray oder Parfum usw. benutzt wird, wenn sich das dann am Eimer ablagert könnte es doch auch schädlich sein? Ich spüle den Eimer zwar immer mit Wasser aus, jedoch könnten ja immernoch Reste zurückbleiben...

Lg,

Steffi

BEASTIEPENDENT
06.01.2007, 19:22
Original von QueenNothing
…nachdem ich mit kaltem Leitungswasser gewechselt hab, haben sich alle Fische in eine Ecke verkrochen und hektisch geatmet, nach ca. 3 Stunden war wieder alles normal.
Du wechselst 50 % und lässt das Wasser nicht erst abstehen? Dann sieht es für mich recht wahrscheinlich aus, dass den Fischen der Druckverlust zu schaffen macht, dadurch können sie schnell irreversible Schäden erleiden und zugrunde gehen. Nicht Wasserdruck im Sinne des atmosphärischen Drucks, sondern vergleichbar der Taucherkrankheit: der Stickstoff perlt dann erst in den Tieren aus und kann diese quasi zum Platzen bringen (bzw. Gefäße und Organe; Schwimmblase). Schau mal hier, da wird es super erklärt: http://goldfische.kaltwasseraquaristik.de/wasserwechsel.htm EDIT: Daran ändert auch kein Wasseraufbereiter etwas, einfach ein paar stunden stehen lassen hilft. /EDIT

EDIT2: Ja, auch Apfelschnecken reagieren sehr alllergisch auf stickstoffreiches Wasser! /EDIT2

Wenn man nur 10 bis 30 Prozent wechselt, macht sich das nicht so schnell bemerkbar, aber bei größeren Wasserwechseln hat das schnell mal sehr unangenehme Folgen für die Tire (sind mir leider auch mal einige Guppys durch kaputt gegangen :( ).

QueenNothing
06.01.2007, 19:33
Hallo,


nein, ich wechsle 30% Wasser. Hab das Wasser heute stehen lassen (hauptsächlich damit es Zimmertemperatur hat) und trotzdem zeigen die Fische wieder das gleiche Verhalten..verstecken sich, atmen schnell und sehen etwas blass aus. Es sind aber komischerweise nicht alle davon betroffen, einige wenige schwimmen normal durchs Becken.

Lg,

BEASTIEPENDENT
06.01.2007, 19:55
Original von QueenNothing
nein, ich wechsle 30% Wasser. Hab das Wasser heute stehen lassen (hauptsächlich damit es Zimmertemperatur hat) und trotzdem zeigen die Fische wieder das gleiche Verhalten..
Seltsam, dann sollte das nicht passieren...

Dass nicht alle Fische Symptome zeigen, ist normal. Einige stecken sowas besser weg, andere sind etwas betroffen, andere sterben schnell...

Hmm, Ja, Sprays sind auch schwer giftig, im gleichen Zimmer wie das AQ sollte man nix sprühen. Im Bad macht das aber ja eigentlich jeder, wir auch, und die Eimer haben wir natürlich auch da stehen (und waschen sie vorher aus, das sollte reichen, denke ich).

QueenNothing
06.01.2007, 21:21
Hallo,


ja den Eimer spüle ich vorher immer aus..vielleicht reicht das nicht, um dei Rückstände zu beseitigen, aber richtig sauber machen geht ja auch nicht. Werd ihn einfach mal woanders hinstellen, mal sehn ob es daran liegt.

Lg,

Steffi

bernii
07.01.2007, 04:29
Hallo Steffi!

Drak, kann man nur Online bestellen.

Ich würde aber jetzt wo du das mit den Haarspay etc. erwähnst, eher auf eine Vergiftung schließen. Das sollte man bei Wirbellosen nicht unterschätzen. Und einfaches Ausspülen reicht da nicht aus.

Gruß
Andreas

QueenNothing
07.01.2007, 04:40
Hallo Andreas,


aber auch da stellt sich dann wieder die Frage: Warum tritt das Verhalten erst jetzt auf?
Naja, den Eimer richtig auswaschen mit Spülmittel etc. kommt ja auch nicht in Frage. Am besten, ich besorg mir einen neuen und beobachte das Ganze mal weiter.

Lg,

Steffi

bernii
07.01.2007, 04:46
Hallo Steffi!

Wieso nicht? Ich würde sagen die Menge machts. Es wäre doch möglich das sich im Laufe der Zeit immer mehr abgelagert hat und nun ist ein Punkt erreicht, wo ne tötliche Dosis sich abgelagert hat. Und anscheinend ist es da mit Ausspülen der Rückstände nicht getan.

P.S. Mit Spülmittel auswachsen und dann mit Wasser gut ausspülen habe ich bei meinen Eimern schon gemacht. Ohne negative Folgen.

Gruß
Andreas

QueenNothing
07.01.2007, 04:49
Hallo Andreas,



der Eimer wird ja zwischendurch mit Wasser ausgespült, so dass sich eigentlich keine "tödliche Dosis" ablagern konnte, also es dürfte dann ja gar nicht erst so weit kommen.

Lg,

bernii
07.01.2007, 04:57
Hallo Steffi!

Also Ahnung von Chemie hatte ich noch nie. Aber vieleicht gehen einige Stoffe aus dem Spay etc. mit dem Plastik eine Verbindung ein. Keine Ahnung, ob dass möglich ist. Vorstellen könnte ich es mir aber.

Gruß
Andreas

QueenNothing
07.01.2007, 05:08
Hallo Andreas,


*lach* ich bin auch eine totale Niete in Chemie...könnte schon sein. Aber bei meinem chemischen Basiswissen könnte alles möglich sein :O~

Lg,

Steffi

Ygra
07.01.2007, 11:33
Hallo,
das mit Haarspray-Restspuren als Ursache halte ich eher für ausgeschlossen, wie Beastie schon sagte, stehen bei uns auch die Eimer für Wechselwasser im Bad und da wird auch unter anderem Haarspray benutzt und Probleme gibt es dadurch nicht, nichtmal dann, wenn wir in den Eimern Tiere zwischenlagern.

Möglicherweise ergibt sich das Problem ja gar nicht durch das Wasser als solches, sondern durch die Einfüllmethode?
Wird möglicherweise verstärkt Bodengrund aufgewühlt, so dass vll irgendwelche Gase freigesetzt werden ( Fäulnisherde?)
Womit wird das neue Wasser eingebracht? Schlauch, Becher? sind die Sachen ok, oder gibt es hier möglicherweise störende Stoffe?
erwärmtes Wasser über Durchlauferhitzer?...wie alt ist der denn? Solche Teile können immer wieder Probleme auslösen, da eben bei der Erwärmung uU unverträgliche Komponenten gehäuft ins Wasser gelöst werden.

Original von QueenNothing
Es sind aber komischerweise nicht alle davon betroffen, einige wenige schwimmen normal durchs Becken.
Welche sind betroffen, welche nicht?

Wurde in deinem Becken in irgendeiner Art medikamentös behandelt?
Und:
wie wird dein Becken gefiltert? Innenfilter oder Außenfilter?
Meine Überlegung zielt, sofern Innenfilter genutzt wird, darauf ab, dass möglicherweise eine Aktivkohle-Einheit in diesem Filter ist ( wird oftmals ab Werk so bestückt) und du sicherlich bei einem Wasserwechsel diesen Filter ausmachst.
Sofern als Aktivkohle drin wäre, dann ist sie möglicherweise übersättigt und in dem Moment wo du den Filter nach dem Wasserwechsel wieder anschließt, würden gehäuft Schadstoffe ins Wasser abgegeben werden.
Unsere Innenfilter schubsen auch immer einen Menge undefinierbare Wolken ins Wasser, wenn man sie nach kurzer Standzeit wieder anschließt.

Gruß
Ygra

Cervisia
07.01.2007, 12:25
Moin Steffi,

auch trotz gegenteiliger Auskunft der Wasserwerke kann es durchaus sein, daß sich am Leitungswasser etwas geändert hat, worauf Deine Tiere reagieren. Was relativ häufig vorkommt ist, daß über gewisse Zeiträume der Chlorgehalt etwas erhöht wird. Die Damen und Herren der Wasserwerke sehen das aber als für uns Menschen nicht relevant an, weshalb sie Veränderungen verneinen.

Teste doch mal alle Parameter Deines Wassers vor dem WW und danach, sowie das Leitungswasser selbst.

Ich selbst messe nur noch sehr selten, kenne aber Kollegen, die das regelmäßig tun und darüber Buch führen. So sehen sie sofort, ob bei Veränderungen das Wasser dafür verantwortlich ist. In den meisten Fällen war für Probleme das Leitungswasser die Ursache.

Ich selbst lasse das Wasser weder stehen noch verwende ich regelmäßig Aufbereiter. Ich lasse das Wasser (leicht temperiert) mit dem Brausekopf in den Eimer laufen, so werden Chlorreste ausgetrieben. Manchmal kann man es direkt riechen, dann allerdings setze ich Aufbereiter zu. Danach kommt es sofort ins Becken. Die Temperatur fällt dabei so um 2 - 3 Grad.
Die in dem link angesprochene "Taucherkrankheit" oder Gasbläschenkrankheit konnte ich bei mir noch nie beobachten. Ganz im Gegenteil, nach jedem WW wird erstmal kräftig gebalzt.

Gruß Michel

QueenNothing
07.01.2007, 14:04
Hallo Ygra,



ich fülle das Wasser immer langsam mit einem 5l Eimer ein, also nicht alles auf einmal, sondern ich nehm mir Zeit dafür. Der Bodengrund wird nicht oder nur minimal aufgewühlt, darauf achte ich schon.
Betroffen sind die Kardinäle, selbst heut Morgen sind sie noch sehr ruhig und trauen sich nur langsam nach vorne. Die Platys zeigen dieses Verhalte nur kurz, also sie verstecken sich kurz, aber dann schwimmen sie wieder normal.
Nein, ich habe keinerlei Medikamente angewendet. Das Becken wird über einen Innenfilter gefiltert, ohne Aktivkohle. Mir ist aber auch schon aufgefallen, dass der Filter nach dem Anschließen kurz Bläschen ins Wasser "schubst". Dachte eigentlich, das sei normal.

Hallo Michel,


ich hab ja extra beim Wasserwerk nach dem Chlorgehalt gefragt, mir wurde gesagt, dass sich keinerlei Chlor im Wasser befindet...warscheinlich will man das nicht zugeben ;)
Ja stimmt, hab jetzt gestern vergessen, das Wasser vor dem Wechsel zu testen und danach, muss ich nächste Woche mal machen. Wieso wird denn das Chlor ausgetrieben, in dem man das Wasser mit dem Brausekopf in den Eimer laufen lässt?




Lg,

Steffi

cschweden
07.01.2007, 14:12
Hallo Steffi,

ich pfusch mich mal vor. Chlor ist im Leitungswasser "nur" gelöst, von Hause aus ist ein Gas, genauso wie z. B. Kohlendioxid. Beim Brausekopf passiert im Prinzip das, was auch im Aquarium mit Kohlendioxid geschieht, wenn das Wasser zu stark bewegt wird. Das Chlor perlt als Gas aus dem Wasser aus. Die genauen phyikalischen Prozesse, die dahinter stehen, müsste ich jetzt allerdings nachlesen, ist ein bisschen komplizierter OoO . Vergleichbar wäre es nur noch (Alltagsalarm!) mit dem Schütteln einer Sprudelflasche.

Gruß,
Christian

Ygra
07.01.2007, 14:25
Original von QueenNothing
. Mir ist aber auch schon aufgefallen, dass der Filter nach dem Anschließen kurz Bläschen ins Wasser "schubst". Dachte eigentlich, das sei normal.


Hallo Steffi,
ist es auch, nur sofern eben gesättigte Aktivkohle im Filter gewesen wäre, hätte sich dabei eine erhöhte Abgabe von aufgenommenen Schadstoffen ergeben können, da Aktivkohle Schadstoffe zunächst bindet, sie aber bei Übersättigung auch wieder ins Wasser abgibt.

Gruß
Ygra

Astrid.S
07.01.2007, 14:26
Hi, bei uns steht es immer in der Zeitung, wenn mal kurzfristig verstärkt gechlort werden muß. Bei uns ist gerade das Ende auf Februar verlegt worden, bis dahin hoffen sie die Baktereienquelle endlich gefunden zu haben. Ich glaube nicht, dass Wasserwerke da falsche Auskünfte geben.

Viele Grüße
Astrid

cschweden
07.01.2007, 14:35
Hallo,

mir fällt da noch was ein: vor geraumer Zeit habe ich einen Bericht in der Zeitung gelesen, in dem es um Probleme bei der Trinkwasserqualität ging. In einigen Gebieten wurden vor Jahren recht großzügig dimensionierte Wasserleitungen in der Straße verlegt, da damals der Wasserverbrauch pro Kopf noch immens hoch war. Damals hatte keiner damit gerechnet, dass der Verbrauch in den Privathaushalten zurück gehen würde. Mittlerweile sparen die Verbraucher derart effektiv an Wasser, dass das Trinkwasser unter Umständen sehr lange in der Leitung steht. Dadurch steigt die Gefahr der Verkeimung und Anreicherung mit Schadstoffen, der Sauerstoffgehalt des Wassers sinkt nahezu auf null. Aus diesem Grund müssen mittlerweile viele Leitungen wieder desinfiziert werden. Laut dem Bericht hat man es zuerst mit Ozon versucht, das reicht aber in seiner Wirkung bei den langen Standzeiten des Wassers nicht immer aus. Deshalb gehen viele Wasserversorger wieder zu verstärktem Chloreinsatz über oder desinfizieren die Leitungen bei Bedarf. Darüber müssen sie aber Auskunft geben. Bei uns steht es auch in der Zeitung, wenn es wieder mal soweit ist.
Übrigens werden die Abwasserkanäle hier in Köln aus genau dem selben Grund im Sommer mit Nitrat gespült, ansonsten würde das Abwasser zu lange stehen und es würde unglaublich stinken. Allerdings wird auch darüber - wenn auch etwas versteckt - regelmäßig informiert.

Gruß,
Christian

QueenNothing
07.01.2007, 14:36
Hallo,



ja ok, das mit dem Brausekopf klingt logisch, sollte ich auch mal ausprobieren. Ja, stimmt, normal wird es immer öffentlich angekündigt, wenn sich was an am Leitungswasser ändert.
Achso ok..nein, Aktivkohle war nicht im Filter, dann liegts daran auch nicht.


Lg,

Steffi

Schmerli
07.01.2007, 15:16
Original von Astrid.S
Hi, bei uns steht es immer in der Zeitung, wenn mal kurzfristig verstärkt gechlort werden muß. Bei uns ist gerade das Ende auf Februar verlegt worden, bis dahin hoffen sie die Baktereienquelle endlich gefunden zu haben. Ich glaube nicht, dass Wasserwerke da falsche Auskünfte geben.

Viele Grüße
Astrid

Hallo Astrid,

da verlasse ich mich nicht mehr drauf. Ich hatte im Sommer zwei Komplettausfälle bei zwei Crystal Red Stämmen. Ich hatte an dem Abend in den beiden Becken Tiere selektiert und dachte mir, machste direkt mal Wasserwechsel.

Wie immer das Wasser durch den Duschkopf in die Eimer und entsprechend mit Osmosewasser verschnitten, Wasser mit Hilfe eines Messbechers eingefüllt (sind lediglich 25 Liter Becken). Dann hab ich auch nicht weiter auf die Becken geachtet und die Matscherei im Bad beseitig. Nach ca. 10 Minuten bin ich ins Arbeitszimmer zurück und fast alle Tiere lagen auf dem Boden, kaum eine Bewegung. Hab die Tiere alle rausgeholt und in ein anderes Becken gesetzt. Sobald man sie berührt hat, sind sie durchs Wasser geschossen, danach wieder zu Boden gesunken und lagen dort dann wieder als wenn sie tot wären.

Zu dem Zeitpunkt habe ich nichts im Wasser gerochen, hab auch nicht gleich an Chlor gedacht. Am nächsten Morgen habe ich sofort beim Wasserversorger angerufen und der Herr sagte mir, nein - es ist nicht mehr Chlor o. ä. im Wasser wie sonst auch immer, keinerlei Arbeiten o. ä.. Nun gut, dieses glaubt man ja dann erstmal. Hatte dann schon den Verdacht, mit meinem Osmosewasser stimmt irgendwas nicht (zu diesem Zeitpunkt habe ich das Osmosewasser noch in einer 120 Liter Tonne gesammelt).

Ein großer Teil der Tiere war zu diesem Zeitpunkt tot, die restlichen sind im Zeitraum einer Woche eingegangen. Mittags habe ich dann Badewasser eingelassen und es kam mir ein stechender Chlorgeruch entgegen. Ich hab sofort wieder zum Hörer gegriffen und den Herrn gefragt, ob er mich verarschen möchte. Er meinte darauf, es könnte nicht sein.... Als ich dann sagte, ich werde eine Wasserprobe zum Testen weitergeben und mich dann nochmals melden, wenn irgendwas gefunden wird. Daraufhin meinte er, nunja er würde dann jetzt nochmals an ansprechender Stelle nachfragen, er wäre jetzt davon ausgegangen, weil ich die einzige Person sei, die angerufen hat, wäre sicherlich nichts (das zum Informationsfluss bei den Wasserversorgern). Naja... die Feuerwehr fährt ja auch erst raus, wenn mindestens 4 Leute den gleichen Brand gemeldet haben.

Nach ein paar Stunden rief er zurück und bestätigte seine Aussage nochmals, fügte aber hinzu - es sei sogar noch weniger als sonst hinzugefügt worden, da es bis vor ein paar Tagen wohl Ausfälle gab ....

Nunja, was willst du darauf sagen..... ich weiß 100 % das Wasser hat einen Tag nach den Ausfällen extrem nach Chlor gerochen, man hatte das Gefühl man sei im Schwimmbad und das empfand ich, wo ich einen recht schlechten Geruchssinn habe. Wer weiß ob sie nach ihrem "Stillstand" nicht mehr Chlor eingesetzt haben, weil vorher zu wenig durchgegangen sind ... keine Ahnung... - irgendwas war aber auf jeden Fall!

Aber wenn ich beim Versorger anrufe und sage, ich habe Ausfälle bei meinen Tieren, meinst du die sagen mir alles was bei denen so "abgeht"?

Ich verlasse mich nicht mehr auf deren Aussagen. Ab und zu steht bei uns auch in der Zeitung, es wird etwas gereinigt oder umgestellt. Letztens wurde aufgrund von Reparaturarbeiten die Härte enorm hochgesetzt, glaube wir waren hier bei 30 dgh. So etwas wird sicherlich angekündigt in der Presse oder auf deren Website. Aber wenn kurzfristig irgendwas geändert bzw. hinzugefügt wird, wird die Bevölkerung ganz sicher nicht regelmäßig darüber informiert.

Seit diesem Zeitpunkt lasse ich das Wasser immer extrem lange ablaufen und verwende "Easy Life" und fange beim Wasserwechsel immer erst bei meinen Red Fire an und beobachte die Tiere eine zeitlang, bis die anderen 15 Becken dran sind.

LG
Kerstin