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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kleines Malawisee-Becken, Besatz und Grundlagen



Eloya
08.01.2007, 09:01
Hallo zusammen,

ich habe mal an euch eine kleine Frage. Und zwar dreht es sich um Malawisee-Cichliden. Meine Frau möchte gerne ihr Becken (schätze das Ding hat irgendwas zwischen 200 und 220 Liter) zu einem Malawisee-Becken umfunktionieren.

Ich habe aber keinerlei Erfahrung mit diesen Fischen, weiß aber, daß zwischen Mbunas und Non-Mbunas zu unterscheiden ist wobei Non-Mbunas größere Becken benötigen sollen. Auch über die Fortpflanzung und dergleichen ist mir Einiges bekannt, ebenso über die abweichenden WW für Malawisee-Becken. Meine Becken fahre ich leicht sauer, das Backen sollte aber eher mit nem pH um die 8 gefahren werden. Temperatur würde ich so 24 Grad ansetzen.

Jetzt aber die Gretchenfrage - meine Frau hat sich drei verschiedene Fische ausgesucht, aber diese gehören alle zur Gattung Cynotilapia. Und zwar hätte sie gerne:

- Cynotilapia pulpican
- Cynotilapia "Lion"
- Cynotilapia "Mbamba"

Wie schaut's da mit einer Haremsbildung aus (ein Bock, mehrere Weibchen) pro Art und Strukturierung des Beckens? Haut das hin oder gibt das Mord- und Totschlag?

Viele Grüße,

euer Nico

Joogie
08.01.2007, 12:51
Hi Nico,

schön dein Interesse für Malawis. Herzlich willkommen im Club. :)

Also du hast schon richtig die Wasserwerte angesprochen, diese unterscheiden sich schon von den Südamerikanern. Du solltest versuchen einen ph über 7,5 zu erreichen.
Das AQ mit ca. 220 Ltr. geht schon für Mbunas. Wichtig ist auch die Einrichtung:
- Sand
- Steinaufbauten (Verstecke)
- Pflanzen sind möglich

Sand, hier bevorzuge ich Quarzsand.

Steine, on nun Lochgestein oder Granit o.ä. bleibt dir überlassen. Wichtig sind viele Verstecke. Du solltest vor dem Einrichten des AQ eine Styroporplatte auf dem AQ-Boden fixieren, damit es zu keiner Punktbelastung und ev. Bruch kommt. Dann erst den Sand einfüllen.

Pflanzen, es können Vallisnerien, Cryptocoryne, Anubias, Javafarn u.ä. eingesetzt werden. Du wirst erst später sehen, ob deine Lieblinge den gleichen Geschmack haben wie du. Sie können die Pflanzen umsetzen oder halt auch zum fressen gern haben. O-)

Filter: guter, fast überdimmensionierter Filter. Malawis brauchen sauberes und sauerstoffreiches Wasser.

Noch Fragen?

Schreibs auf.

Eloya
08.01.2007, 15:03
Hi Joogie,

denke, die Tiere sehen wirklich sehr interessant aus. Kaum zu glauben das ich jahrelang immer an ihnen vorbei gelaufen bin *g*.

Wir haben jetzt 40 Kilo hellbraunen Quarzsand gekauft, dazu einige Styproporplatten und einige (viele) Kilo Lochgestein. Wasser kommt hier mit KH 12 und pH deutlich über 7 aus dem Hahnen, das gefällt mir schon mal sehr gut da so die Umkehr-Osmose-Pantscherei flachfällt *g*.

Das ist übrigens mein erstes Aquarium mit Sand, was mir schon ein bisserl peinlich ist bei inzwischen sicher über 30 eingerichteten Becken die ich im Laufe der Zeit betrieben habe. Gibt es da irgend welche Dinge, die zu beachten wären beim Handling? Oder normal wie mit feinem Kies (1-2 mm)?

Ich habe gelesen, daß Malawis den Sand gerne mal 'durchkauen'. Daher habe ich natürlich Sand geholt, die Tiere sollen es ja gut haben.

Hm, auf Grund der Feinheit wird da nicht viel sich in den Bodengrund abmachen. Also setze ich den Topffilter so hin, daß er von den großen Aufbauten zum Ansaug-Korb bläst, um Ablagerungen möglichst gut einzusaugen.

Anubias werden wir mal versuchen auf den Steinaufbauten zu fixieren. Geht ja auch auf Wurzeln und dann ist etwas grün drinne - sofern die Tiere die Pflanzen nicht zum Fressen gern haben *g*.

Sauerstoffreiches Wasser? Hm, da arbeite ich dann eben mit ner guten Oberflächenbewegung - ich achte ansonsten eher auf ein dicht bepflanztes Aquarium und möglichst wenig Oberflächenbewegung.

Danke für deine Tipps!

Viele Grüße,

euer Nico

Joogie
09.01.2007, 09:54
Hallo Nico,

beachte bitte bei der Einrichtung:

1. Styropor
2. Steinaufbauten
3. Sand

und genau in dieser Reihenfolge.

Ich habe in allen Becken auch die TDS eingesetzt. Sie sind wirklich nützliche Helfer bei Sand.

Anubias kannst du natürlich aufbinden. Versuch es doch auch mit Vallisnerien und Cryptocorynen, wenn sie dir gefallen.

Sauerstoff: hier kannst du für eine ausreichende Oberflächenströmung durch den Auslauf sorgen, oder einen Diffusor anbringen.
Bei einem gutem Besatz wird auch noch ein Schnellfilter zur Anwendung kommen müssen, dieser könnte auch Luft einblasen.

Richte dein AQ erstmal ein und lass es laufen, dann beobachte die WW.

Viel Spass!

Eloya
09.01.2007, 12:59
Hallo Joogie,

haben deine Ratschläge beherzigt. Und sogar mit Farbe und Klarlack (außen) eine blaue Rückwand gesprüht.

Ich stelle mal Bilder rein wenn das Becken richtig läuft. Wir binden noch die Anubias an das Lochgestein und probieren auch mit Valisnerien mal zu bepflanzen. Java-Farn haben wir uns auch schon geholt.

Viele Grüße und Danke!

Nico

Joogie
09.01.2007, 13:28
Original von Eloya
Hallo Joogie,

haben deine Ratschläge beherzigt.

Hi Nico,

die tun doch so weh, aua. OoO

Ich gebe gerne Empfehlungen, oder Erfahrungen.

Na dann fehlt ja nur noch das Wasser, gel.

Wenn es eine Weile läuft, können wir uns ja nochmal um den Besatz kümmern.

Eloya
12.01.2007, 15:19
Grins....

ich bin hart im nehmen *g*.
So, das Becken steht gefüllt seit Mittwoch morgens und stabilisert sich schon gut, die WW gefallen mir mit einer pH um die 8. Das Wasser ist jetzt kristall-klar.

Als erste Bewohner sind 15 Turmdeckelschnecken eingezogen. Die machen auch schon das, was sie sollen - eifrig den Sand umpflügen.

Morgen schaue ich noch mal nach dem Becken und dann muss ich mir allmählich mal Gedanken zum Besatz machen.

Wir dachten jetzt an ein Trio (ein Bock, zwei Weiberl) Kaiserbuntbarsche, die Beifische dazu sind wir uns noch nicht sicher.

Viele Grüße,

euer Nico

Henry Wollentin
12.01.2007, 23:15
Hallo Nico,

wenn es um den Besatz geht, dann ist gutes Planen angesagt, da alle Arten von Malawi-Cichliden sich untereinander fruchtbar kreuzen können. Du solltest auf jeden Fall die Vergesellschaftung von Aren derselben Gattung unterlassen. Aber wir reden da noch drüber.

Erstmal empfehle ich dir folgenden Link dazu:

http://www.malawicichliden-online.de/hybrid.html

Eloya
14.01.2007, 12:28
Hallo zusammen,

folgende Besatz-Planung haben wir bisher im Auge beim Händler - was haltet ihr davon?

- 3 x Aulonocara korneliae (1 Bock, zwei Weibchen)
- 4 x Labidochromis caeruleus
- 4 x Pseudotropheus elongatus, da bin ich nicht sicher, ist aber definitiv Pseudotopheus *g*.

Was haltet ihr von dieser Zusammenstellung?

Viele Grüße,

euer Nico

Henry Wollentin
14.01.2007, 13:01
Hallo Nico,

bei etwa 200 Litern werden Aulonocara und Ps. elongatus problematisch. Die Vergesellschaftung von Mbunas und Nicht-Mbunas ist erst in größeren Becken einigermaßen ungefährlich. Bei den Yellows sehe ich da nicht so das Problem. Nimm lieber nur 2 Arten, dafür mehr Weibchen.

Eloya
14.01.2007, 13:16
Hallo Henry,

stimmt - daran hatte ich auch gedacht, aber ich muss auf jeden Fall mal herausfinden, was für eine Spezies genau die von mir als Pseudotropheus eingeordneten Fische sind. Die Tiere werden bei meinem 'Dealer' zusammen mit den Yellows gehalten. Die Gattungsbezeichnung P. elongatus ist bisher reine Raterei auf Grund der Färbung. Haben P. elongatus Quer- oder Längsstreifen?

Die Tiere, die zusammen mit den Yellows gehalten werden, besitzen schwarz-bläuliche Längsstreifen. Wo finde ich denn Bilder zur Identifikation - das Buch meiner Frau 'Ihr Hobby - Malawiseecichliden' hilft mir da überhaupt nicht weiter, da es zwar einige Arten mit Bildern auflistet, aber gleichzeitig darauf verweist das bei einigen Arten eine endgültige Einordnung der Gattungsnamen noch nicht erfolgt ist.

Ich bin mir nicht sicher, welche Tiere dort angeboten werden, möchte aber auch keine speziellen Farb-Zuchten erwerben.

Die Preise sind eigentlich okay dort, und auch die Beratung.

Viele Grüße,

euer Nico

Henry Wollentin
14.01.2007, 13:33
Hallo Nico,

Pseudotropheus elongatus gibt es in verschiedenen Farbmorphen und einigen Arten, die noch nicth sicher als elongatus identifiziert wurden. Hier mal ein Foto von einem typischen Vertreter:

---Bild nicht mehr verfügbar---

Wichtiges Bestimmungsmerkmal ist die sschlanke und langgestreckte Körperform und der schwarze Strich am oberen und unteren Rand der Schwanzflosse. Die Farbe ist kein sicheres Bestimmungsmerkmal. Gib einfach mal in der Bildersuche von Google den Namen ein und du wirst du eine Reihe von Bildern finden. Einige Fehlergebnisse sind aber auch dabei, wie z. B. ein Bild von einer Hemichromis-Art.