Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Atya Gabonensis mit ins Barschbecken??
Eloyas Frau
14.01.2007, 19:13
Halli Hallo
kann ich in mein Malawiseebecken eine Monsterfächergarnele mit hineinsetzten oder ist das nicht so sehr zu empfehlen?? Passen die Wasserwerte zusammen oder fressen die Barsche die Tierchen sogar an?
Eigentlich wollte ich mir einen Krebs mit hinzusetzen aber leider meint mein Männle das ich dann meine Pflanzen vergessen kann ;-(:. Und da ich kein Becken voller Algen haben möchte brauche ich die Pflanzen wohl und deswegen würde mich interressieren ob ich eine Garnelenart oder sogar meine Lieblinge (Atya Gabonensis) mit zu unseren baldigen Barschen setzten könnte???
Danke schon mal für evt. Antworten und Lg von Tine
Edit Fossibär: Überschrift geändert
Henry Wollentin
14.01.2007, 21:27
Hallo Tine,
ach herrje, das ist aber nun wieder eine sehr spezielle Frage, da kann ich auch nur einen Schuss in Blaue wagen.
Die Wasserwerte, die diese Tiere in der Heimat vorfinden, kenne ich nicht, ich habe mich bisher mit Fächergarnelen noch nicht beschäftigt. Allgemeine Angaben zu dieser Art findest du hier: http://www.wirbellose.de/arten.cgi?action=show&artNo=030
Ob die in ein Malawibecken passen ? Gute Frage.
Fakt ist, dass es im Malawisee Krabben gibt. Wenn die Garnelen groß genug sind, würde ich es riskieren. Nicht probieren würde ich es mit amerikanischen Krebsen und Großarmgarnelen, da diese sich an den Fischen vergreifen könnten. Australische Krebse tun das im Allgemeinen nicht. Aber Erfahrungen habe ich damit nicht im Malawibecken.
Und da ich kein Becken voller Algen haben möchte brauche ich die Pflanzen wohl
Im Malawibecken sind Pflanzen ein heikles Thema. Viele Cichliden fessen gern pflanzliche Nahrung, insbesondere die Aufwuchsfresser, so dass es oft zu schweren Schäden an den Pflanzen kommt. Viele unserer Pflanzen kommen auch mit dem hohen pH-Wert nicht klar, so dass sie kaum wachsen oder eingehen. Lediglich Vallisnerien sind im Malawisee heimisch, aber auch nicht in der Geröllzone.
Bei dem hohen pH-Wert und der starken Strömung wirst du dich auch kaum vor Pinselalgen schützen können, die aber wiederum den Aufwuchsfressern als Nahrung dienen. Hier will ich speziell die Cichliden der Gattung Labeotropheus nennen.
Das Thema Malawi-Cichliden ist ein recht komplexes Thema und wird uns wohl hier noch öfter beschäftigen.
Eloyas Frau
14.01.2007, 22:32
Danke für deine Antworten.
Das es mit den Pflanzen schwierig wird weiß ich schon - aber probieren werden wir es auf jeden Fall - bis jetzt sieht es ganz gut aus *gg* die Pflanzen sind ja noch nicht in Gefahr :sunglas:.
Das mit der Garnele werde ich wahrscheinlich einfach mal ausprobieren - wenn es ihr nicht gut geht dabei, dann haben wir ja auch noch Ausweichbecken und ich würde sie dann einfach umsiedeln. Mal schauen was dann passiert!!
Schönen abend noch!
Huhu,
hab die Garnele noch nicht selbst gehalten, aber mich ziemlich mit den Fächergarnelen beschäftigt und die Artporträts im AF mit Hilfe von Garnelenexperten Werner Klotz überarbeitet und ergänzt.
Ich hoffe es ist ok wenn ich hier drauf verlinke. :-O
Nach Lektüre des ausführlichen Artporträts kannst Du selbst glaub ich ganz gut beurteilen ob Du es ausprobieren solltest oder lieber lässt. Zudem sind die Garnelen Gruppentiere.
Die aktuelle überarbeitete Version ist ganz unten im Thread zu finden, Post # 15.
http://www.aquariumforum.de/showthread.php?t=72306
Lieben Gruß
Susanne
PS: Ich würde es lassen.
Schmerli
15.01.2007, 09:06
Guten Morgen,
ich schließe mich hier Susanne an. Halte sie zwar auch nicht, aber würde die Tier nicht für ein Barschbecken empfehlen - und auch keine Einzelhaltung.
Selbst ledigich Molukkengarnelen die ich halte, sind in einem Krebsartenbecken schon umständlicher und aufwändiger zu füttern bzw. ihnen einigermaßen artgerechte Umgebung zu bieten.
Solche Tiere würde ich persönlich nicht mit Barschen vergesellschaften, sondern ihnen ein Artenbecken gönnen.
LG
Kerstin
Hallo Tine!
Da ich 6 Gabuns halte, kann ich folgendes sagen.
Ich habe zwar keine Malawis, aber die hohe Strömung eines Barschbeckens wäre ideal. Auch Pflanzen benötigen sie nicht. Sie kommen bei mir mit Pflanzen überhaupt nicht klar. Sie verhettern sich da drin und sind was das angeht wahre Trampel. Ein sandiger Bodengrund wäre auch ideal, da sie unwahrscheinlich gerne darin rumwühlen. Die Wasserwerte scheinen nicht so relevant zu sein. Wichtig wäre aber eine niedrige Wassertemperatur (max. 23°C). Dies schließe ich daraus, dass sie am Blausten bei 19-20 °C ausschauen. Sie sind absolute Gruppentieren. Bei mir im Becken gibt es unter ihnen eine Rangordnung.
Was nicht so gut wäre, sind die Steinaufbauten eines Barschbeckens. Ich hatte in meinem großen Becken vorher Lochgestein. Daran haben sie sich zwar festgehalten beim fächern. Aber meine neue Monsterwurzel wurde im Vergleich besser angenommen. Sie sitzen dabei den ganzen Tag unter der Wurzel in der Strömung und fächern. Auch sitzen die Gabuns eher in Dunklen und leben eher versteckt. Sie sind was das angeht sehr scheu. Sie haben sich bei mir auch erst nach Wochen, nachdem sie mich kannten, rausgetraut. Also, mit neugierigen Garnelen die sofort durch die Gegend ziehen ist da nicht.
Ein Weiteres Problem dürfen die Reviere der Barsche sein. Die Gabuns haben am ersten Beinpaar Krallen die sie auch sofort einsetzen sobald sie sich bedrängt fühlen. Hierbei mache ich mir weniger um die Gabuns sorgen, sondern eher um die Barsche. Mein großes Antennenwelsmännchen musste in meinem Fall den Rückzug antreten. Ich kann mir gut vorstellen, dass wenn sich ein Barsch in die Steinaufbau zurückzieht, sehr große Probleme mit den Gabuns bekommen kann.
Auch ist die Ernährung eine Sache für sich. Sie benötigen relativ viel Futter (Staubfutter, Mikrowürmer, wobei pflanzliche Nährung nur sehr widerwillig angenommen wird). Du musst dabei bereit sein dein AQ einmal am Tag richtig einzunebeln. Ich habe hierzu vor meinen Filter und der Strömungspumpe einen extra Schwamm. Den ich spätestens nach 2 Wochen reinigen muss.
Ich hoffe ich konnte Dir einige Fragen beantworten.
Gruß
Andreas
Noch ein kleiner Nachtrag:
Was sehr gut funktioniert, ist die Vergesellschaftung mit kleinen Zwerggarnelen. Sie scheinen in ihrer Heimat mit Solchen zusammen zu leben. Sie lassen sich bei mir von den White Pearl, CR und New Bees ausgiebig putzen. Auch werden diese Zwerge nicht als Bedrohung angesehen.
Was passieren kann, ist das die Gabuns auf den Boden fallen und wie tot daliegen. Ist aber nur ein Reflex, der immer dann auftritt, wenn die Zwerggarnelen bestimmte Bereiche an den Beinen der Gabuns absuchen. :)
Gruß
Andreas
Schmerli
15.01.2007, 16:23
Hallo Andreas,
super interessante Info zu den Tieren! Hast du vielleicht ein paar Bilder deiner Tiere bzw. Becken?
LG
Kerstin
Hallo Kerstin!
Danke. :O~
Meine Becken habe ich hier vorgestellt (ist das 300 Liter Becken). Von den Gabuns selber habe ich bisher keine guten brauchbaren Bilder hinbekommen. Da sie wie geschreiben vorwiegend unter der Wurzel hängen, wo es ziemlich dunkel ist. Aber ich werde weiter dran üben. Ich denke die beste Gelegenheit wird sein, wenn sie wieder rumschwärmen. Und das ist im wahrsten Sinne des Wortes, krass, wenn 10- 13 cm große Garnelen durchs Becken donnern ohne Rücksicht auf Verluste. :crazy:
Gruß
Andreas
Guten Morgen!
Hallo Andreas,
super interessante Info zu den Tieren!
Kerstin
Dem kann ich mich nur anschließen, Andreas! Sehr schöne Haltungsinfos. Wie sieht es denn bei Dir aus mal mit Nachzucht versuchen? Du scheinst den Tieren ja ideale Bedingungen zu bieten und Dich sehr gut auszukennen. Wäre doch sehr traurig und schade, wenn es diese wunderbaren Garnelen irgendwann nicht mehr gibt.
Tine? Bist Du noch da? Was meinst Du denn jetzt?
Gruß
Susanne
Hallo Susanne!
Ich wollte, wenn ich mal Larven rum schwimmen sehen sollte, diese rausfischen und dann aufziehen. Nur ist das bisher noch nicht eingetreten. Eier haben sie schon öfter getragen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie diese abgestoßen haben, da die Tragezeit ziemlich lange war. Auch glaube ich nicht, dass meine Fische alle gefressen haben sollten. Die Weibchen selbst rausholen habe ich bisher nicht getan, da ich sie einerseits sehr schwer rausbekommen würde, anderseits sie auch kein Brack-/ Salzwasser vertragen. So wie ich das mitbekommen habe sind die Larven im reinen Süsswasser 4-5 Tage überlebensfähig und in dieser Zeit sehr robust, was dass angeht.
P.S. Das Gabuns so gehalten werden sollten wie beschrieben, habe ich auch nur eher zufällig mit bekommen. Wo ich mein AQ umdekoriert habe, geschah das unabhängig von den Gabuns, da es mir so einfach nicht gefallen hat. Anscheinend habe ich da instinktiv was richtig gemacht.
Gruß
Andreas
Eloyas Frau
16.01.2007, 20:54
Halli Hallo
ich habe mich noch nicht wirklich entschieden. Freue mich aber über die vielen Antworten :smile:.
Habe ja mal so rumgeschaut was es so alles gibt und ein paar Zwerggarnelen finde ich schon sehr interressant. Aber da lass ich mir Zeit - erst mal die Fische und dann mal schauen.
Ich wünsche euch eine schönen abend!!
Also zum diesem Thema kann ich nur sagen das ich selber ein Malawibecken besitze und seit fast einem Jahr erfolgreich meine Blauen Monsterfächergarnelen (Knack und Back :)) darin halte.
Ich denke es kommt auch ganz auf die Art der Barsche an und ich besitze eher friedlich Barsche wie Yellow und Labidochromis Mbamba Bay ein kleiner Rüpel hierbei ist eher der Melanochromis Cyaneorhabdos aber auch mit denen passt es sehr gut, weder abgebissen Fächer oder Fühler noch sonstiger Gliedmassen.
Da meine Barsche eher das grobe Flockenfutter fressen, fällt das feine runter zu den Jungfischen und Garnelen. Und in dem Sand wühlen die rum wie die Wilden O-).
Schönen abend noch
nanaglen2001
02.02.2007, 12:34
Na endlich find ich genau das was ich schon seit Wochen gesucht habe. nen vernünftigen Bericht über diese tollen Tiere.
Das mit den "Trampeln" kann ich absolut bestätigen. Wenn meine beiden sich mal blicken lassen, eiern die durchs Becken, als hätten sie minimum 4,5 Promille :) :)
Das sie etwas Probleme mit Pflanzen haben, ist mir auch schon aufegfallen, ich werd dann mal mein AQ ein wenig umbasteln.
Ich halte meine beiden zusammen mit nem Ehepaar Pulcher, und sie haben sich mit ihren Hauern schon den nötigen Respekt verschaft.
Der Haken unten am Bein sieht auch schon mächtig respekteinflössend aus.
Als Unterschlupf dienen bei mir so ein paar ausrangierte Welshölen, die ich damals Gottseidank nicht vertickt habe. In den Teilen fühlen sie sich racht wohl. Meist hocken sie im Eingang und wedeln. Immer wieder ein schöner Anblick.
Ich finde es sind wirklich richtig nette, liebenswerte Tiere.
Andrea, Deine Liebe zu diesen tollen Tieren kann ich gut verstehen.
Ob sie sich allerdings mit Barschen vertragen, weiß ich nicht. Meine Vermutung geht in Richtung "Ja", weil gerade diese großen Burschen so friedliebende Tiere sind.
grummler2000
02.02.2007, 14:53
Hi,
ich hatte mal 2 Ayta Gabonensis in meinem damaligen Malawibecken. Die Barsche haben die 2 innerhalb von einem Tag fertig gemacht!
Mehr muss ich dazu wohl net sagen? Lass es sein!
vBulletin® v3.8.4, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.