Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was tun/ist bei Stromausfall ?
Hallo alle zusammen,
Gestern beim Stromausfall, hab ich mir mal so meine Gedanken und frage mich seitdem,
Was macht man beim Stromausfall ?
Hab mit meiner Frau drüber disskutiert, aber ohne Netz kommt man ja auch nicht weit, bei sowas. Wenn man keine Ahnung hat :) :) :)
Ab wann sterben die Bakterien im Filter ab ? War da nicht was mit 2 Std
Wie lange überleben die Fische ohne Technik ?
Wann kippt das Wasser ?
Im allgemeinen,
Wann tritt der Supergau ein ?
Kann ja schnell passieren das der FI rausfliegt, wenn man im Urlaub ist zb.
Hat jemand Erfahrung ? Hoffe nicht.
Gibts da Seiten zum Nachlesen usw. usw.
Besten Dank
Weiß jetzt auch nicht ob der Thread hier richtig ist ?
Geht ja um Technik.
Sonst verschieben :sunglas:
Hallo Artur
Ich hatte einen Filterausfall von 18 Stunden, was keine Auswirkung auf die Wasserwerte hatte. Wenn es jedoch länger dauert könnte es zu Problemen mit dem Sauerstoff kommen.
Moin Arhtur,
(wieso eigentlich Arhtur und nicht Arthur? *grübel*)
Jetzt aber zu Deiner Frage:
Zuerst mal, es ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber bei den Preisen von Notstromaggregaten zumindest eine bezahlbare Notlösung...
Nachdem wir im Münsterland im vorherigen Winter tagelang von Stromausfällen betroffen waren, bin ich zu folgender Variante gekommen:
Ich habe mir in der Bucht einen Konverter von 12V- auf 220V~ besorgt.
Die preiswerten Teile liefern zwar keine richtige Sinusfrequenz, sondern eher ne Rechteckfrequenz, aber einem schnöden Heizstab oder einem Filter ist das relativ schnurz. (Bei elektronischen Geräten, besonders mit Schaltnetzteil wäre ich aber vorsichtig.)
Das Ding hab ich in meiner Garage an der Wand angebracht. Primärseitig wird es an die Autobatterie angeschlossen, Sekundärseitig speise ich mittels Verlängerungskabel ins Haus ein. Mein Konverter liefert 1500 Watt Dauerleistung und 1800 Watt Spitzenleistung.
(Gibts mit Zwangskühlung bis 3000 Watt Dauerleistung.)
Wenns also mal wieder dunkel wird, Motorhaube auf, Motor starten, Kabel anklemmen und es werde Licht (Wärme, Filterung, Kühlung usw...)
Kostet zwar Sprit und funzt auch nur, wenn man zu Hause und der Tank vom Auto voll ist, aber bevor einem die wertvollen Biester wegsterben...
Ne Urlaubslösung ist es nicht, es sei denn man hat einen netten Nachbarn, der den Wagen startet. (Wir bereiten es jedenfalls vor, bevor wir längere Zeit wegfahren.)
Bei kurzfristigem Stromausfall kann man zwar ruhig etwas abwarten, aber wenn es 14 Tage dauert - wer kann das schon vorher wissen - ist es eine preisgünstige Alternative. Das Ding hat sich schon bezahlt gemacht, gerade wenn man sehr temperaturempfindliche Fischis hat.
Außerdem kann es auch so manchen Tiefkühltruheninhalt retten. :zwinker:
Ich bin jedenfalls sehr zufrieden.
Viele Grüße
froefi
davidnet
20.01.2007, 02:09
Es gibt so ein Gerät was man zwischen Stecker und Steckdose macht das ist so ein Akku ich weiß aber nicht mehr wie lange man dann noch mit dem Strom kommt
Das ist aber eher was für PCs und Kleinverbraucher. So ein Resevesystem hält gerade mal ein Rebooten und Datensichern, dann ist Schluß. Also höchsten ne Stunde. Außerdem haben die Dinger nur ein paar Ampere, die lutschen ein paar 150 Watt Heizstäbe in 20 Sekunden leer. :biggrin:
Casa Carota
20.01.2007, 06:12
Hallo Tim,
Kann ja schnell passieren das der FI rausfliegt, wenn man im Urlaub ist zb.
Den FI habe ich immer rausgezogen bevor es in den Urlaub ging, denn der flog auch oft schon bei Spannungsschwankungen raus und dann war es das.
Ohne FI gehen die Geräte alle wieder an, wenn der Strom wieder da ist.
Mittlerweile habe ich das Teil ganz rausgenommen.
Wie lange die Tiere im Aquarium ohne Technik überleben können hängt sicher stark von deinem Besatz und auch der Bepflanzung ab.
Falls du keine überaus kälteempfindlichen Fische hast und das Becken nicht überbesetzt ist sollten sie es ein paar Tage aushalten können.
Auf jeden Fall ist es ratsam, den Filter nach längerer Standzeit gründlich auszuspülen.
Eine konkrete Zeitangabe wird dir niemand mit Sicherheit sagen können.
Ich hatte eine ähnliche Frage:
Wie lange kann ich Filterschlamm im Eimer lagern? (http://www.aquarium-stammtisch.de/Forum/showthread.php?t=328)
Damals hatte ich den Filterschlamm etwa 12 Stunden ohne Belüftung im Eimer, bevor ich einen Sprudelstein reingehängt habe. Mit diesem Sprudelstein stand der Eimer dann noch etwa eine Woche, bis ich alles nach und nach in die Wirbellosenbecken verteilt habe.
Passiert ist den Tieren nichts.
cschweden
20.01.2007, 08:41
Hallo,
ich schließe mich mal Marlis an. Es hängt stark vom Besatz und der Bepflanzung ab, wie lange ein Aquarium ohne Strom lebt. Bei stärkerem Besatz könnte es durch Wegfall der Wasserbewegung und Fehlen von Photosynthese-Sauerstoff (weil ohne Licht) auf kurz oder lang zu Sauerstoffmangel kommen.
Ich denke der Filter ist weniger problematisch, Bakterien sind ausgesprochen anpassungsfähig und werden wahrscheinlich ein paar Stunden ohne frisches Futter auskommen. Steht der Filter mehrere Tage still, kann es dann doch problematisch werden, wenn organisches Material wie Mulm oder abgestorbene Bakterien in Fäulnis übergehen. Ich habe mal einen Aussenfilter abgeklemmt und 14 Tage im Keller vergessen - als ich den aufgemacht habe, stank es ganz gewaltig...
Ich würde einen Filter, der längere Zeit "offline" war, auch erstmal durchspülen, damit das muffige Wasser aus dem Behälter nicht im AQ landet.
Da wir bei uns recht häufig auch mit längeren Stromausfällen zu tun haben (marode Leitung in der Strasse...), haben wir damals das komplette Aquarium an eine Server-USV gehängt. Da das Becken damals gar keinen Filter hatte (nur Abschäumer und Lebendgestein) und relativ schnell auskühlt, war uns ein Ausfall der Strömung zu heikel. Die USV hat dann gute 2 1/2 Stunden die Pumpe und die Leuchtstoffröhren am Leben gehalten, die 500 Watt HQI hingen nicht mit dran. Es funktioniert also schon mit dem "Notstrom", wenn man aber nicht gerade das Glück hat eine Server-USV günstig zu ersteigern, kann es ziemlich teuer werden und ist bei den meisten Aquarien m. E. nicht nötig. Eine USV für den Heim-PC reicht leider bei weitem nicht aus.
Bei mir hängt die komplette Aquaristik übrigens an einem FI. Der sollte eigentlich nur im Fehlerfall auslösen und nicht aus einer Laune oder beim wiedereinschalten des Stroms. Wenn er das doch tut, ist er wohl nicht in Ordnung. Was auslösen kann ist der Sicherungsautomat, wenn zuviele Verbraucher auf einmal einschalten. Irgendwo habe ich mal eine Steckerleiste mit 5 Minuten Anlaufverzögerung gefunden (schont HQIs beim Stromausfall). Mal sehen, ob ich die wiederfinde.
Gruß,
Christian
Danke erstmal für die zahlreichen antworten.
@froefi
Arhtur ist mein Spitzname und richtig geschrieben wirst du ihn inrgends in Netz bekommen, ausser mit ellenlangen Zahlen dran.
Deshalb der Buchstabendreher :sunglas: :sunglas:
fischpapa
20.01.2007, 11:11
Hi,
meine Becken waren mal durch eine deffekte Sicherung ganze 4 Tage ohne Strom! Das konnte ich am stehengebliebenem Datum meiner Stereoanlage festellen.
Mein 720L Becken mit HMF hatt das ohne jegliche Beeinträchtigung überstanden, der Nitritwert war auch nach dem Stromausfall nicht nachweisbar! In den kleineren, mit Topffilter betriebenen, Becken war der Nitritgehalt auf 0,3 mg/L angestiegen. Mehr ist nicht passiert!
Zum Glück betreibe ich meine Futterautomaten mit einem Netzteil, so das diese beim Stromausfall ebenfalls außer Betrieb waren und nicht zusätzlich das Wasser belasteten. Die batteriebetriebenen Futterautomaten würden bei einem Stromausfall auch weiterhin Futter in das Becken geben, wesshalb ich jedem nur davon abraten kann!
Moin Moin
@Norman:
Donnerwetter, doch ganz gut, wenn man sich manchmal in Foren ausstauscht. Der Gedanke mit den netzbetriebenen Futterautomaten ist super. Klar, die batteriebetriebenen kippen ja immer weiter rein und versiffen das ganze Becken.
Bisher hat, Gott sei Dank, unser netter Nachbar zwar immer den "Futterautomaten" gespielt, aber auf DEN Gedanken bin ich bisher nicht gekommen. :respekt:
@Marlis:
Irendwie kann ich Dir nicht ganz folgen. Du sagst Du hast den FI rausgezogen? Meinst Du eine Steckdosenleiste mit eingebautem FI?
In der Hausstromversorgung (Sicherungskasten) ist doch bereits ein FI eingebaut. Das wär doch doppelt gemoppelt. Ansonsten siehe den letzten Absatz bei Christian. So ohne weiteres darf/kann/sollte ein FI nicht auslösen.
Nochmal zur "Notstromversorgung": Die Lösung mit dem Konverter ist uns, wie schon geschrieben, nach den tagelangen Stromausfällen im vorherigen Winter gekommen. Wenn man in den Urlaub fährt, ist es ja meist Sommer und die Bude eh warm. Daher kühlen die Becken auch nicht so schnell aus. Aber wenn man 11 Tage bei Minusgraden hockt, kühlt das Haus doch recht schnell aus. (Nützt auch nichts, wenn der Kachelofen bzw. der Kamin bullern bis der Schornstein glüht.) Da sinkt die Raumtemperatur auf "kuschlige" 7°C. Das hätten mir meine Welsis bestimmt übel genommen. :biggrin:
Viele Grüsse
froefi
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