PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aenaeus mit Drehwurm



Ferrika
18.02.2009, 14:59
Hallo ihr,

eigentlich habe ich mit meinem Aquarienbesatz nie Probleme. Aber vorgestern nacht, als ich durchs Wohnzimmer ging und Licht anmachte, schoß mein größtes Aenaeus-Weibchen plötzlich wie ein Korkenzieher durch das Becken, immer senkrecht und sich um die eigene Achse drehend. Das hörte erst auf, nachdem ich sie einfing und im Käscher behielt, so daß sie darin hing wie in einer Hängematte.

Nachdem ich sie nach einer Weile wieder freigesetzt habe, hatte sie leichte Schlagseite, fing aber sofort wieder an zu gründeln.

Aber heute morgen fing das Ganze wieder an und sie war, als ich sie einfing, völlig lahm und lag auf der Seite. Ich hab sie dann getötet, denn ich hatte das Gefühl, daß sie das nicht noch häufiger übersteht.

Es hat keinerlei Veränderungen in dem Becken gegeben und alle Anderen sind auch wohlauf. Ausser den Corys sind noch Garnelen im Becken und der eine Cherax Quadricarinatus, der aber nicht verantwortlich sein kann, denn der hat sich gestern gehäutet und ist deswegen seit drei Tagen mehr auf der Flucht als unterwegs. Also eingebuddelt quasi.

Das Mädel hatte auch keinerlei Verletzungen oder Auffälligkeiten. Sie war lediglich sehr dick (insgesamt und schon sehr lange) und groß und hat sehr häufig gelaicht. Aber es war auch kein Laichbauch vorhanden. Ich habe keine Vorstellung, was das gewesen sein könnte. Weiß das einer von euch?

Ach ja: Wasserwerte sind wie immer, alles im grünen Bereich.

Lafee
18.02.2009, 15:57
Hi Jutta,

tut mir leid wegen Deinen Cory.;-(:

Beschreib mal bitte Deine Beckenmaße,Höhe,Temperatur,Filterung u.s.w

Wasserwechselinterval? Wann,wie viel ?

Ist Dir an Deinen Tieren irgendwas aufgefallen,schrubbeln,schnellere Atmung..?

LG Biene

Ferrika
19.02.2009, 05:10
Hallo Lafee,

das Becken ist ein 300Liter-Becken, welches seit 12 Monaten ohne Probleme mit den gleichen Parametern läuft. WW einmal die Woche 30-50%, je nach Jahreszeit, Aussenfilter.

Sei mir bitte nicht böse, aber ich denke, da es dem gesamten anderen Bestand nach wie vor gut geht, haben all diese Parameter nichts mit dem Zustand des Corys zu tun. Ich beobachte die anderen 40 Corys mit Argusaugen, es gibt keinerlei Anzeichen dafür, daß noch einer dieses oder irgendein anderes Problem hat. Deshalb gehe ich davon aus, daß die Große irgendwas hatte, was nicht durch äussere Einflüsse entstanden ist. Das ist immer das Erste, worauf ich sehe, WENN mal etwas ungewöhnliches auftritt (was aber bisher immer nur den Krebs oder mal die Apfelschnecken betroffen hat).

Hat hier schon einmal jemand Erfahrungen mit der "Drehkrankheit" gemacht? Soweit ich bisher recherchieren konnte, betrifft das nur Forellen? Mich wundert allerdings, daß sie trotzdem auf Seiten auftaucht, die Aquarien-Fischkrankheiten im allgemeinen behandelt und dort sogar Behandlungsvorschläge auftauchen, obwohl die Fischereiseiten betonen, daß es kein Mittel dagegen gibt.

Ich hatte schon das Gefühl, als wäre das Nervensystem des Corymädchens irgendwie angegriffen. Da ich ein paar Tage vorher noch getrocknete Tubifex gefüttert hatte, macht mich das natürlich nach den Beschreibungen der Drehkrankheit stutzig. Aber kann es wirklich andere Fischarten betreffen? Und kann sie sich wirklich an trockenem Tubifex infiziert haben? Fragen über Fragen....