Hanky
24.02.2009, 13:13
habe die ehre,
ich sehe gerade, dass es nicht wirklich viel über die diskusseuche zu finden gibt und möchte hiermit einen neuen eintrag zu diesem thema aufmachen. ich habe seit geraumer zeit mit diskusfischen zu tun und habe seit letztem samstag die seuche im becken. aus diesem grund möchte ich hier mit einigen mißverständnissen, wie man auf vielen seiten nachlesen kann aufräumen.
leider ist über die "diskusseuche" nicht viel bekannt aber nachdem ich aus dem bereich der medizin komme und auch schon das ein oder andere mal mit infektionskrankheiten aus beruflichen gründen zu schaffen hatte bitte ich um nachsehen das ich auch meinen kommentar dazu abgebe.
erste anzeichen kann man eigentlich nicht als anzeichen bezeichnen, denn der erste punkt ist.
1.)neubesatz oder neues zubehör im becken. wobei ich hier erst einmal von dem völlig unsinnigen gerede von einem quarantänebecken abkommen möchte. natürlich ist ein solches becken sinnvoll aber nicht bei infektionskrankheiten wie in diesem fall. es wird noch spekuliert ob ein virus oder ein bakterium hinter dem ganzen steckt, und selbst forschungen ergebnisslos abgebrochen wurden.
leider gibt es überträgertiere welche (scheinbar) gesund sind gibt und das spricht für virale geschichten. dazu der schnelle verlauf und die symptome. denn der fisch stirbt nicht an dem virus sondern an den begleiterkrankungen.(warten wir ab ob man dafür nochmal geld und zeit übrig hat um der sache nachzugehen.) weswegen die behandlung auch mit antibiotika sinn macht. aber dazu später mehr...
2.)unwohlsein des fisches tritt auf...jeder weiß sie werden dunkel, scheu... ist mir als erstes aufgefallen ohne körperliche symptome das sie auf jede kleine bewegung mit panik reagierten, was selbstverständlich vorher nicht der fall war.
3.)disci (mehrzahl von discus lat.) verlieren schleimhaut, welche sich verdickt oder einfach abgeht (in schleimigen streifen oder fetzen). die disci fallen zu boden oder liegen waagerecht bzw. leicht waagerecht im wasser. meist mit "flossenklemmen" einhergehend. (bei meinen war es ausnahmslos die rechte seitenflosse)
4.)sie sammeln sich an einer ecke und stehen dicht an dicht mit nach oben gerichtetem kopf ohne luftnot (maul aus dem wasser). zu beobachten ist weiterhin ein lichtscheuheit und appetitverlust. meist sind auch weissliche veränderungen an den flossenansätzen zu erkennen.
5.)es müssen nicht alle fische betroffen sein, meist der neubesatz nicht, denn dieser ist höchstwahrscheinlich immun und überträger des ganzen.
dies geschieht in den ersten 1-3 tagen nach der inkubationszeit von 1-5 tagen. die sterblichkeit liegt unbehandelt bei 100% mit schneller und gezielter behandlung noch bei 30% und mit einem täglichen ww von 90% des wassers, soll man eine sterblichkeit auch ohne medikamente von 10%-0% erreichen können. wobei ich diese aussagen nicht selber bestätigen kann und meine vorstellung über stress beim ww auch dies nicht wiedergibt.
aber der sinn besteht darin so viel wie nur mögliche krankheitserreger jeglicher art aus dem wasser zu bekommen.
so nun weiter zur theorie mit viren und bakterien... vergleichen wir dies alles mal mit windpocken...jeder kennt sie und schon fast jeder hatte sie. sie haben ein becken voller fröhlicher fische mit einem immunsystem von einem neugeborenen. bei und säugern ist der erste schutz den wir bekommen der der mutter über die milch und teilweise über den blutkreislauf als zellhaufen in der mutter. unser immunsystem baut sich über jahre, jahrzehnte auf indem wir uns einen infekt und oder erkrankung nach dem/der andern einfangen und bekämpfen. wir bekommen als kinder die windpocken (ist 1 stamm welches sich kaum verändert) und bauen eine direkte immunisierung auf...ergo wir werden sie nicht noch einmal bekommen. ausser der stamm verändert sich und wir haben pech gehabt und dürfen noch einmal durch.
so geht es unseren fischen, kommen neue fische pflanzen gerätschafften in unser becken, haben die fische erstkontakt werden sie krank und müssen erst einmal ein direkte immunisierung durchlaufen. dies jedoch schwächt die fische so sehr oder im fall der "diskusseuche" ermöglicht es das auftreten von nebenerkrankungen das sie sich nicht gegen andere parasiten, bakterien oder pilzinfektionen wehren können. die folgen sind wohl klar... somit können wir auch fische ein jahr in ein quarantäne becken setzten ohne das bei infektiosen (überträger) symptome auftreten, würden wir diese jedoch in das stammbecken setzten mit unseren neugeborenen dann haben wir den supergau.
fische mit einer aktiven unbehandelten infektion sterben binnen 1-1/2 wochen also reicht eine woche quarantäne völlig aus aber fische welche nur überträger sind werden wir durch diese sicherheitsverwahrung nicht überführen.
noch ein bsp. denken sie an aids...kein mensch stirbt an aids sondern als möglichkeit an einer erkältung weil sein immunsystem so platt ist das diese kleinigkeit für diese person ein kampf ist den sie nicht mehr gewinnen kann.
bakterien können nicht überall und ständig überleben würde bedeuten das wenn ich denn fische in ein wärmes oder kälteres, ph hoch oder runter regele, salz hinzu oder weg nehme das bakterium an seine grenzen gerät und irgendwann weg ist. ein virus dagegen setzt sich in der zelle genauer in der rna bestandteil der zellteilung fest und man würde nicht viel gegen ihn ausrichten. also jeden fisch ins antibiotikum und die seuche wäre so gut wie ausgerottet. nachdem dies aber nicht der fall ist stellt sich die frage ob wir hier gegen einen virus kämpfen. zur behandlung kann ich sagen das in meinem wasser jetzt "nifurpirinol und neomycinsulfat" in den vorgeschriebenen dosen sind, desweiteren habe ich einen durchlauf von 800litern luft (ich vermeide den begriff sauerstoff da in der umgebungsluft nur 21% reiner sauerstoff befinden) filter mit nur filterwatte (den rest habe ich in einem verschlossenen eimer mit aqwasser in sicherheit gebracht um die nützlichen bakterien zu erhalten) und füge noch sauerstaff über sauerstoff tabs hinzu. das licht ist aus, denn dann scheinen die disci sich wohler zu fühlen.
heute ist eine besserung des zustandes bei einem der disci zu sehen und ich bin guter dinge das dies so bleibt. mein neubesatz zeigt keinerlei anzeichen von krankeiten und auch ein alteingessener scheint immun zu sein aber kein überträger denn er ist fit und gesund zeigt nur seinen kumpels gegenüber das er sie nicht hängen lässt und schaut gern bei ihnen vorbei und leistet krankenbetreuung.
all dies sind meine beobachtungen und erfahrungen und keine wissenschaftlichen vorschungen und ich hoffe ich kann damit einigen disci und deren besitzern das leben retten und oder erleichtern.
ich habs geschafft, es sind leerzeilen drin, sorry für die erste ausführung
ich sehe gerade, dass es nicht wirklich viel über die diskusseuche zu finden gibt und möchte hiermit einen neuen eintrag zu diesem thema aufmachen. ich habe seit geraumer zeit mit diskusfischen zu tun und habe seit letztem samstag die seuche im becken. aus diesem grund möchte ich hier mit einigen mißverständnissen, wie man auf vielen seiten nachlesen kann aufräumen.
leider ist über die "diskusseuche" nicht viel bekannt aber nachdem ich aus dem bereich der medizin komme und auch schon das ein oder andere mal mit infektionskrankheiten aus beruflichen gründen zu schaffen hatte bitte ich um nachsehen das ich auch meinen kommentar dazu abgebe.
erste anzeichen kann man eigentlich nicht als anzeichen bezeichnen, denn der erste punkt ist.
1.)neubesatz oder neues zubehör im becken. wobei ich hier erst einmal von dem völlig unsinnigen gerede von einem quarantänebecken abkommen möchte. natürlich ist ein solches becken sinnvoll aber nicht bei infektionskrankheiten wie in diesem fall. es wird noch spekuliert ob ein virus oder ein bakterium hinter dem ganzen steckt, und selbst forschungen ergebnisslos abgebrochen wurden.
leider gibt es überträgertiere welche (scheinbar) gesund sind gibt und das spricht für virale geschichten. dazu der schnelle verlauf und die symptome. denn der fisch stirbt nicht an dem virus sondern an den begleiterkrankungen.(warten wir ab ob man dafür nochmal geld und zeit übrig hat um der sache nachzugehen.) weswegen die behandlung auch mit antibiotika sinn macht. aber dazu später mehr...
2.)unwohlsein des fisches tritt auf...jeder weiß sie werden dunkel, scheu... ist mir als erstes aufgefallen ohne körperliche symptome das sie auf jede kleine bewegung mit panik reagierten, was selbstverständlich vorher nicht der fall war.
3.)disci (mehrzahl von discus lat.) verlieren schleimhaut, welche sich verdickt oder einfach abgeht (in schleimigen streifen oder fetzen). die disci fallen zu boden oder liegen waagerecht bzw. leicht waagerecht im wasser. meist mit "flossenklemmen" einhergehend. (bei meinen war es ausnahmslos die rechte seitenflosse)
4.)sie sammeln sich an einer ecke und stehen dicht an dicht mit nach oben gerichtetem kopf ohne luftnot (maul aus dem wasser). zu beobachten ist weiterhin ein lichtscheuheit und appetitverlust. meist sind auch weissliche veränderungen an den flossenansätzen zu erkennen.
5.)es müssen nicht alle fische betroffen sein, meist der neubesatz nicht, denn dieser ist höchstwahrscheinlich immun und überträger des ganzen.
dies geschieht in den ersten 1-3 tagen nach der inkubationszeit von 1-5 tagen. die sterblichkeit liegt unbehandelt bei 100% mit schneller und gezielter behandlung noch bei 30% und mit einem täglichen ww von 90% des wassers, soll man eine sterblichkeit auch ohne medikamente von 10%-0% erreichen können. wobei ich diese aussagen nicht selber bestätigen kann und meine vorstellung über stress beim ww auch dies nicht wiedergibt.
aber der sinn besteht darin so viel wie nur mögliche krankheitserreger jeglicher art aus dem wasser zu bekommen.
so nun weiter zur theorie mit viren und bakterien... vergleichen wir dies alles mal mit windpocken...jeder kennt sie und schon fast jeder hatte sie. sie haben ein becken voller fröhlicher fische mit einem immunsystem von einem neugeborenen. bei und säugern ist der erste schutz den wir bekommen der der mutter über die milch und teilweise über den blutkreislauf als zellhaufen in der mutter. unser immunsystem baut sich über jahre, jahrzehnte auf indem wir uns einen infekt und oder erkrankung nach dem/der andern einfangen und bekämpfen. wir bekommen als kinder die windpocken (ist 1 stamm welches sich kaum verändert) und bauen eine direkte immunisierung auf...ergo wir werden sie nicht noch einmal bekommen. ausser der stamm verändert sich und wir haben pech gehabt und dürfen noch einmal durch.
so geht es unseren fischen, kommen neue fische pflanzen gerätschafften in unser becken, haben die fische erstkontakt werden sie krank und müssen erst einmal ein direkte immunisierung durchlaufen. dies jedoch schwächt die fische so sehr oder im fall der "diskusseuche" ermöglicht es das auftreten von nebenerkrankungen das sie sich nicht gegen andere parasiten, bakterien oder pilzinfektionen wehren können. die folgen sind wohl klar... somit können wir auch fische ein jahr in ein quarantäne becken setzten ohne das bei infektiosen (überträger) symptome auftreten, würden wir diese jedoch in das stammbecken setzten mit unseren neugeborenen dann haben wir den supergau.
fische mit einer aktiven unbehandelten infektion sterben binnen 1-1/2 wochen also reicht eine woche quarantäne völlig aus aber fische welche nur überträger sind werden wir durch diese sicherheitsverwahrung nicht überführen.
noch ein bsp. denken sie an aids...kein mensch stirbt an aids sondern als möglichkeit an einer erkältung weil sein immunsystem so platt ist das diese kleinigkeit für diese person ein kampf ist den sie nicht mehr gewinnen kann.
bakterien können nicht überall und ständig überleben würde bedeuten das wenn ich denn fische in ein wärmes oder kälteres, ph hoch oder runter regele, salz hinzu oder weg nehme das bakterium an seine grenzen gerät und irgendwann weg ist. ein virus dagegen setzt sich in der zelle genauer in der rna bestandteil der zellteilung fest und man würde nicht viel gegen ihn ausrichten. also jeden fisch ins antibiotikum und die seuche wäre so gut wie ausgerottet. nachdem dies aber nicht der fall ist stellt sich die frage ob wir hier gegen einen virus kämpfen. zur behandlung kann ich sagen das in meinem wasser jetzt "nifurpirinol und neomycinsulfat" in den vorgeschriebenen dosen sind, desweiteren habe ich einen durchlauf von 800litern luft (ich vermeide den begriff sauerstoff da in der umgebungsluft nur 21% reiner sauerstoff befinden) filter mit nur filterwatte (den rest habe ich in einem verschlossenen eimer mit aqwasser in sicherheit gebracht um die nützlichen bakterien zu erhalten) und füge noch sauerstaff über sauerstoff tabs hinzu. das licht ist aus, denn dann scheinen die disci sich wohler zu fühlen.
heute ist eine besserung des zustandes bei einem der disci zu sehen und ich bin guter dinge das dies so bleibt. mein neubesatz zeigt keinerlei anzeichen von krankeiten und auch ein alteingessener scheint immun zu sein aber kein überträger denn er ist fit und gesund zeigt nur seinen kumpels gegenüber das er sie nicht hängen lässt und schaut gern bei ihnen vorbei und leistet krankenbetreuung.
all dies sind meine beobachtungen und erfahrungen und keine wissenschaftlichen vorschungen und ich hoffe ich kann damit einigen disci und deren besitzern das leben retten und oder erleichtern.
ich habs geschafft, es sind leerzeilen drin, sorry für die erste ausführung