perseusp
27.04.2009, 11:45
Hallo!
Essigälchen (Turbatrix aceti) sind ebenfalls ein gutes Lebendfutter für Jungfische. Ich habe es selbst ausprobiert bei kleinstem Fischnachwuchs (Boraras Urophthalmoides und Pseudomugil furcatus).
Essigälchen gehören zu den Bakterien fressenden Fadenwürmern und ernähren sich von Essigsäurebakterien die bei der Gärung von Essig und Zucker entstehen. Sie werden ca. 1,5 mm lang und sind mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen.
Die Rezeptur. Benötigt werden:
1 Zuchtansatz Essigälchen
1 leeres Glas mit Schraubverschluss (z. B. Gewürzgurkenglas)
300 ml Essig
200 ml Wasser
1 Teelöffel Zucker
1 Stückchen Nylonstrumpf
1 Gummiring
Essig, Wasser und Zucker in das Glas geben, umrühren und den Zuchtansatz zugeben.
In den Deckel ein paar Löcher machen, damit Luft hinein und hinaus kann. Das Glas mit dem Stück Nylonstrumpf abdecken und mit dem Gummiring befestigen (Damit wird verhindert, dass sich kleine Fliegen dort einnisten). Anschließend den Deckel auf das Glas schrauben. Das Glas sollte warm, bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Fertig.
Nach ein paar Tagen sollte man eine ganze Menge Essigälchen sehen können, wenn man das Glas gegen das Licht hält.
Der gesamte Ansatz ist ewig haltbar. Nur ab und zu das Essig-, Wasser-, Zuckergemisch auffüllen.
Übler Geruch ist bei mir noch nicht entstanden. Ich rieche nur dann etwas, wenn ich meine Nase direkt über das Glas halte.
Nun zur "Ernte"
Hierzu benötigt man ein weiteres Glas. Zuerst habe ich es mit einem Reagenzglas probiert. Die Ausbeute war aber zu mickrig. Jetzt benutze ich ein schmales Olivenglas. Außerdem benötigt man Filterwatte und eine Spritze.
Mit der Spritze wird aus dem Essigälchenansatz soviel entnommen und in das Olivenglas gefüllt, bis eine 2-3 cm hohe Menge im Glas ist.
Hierauf wird nun Filterwatte gesteckt (Nicht in das Essiggemisch drücken). Es sollte soviel Filterwatte hineingesteckt werden, dass ca. ein Drittel des Glases damit ausgefüllt wird. Darauf wird dann, bis zum Rand des Glases, vorsichtig Wasser aufgefüllt.
Die Essigälchen schwimmen nun nach und nach durch die Filterwatte nach oben in den Teil mit dem Wasser. Hier kann man diese mit einer Spritze abziehen und an die Fische verfüttern.
Essigälchen haben den Vorteil, dass sie im Aquarium an die Oberfläche schwimmen und nicht wie Mikrowürmchen nach unten sinken.
Noch etwas: Essigälchen sind sehr fetthaltig und sollten nur ab und zu gefüttert werden.
Viel Spaß beim Nachmachen.
Essigälchen (Turbatrix aceti) sind ebenfalls ein gutes Lebendfutter für Jungfische. Ich habe es selbst ausprobiert bei kleinstem Fischnachwuchs (Boraras Urophthalmoides und Pseudomugil furcatus).
Essigälchen gehören zu den Bakterien fressenden Fadenwürmern und ernähren sich von Essigsäurebakterien die bei der Gärung von Essig und Zucker entstehen. Sie werden ca. 1,5 mm lang und sind mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen.
Die Rezeptur. Benötigt werden:
1 Zuchtansatz Essigälchen
1 leeres Glas mit Schraubverschluss (z. B. Gewürzgurkenglas)
300 ml Essig
200 ml Wasser
1 Teelöffel Zucker
1 Stückchen Nylonstrumpf
1 Gummiring
Essig, Wasser und Zucker in das Glas geben, umrühren und den Zuchtansatz zugeben.
In den Deckel ein paar Löcher machen, damit Luft hinein und hinaus kann. Das Glas mit dem Stück Nylonstrumpf abdecken und mit dem Gummiring befestigen (Damit wird verhindert, dass sich kleine Fliegen dort einnisten). Anschließend den Deckel auf das Glas schrauben. Das Glas sollte warm, bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Fertig.
Nach ein paar Tagen sollte man eine ganze Menge Essigälchen sehen können, wenn man das Glas gegen das Licht hält.
Der gesamte Ansatz ist ewig haltbar. Nur ab und zu das Essig-, Wasser-, Zuckergemisch auffüllen.
Übler Geruch ist bei mir noch nicht entstanden. Ich rieche nur dann etwas, wenn ich meine Nase direkt über das Glas halte.
Nun zur "Ernte"
Hierzu benötigt man ein weiteres Glas. Zuerst habe ich es mit einem Reagenzglas probiert. Die Ausbeute war aber zu mickrig. Jetzt benutze ich ein schmales Olivenglas. Außerdem benötigt man Filterwatte und eine Spritze.
Mit der Spritze wird aus dem Essigälchenansatz soviel entnommen und in das Olivenglas gefüllt, bis eine 2-3 cm hohe Menge im Glas ist.
Hierauf wird nun Filterwatte gesteckt (Nicht in das Essiggemisch drücken). Es sollte soviel Filterwatte hineingesteckt werden, dass ca. ein Drittel des Glases damit ausgefüllt wird. Darauf wird dann, bis zum Rand des Glases, vorsichtig Wasser aufgefüllt.
Die Essigälchen schwimmen nun nach und nach durch die Filterwatte nach oben in den Teil mit dem Wasser. Hier kann man diese mit einer Spritze abziehen und an die Fische verfüttern.
Essigälchen haben den Vorteil, dass sie im Aquarium an die Oberfläche schwimmen und nicht wie Mikrowürmchen nach unten sinken.
Noch etwas: Essigälchen sind sehr fetthaltig und sollten nur ab und zu gefüttert werden.
Viel Spaß beim Nachmachen.