Sascha Wollentin
15.10.2006, 12:43
Erscheinungsbild
Die Cryptocorynenkrankheit oder Cryptocorynenfäule äußert sich als erstes dadurch, dass sich in den Blättern oder an den Blatträndern Löcher bilden. Es ist keine einzelne Pflanze betroffen, sondern der ganze Bestand reagiert artübergreifend in obiger Art.
Mögliche Ursachen
Die Cryptocorynenfäule ist weniger eine Krankheit sondern eine Reaktion des Pflanzenbestandes auf sich stark verändernde Bedingungen bis hinzu ungeeigneten Bedingungen.
Die Faktoren die zur Entstehung dieser Krankheit beitragen sind eine rapide Verschlechterung der Wasserwerte, insbesondere bei hohem Phosphatwert (PO4). Weitere Faktoren sind mangelhafte oder falsche Ernährung (Düngung) und Lichtmangel. Als Auslöser der Krankheit können Veränderungen im Aquarienmillieu z.B. Wasserwechsel nach sehr langer Zeit, Düngung der Pflanzen nach langer Hungerperiode und Wechsel einer überalterten Leuchtstoffröhre wirken.
Auswirkung auf den Bestand
In der Regel sterben die einzelnen Pflanzen nicht ab, sondern passen sich an und treiben neue Bl?tter aus dem Rhizom (Wurzelstock der Pflanze). Es sieht nicht schön aus, aber in der Mehrzahl der Fälle erholt sich der Bestand. Also nicht gleich verzweifeln.
Was passieren kann, ist das, dass die Blätter kleiner werden.
Tipps bei Befall und zur Vermeidung
Abhilfe kann geschaffen werden, indem man im Anfangsstadium die befallenen Blätter entfernt und einen Wasserwechsel von über 50% durchführt. Wenn die Krankheit im Endstadium ist, dann sollte das zerfallene Pflanzenmaterial abgesaugt und ein Wasserwechsel von 75% durchgeführt werden. Die Cryptocorynen müssen nach dem Wasserwechsel in Ruhe gelassen werden, weil das Rhizom (Wurzelstock der Pflanze) oft nicht von der Krankheit befallen ist und sich nach einer gewissen Ruhezeit wieder erholt und erneut austreiben kann. Durch Vorbeugung wie regelmäßigem Wasserwechsel, Düngung und rechtzeitiges Auswechseln der Leuchtstoffröhren kann die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruches dieser Krankheit verringert werden. Positiv macht sich auch ein nicht zu dichtes Setzen der einzelnen Pflanzen bemerkbar. Töpfe enthalten oft mehrere Pflanzen. Diese Pflanzen sollten vereinzelt werden.
Ausblick
Die verschiedenen Cryptocorynen-Arten reagieren unterschiedlich. Manche neigen fast nicht dazu, während andere sehr anfällig sind.
Text by Sascha Wollentin und eumel6
Die Cryptocorynenkrankheit oder Cryptocorynenfäule äußert sich als erstes dadurch, dass sich in den Blättern oder an den Blatträndern Löcher bilden. Es ist keine einzelne Pflanze betroffen, sondern der ganze Bestand reagiert artübergreifend in obiger Art.
Mögliche Ursachen
Die Cryptocorynenfäule ist weniger eine Krankheit sondern eine Reaktion des Pflanzenbestandes auf sich stark verändernde Bedingungen bis hinzu ungeeigneten Bedingungen.
Die Faktoren die zur Entstehung dieser Krankheit beitragen sind eine rapide Verschlechterung der Wasserwerte, insbesondere bei hohem Phosphatwert (PO4). Weitere Faktoren sind mangelhafte oder falsche Ernährung (Düngung) und Lichtmangel. Als Auslöser der Krankheit können Veränderungen im Aquarienmillieu z.B. Wasserwechsel nach sehr langer Zeit, Düngung der Pflanzen nach langer Hungerperiode und Wechsel einer überalterten Leuchtstoffröhre wirken.
Auswirkung auf den Bestand
In der Regel sterben die einzelnen Pflanzen nicht ab, sondern passen sich an und treiben neue Bl?tter aus dem Rhizom (Wurzelstock der Pflanze). Es sieht nicht schön aus, aber in der Mehrzahl der Fälle erholt sich der Bestand. Also nicht gleich verzweifeln.
Was passieren kann, ist das, dass die Blätter kleiner werden.
Tipps bei Befall und zur Vermeidung
Abhilfe kann geschaffen werden, indem man im Anfangsstadium die befallenen Blätter entfernt und einen Wasserwechsel von über 50% durchführt. Wenn die Krankheit im Endstadium ist, dann sollte das zerfallene Pflanzenmaterial abgesaugt und ein Wasserwechsel von 75% durchgeführt werden. Die Cryptocorynen müssen nach dem Wasserwechsel in Ruhe gelassen werden, weil das Rhizom (Wurzelstock der Pflanze) oft nicht von der Krankheit befallen ist und sich nach einer gewissen Ruhezeit wieder erholt und erneut austreiben kann. Durch Vorbeugung wie regelmäßigem Wasserwechsel, Düngung und rechtzeitiges Auswechseln der Leuchtstoffröhren kann die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruches dieser Krankheit verringert werden. Positiv macht sich auch ein nicht zu dichtes Setzen der einzelnen Pflanzen bemerkbar. Töpfe enthalten oft mehrere Pflanzen. Diese Pflanzen sollten vereinzelt werden.
Ausblick
Die verschiedenen Cryptocorynen-Arten reagieren unterschiedlich. Manche neigen fast nicht dazu, während andere sehr anfällig sind.
Text by Sascha Wollentin und eumel6