Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Garnelen sterben sofort nach Umsetzen
Casa Carota
10.02.2007, 22:54
Hallo zusammen,
gestern habe ich 14 Red Fire Garnelen abgegeben, von denen 12 bisher gestorben sind.
Die Halterin sagte mir, sie hätte das Becken (ca. 60 l) erst neu eingerichtet und seit etwa einer Woche 3 Arten Salmler drin (5 Tiere je Art). Unter den Kies haben sie Bodengrunddünger eingebracht. Das Aquarium wurde eingefahren.
Sie hat die Garnelen ganz langsam an das andere Wasser gewöhnt und trotzdem bekam ich heute die Nachricht, dass sie nun nur noch 2 lebende Red Fires hat, die allerdings auch mehr auf dem Rücken liegen als dass sie munter durchs Aquarium toben.
Für mich hört es sich nach einer Vergiftung an.
Ich würde mich freuen, wenn ihr einfach mal schreibt, was euch dazu einfällt. Worin kann die Ursache für dieses Massensterben liegen?
Schmerli
10.02.2007, 23:04
Hallo Marlis,
mir fällt dazu ein (weil es zu diesen Themen schon ähnliche Fälle gab):
Ammoniak, Mopani-Wurzel, kunststoffummantelter Farbkies, neue Pflanzen - die nicht mehrere Tage gewässert wurden (Pestizide).
LG
Kerstin
Andreas W
10.02.2007, 23:06
Hallo,
ich würde auf Ammoniak tippen. Gerade bei einem neuen Aquarium. Soweit ich weiss sind Garnelen gegen Nitrit nicht so empfindlich. Dünger in den neuen Pflanzen würde ich auch nicht ausschliessen. Im Interesse Der Fische würde ich nun vor allem den Nitritgehalt im Auge bahalten und mich mit Wasserwechseln anfreunden. Das Becken wurde innerhalb von sehr kurzer Zeit ordentlich besetzt. Nun muss man handeln. Sobald die Fische Erstickungszeichen bekommen grosse Wasserwechsel durchführen.
Gruss Andreas
Hallo,
ich würde den Bodengrunddünger auch nicht ausschließen. Mir wurde von einem Aquaristikhändler gesagt, das man beim setzen der Pflanzen und umgestalten des Beckens vorsichtig sein sollte, damit man den Bodengrunddünger nicht freilegt(direkter kontakt zum Wasser). Es würde sich zu viel Dünger in kürzester Zeit lösen(giftig). Ob es stimmt weis ich nicht, bin ziemlich schnell von Bodengrunddünger abgekommen.
@ Schmerli: :-O
Mich würde das mit der Mopani-Wurzel interressieren, ich erwarte auch demnächst meine ersten RedFire und habe in jedem Becken Mopani-Wurzeln. Was mich stuzig macht ist, meine Caridina Japonica (Amano) lieben diese Wurzeln. Sind die RedFire empfindlicher? Ein Link oder so wäre net.
MfG
Andreas
Casa Carota
10.02.2007, 23:39
Hallo,
im Red Fire Becken habe ich auch Mopani-Wurzeln. Das Holz vertragen die Tiere gut, sonst würden sie sich nicht so vermehren.
Vielleicht gibt es da ja aber auch Unterschiede. Zur Sicherheit sollte man die Wurzeln evtl. auch erst mal rausnehmen um sie als Ursache auszuschließen.
Bei meinen Crystal Red habe ich das Mopani-Holz rausgenommen. Seitdem habe ich ein wenig Nachwuchs zu verzeichnen, bin aber mit der "Produktion" immer noch nicht zufrieden.
Schmerli
10.02.2007, 23:45
Hallo Welli,
einige dieser Wurzeln stehen im Verdacht, durch Schwermetalleinschlüsse "Giftstoffe" an das Wasser abzugeben. Soweit ich weiß, ist die Gefahr bei älteren Wurzeln (die schon lange im Wasser liegen) nicht mehr so hoch.
Du brauchst nur mal nach Mopani-Wurzel zu googlen oder mal die Suchfunktion diverser Wirbellosenforen benutzen.
Ansonsten gibts auch bei den Logemännern was dazu:
Es häufen sich Berichte von Aquarianern, die bei Verwendung von Mopaniwurzeln (auch Savannenholz oder Eisenholz genannt) über Garnelensterben berichten. Auch wir haben einmal ein Becken mit diesen Wurzeln eingerichtet und es einfach nicht hinbekommen, dass sich die Garnelen darin wohlfühlten. Sie saßen meist nur apathisch herum und viele sind gestorben. Erst nach einem halben Jahr wurde es besser. Wir konnten uns das lange nicht erklären, da wir bisher alle Becken relativ ähnlich unter Verwendung anderer Wurzeln eingerichtet hatten und es nie zu solchen Problemen gekommen war. Dann hörten wir von dem Gerücht, dass in Mopaniwurzeln, je nach Herkunft, eventuell Schwermetalle eingelagert sein sollen und diese im Wasser wieder abgeben. Vieleicht liegt es aber auch an der Sandstrahlbehandlung der die Wurzeln unterzogen werden... wir wissen es noch nicht und so bleibt es auch erstmal weiter nur ein Gerücht. Jedenfalls verzichten wir seither auf Mopaniholz, sicher ist sicher. Moorkienwurzel oder Mangrovenwurzel verwenden wir übrigens ohne Probleme.
Quelle (http://www.caridinajaponica.de/tippsundfaq2.htm)
EDIT: Aber wenn du schon Mopani in deinem Becken hast und Amanos in dem Becken sind, wird es wohl kein Problem geben.
@Marlis: es muss nicht bei jeder Mopani-Wurzel auftreten...........
LG
Kerstin
Hallo,
als ich damals den Bereich der Garnelen für mich entdeckt habe hat mein mit viel Mopani-Holz eingerichtetes Becken meinen ersten CR´s dahingerafft. Nachdem ich die Wurzeln entfernt hatte und eine Weile später neu mir Red Fire besetzt habe läuft das Becken ohne Ausfälle.
Ist eine Vergiftung durch Kupfer auszuschließen?
gruß Tim
Hallo,
@ Schmerli: Vielen Dank! :wink:
werd trotzdem auf Nummer Sicher gehen, da sie ihr eigenes 54l Becken bekommen, werd ich die Wurzel(stammt aus dem Amano Becken) entfernen. Die Amanos sind in einem Becken mit sehr viel Mopani Wurzeln, das Wasser hat immer eine leicht gelb-bräunliche Färbung. Die Amanos scheint es nicht im geringsten zu stören, sie absolvieren regelmäßig ihr "Paarungsschwimmen" und zwei Weibchen tragen ständig Eier. Sie meiden auch die Wurzel nicht, im Gegenteil sie weiden sie mit vorliebe ab.
Aber es bleiben einfach zu viele ??? , werd die Wurzel raus tun und einen Wasserwechsel machen. Noch isses net zu spät.
@ Casa Carota: Viel Erfolg bei der Ursachen Findung!
MfG
Andreas
Michael H
11.02.2007, 00:37
Hallo,
es währe ganz gut zu wissen was für Salmler in dem Becken schwimmen.
Ev. haben die die Nelen als Lebendfutter angesehen ???
Ausschließen würde ich es nicht, zumindest wenn die Garnelen noch recht klein waren.
Grüße
Micha
Casa Carota
11.02.2007, 01:00
Hallo,
Ist eine Vergiftung durch Kupfer auszuschließen?
das war auch eine meiner Vermutungen, genaueres kann ich dir aber leider nicht sagen.
es währe ganz gut zu wissen was für Salmler in dem Becken schwimmen. Ev. haben die die Nelen als Lebendfutter angesehen ???
das kann ich mir nicht ganz vorstellen, weil ja die letzten zwei Überlebenden auf dem Rücken liegen. Es scheint den Tieren schlecht zu gehen.
Hallo,
Original von Welli
ich würde den Bodengrunddünger auch nicht ausschließen. Mir wurde von einem Aquaristikhändler gesagt, das man beim setzen der Pflanzen und umgestalten des Beckens vorsichtig sein sollte, damit man den Bodengrunddünger nicht freilegt(direkter kontakt zum Wasser). Es würde sich zu viel Dünger in kürzester Zeit lösen(giftig). Ob es stimmt weis ich nicht, bin ziemlich schnell von Bodengrunddünger abgekommen.
halte ich für das Wahrscheinlichste. So habe ich selbst meine ersten Amanos verloren. Ammoniak halte ich für eher unwahrscheinlich, wenn die Fische keinerlei Auffälligkeiten zeigen. Wie ist überhaupt der ph im Becken?
Ich würde doch die zwei letzten Garnelen rausholen und in einen Eimer mit frischen Wasser setzten, aber wird vermutlich eh zu spät sein.
Gruß
Susanne
Sehe ich ähnlich @Susanne.
Ein erhöhter Ammoniakwert müßte sich ebenfalls schädigend auf den Fischbesatz auswirken, was ja augenscheinlich nicht gegeben ist.
Bodengrunddünger enthält doch oftmals Kupfer, insofern klingt das derzeit als warscheinlichste Ursache,
Eine weitere Möglichkeit wäre eine unzureichende Sauerstoffversorgung, auch dann kann man bei Garnelen solche Auswirkungen beobachten, jedoch denke ich, auch das müßte sich zumindest auch in verändertem Verhalten der Fische auswirken.
LG
Ygra
Andreas W
11.02.2007, 14:34
Hallo,
wobei ich nicht weiss, ob Garnelen nicht empfindlicher auf Ammoniak reagieren als Fische. Also schon bei kleineren Konzentrationen ableben. Für mich bezeichnend war, dass in ein kleines Becken zu einem Zeitpunkt 15 Fische eingesetzt wurden, und danach die Garnelen. Es wäre auf jeden Fall interessant zu wissen, ob Garnelen da empfindlicher sind als Fische.
In wie weit Kupfer im Bodengrunddünger vorhanden ist, kann wohl nur der Hersteller sagen. Jedoch habe ich auch des öfteren solch einen Dünger verwendet und es ist bislang nie etwas passiert.
Gruss Andreas
hm..eine stärker ausgeprägte Empfindlichkeit nehme ich bei Garnelen schon alleine aufgrund ihrer doch geringen Größe schon an, aber ich würde ebenfalls annehmen, dass die Fische dann bei einer Erhöhung des Ammoniakgehaltest zumindest beeinträchtigt wirken müßten.
Im Grunde würde es helfen, den PH-Wert des benannten Beckens zu kennen um so überhaupt erstmal die Möglichkeit der Ammoniakbildung abzuklären.
Möglicherweise liegt die Ursache einfach auch nur an zu unterschiedlichen Wasserparametern vom Ausgangsbecken zum Zielbecken, gerade starke PH-Unterschiede können sich da gravierend auswirken und
Original von Casa Carota
Sie hat die Garnelen ganz langsam an das andere Wasser gewöhnt
das ist nun wieder sehr relativ...manche mögen unter langsam eine Stunde verstehen, andere vll 5 Stunden.
Je größer die Unterschiede in den Wasserwerten, desdo länger sollte die Eingewöhnungszeit andauern, desdo geringer müssen die zugeführten Mengen in den einzelnen Umgewöhnungsschritten an das neue Wasser sein.
LG
Ygra
Hallo,
Original von Fossibär
In wie weit Kupfer im Bodengrunddünger vorhanden ist, kann wohl nur der Hersteller sagen. Jedoch habe ich auch des öfteren solch einen Dünger verwendet und es ist bislang nie etwas passiert.
Na ja, ich kann nur sagen, dass es bei mir so war, da bin ich mir fast zu 100 % sicher, bei meinem Bodengrunddünger (von Elos) stand auch als Bestandteil Kupfer aufgeführt und ich hatte kurz davor nochmals schön im Boden rumgerührt, da ich Pflanzen umgesetzt hatte...
Original von Ygra hm..eine stärker ausgeprägte Empfindlichkeit nehme ich bei Garnelen schon alleine aufgrund ihrer doch geringen Größe schon an
Müssten dann nicht auch kleine Fische sichtbar empfindlicher reagieren als größere auf Ammoniak, Nitrit usw.? Ist das denn so? Ich würde rein vom Logischen eher sagen, dass je kleiner der Organismus, desto weniger wird im Verhältnis zur Körpermasse ja auch vom Giftstoff aufgenommen, oder was meint Ihr?
Na ja, aber solange der pH-Wert nicht bekannt ist sind weitere Spekulationen über Ammoniak eh recht sinnlos, da gebe ich Dir recht.
Vielleicht findet ja jemand noch irgendwas Aussagekräftiges zur Empfindlichkeit von Garnelen bezüglich Ammoniakgehalt.
Gruß
Susanne
fischpapa
12.02.2007, 04:13
Moin,
Original von Naias
stand auch als Bestandteil Kupfer aufgeführt
in den Düngern für unsere AQ-Pflanzen ist kein Kupfer sondern Kupfer(II)sulfat (CuSO4 · 5 H2O) vorhanden. Letzteres ist sowohl für Garnelen als auch für Welse völlig ungiftig!
Unsere Pflanzen können mit reinem Kupfer auch nichts anfangen, warum sollten die Hersteller dann dem Dünger welches untermischen?
Casa Carota
12.02.2007, 07:04
Hallo zusammen,
ich danke euch für die zahlreichen Antworten.
Leider kann ich nichts näheres sagen, weil ich nur diese Aussagen von Christiane habe.
Ich habe ihr einen Link zu diesem Thread geschickt, vielleicht liest sie ihn ja durch und ich würde mich freuen, wenn sie sich registriert und dann selbst was dazu schreibt.
Andreas W
12.02.2007, 07:29
Hallo Marlis,
ja das wäre wirklich schön. Ich habe ja selber Tiere von Dir und gehe davon aus, dass sie gesund waren (Meine warens auf jeden Fall. Die, die Du an Christiane gegeben hast sicher auch). Solange keine genaueren Infos kommen tappen wir völlig im Dunklen und können nur mutmaßen. ;-(: .
Gruss Andreas
Hallo,
Original von fischpapa
Moin,in den Düngern für unsere AQ-Pflanzen ist kein Kupfer sondern Kupfer(II)sulfat (CuSO4 · 5 H2O) vorhanden. Letzteres ist sowohl für Garnelen als auch für Welse völlig ungiftig!
Es ist richtig, dass chelatisiertes Kupfer sehr viel weniger toxisch ist, aber es ist nicht "völlig ungiftig" egal in welcher Konzentration, wie immer, die Dosis macht das Gift, zudem hängt die Giftigkeit von weiteren Randfaktoren ab.
Da der Terra Uno Bodengrunddünger von Elos eine wahre Mineralstoffbombe ist die 4-6 Monate vorhalten soll, ich die Kapseln ziemlich großzügig eingebracht hatte und dann durch meine Umpflanzaktion sicher einen guten Teil davon auf einmal ins Wasser gespült habe, gehe ich schon davon aus, dass meine Garnelen dadurch vergiftet wurden.
Anscheinend gibt es aber auch andere "Düngestoffe" auf die Garnelen bei entsprechender Konzentration empfindlich reagieren können. Muss also nicht (nur) der Kupferanteil gewesen sein.
Interessant ist hierzu vielleicht auch folgende Infoseite von Dennerle, auch für Christiane nochmal zum abchecken
---Link nicht mehr verfügbar---
Gruß
Susanne
Steatocranus sp red eyes
12.02.2007, 09:36
Hallo
in welchem wasser wurde die Garnelen gehalten.
Wir hatten sowas mal mit Osmosewaser beim Umsetzen sind 7 vom 10 umgefallen.
Casa Carota
12.02.2007, 18:24
Hallo
mein Wasser hat etwa GH 7-8 und pH 6-7.
Christianes Wasserwerte kenne ich nicht. Ich glaube aber auch nicht, dass sie Osmose-Wasser benutzt.
Ich sagte ihr, sie soll den Garnelen 2-3 Stunden schluckweise Wasser in einen Eimer geben zum Angewöhnen an ihre Werte.
Ich tippe auf den Bodengrund als Ursache, neue Pflanzen die noch Dünger abgeben oder Dünger den sie evtl. ins Wasser gegeben hat.
Sie schrieb noch, dass sie eine Wurzel drin hat, nur nicht welcher Art.
Für mich sehen die Symptome aber schon nach Vergiftung aus.
Leider kann ich euch nicht mehr sagen, da sie mir auch nicht mehr mitgeteilt hat.
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