Pterosynchiropus splendidus - Mandarinfisch-Leierfisch

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    • Pterosynchiropus splendidus - Mandarinfisch-Leierfisch

      Hallo zusammen,

      ich möchte euch noch ein paar Zeilen über meine Lieblingsfische berichten, die Mandarinfische Pterosynchiropus splendidus, von denen ein Pärchen in meinem Becken schwimmt.

      Lange hat es gedauert, bis mein Becken endlich so weit war, dass sie einziehen konnten. Mandarinfische nehmen nämlich kein Trocken- oder Frostfutter an, sondern ernähren sich von lebenden Organismen, die sie im Becken fangen. Dies bedeutet, dass ein Becken erst entsprechend lange stehen muss, um ausreichend dieser kleinen Lebewesen zu beherbergen.
      Bei mir war die Ungeduld groß, bis es endlich so weit war, dass die zwei Einzug halten konnten, denn die Anschaffung dieser Fische war einer der Gründe, warum ich überhaupt vom Süßwasser in den salzigen Bereich gewechselt habe. Die faszinierende Farbgebung dieser Fische, ihre Art der Fortbewegung - ach, eigentlich der ganze Fisch als solcher begeistert mich schon seit Jahren.

      Als mein Becken endlich so weit eingefahren war, dass ich ruhigen Gewissens an den Kauf der Fische herangehen konnte - gab es keine. Nirgends habe ich einen entdecken können. Keine "Saison" für Mandarinfische?
      Endlich entdeckte ich bei meinem Händler ein kleines Männchen, ca. 3 cm groß. Das gefiel mir schon mal gut, denn bei den größeren hat man in der Regel keinerlei Vorstellung von deren Alter.
      Die Eingewöhnung des Fisches war verhältnismäßig unproblematisch, klar, dass entsprechend dieses lang ersehnten Wunschfisches alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden.
      Zwei Tage später war auch das Weibchen in der gleichen Größe zu verkaufen, somit das Pärchen nach der ebenfalls sorgfältigen Einsetzzeremonie komplett.

      Nun schwimmen die beiden schon längere Zeit quietschvergnügt in meinem Becken und alle meine Hoffnungen und Erwartungen dieser Fische wurden wirklich erfüllt. Sie sind gewachsen und das anfangs etwas schwächlich-dünne Männchen ist schnagelfett geworden. Ein gutes Zeichen dafür, dass sie ausreichend Lebendfutter im Becken vorfinden.

      Nun zum Fisch selbst: Die P. splendidus gehören zur Gattung der Leierfische und haben einen kräftigen, länglichen Körperbau. Die Augen stehen wie bei einem Frosch auf dem Kopf, das Maul ist spitz zulaufend und recht klein. Die Männchen dieser Fische haben eine verlängerte Rückenflosse, die wie ein Schwert aufrecht gestellt werden kann. Die Farben kann man nicht beschreiben, sie sind einfach zu vielfältig. Man sieht das ganz gut auf den Bildern.
      Interessant ist die Fortbewegung der splendidus, die mit einem Paar zusätzlicher Flossen neben den Brustflossen, die ständig schnell rotieren, durch das Wasser schweben können. In jeder beliebigen Körperhaltung wird das Gestein auf der Suche nach Nahrung inspiziert, dabei stehen sie regelrecht im Wasser mit rotierenden Flossen, auch schon mal kopfüber oder mit dem Bauch nach oben unter einem Stein. Die eigentlichen Brustflossen werden teilweise wie Beine benutzt.

      Mandarinfische sind nicht scheu und lassen sich so schnell von nichts aus der Ruhe bringen. Sie sind recht neugierig auf die Welt ausserhalb des Aquariums und lassen sich durch ihre Gelassenheit wunderbar beobachten. Zudem sind sie auch noch friedlich gegenüber allen anderen Beckenbewohnern und nicht revierbildend.
      Die Ausnahme jedoch bilden zwei Männchen der gleichen Art, die sich bis zum Tod des Unterlegenen bekämpfen. Dies gilt auch übergreifend von Art zu Art für Männchen des Verwandten, des LSD-Mandarinfisches Pterosynchiropus picturatus.

      Mein Fazit:
      Ich bin ein absoluter Fan dieser Fische und kann nur jedem, der die Möglichkeit der Haltung hat empfehlen, sich diese Fische in sein Becken zu holen. Es gibt nur wenig, das wirklich schöner ist.

      P.S. Das große Bild zeigt das Einsetzen des Weibchens, das ich mit der Hand aus dem Eimer genommen habe. Sie saß lange auf meiner Hand und schaute über deren Rand hinweg hinunter ins Becken, bis sie dann ganz langsam und gemütlich fort schwamm.
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      Bilder
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      Gruß - Ingo
    • Hi,
      vielen Dank für die schöne und ausführliche Beschreibung.

      Gerne merke ich jedoch an, dass die Splendidus - in Ausnahmefällen - auch gerne Artemia gefrostet annehmen. Wir haben zwei Prachtexemplare, die sowohl im Becken fündig werden, als sich auch über die "Extrarationen" sehr freuen.

      Freundliche Grüße
      Susanne
    • hallo,

      ich pflege selbst ein pärchen dieser fische....

      meine gehen an artemia und mysis, aber suchen auch gern den ganzen tag im becken nach futter....

      hatte leider mit dem ersten pärchen auch kein glück....

      inzwischen fangen die beiden an zu balzen, wenn die beleuchtung abends aus geht...

      gruss

      sven