ULF - Kahmhaut


    • Rupert
    • 5833 Aufrufe 15 Antworten

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    • ULF - Unbekannte Lebensform

      Hallo zusammen,

      die Kahmhaut (auch oft als Biofilm bezeichnet) entsteht hin und wieder mal in einem Aquarium.
      Meist entwickelt sich die Kahmhaut bei geringer Wasseroberflächenbewegung und Nährstoffüberschuß.

      Woraus besteht die Kahmhaut denn eigentlich?
      Die Kahmhaut ist nichts anderes als eine Ansammlung von Bakterien, Kleinstlebewesen und Algen, die hier (Grenzfläche) optimale Lebensbedingungen finden.
      Für Bakterien ist Sauerstoff vorhanden und für Algen das lebenswichtige Kohlenstoffdioxid.

      Bei einer sehr ausgeprägten Kahmhaut sind oft Blasen zu erkennen, hier sollte dann unbedingt reagiert werden, denn daran ist zu erkennen, dass ein Gasaustausch über die Wasseroberfläche nicht mehr stattfinden kann.

      Sehr oft kann man dieses Phänomen im Frühjahr auch auf Teichen sehen.
      Durch einen hohen Nährstoffüberschuß kommt es zu einer starken Vermehrung von Algen.

      Also Sofortmaßnahme zur Entfernung eignet sich sehr gut ein Blatt Küchenrolle oder auch Zeitungspapier.

      Vielleicht hat jemand noch weitere Bilder und möchte seine Erfahrungen mitteilen.

      Gruß Micha

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      www.die-augen-auf.de
    • Hallo Peter,

      gerade so ein Oberflächenabsauger würde ich nicht empfehlen, da er das Problem nicht beseitigt sondern nur unter den Teppich kehrt.

      Der Nährstoffüberschuß bleibt dadurch ja vorhanden.
      Das Problem verlagert sich nur. Wenn man dann Pech hat wachsen z.B. Algen an anderer Stelle im Aquarium, oder es kommt zu einen Bakterienblüte.

      Sinn macht daher, meiner Meinung nach, nur eine Entfernung aus dem Aquarium (Teilwasserwechsel etc.).

      Gruß Micha
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    • Hallo

      Ich hatte vor kurzem eine massive Kahmhaut in einem Becken, inklusive Blasenbildung. Dass sich mein Fütterungsverhalten geändert hätte, ist mir nicht aufgefallen. Aber ich habe eine Woche vor Bildung der Haut dem Becken neue Beleuchtungsröhren spendiert.

      Die Lösung war recht einfach: TWW an zwei folgenden Tagen und danach den Ausströmer für einige Tage in Richtung Wasseroberfläche gerichtet. Das hat den Micro-Rasen lustig durcheinander gewirbelt, seitdem ist wieder Ruhe. (Der Nachteil des Wirbelns ist natürlich, dass man dadurch recht viel Co2 austreibt. Aber eben nur für einige Tage.)

      Dafür braucht es keine neue Technikanschaffung, kein Zusatz-Equipment, sondern nur eine kleine Drehung des Ausströmers nach oben.

      Viel Grüße
      Stefan
    • Hallo,

      bei mir bildet sich so eine Mini Kahmhaut, es gibt aber noch genug freie Stellen.

      Ist das schlimm?

      Habe mich selbst etwas kundig gemacht und mir sind folgende Lösungen gegen Kahmhaut gegeben worden:


      • Verringerung des Fischbesatzes
      • Fütterung reduzieren
      • Weniger düngen
      • Erhöhung des Pflanzenbestandes mit schnellwachsenden Pflanzen
      • Durch eine Abdeckung verhindern, dass Staub auf die Wasseroberfläche fällt.
      • Mit einem Oberflächenabsauger die oberste Wasserschicht absaugen und die organischen Stoffe in den Filter leiten.
      • Blasenschnecken einsetzen. Diese fressen die Kahmhaut.
      • Saugfähiges Papier, z. B. Zeitungspapier oder Küchentücher auf die Wasseroberfläche legen. Das Papier saugt die Kahmhaut auf.


      Jetzt ist mir aufgefallen das:
      Ich nicht viele Fische habe und auch recht wenig füttere (zur Zeit). Düngen tue ich gar nicht, den Wasseraufbereiter habe ich reduziert. Eine Abdeckung ist auf dem Aquarium.
      Blasenschnecken habe ich keine mehr, werde mir welche besorgen und berichten!!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kleiner ()

    • Hallo Frank

      Gut, dass Du den Thread wieder aufgreifst, denn ich laboriere seit zwei, drei Tagen gleichfalls mit ner leichten Kahmhaut rum. Allerdings unter verschärften Bedingungen, denn der Tatort ist ein völlig technikfreies 10-Liter-Nano. Ohne Filter, Pumpe etc. Die Einfachlösung, den Ausströmer drehen und den Bakterienrasen zu verwirbeln, ist also nicht.

      Vollgestopft ist das Teil kompakt mit Javamoos. Und da fing es wohl an. Wollte dem Kraut spontan etwas Gutes tun und spendierte eine Eisendüngung. Ein Grobmotoriker kann so etwas in einer Zehnerpfütze einfach nicht richtig dosieren. Entsprechend liegt die Vermutung nahe, es handelt sich bei der Kahmhaut um Eisenbakterien.

      Zwei massive Wasserwechsel mit alkalischem Wasser – vorher lief das Becken leicht sauer, Ph um die 6,5 – und die Oberfläche absaugen mit unserem lokalen Anzeigenblatt waren meine bisherigen Lösungsversuche.

      Viel Glück für uns beide,
      Stefan
    • Hallo Stefan,

      super dass ich einen finde mit dem gleichen Problem, bitte berichte weiter. :top:

      Habe die Aufsaug Methode auch schon probiert, ideal ist es nicht diese leichte Haut kommt wieder.

      Bei mir bildet sich aber keine Blasen oder dergleichen.

      Trotzdem liegt ein Film drauf, in meinen Becken ist aber sehr wenig Eisen. Daher kann ich diese 2te Kahmhaut auch ausschließen.
    • Hallo Stefan,

      Prestutnik12 schrieb:


      ...Wollte dem Kraut spontan etwas Gutes tun und spendierte eine Eisendüngung. Ein Grobmotoriker kann so etwas in einer Zehnerpfütze einfach nicht richtig dosieren. Entsprechend liegt die Vermutung nahe, es handelt sich bei der Kahmhaut um Eisenbakterien. ...


      als ich das mit den Eisenbakterien gerade las, musste ich spontan erstmal an Loriots Steinlaus denken und schmunzeln. :grinz: Ich wußte nicht, daß es Bakterien gibt die ihre Lebensenergie aus oxidierendem Eisen (Rost?) beziehen. Danke für den interessanten Link. Es ist echt immer wieder faszinierend, was Mutter Natur so an hoch spezialisierten Lebensformen hervorgebracht hat. Auf unserem kleinen Planeten gibt es wohl tatsächlich kein Fleckchen, wo nicht irgendwas (meist mikrosopisch kleines) zufrieden lebt. Einzeller sind die wahren Gewinner der Evolution. Die gibt's sprichwörtlich überall (Stichwort Extremophile). Loriots "Steinlaus" gibt's als Bakterie im Inneren von Steinen tatsächlich irgendwie auch...

      Zurück zur Kahmhaut:
      Ich geselle mich mal zu euch, denn auch ich habe hin und wieder eine leichte Kahmhaut in meinem Becken, die ich mit Wasseroberflächenbewegung und ab und zu ein bißchen Küchenrolle in Schach halte. Ich habe mit meiner Kahmhaut aber mittlerweile einen akzeptablen Rhythmus "vereinbart". Quasi von Wasserwechsel zu Wasserwechsel (1 x wöchentlich). Danach ist sie ein paar Tage weg und kommt dann langsam wieder. Ist aber nicht dramatisch. Sieht in etwa aus wie ein ganz leichter, unterbrochener Ölfilm wenn man am Ende der Woche schräg auf die Wasseroberfläche schaut (erinnert mich aber zuverlässig an den samstäglichen Wasserwechsel).
      Gruß,
      Michael

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Beluga ()

    • Hallo zusammen,

      Auch ich habe seit einigen Tagen eine Kahmhaut im Aquarium, seit heute mit Bläschenbildung.
      Wollte heute aber eh einen größeren TWW vornehmen.
      Leider scheint auch der Filter dicht zu sein, denn der Druck beim Ausströmer ist leider sehr schwach geworden.
      Ich dünge gar nicht, habe keinen Fischbesatz und habe auch am Futter / bzw. der Futtermenge nichts geändert.
      Ausser der Schildkröte Fischbrötchen und den einzelnen Wasserpest-Pflänzchen, die Fischbrötchen (nicht sofort) verspeist,
      gibt es nur ein paar Wurzeln (seit 2 Jahren dieselben) und ein paar Schnecken im Becken.
      Vorne an der Frontscheibe hat sich an einigen Stellen was Grünes gebildet - ich vermute Algen. Wie bekomme ich die weg?
      Mit dem Schwamm geht es nicht so richtig. :denknach:
    • Hallo !
      In meinem neuen Becken hatte ich auch nach zwei Tagen schon eine Kahmhaut warscheinlich Nährstoffüberschuss und zu wenig Wasserbewegung.
      Die Ausströmer waren nur auf einer Seite so waren fast zwei drittel nicht wirklich in Bewegung.
      Jetzt habe ich die Aussläufe so verändert das genug Wasserbewegung vohanden ist und die Kahmhaut ist Geschichte.
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