Skalare haben Löcher im Köper


    • David s.
    • 3738 Aufrufe 38 Antworten

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    • Hey,
      sechs Jahre ist's her.
      Sechs Jahre voller erfolgreicher Skalarhaltung, denn trotz des damaligen Komplettverlusts, habe ich mich nicht einkriegen lassen.
      Nein im Gegenteil! Zu Spitzenzeiten hatten die Skalare hier über 1200 Liter belegt.

      Nun pflege ich noch eine Gruppe, alles super, habe sie von klein an aufgezogen.
      Nun sind's stattliche Tiere, die größten P.scalare (Zuchtformen), die ich jemals gesehen habe.

      Vor kurzer Zeit musste ich gegen Parasiten behandeln, wie genau die in's betroffene Becken kamen?
      Keine Ahnung!
      Ich desinfiziere (dummerweise) das Equipment nicht zwischen den 8 Becken.
      Also:
      Schnell behandelt und fertig, keine Symptome mehr da, alles super.

      Aber bei drei Tieren gab's Wunden, tja hab ich mir erstmal nichts bei gedacht.
      Es sind ausgewachsene Skalare, die fetzen sich manchmal.
      Tja, es waren keine einfachen Wunden.
      Wie hier vor sechs Jahren beschrieben sind es Wunden, die sich immer weiter und weiter ausbreiten, nach fast 100% Wasserwechsel, beim entdecken der Symptome, passierte nichts Positives, nein die Wunden wachsen weiter und weiter.



      Ich weiß noch immer nicht was es ist, aber es scheint mit einer Unverträglichkeit gegen Medikamente zusammenzuhängen!
      Behandlungsmöglichkeiten?
      Außer WW sehe ich nichts, was hier möglich wäre.
      Beifische sind alle fit und munter, es gab keine Ausfälle o.Ä.

      Vielleicht geschieht ein Weihnachtswunder und die Wunden verheilen wieder.
      Aber davon gehe ich nicht aus- leider.
      Innerhalb der nächsten Tage werde ich schauen müssen, ob sie es schaffen.
      Währenddessen geht es darum die restlichen 8 Tiere fit zu halten.
      MfG,
      David
    • Moin David.

      Es sieht ja noch nicht so schlimm aus, auch wenns natürlich optisch erstmal auffällig ist.
      Kleiner Rat aus der Mottenkiste vielleicht: Versuche mal den Leitwert des Wassers auf deutlich unter 100 µ zu bekommen und ordentlich Vitamine aufzudüngen.
      Es könnte durchaus, wie Du auch schon vermutest, eine Folge eines großen Unwohlseins sein.

      Gegen welche Parasiten hast Du behandelt? Ich behandele meine Fische regelmäßig gegen Darmparasiten, da ich diese als die größte Quelle allen Übels ausgemacht habe, und habe bisher niemals Probleme damit gehabt. (Verluste nach Behandlungen in den letzten 10 Jahren = 0)

      Ich drück Dir jedenfalls die Daumen und hoffe das Beste.

      Gruß,
      Martin
      Grau ist alle Theorie - entscheidend is auf`m Platz.
    • Hey Martin,
      der Verdacht fiel auf Haut- und Kiemenwürmer, Symptome sprachen dafür und auch dass Diese nach dem Einsatz vom Omnipur verschwanden, spricht für die Vermutung.
      In einem anderen Forum wurde die Vermutung geäußert, dass dies das Produkt aus dem Einsatz des Medikaments, dem dadurch geschwächsten Immunsystems und zudätzlich dem Absterben der Filterbakterien sei.
      Das wäre logisch und nachvollziehbar.
      MfG,
      David
    • Aqua-Wolf schrieb:

      mit was oder wie behandelst Du regelmäßig gegen Darmparasiten?
      Moinsen.
      Ich habe da keinen festen Zeitplan aber reihum ist jedes Becken ein- bis zweimal im Jahr dran. Bei Bedarf öfter. Allerdings habe ich, seit ich das so handhabe, ausser der Reihe kaum Bedarf.
      Ich erhöhe in dem jeweiligen Becken über 2 Tage stufenweise die Temperatur auf etwa 33-34°C und gebe dann 2-Amino-5-nitrothiazol ins Becken. Die Temperatur regele ich nach 2 Tagen langsam wieder runter auf 26-28°C und nach 5-7 Tagen mache ich einen 70-80% Wasserwechsel. Anschliessend salze ich das Wasser leicht auf. Aktivkohle oder so benutze ich nicht.
      Früher, als ich das noch nicht so gemacht habe, hatte ich öfters mal Probleme mit Darmflagellaten u.ä. Ich habe dann immer Clont und Nifurpirinol gegeben und hatte oft Abgänge.

      Gruß,
      Martin
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    • Moin Wolfgang.

      Das ist nur der Wirkstoff. Der ist in vielen der handelsüblichen Marken enthalten - z.B. Spirohexol, Amtra. Auch mit Flagellol habe ich gute Erfahrungen hat allerdings einen anderen Wirkstoff. (5-Nitro-1,3-thiazol-2-ylazan)
      Ich wende das Mittel exakt nach Vorgabe der Hersteller an, auch wenn immer mal empfohlen wird, zur Prophylaxe nur die Hälfte zu dosieren. Dies halte ich persönlich jedoch für ausgemachten Blödsinn. Warum sollte es eine Dosierempfehlung über eine gewisse Menge geben, wenn auch bereits die Hälfte davon die Würmer abtötet? (Und um nichts anderes geht es ja dabei.)
      Früher, als ich noch nur akut behandelt habe, hatte ich jedesmal Verluste zu beklagen.
      Nebenwirkungen konnte ich, wie gesagt, bisher weder bei Fischen, noch bei Schnecken oder Garnelen feststellen. (versch. L- und C-Welse, Salmlerarten und Amanogarnelen)

      Meine Hunde entwurme ich übrigens auch 2x im Jahr und das bereits seit über 30 Jahren, auch wenn man heute oft hört, das würde diverse "Dinge" auslösen. Kann ich auch nicht bestätigen. Meine (großen) Hunde wurden 18, 13, 16 Jahre alt ohne jemals nennenswert beim Tierarzt auffällig geworden zu sein. (aktuell 5 + 2 Jahre, sehen den Arzt nur zu Impfungen)

      Gruß,
      Martin

      Nachtrag: Da der Wirkstoff auch grampositive und gramnegative Bakterien schädigt, sollte man es allerdings auch nicht im 4 Wochen-Rythmus anwenden.

      Und noch ein Nachtrag: Ich mache das auch in den Aufzuchtbecken wenn die Kleinen 10-12 Wochen alt sind und bevor ich sie abgebe. Gleiches Ergebnis.
      Grau ist alle Theorie - entscheidend is auf`m Platz.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von moldvarpa ()

    • Meine Scalare, die ich ganz früher mal hatte, sind an genau solchen Löchern gestorben...

      Habe mal gelesen, dass die Ursache Mineralstoff- und Vitaminmangel sein kann und man mit Vitaminpräparaten und Zugabe von "Diskussalz" entgegen wirken kann.

      Ob das damit aber noch abheilt? Hm...

      Ist echt schlimm, sowas mit an zu sehen.
      Liebe Grüße von BaBo
    • Hey,
      um die Geschichte zu einem Ende zu bringen:
      Zwei Tiere waren nicht mehr zu retten und mussten abgetötet werden.

      An einem Männchen wagte ich ein Experiment:
      Wenn bei mir irgendwelche Wunden, Entzündungen oder Ähnliches auftritt, gebe ich eine Propilislösung in die offene Wunde oder geöffnete Stelle.
      Bisher trug dies stets zu einer schnellen Heilung ohne weitere Infektionen bei.
      Auf Verzweiflung mischte ich einige Tropfen der Lösung mit Wasser, fischte die klebrige Schicht auf der Oberfläche ab und tunkte ein Wattestäbchen in die Lösung.
      Diese wurde dann in die Wunden des Skalars aufgetragen.
      Danach kam er in Einzelhaft.
      Ich stellte in den ersten Tagen fest, dass keine Verschlechterung mehr stattfand, in den folgenden Tagen fing die Wunde an sich zu schließen.
      Und heute?
      Heute schwimmt er oben in einem Becken in meinem Schlafzimmer!
      Quietschfidel zieht er seine Kreise.
      Von der großen Wunde ist nur noch eine oberflächliche Verfärbung zu sehen.
      MfG,
      David
    • Hey David,

      Du bist nicht allein mit solchen Geschichten.
      Ich habe mal fast meinen gesammten Besatz Betta albimarginata verloren. Schuld war ich selber, weil ich es eilige hatte und schnell noch das Lebendfutter aus dem Zoogeschäft ins Becken gekippt habe, ohne mir den Zustand des Futters anzuschauen. Innerhalb 24 Stunden sind mir alle Tiere gestorben, die von dem Futter etwas abbekommen haben. Ein paar Jungtiere sind in den HMF gesprungen und haben nichts vom Futter abbekommen und haben überlebt.

      Ein bisschen kann ich nachvollziehen, wie es dir geht. Zwar hatte ich an meinem Pech selber schuld und weiss mittlerweile genau was bei mir passiert ist, dennoch ist der Verlust von Tieren ein grosses Ärgernis. Lass dich nicht unterkriegen und mach weiter.

      Gruss
      Sascha