Corys und Thoreaalgen


    • -Frank-
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    • Corys und Thoreaalgen

      Anfangs habe ich ja noch versucht, und versuche es an einigen Stellen immer noch, die Thorea zu bekämpfen, sprich abzupflücken, -waschen. Aber inzwischen finde ich diese Algenart ganz interessant, sie erinnert mich ein wenig an irgendeine feinverzweigte Korallenart. Und - inzwischen stelle ich immer häufiger fest, dass sich meine Corydoras sterbai entweder darauf, wie auf einem Bett, niederlassen, oder dazwischen nach Nahrung suchen. Irgendwie hat diese Algenart etwas von einem rötlichen Flokatiteppich :grinz:
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    • Hallo Frank

      Die Thorea sieht wirklich irre aus! Gerne hätte ich mal eine in natura gesehen. Aber ich habe einfach kein Glück mit Rotalgen…

      Ich habe seit Jahren ein Becken, das überhaupt keine anderen - höheren - Pflanzen beheimatet als Algen. Gesammelt, wo immer ich sie finden konnte: Teiche, Tümpel, Beute aus anderen Aquarien. Eine meiner verrücktesten Funde war – leider „war“ – eine unbekannte Grünalge, die ich aus einem alten Eisenbergwerk mitgenommen hatte. Wuchs rund um eine nackte Glühbirne, hunderte Meter unter der Erdoberfläche. Schade, so zäh sie wirkte, sie hat es submers im Aquarium nicht geschafft...

      Ich vermute – als taxonomischer Ignorant – ich hatte in Lauf der Zeit fast ein Dutzend unterscheidbare Arten in dem Becken, zum Teil in absolut dichten Polstern. Die Wasserqualität im Becken ist prima – und die Otocinclus drin sind glücklich wie Schweinchen Dick.

      Allerdings ist es sehr schwer, diese Artenvielfalt zu bewahren, denn viele Algen sind radikale Verdrängungskünstler anderer Arten. Im Augenblick sind es nur noch zwei oder drei Arten. Denn ich war zugegeben in der letzten Zeit schlampig mit dem Sammeln und Gärtnern, habe die Idee aus dem Auge verloren…

      Aber es freut mich, dass Du die Thorea mittlerweile so entspannt siehst. Und Deine Corys mögen sie ja auch! Und sie ist allemal pfiffiger als Korallen! Denn bei leichter Strömung ist da bestimmt eine reizvolle Dynamik drin.

      Viel Glück,
      Stefan
    • Hallo zusammen

      Frank hatte mir ja netterweise ein paar Ableger geschenkt. Hier ein Update über die Thorea in meinem Algenbecken. Habe sie an zwei Stellen eingebracht: ein Teil an einer Stelle mit Strömung, der andere in stillem Gewässer.

      Der Unterschied: keiner. Die Alge hält sich zwar, geht nicht ein, will aber auch an keiner der Stellen wirklich weiterwachsen.

      Da bleibt nur Abwarten. Und Hoffen, dass sie es auf Dauer schafft.

      Viele Grüße,
      Stefan
    • Hallo ihr beiden,

      ich habe diese Algenart noch nie gesehen, muss aber sagen, dass sie wie einige andere Algen auch, sehr schön aussieht.
      Und wenn die Corys dann auch noch gern dort durchpflügen - ja, warum nicht? Das ist doch mal eine andere Art von Deko. Und eben ganz natürlich.

      Stefan, ich wünsche dir Erfolg mit der Pflege dieser tollen Algenart!
      Liebe Grüße
      Marlis
      ____________________________

      Ein Tourist ist ein Mensch, der auf Reisen geht, um mal was anderes zu sehen und sich dann beklagt, dass alles so ganz anders ist.
    • Salute Frank

      Ein letztes Update mit der traurigen Nachricht: Deine Thorea hat es in meinem Algenbecken nicht geschafft! Es gab keine Stelle - unten, oben, inmitten und außerhalb der Strömung - , an der sie gewachsen wäre. Sie wurde immer kümmerlicher. Auch ein Lampenwechsel brachte nichts. Habe es dann als ultima Ratio mit einer extremen Überdüngung (Eisen, Mangan) versucht. Das Resultat war aber ein Schuss in den Ofen. Die Grünalgenarten explodierten, aber die arme Rote hatte dann wohl gar keine Chance mehr gegen die Konkurrenz.

      Aber nochmal "Danke" für die Alge, war ein netter Versuch,
      Stefan
    • JEPP, Frank, in dem Becken ist es generell so, dass sich die Grünalgen-Arten als die sehr viel Robusteren herausgestellt haben. Die Rotalgen sind alle nach einer gewissen Zeit eingegangen: Noch nicht einmal die als sehr hartnäckig geltenden Bartalgen haben es geschafft.

      Ich werde das Becken jetzt einfach mal in Ruhe lassen – und schauen, welche Monokultur sich letztlich durchsetzt…

      Viele Grüße,
      Stefan