Aplocheilichthys normani - Leuchtaugen Normani - Entscheidende Frage


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    • Aplocheilichthys normani - Leuchtaugen Normani - Entscheidende Frage

      Seit gut drei Wochen halte ich in meinem Aquarium, dass nun gut einen Monat läuft, 10 (nunmehr noch 7) Leuchtaugen Normanis; 2 Männchen, 8 Weibchen (nun noch 5).

      Es hat bisher keinen Nitritpeak gegeben, ich messe z.Z. alle 2 Tage mit dem 6in1 Streifentester von Tetra. Obwohl die genauen Werte damit nicht zu bestimmen sind, würden ja höhere Werte eindeutig angezeigt.

      Wasserwerte im Wochenverlauf:
      Nitrat: 0-10 mg/l
      Nitrit: n.n.
      GH: 16°
      KH: 5°
      Ph: 6,5

      Wasserwechsel 20 - 40 % wöchentlich

      sonstiger Besatz:
      1 Ancistrus sp.
      3 Red Fire Garnelen

      Nun zu der Frage: Wie oben ja schon erkenntlich wird habe ich einen Verlust bei den Tieren zu verzeichnen. Und zwar passiert es wie folgt: die Weibchen haben einen deutlich erkennbaren Laichansatz und werden immer runder. Sie ähneln zum Schluss trächtigen Guppyweibchen. Sie werden nicht sonderlich durch die Männchen belästigt. Es kommt auch nicht nur zur Laichabgabe, sondern auch zur Paarung, denn seit 2 -3 Tagen entdecke ich hin und wieder mal einen Jungfisch. Nach dem das Weibchen dann zur Eiablage kam, wirkt es als ob der hintere Teil des Fisches gelähmt ist. Die Schwanzflosse zeigt keine Bewegung mehr und das Hinterteil schwimmt etwas erhöht, lediglich die Brustflossen bewegen sich. Das Weibchen sondert sich in einen ruhigeren, strömungsärmeren Bereich des Beckens ab. Innerhalb von 2 Tagen, bei einem Weibchen sogar innerhalb eines Tages, kommt es zum Kopfstehen. Das Tier schwimmt dann - naja eher treibt - mit dem Kopf nach unten durchs Becken und verendet dann nach ein bis zwei Tagen.

      Es macht mich ratlos, denn enorme Wasserwerte habe ich nicht vorzuweisen. Feinfiedrige Pflanzen (Wasserpest, Haarnixe und Moos) sind vorhanden, die als Laichsubstrat genommen werden könnten, so dass ich eine "Legenot" fast ausschließe.

      Ist das ein natürliches Verhalten, wie z.B. bei Lachsen, dass die Tiere nach der Laichabgabe versterben? Oder was könnte hier die Ursache sein?

      Eine kleine Anmerkung habe ich noch, der Verkäufer erwähnte, dass er die Tiere schon länger hälterte.

      Ein Bild vom Becken kann man sich hier machen.
    • Hallo Tobias,

      was mir auffällt ist, dass dein Becken ziemlich hell und "offen" ist.
      Die Normanis mögen es, soweit ich weiß, lieber etwas verkrauteter und dunkler.

      Evtl. haben die Fische einfach etwas Stress, da sie keinen richtigen Rückzugsort finden... z.B. eben auch um in Ruhe abzulaichen.

      Ob dies aber wirklich ein Grund für das Sterben sein kann, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.

      Aber viell. hat ja jemand anders noch eine Idee...

      Viele Grüße, Kati
    • Hallo Kati,

      schon mal danke für deine Idee.

      Ich habe jetzt noch 6 Leuchtaugen, die ich als normal bezeichnen würde. Zwei Weibchen habe ich in eines kleines "Quarantänebecken" verfrachtet und einiges an Wasserpest als "Schwimmpflanze" dazu gepackt. Es wird nicht gefiltert und auch nicht beleuchtet, so dass die Tiere absolute Ruhe haben.

      Ein der zwei Weibchen habe ich schon seit 2 Tagen vermisst und ist ziemlich orientierungslos und treibt eigentlich eher noch durchs Becken. Ich dachte es hätte sich erledigt mit dem Weibchen, doch nun bekommt es im Quarantänebecken noch eine Chance sich zu erholen. Das andere Weibchen zeigte heute abend das Kopfstehen.

      Mal schauen, ob die Beruhigung etwas bringt.

      Gruß,
      Tobias
    • Ein Kollege von mir hat 20 Stück gekauft und sie sind im
      Quarantänebecken innerhalb von 3 Wochen bis auf einen gestorben.

      Unser *Fischhändler* meinte zu den Leuchtaugen: "Finger weg"!
      Weil da wohl momentan der Wurm drin ist.

      Es liegt also nicht an Dir.

      Hilfreiche Grüüße

      Norbert
    • Aqua-Wolf schrieb:

      Hallo,

      sieh Dir mal folgenden Link an >> www.jbl.de/online-hospital <<

      Hier findest Du Bildgestützte und Textgestützte Diagnostik, vielleicht hilft es Dir weiter um herauszufinden, um was es sich bei Deinen Fischen handeln könnte.


      Damit komme ich auf Bakterielle Infektion...

      Bollenpiepe schrieb:

      Ein Kollege von mir hat 20 Stück gekauft und sie sind im
      Quarantänebecken innerhalb von 3 Wochen bis auf einen gestorben.

      Unser *Fischhändler* meinte zu den Leuchtaugen: "Finger weg"!
      Weil da wohl momentan der Wurm drin ist.

      Es liegt also nicht an Dir.

      Hilfreiche Grüüße

      Norbert


      Und wenn es das ist, dann habe ich ja wirklich Pech gehabt und selber keine Schuld.

      Effektiv werde ich jetzt einfach abwarten, was mit den Tieren im Aquarium und denen in Quarantäne passiert. Erstmal kommt aber kein weiterer Besatz hinzu.
    • Hallo,

      ich melde mich mal in diesem Beitrag mit einem Update zurück.

      Von insgesamt 10 Tieren (2 Männchen, 8 Weibchen) sind nun 5 Tiere (1 Männchen und 4 Weibchen) übrig geblieben.

      Ein Weibchen habe ich in einem nicht gefilterten Quarantänebecken seit gut 20 Tagen untergebracht. Dieses Weibchen schwamm mit dem Kopf nach unten, teilweise in der Körpermitte zur Seite geknickt, für mehrere Tage durchs Quarantänebecken. Nach gut einer Woche hatte sich die Körperhaltung schon verbessert, es stand nur noch etwa im 45° Winkel nach unten im Wasser und die Körperform wirkte annähernd gerade. Der Hintere Teil (ab Körpermitte) wirkte wie "gelähmt". Nach ca. 20 Tagen zeigte sich wieder normale Körperhaltung und normales Schwimmverhalten. Lediglich die Lähmung scheint noch nicht ganz behoben zu sein. Trotzdem habe ich das Weibchen wieder ins Aquarium zurück gesetzt. In der Hoffnung, dass durch mehr Schwimmmöglichkeiten sich die Lähmung auch noch bessert. Nun 3 Tage später steht das Weibchen zwar noch öfter in strömungsarmen Bereichen nahe der Oberfläche, aber zeigt ansonsten normales Fress- und Schwimmverhalten.

      Was zu diesen - ich nenne es mal - Effekten geführt hat ist mir nicht ganz klar. Scheinbar ist es keine Erkrankung die durch Bakterien o.ä. hervorgerufen wurde. Eine Behandlung habe ich nicht vorgenommen. Es war nach dem Kauf nur zu beobachten, dass diese Weibchen einen enormen Laichansatz hatten. Im Verkaufsbecken gab es kein geeignetes Laichsubstrat. Es war nur mit Kies ausgestattet. Vielleicht hat sich deswegen bei den Weibchen soviel Laich angesammelt, weil sie nicht ablaichen konnten und das hat auf Nerven gedrückt. Abgelaicht haben die Weibchen scheinbar, denn sobald die Effekte auftraten war der Bauch flach. Ich beobachte auch regelmäßig (fast täglich) Jungtiere der Leuchtaugen, also scheinen die noch vorhandenen Weibchen (ohne deutlichen Laichansatz) regelmäßig abzulaichen.

      Das zweite Männchen wurde die ganze Zeit im Becken vom anderen Männchen gejagt und vom Schwarm ferngehalten, es scheint stressbedingt eingegangen zu sein.