Theoretische Gedanken zu Bio CO2


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    • Theoretische Gedanken zu Bio CO2

      Hallo!

      Heute musste ich wieder eine neue Zuckerlösung für meine selbstgebaute Bio-Co2-Anlage ansetzen. Wobei mir der Gedanke nach der optimalen Zuckermenge im Wasser gekommen ist. Es gibt ja viele Rezepte mit unterschiedlichen Angaben zur Zuckermenge in den Gärbehältern. Da ich aber in Biologie etwas aufgepasst habe, weiß ich, dass Hefe ab einer bestimmten Menge Alkohol sowieso abstirbt und damit die Produktion von Co2 bzw. Alkohol zum erliegen kommt. Wenn man also zuviel Zucker nimmt, schüttet man Zucker ungenutzt in den Abfluss.

      Also habe ich Google und Gehirn bemüht und bin zu folgendem theoretischen Ansatz gekommen:

      Die gemeine Backhefe Saccharomyces cerevisiae regiert toxisch auf eine Alkoholkonzentration von ca. 14%. Bereits ab einer Konzentration von 10% ist die Produktion von Alkohol und CO2 gehemmt. Um eine optimale Ausbeute des Zuckers zur Co2-Produktion zu erreichen, darf in der Ausgangslösung also nicht zuviel Zucker enthalten sein. Auch soll sich eine Konzentration von mehr als 25% Zucker negativ auf die Gärung auswirken.

      Von geringen Nebenprodukten der alkoholischen Gärung abgesehen, verstoffwechselt die Hefe Zucker im Verhältnis 50:50 zu Alkohol und Co2.

      Also ergeben sich rechnerisch und rein theoretisch folgende optimale Mischungsverhältnisse für übliche Gärbehälter von Bio-Co2-Anlagen (jeweils zur Hälfte gefüllt):

      1 l Cola-Flasche:
      500 ml Wasser
      150 g Zucker
      Resultat: 75 g Co2

      1,5 l Cola-Flasche:
      750 ml Wasser
      225 g Zucker
      Resultat: 112,5 g Co2

      2 l Cola-Flasche:
      1.000 ml Wasser
      300 g Zucker
      Resultat: 150 g Co2

      5 l Kanister:
      2.500 ml Wasser
      750 g Zucker
      Resultat: 375 g Co2

      Die optimale Temperatur der alkoholischen Gärung liegt zwischen 22-27° C.

      Die ideale Menge für die Hefe zu bestimmen, um eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Co2-Abgabe zu erreichen bin ich aber noch nicht gekommen. Vielleicht hat da ja jemand einen Ansatz.

      Grüß,
      Tobias