Automatische Nährstoff-Düngung


    • Fablesarah
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    • Automatische Nährstoff-Düngung

      Hallo zusammen,

      es gibt im Netz eine Flut an Informationen zu diesem Thema.
      Daher wollte ich mal wissen, was ihr dazu zu sagen habt. Mir persönlich geht die tägliche Düngerei allmählich auf den Zeiger. Außerdem graust mir es davor, Weihnachten zwei Wochen lang nicht düngen zu können. Ein ähnliches Experiment hab ich im letzten Jahr schon gemacht. Das Begrüßungskomitee Algen hieß mich herzlich Willkommen.

      Für wen wäre das eine Option? Oder haltet ihr automatische Düngung für übertrieben?
      Hat einer von euch schon mal im Süßwasser Dosierungspumpen getestet und mag etwas dazu berichten?
      Vielleicht ist ja auch jemand dabei, der sogar eine automatische Düngeanlage selbst gebaut hat?
    • Hallo Sarah!

      Dein Beitrag ist zwar schon ein paar Tage alt, aber ich beschäftige mich gerade mit einer kostengünstigen Alternative zu den über 250 € teuren Dosierpumpen. Diese kann man für die regelmäßige, tägliche Düngung benutzen. Mit bis zu vier verschiedenen Pumpen, können vier verschiedene Lösungen in bestimmter Dosis in das Aquarium gepumpt werden.

      Die Pumpen, die darin enthalten sind, sind Peristaltikpumpen. Diese kann man auch einzeln kaufen. Ich überlege mir somit eine Dosieranlage selbst zu basteln.

      Wie weit bist du mit dem Thema? Vielleicht können ja auch andere was zu dem Thema beitragen.

      Gruß,
      Tobias
    • Hallo Tobias,

      ne, ich bin noch überhaupt nicht weit mit diesem Thema. Ich lese ab und zu mal etwas quer, aber wirklich Plan hab ich nicht. Irgendetwas Teures kaufen würde ich auch nicht wollen. Wenn, dann würde ich mir mal spaßeshalber etwas basteln. Ob sich das für mein kleines Becken lohnt, ist aber eher fraglich... Als ich da vor ein paar Wochen mal so drüber nachgedacht hab, wollte ich einfach mal wissen, was andere dazu sagen.

      Ich hab von der Idee gelesen, über eine Luftpumpe und einer Zeitschaltuhr einen gewissen Druck in einer Flasche aufzubauen und dadurch in eingestellten Zeitabständen die erforderlichen Düngemengen durch einen Schlauch ins Becken zu befördern. Ich fand die Idee nicht schlecht, zumal ich die Materialien direkt zur Hand hätte.

      Ich glaube, das grundlegende Problem in selbstgebastelten Anlagen ist einfach die richtige ml-genau Dosierung. Hast du dir jetzt mit den Schlauchpumpen schon einen konkreten Plan zurechtgelegt?

      Schön, dass du das Thema mal wieder hochgeschoben hast.
    • Guten Morgen,

      eine kostengünstige Dosieranlage dürfte für einen
      etwas technik und bastelbegabten kein problem darstellen.
      In der Bucht bekommt man relativ günstige Dosier-Schlauchpumpen,
      diese muss man nur selber aus automatischen Tintenfüllanlagen ausbauen.
      Diese Pumpen gepaart mit einer sekundenganauen Zeitschaltuhr funktionieren
      einwandfrei.
      Die ml genaue dosierung dürfte auch kein Problem darstellen,
      erst einmal mit Wasser testen wieviel ml die Pumpe in einer Sekunde schafft,
      dann das ganze hochrechnen.
      Ich habe so etwas schon mal für den Ingo (Schweik57) gebastelt,
      bei mir hat es funktioniert.
      Ob es bei ihm geklappt hat weiß ich nicht.
      Gruß Jue
    • Hallo Jü und Sarah!

      Okay, die Pumpen habe ich gefunden. Ideal ist es ja auch, wenn ein Netzteil 12V dabei ist. Dann brauche ich an den Pumpen nicht mehr basteln.

      Problematisch finde ich gerade die Sekunden-Zeitschaltuhr. Da muss ich nochmal genauer nach suchen. Ich weiß wohl, dass die nicht billig sind. Da muss ich mal bei meinen ehemaligen Großhändlern aus dem Terraristikbereich nachfragen, was die so im Sortiment haben.

      Gruß,
      Tobias
    • Hallo,

      so ein Netzteil sollte nicht das Problem sein,
      in jedem gut sortierten Elektronikladen schmeißen sie dir diese
      Netzteile schon beim`"Guten Tag" sagen hinterher.

      Gut die Zeitschaltuhren gibt es bestimmt billiger, da muss man ein wenig stöbern.

      Aber du kannst mir glauben, das funktioniert wunderbar.
      Ich werde bei gelegenheit eine Dosieranlage für die Balling-Methode
      bauen.
      Gruß Jue
    • Hallo ihr Zwei,

      bei diesen Schlauchpumpen bräuchte man nicht mal Rückschlagventile, oder? Wäre damit eine gute und vor allem kostengünstige Möglichkeit. Die meisten der von mir gefundenen Schlauchpumpen lagen preislich >50€. Muss aber auch zugeben, dass ich nicht so intensiv gesucht habe. Dachte wohl, meine technische Unbegabung stünde mir im Weg. Danke, Jü, für deinen nützlichen Beitrag dazu.
      Tobias, wenn du das ausprobierst, berichte doch mal. :grinz:
    • Hallo allerseits,

      inspiriert von euren Posts :top: habe ich mir so ein Teil heute gebastelt und bin begeistert :-)

      Einkaufsliste:

      Pumpe: 16,50€
      Sekundenzeitschaltuhr: 13,80
      3m Schlauch: 1,50€
      Regelventil: 1,15€

      Das nötige Netzteil hatte ich aus einem alten Anrufbeantworter, der noch im Keller rumlag. Also für insgesamt 32,95€ und 2 Stunden Arbeit habe ich endlich eine Lösung für das lästige tägliche Düngen. :klatsch:

      Grüße
      Dominik
    • Hey,
      ich glaube sooo viel technisches Geschick braucht man nicht. Ich habe einfach ein Holzbrett genommen, die Pumpe und ein kleines Platsikfach dadran geschraubt. In meinem Fall habe ich sogar noch das Plastikteil verwendet, an dem die Pumpe noch in diesem Tintenfüllgerät befestigt war. So kann ich auch ganz einfach das Kabel fixieren, damit es nicht abreißt, wenn ich in meinem Kabelsalat im AQ-Schrank wühle.
      Auch für die Befestigung des Schlauches an der Flasche waren noch die Teile aus diesem Tintendingens nützlich - eine lange Nadel, die ich durch die Verschlusskappe geführt habe, bekam an der Innenseite ein Stück Schlauch angestöpselt und fertig ist die Saugseite. Für die Luftzufuhr einfach die zweite beiliegende Nadel durchstechen - fertig.
      Im Aquarium habe ich zuerst versucht das Ende des Schlauches im Innenfilter unter Wasser zu befestigen. Das hat auch prima funktioniert, das Problem war nur, dass der Dünger im Schlauch langsam ins AQ-Wasser übergeht. Dadurch ist dann keine genaue Dosierung möglich. Deswegen habe ich mich für eine andere Lösung entschieden - ich habe einen Thermometer-Saugnapf genommen (den mit dem geschlossenen Ring) - Schlauch durch, mit Heißkleber zugekleistert und an der Abdeckung von Innen befestigt. Jetzt tropft es einfach von oben rein. Habe den Sauger so positioniert, dass die Tropfen vor dem Auslauf des Filters ins Wasser fallen. So kann sich der Dünger schneller verteilen.
      Ich habe übrigens mit drei verschiedenen Netzteilen experimentiert und schließlich ein 9V-Netzteil genommen - so fördert die Pumpe ca. 0,5ml pro Sekunde.
      Professionell wäre anders, aber zweckmäßig ist es auf jeden Fall.
      Grüße
      Dominik
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    • Hallo zusammen,
      ich dosiere schon immer nach Packungsbeilage und habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ob es sinnvoll
      wäre die Gabe auf 7 Tage zu verteilen. Hat der Aufwand denn einen ersichtlichen Vorteil ? Kann dadurch die Menge
      reduziert werden, oder verbessert sich das Ergebniss spürbar ?
    • Hallo Stephan1,
      der Vorteil besteht darin das die Pflänzchen, bei täglicher Düngung immer die erforderliche Dosis Dünger zur Verfügung haben, die sie brauchen. Sie stehen quasi im Dünger und somit kann auch kein Nährstoffungleichgewicht aufkommen. Somit besserer Pflanzenwuchs und dadurch gleichzeitig ein entgegenwirken bei der Algenbildung.
      Bei wöchentlicher Düngergabe, hast du einen Düngerverlust, durch ausfällen in den Filtermaterialien und den Verbrauch der Pflanzen selbst. Somit steht der Dünger nicht mehr, in ausreichendem Maße zur Verfügung (Micro und Macrodünger) und es entsteht ein Nährstoffungleichgewicht, was wiederum die Algenbildung fördern kann. Auch könnte das Wuchsverhalten, bei den Pflanzen (je nach Art) etwas langsamer von statten gehen. Liegt aber meist im Auge des Betrachters.
      Die Düngegabe wird bei der täglichen Düngung nicht reduziert, sondern nur durch 7 Tage aufgeteilt. Die Dosis bleibt also die gleiche.
      Deine Meinung ist mir wichtig, jedoch gefällt mir meine besser. :prost: :chill:

      Liebe Grüße
      Martin :wein:
    • Hi Stephan1,
      falls du dich etwas in der Pflanzenaquaristik einlesen möchtest..... Klick mich. Gegenüber der Normalaquaristik, wird da einiges anders gehändelt. Auch wenn es nur wenige Punkte sind, die anders sind. Aber man kann die Normalaquaristik mit der Pflanzaquaristik sehr gut verbinden.
      Deine Meinung ist mir wichtig, jedoch gefällt mir meine besser. :prost: :chill:

      Liebe Grüße
      Martin :wein: