Strömung/Durchlüftung zu stark?


    • Bulli84
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    • Strömung/Durchlüftung zu stark?

      Hallo!

      Ich mach' jetzt einen neuen Thread, damit der andere ("30 Liter für Garnelen") nicht zu durcheinander wird. Und zwar heißt es ja immer, dass man im Garnelen-Becken eine gute Belüftung braucht. Der Filter, der in meinem Nano dabei war, hat aber keine integrierte Belüftung, also hätte ich mir nochmal eine extra Pumpe kaufen müssen.

      Aber ich hatte noch einen anderen kleinen Innenfilter daheim, an den man auch einen Belüftungsschlauch anschließen kann. Den hab' ich jetzt reingetan, aber ich finde, der sprudelt ganz schön stark für das kleine Becken. Und zwar ist das dieser Filter, ich weiß allerdings nicht, welche Stärke, hab' keine Verpackung dazu. Ich glaube eher, der 300er.

      Die Pflanzen unten stehen schon ruhig, aber oben wirbelt das Wasser halt ziemlich rum. Hmm, ich weiß nicht, wie ich das besser beschreiben soll. Meint ihr, ich kann das trotzdem so lassen, oder sollte ich lieber den alten wieder reintun und eine zusätzliche Pumpe installieren?
    • Hallo,

      meines Wissens benötigen die Garnelen im Vergleich zu Fischen keinen größeren Sauerstoffgehalt im Wasser. Wichtig ist eine kleine Wasserbewegung an der Oberfläche und dass du Pflanzen im Becken hast. Kann natürlich sein, dass die Sauerstoffbedürfnisse der Garnelen artspezifisch sind, aber deine zukünftigen White Pearls brauchen absolut keine zusätzliche Belüftung. Das ist Humbug. :cool:
    • Jep genau..die Sarah hat Recht! denn in einem Garnelenbecken sollte eh keine externe Belüftung laufen, das zieht erstens dein CO2 raus und zweitens Schadstoofe der Umgebungsluft ins Wasser. Garnelenbecken satt bepflanzen, ausreichend beleuchten (z.B. 30 l Nanobecken zwischen 11 und 20 Watt ) und ab geht die Post! Der Nanofilter genügt völlig für die notwendige Wasserbewegung ( Transport von Schadstoffen zum Filter und Verteilung der Wasserchemie ).
      Keinen Planzendünger ins Garnelenbecken geben, sondern besser immer schön den CO2 Wert und Nitratwert im Auge behalten. Dann läuft das rund :-)
      Die Sauerstoffaufnahme der Garnelen ist winzig im Vergleich zu Fischen, weil ihr Stoffwechsel sehr viel geringer ist.
      Trotzdem ein Garnelenbecken ungefähr nach der Formel : pro Liter Wassermenge - 0,5 Garnelen - einrichten.

      Gruss Bernd
    • Hallo Bernd,

      denn in einem Garnelenbecken sollte eh keine externe Belüftung laufen, das zieht erstens dein CO2 raus und zweitens Schadstoofe der Umgebungsluft ins Wasser.


      Dass eine Belüftung CO2 austreiben kann, ist klar.

      Was aber meinst du mit Schadstoffen aus der Umgebungsluft?
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies ein Problem darstellen sollte... (zumindest solange das AQ nicht aktuell in Peking auf der Straße steht... OoO )

      Viele Grüße, Kati
    • Hallo zusammen

      Die Überlegung einer Belüftung ist zumindest zeitweise unter extremen Bedingungen durchaus sinnvoll. Gerade in dicht besetzten, sehr kleinen Nanos kann es bei Hitze durchaus zu Sauerstoffknappheit kommen. Wir glücklichen Bewohner der sonnigen Pfalz beispielsweise haben im Hochsommer öfter mal Temperaturphasen von über 35 Grad. Da können dann auch mal 30 Grad im Becken sein. Sicher, man kann sich auch mit Wasserwechseln behelfen, aber zeitweise von außen zuzulüften, wäre für mich jetzt da kein Tabu.

      Bernd, interessieren würde mich, wie Du zu der Zahl eine "Garnele - zwei Liter Wasser" kommst? Literatur? Eigene Erfahrungen? Bezogen auf welche Spezies?

      Wenn ich zum Beispiel mein 30-Liter-Nano mit Red Fire betrachte, dann sind da rund 80 bis 100 Garnelen zugange. Entstanden aus 10 Tieren. Und es läuft seit zwei Jahren stabil mit dieser Population.

      OT

      Rauch' nicht so viele Cuba-Zigarren! Dann kommen auch keine Schadstoffe von außen ins Becken...

      Topic

      Beste Grüße,
      Stefan
    • Moin aus dem hohen Norden

      Stefan: wow! soviele Tiere im Nanobecken? :zwinker: Meine Faustformel habe ich nach meinen Erfahrungen berechnet.
      Parameter: Anzahl ausgewachsener Tiere ( Chrystals, verschiedene Beens, Tiger, blaue Garni, grüne Garni, Rückenstrichgarni, denn ich halte sie alle zusammen,nur nicht im reinen Zuchtbecken ), Nitrit, Nitrat,CO2 und O2 -Anteil im Wasser täglich über 6 Wochen gemessen. Bei 0,5 Tieren/Liter Inhalt blieb im 30 l Nano-Cubus Nitrit nicht messbar, Nitrat steigt langsam und gleichmäßig ( also Filterung 100% aktiv und nicht überlastet ), Sauerstoffsättigung perfekt und stabil zwischen 18 und 22 Grad, Co2Sättigungbei gleicher Zugabe stabil, PHWert stabil bei 7 ( ok nur für die Pflanzen interessant). Bei dieser Wasserqualität brauche ich nur einmal in der Woche 3 L Wasserwechsel, was mir die Garniweibchen durch regelmäßigen Nachwuchs danken. Deine enorme Garnimenge ist natürlich auch machbar, aber dann mit wesentlich mehr Wasserwechsel-Mengen oder Intervallen. Ich bin an stabilem Wasser auch in einem Nano interessiert.

      Die Vorfrage der Lady ist von dir beantwortet:-) Zigarettenqualm und alle Gase, Spray, Möbelausdunstungen etc, werden per Oberflächenwasserstrahl und Luftpumpen voll ins Wasser abgegeben. Gerade bei Zigaretten werden Garnis schnell gehimmelt..

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      deine Garnis halten 30 Grad aus?? du machst Spass...mh?

      Gruss Bernd

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      Dass eine Belüftung CO2 austreiben kann, ist klar.

      Was aber meinst du mit Schadstoffen aus der Umgebungsluft?
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies ein Problem darstellen sollte... (zumindest solange das AQ nicht aktuell in Peking auf der Straße steht... OoO )

      Viele Grüße, Kati


      Ich wurde vor 2 Jahren in einem Aquarium von einem jungen Mann gefragt, warum plötzlich seine black-bees eine nach der anderen starben. Nach dem Motto " jeden Tag eine gute Tat" :-)) fuhr ich mit dem Typ mit nach hause weil es eh um die Ecke war. Schönes Becken, 60 Liter, und drei Bees auf dem Rücken...Das Wasser durchgemessen...ok. Alles andere auch...grübel grübel...2m neben dem Becken stand eine Zimmerpalme...ich sah daß sie "weisse Fliegen " hatte. Gefragt " sag mal spitzt du die Palme? "Ja seit 1 Woche... Ich riet ihm das in einem anderen Zimmer zu machen und sofort satt zu lüften und...6 Wochen später im Aquariumshop traf ich ihn wieder. Er hatte meinen Rat befolgt und auch die Filterausströmung nicht mehr von oben ins Wasser geleitet...alles gut! Gase und Gerüche sind nichts anderes als Molekularketten und viele bleiben im Wasser stabil oder gehen Verbindungen ein....nicht gut :-)
    • Hallo Bernd,

      deine Garnis halten 30 Grad aus?? du machst Spass...mh?


      japp kann ich bestätigen, meine Redfire/Sakuara und Amanos haben im Sommer schon mal über längere Zeit 30 Grad ohne Probleme überstanden.
      Auch Temperaturen von 13-14 Grad im Winter waren kein Problem.

      ...Anzahl ausgewachsener Tiere ( Chrystals, verschiedene Beens, Tiger, blaue Garni, grüne Garni, Rückenstrichgarni, denn ich halte sie alle zusammen...


      Sieht so eine Bonbontüte nicht komisch aus? :grinz:

      Ich wurde vor 2 Jahren in einem Aquarium von einem jungen Mann gefragt,...


      Wie groß war das Aquarium denn? :zwinker:
      Sorry das konnte ich mir nicht verkneifen.
      Duck und wech...

      Gruß Micha
      www.die-augen-auf.de
    • hallo Rupert!

      so hohe Temperaturen überleben Garnis?? uff...ich hätte das nicht geglaubt...ok, da ist ja dann noch Luft nach oben, Eiweissmoleküle der Zellen zerfallen ab 41 Grad...da geht noch was :teufel: Meine Becken sind im Keller, ständig gleiche Temperatur 20-21 Grad.

      Das Becken des Jungen hatte 60 Liter.

      Und ja...mein Gemeinschaftsbecken ist wirklich bunt und es macht mir Freude zu sehen, daß die Kleinen unterschiedliche Tempramente haben. Die "Rocker" sind zweifellos die black-bees :-)) meins...alles meins...weg vom Futter! :-))

      Gruss Bernd
    • HiHi zusammen (hier überschlägt es sich ja gerade!)

      Ja, Bernd, aquaristische Erfahrungen können konkret sehr unterschiedlich ausfallen. Meine sind, dass die RF viel höhere Besatzdichten ermöglichen bzw. durch unermüdliche Libido selbst erzeugen. Mein Eindruck ist: bei etwa hundert Tieren im 30er ist dann einfach Schluss. Erstaunlicherweise gibt es dann kaum Nachwuchs mehr. Als ich vor einigen Monaten rund 40 RF für nen Kumpel herausgefangen hatte, setzte bald darauf schlagartig wieder die Vermehrung ein. Nun stagniert sie wiederum.

      Der Aufwand für das Becken ist minimal: fünf bis sechs Liter WW pro Woche. Nach meinem Eindruck ist das effektiver als größere Wasserwechsel in selteneren Intervallen. Düngung ist - sehr selten Fe, einmal im Jahr ne Düngerkugel für die Echinodoren - deshalb bei mir nicht nötig.

      Zu den Temperaturen: Amanos, RF und ihre Nominatform Neocaridina heteropoda können problemlos Phasen von über 30 Grad (da endet halt das Thermometer) ab. Sonst gäbe es sie nicht mehr... Klar, man wird es nicht unbedingt soweit kommen lassen, aber Sorgen musste ich mir da nie machen.

      Zum Einsaugen von Schadstoffen: Ich weiss generell nicht, ob Garnelen überhaupt rezeptiv auf das Nervengift Nikotin reagieren. Aber sie sind tolerant - oder anpassungsfähig! - in dieser Beziehung. In der Redaktion wird manchmal aus allen Schloten nächtelang gequalmt, dass man kaum noch die Monitore sieht... No problem!

      Allerdings: Deo-Spray benutzt da ja auch keiner...

      lacht
      Stefan

      P.S. Einweißzerfall bei 41 Grad? Nach meiner Erinnerung setzt dies erst bei 45 Grad ein.

      P.P.S. zu Michas böser Frage: 60 Liter? Alle Achtung! Und da wart Ihr beide drin?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Prestutnik12 ()

    • Hallo Bernd,

      ich würde meine Zimmerpalme ja auch nicht neben einem offenen Aquarium spritzen :schiel:

      Und das mit der Temperatur ist ja letztendlich auch nur eine Frage des Sauerstoffgehaltes.
      Je wärmer Wasser ist, desto weniger O2 kann es aufnehmen, weshalb man bei warmen Temperaturen eben auf gute Durchlüftung achten sollte.
      Und dann sollte ein Garnelentod, der auf Proteindenaturierung durch Hitze zurückzuführen ist, eher ausgeschlossen sein.

      Gase und Gerüche sind nichts anderes als Molekularketten und viele bleiben im Wasser stabil oder gehen Verbindungen ein....nicht gut :-)


      Na jetzt wird's aber speziell... weshalb ich auch etwas spezieller antworten muss.
      Gase, nehmen wir nur mal die unsere Athmosphären-Gase wie CO2 und O2, bilden erstmal keine Ketten (wobei ich mir solch ein Gas-Polymer durchaus spannend vorstellen könnte OoO ), sondern sind einfach Moleküle, die in Wasser in der Regel dissozieren (= zerfallen/ sich lösen). Das in der Atmosphäre am meisten vorkommende Gas (molekularer Stickstoff N2) ist hingegen kaum in Wasser löslich.

      Alles andere was da noch so an "Gasen und Gerüchen" rumschwirrt, kann m.E. vernachlässigt werden.
      Wenn du nicht der Meinung bist, dann wäre ich neugierig zu erfahren, welche "nicht so guten Verbindungen" denn ansonsten noch entstehen könnten...

      Viele Grüße, Kati
    • zu Stefan: dann halt bei 45 Grad...muss ich mich jetzt schämen ? :-)) Die 41 habe ich aus meiner Erinnerung gekramt.

      Daß Nikotin im Wasser von den Garnis gar nicht gut angenommen wird, weiss ich von einem Kunden, mit dem ich im Aqua-shop sprach. Daß es deinen Garnis offensichtlich egal ist...ok...das nehme ich mal so hin. Ich wurde damals gewarnt Zigarettenqualm im Zimmer der Garnis zu verbreiten als ich mit Garnis begann.

      zu Kati: ich bin kein Chemiker, habe mir aber seit vielen Jahren Lesestoff zum Thema Wasserchemie reingezogen und
      dort war sehr wohl von schädlichen Molekularverbindungen die Rede. Schau ganz trotzig :-))
      Immerhin können ja nicht sämtliche Gasmoleküle im Wasser zerfallen, sonst hätten wir keinen Sauerstoff und CO2 im Wasser oder mache ich da einen Gedankenfehler?

      Gruss Bernd
    • Bernd,

      ich habe meine Haus-Biologin eben beim Abendessen gefragt: Unser beider Erinnerung hat Recht. Es gibt Proteine, die bereits bei 41, 42 Grad anfangen zu denaturieren, andere bei 45 Grad. „Das kommt auf das spezielle Protein an!“, meinte Madame weise.

      Stefan

      P.S. Was Nikotin angeht: da stehen hunderte lebende Gegenbeweise gegen...
    • moin Stefan,

      nett, daß du nachgefragt hast, aber da wir in unseren Becken selten Tauchsieder einsetzen, ist die Angelegenheit eher akademisch :zwinker:

      Im ürigen gibts es ja immer die Ausnahme von der Ausnahme..ich denke da an die schwarzen Schlote auf dem Meeresgrund...Umgebungstemeratur
      megaheisssssssss und trotzdem wimmelt es von Leben. Ich sagte ja schonmal in einem vorherigen threat... man kann sich vor der Natur nur demütig
      verneigen. Sie findet immer einen Weg um Leben zu ermöglichen.
    • Hey

      Ich rauche in der Wohnung direkt neben den Aquarien, auch mal mehre Leute aufeinmal . Mehrere AQ, eins mit Garnelen, diese zeigen keine Schäden.

      Das einzig negative was mir aufgefallen ist, die Kammhaut bildet sich vielleicht etwas stärker. Deshalb Oberflächenspannung brechen mit Strömung.

      Da diese ja dann die feinen Ruspartikel mit der Kammhaut ins Wasser bringen und lösen müssten...... hmmmm "Passivrauch" in der Garnelenschwangerschaft :motz:




      :zigarre: grüße
    • Sebastian1 schrieb:

      Ich rauche in der Wohnung direkt neben den Aquarien, auch mal mehre Leute aufeinmal . Mehrere AQ, eins mit Garnelen, diese zeigen keine Schäden.


      Hallo Sebastian!
      Zum Glück gehen Aquarien vom Rauchen nicht kaputt und nehmen auch keinen Schaden. :ablv:

      Sebastian1 schrieb:

      Das einzig negative was mir aufgefallen ist, die Kammhaut bildet sich vielleicht etwas stärker.


      Nonsens.

      Sebastian1 schrieb:

      Deshalb Oberflächenspannung brechen mit Strömung.


      Nochmehr Nonsens.


      Trotzdem, Nikotin ist giftiger als Arsen oder Zyankali. Die letale Dosis beim Menschen liegt bei 50 mg. Es wurde als Insektizid eingesetzt und ist wegen der hohen Toxizität mittlerweile verboten. Es ist leicht wasserlöslich. Somit als Insektizid auch dosisabhängig tödlich für Aquarienbewohnern. Wie hoch die Dosis aber sein muss, weiß ich nicht. Ich kann mir vorstellen, dass Garnelen eher darauf reagieren als Fische.

      Aber nun stellt sich die Frage, wie das Nikotin ins Wasser kommen kann. Wenn viel belüftet wird ist der Gasaustausch mit der Umgebungsluft höher als wenn nicht zusätzlich belüftet wird. Doch wie hoch kann die Dosis nun in der Umgebungsluft sein? Ein normal starker Raucher raucht eine Zigarette pro Stunde. Eine Zigarette hat ca. 1 mg Nikotin, davon wird etwas inhaliert, sehr viel von dem 1 mg verbrennt einfach und der Rest landet in der Raumluft. Ein 20 m2 großer Raum hat bei normaler Raumhöhe 50 m3 Luft in denen dann ein paar µg Nikotin gelöst sind... Ich kann das jetzt lange weiter spinnen, aber man stellt doch jetzt schon logisch fest, dass Nikotin nicht in irgendeiner wirksamen Konzentration vorliegt, wenn im selben Zimmer geraucht wird, in dem das Aquarium steht. Außer irgendein Depp kommt auf die Idee direkt in einen Luftschlauch vom Aquarium dem Qualm zu pusten.

      Gruß,
      Tobias

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