Wildfang oder nachzucht?


    • kalle1302
    • 1164 Aufrufe 7 Antworten

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    • Wildfang oder nachzucht?

      Ich möchte hier mal dieser Thema in das Forum stellen, um zu sehen wie euere allgemeine Einstellung dazu ist ,
      denn kaum jemand macht sich doch bei seinen Käufen von Garnelen oder Fischen die gedanken darüber oder ?
      Es sollte jeder mal versuchen von den arten ,sei es Garnelen oder Fische welche nachzuziehen um zu sehen ,
      wie viel Mühe und Geduld dazu gehört, um z.b Neons oder wie ich es zur zeit mache Kaistetra nachzuziehen ,
      denn es müssen nicht immer Wildfänge sein ?Oder doch man sollte der Natur lassen was dort ist und auf Nachtzuchten
      zurückgreifen um den Bestand in der freien Natur zu schützen . Ich habe mir für die Zukunft geschworen einen Teil
      meiner fische und garnelen selber nachzuziehen um so nicht den Bestand in der Natur zu gefährden. :denknach: :denknach: gruss an alle kalle1302 MACHT EUCH MAL ALLE GEDANKEN DARÜBER!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von kalle1302 ()

    • Hallo kalle1302,

      ich habe mal eine kleine Bitte an dich, versuche doch mal Punkt und Komma zu setzten, damit dein Betrag einfacher zu lesen ist.
      Auch eine Begrüßung und Abschied tut keinem weh.
      So wirkt der Beitrag dahingeschmiert.

      Gruß Micha

      Edit: @ Kalle, danke fürs Überarbeiten.
      www.die-augen-auf.de
    • Hallo Kalle,

      ich habe am liebsten Wildfänge oder Wildfangnachzuchten, einfach aus dem Grund, weil bei Aquarienpopulationen oft vieles durcheinandergemischt wird und die Tiere hinsichtlich Vitalität, Farbe und Form mit den Wildformen nicht mehr mithalten können. Schau dir mal an, was aktuell am Mikrogeophagus ramirezi in den Becken schwimmt und dann vergleiche das mit der Wildform. Da könnte ich :kotz:

      Ich pflege auch von Lebendgebärenden nur Wildformen, auch wenn diese weniger bunt sind. Die meisten Zuchtformen sind dermaßen deformiert und kurzlebig, das macht mir einfach keinen Spaß. Wenn ich meine Platies anschaue und deren Verhalten mit dem von Korallenplaties vergleiche ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Meine Tiere sind deutlich aktiver und vitaler und locker 2-3mal so groß...

      In dem Punkt, dass wir versuchen sollten die Tiere nachzuziehen gebe ich dir absolut recht. :top: Aber gerade das ist doch auch einer der schönsten Teile der Aquaristik und die beste Belohnung für die Mühe, die man sich wegen der Fische macht.

      Was mich auch stört, ist, dass Wildfänge oft deutlich billiger sind als Nachzuchten. Bei Apistogramma borelli bekommt man Wildfänge beispielsweise für ca. 5€ für Nachzuchten muss man meist schon 10€ berappen.

      Gruß
      Tobi
    • Hallo,

      ich krame den Thread mal wieder hoch.

      Ich selber lege prinzipiell überhaupt keinen Wert darauf, Wildfänge zu besitzen.
      Wenn ich nur mal dran denke, was solch ein Fisch vom Fang bis hin in das AQ seines neuen Besitzers vermutlich so durchmacht...

      Genausowenig brauche ich aber qietschbunte, hochgezüchtete Fische, die aufgrund ihrer langgezüchteten Flossen schon nicht mehr richtig schwimmen können, o.ä.

      Letztendlich muss man sich ja aber eingestehen, dass jeder in Gefangenschaft lebende Fisch von einem Wildfang abstammt.

      Ich fände es aber ebenfalls schön, wenn sich Wildformen mehr etablieren würden und auch erhalten würden.

      Leider findet man diese aber meist eher in den Liebhaber-AQs, als in "0815-Aquarien", deren Inhalt aus dem Baumarkt kommt OoO

      Viele Grüße, Kati
    • Hallo!
      Gibt es denn überhaupt von allen Aquarienfischen Nachzuchten? Oder sind da auch welche dabei, die sich im Becken einfach nicht vermehren?
      Und genau andersherum auch: Wird es nicht von manchen Fischen jetzt schon oder bald gar keine Wildfänge mehr geben?

      Ich habe mich immer über Nachwuchs bei den Fischen gefreut, gut, bei den Ancistrus vielleicht nicht immer .... :teufel: , wie wahrscheinlich jeder Aquarianer. Und ich habe auch immer gern privat nachgezüchtete Tiere genommen, es muss wirklich nicht immer was ganz doll Exotisches sein. Aber beim Meerwasser bin ich mir da gar nicht so sicher. Ich hatte ja nur 2 Nanos, aber ob da alles aus Nachzuchten stammte? Keine Ahnung.
    • Hallo,

      ich glaube gerade beim Meerwasser sind doch fast nur Wildfänge im Handel erhältlich, oder nicht? Da fällt dann ja quasi die Frage weg, ob ich einen Wildfang oder eine Nachzucht kaufen möchte.

      Ja, Veronika. Es gibt z.B. aus den südamerikanischen Exportländern für Aquarienfische immer wieder Exportverbote für bestimmte Arten. Gerade bei L-Welsen hört man das immer wieder im Zusammenhang mit der Ibama Positiv-Liste. Nur die Fische, die darauf vermerkt sind, dürfen exportiert werden. Bei der neuen Liste vom letzten Jahr fehlt aber z.B. der L46. Da sind dann die Aquarianer in unseren Breiten gefragt, ihre Aquarienbestände erfolgreich zu vermehren, um die Nachfrage der entsprechenden Arten zu stillen.
    • Hallo zusammen

      Wir hatten das Thema Zucht versus Wildfänge ja schon mal ausführlich diskutiert: aquarium-stammtisch.de/Forum/s…ere&highlight=blaus%E4ure

      Will jetzt nichts Neues dazu schreiben, sondern zitiere mich blöde einfach selber:

      Und was man aber über die Art und weise des Wildfangens erfährt, treibt einem die Tränen in die Augen. Die Art und Weise, wie die Tiere aus ihren Habitaten heraus gefangen werden, ist gelinde gesagt: ÜBEL!

      Ganze Seitenarme von Flüssen werden mittels Barrieren abgesperrt. Und dann wird – je nach Auftragsbuch – raus gefangen, was zu holen ist. Damit es einfacher geht, wird das Wasser mit hohen Dosen an Betäubungsmitteln kontaminiert. Dieser Fischfang – auch wenn manche caritative Gutmenschen-Organsitationen ihn als „willkommene Einnahme-Quelle der armen, ansässigen Bevölkerung“ begrüßen – hinterlassen totes Wasser. Diese Beschreibung bezieht sich auf Bäche und Flüsse in Südamerika, dort wo unsere Otocinclus und Salmler herkommen.

      Aber ich mag wetten, dass es im Meerwasser zumeist nicht viel anders aussieht. Die Strukturen sind wahrscheinlich analog.

      Organisierter Fischfang ist keine lustige Freizeit-Fischerei mit dem stochernden Kescher, da wird eher mit großflächigen Netzen gearbeitet. Die Frage des Weiterbestandes eines Riffes steht da nicht im Vordergrund. Denn alleine die nachgeordnete Transport- und Großhandels-Logistik funktionieren nur dann reibungslos und ökonomisch effektiv, wenn die Masse des „Inputs“ gesichert ist. Aber diese Dinge finden eben in abgelegenen Gegenden an abgelegenen Riffen statt, jenseits jeder Kontrolle.

      Das also ist die häßliche Kehrseite unserer schönen Aquarien-Begeisterung...

      Glück auf!,
      meint
      Stefan

      P.S. Ingo ging dann noch kenntnisreicher auf Blausäurefang und Nachzuchten bei Meerwasserfischen ein.