Osmoseanlage Eigenbau


    • cfish
    • 2494 Aufrufe 5 Antworten

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    • Osmoseanlage Eigenbau

      Huhu, hab mich gefragt ob man sich nicht eine Osmoseanlage selbst bauen kann - wenn man die Zutaten hat? Also gut, die Membran kann man kaufen und in eine Röhre mit 2 ausgängen packen...irgendwo ist dann auch Kohle drinnen, soviel weiss ich. Und Aktivkohle ist schon mal wesentlich billiger wenn man sie auswechseln kann aber was ist in der anderen Röhre drinnen, wo kann ich es bekommen und wieviel kostet es? Bzw gibts so ne Regel wievel Kohle und von dem anderen Zeuch Ich brauche für einen bestimmten "weichheitsgrad" ? Oder ist das im Wesentlichen egal? So ein Eigenbau, wenn er richtig gemacht ist, sollte doch eigetnlich gleichwertig sein oder? Die Idee ist Geld zu sparen. Für ne Membran und die anderen beiden dingsda-Röhren bekommt man fast ne neue Osmoseanlage... Danke!!
    • Hi,

      cfish schrieb:

      Für ne Membran und die anderen beiden dingsda-Röhren bekommt man fast ne neue Osmoseanlage...


      Deswegen würde ich mal vermuten, dass sich so ein Eigenbau garnicht rechnet. Eine Kostengünstige Alternative ist die Herstellung von entsalztem Wasser über Ionenaustauscher.
    • Hi,

      da würde ich die Finger von lassen. Generell ist das (nur) eine gewickelte RO-Membran, die überströmt wird. Allein das Versiegeln der Membran dürfte den Heimbastler überfordern.
      RO-Module, d.h. fertig gewickelte Membranen gibt es sicherlich zu kaufen, wobei man dann auch schon fast von einer RO-Anlage sprechen kann. Die paar Schläuche, die dann noch drangetüddelt werden müssen, machen den Kohl sicher auch nicht fett.
      Aktivkohle, bzw. Ionentauscher sind nur notwendig, wenn Du mit der Leitfähigkeit > 10MOhm kommen willst (was auch auf das Verhältnis Permeat/Retentat ankommt). Für einen (Süsswasser) Aquarianer sollte das eigentlich nicht notwendig sein.
      Die Nudeltopf-Betreiber haben allerdings auch bei RO ihre liebe Not mit Silicium, was man eigentlich nur per Ionentauscher wirklich entfernen kann.

      Gruß
      Thomas
    • huhu, danke für die Antworten! hmm ja Membranabdichtung sagst du, okay da ist bestimmt was dran; was aber wenn ich den Behälter von der alten Anlage verwende? Mir gehts eigentlich darum was in den anderen Bauteilen der Osmoseanlage so drin ist bzw in wie weit man es tatsächlich günstig ersetzen kann; da steht z.B was von 5 mikrometer Filter..ka was das genau ist was da drinn ist etc. Die Preisunterschiede am Markt sind horrend, umso schlimmer wenn man nicht versteht was da so vor sich geht in der Anlage bzw wo die qualitativen Unterschiede (jetzt abgesehen von der Produktionsmene in Litern) legen: So gibts ne Dennerle um 80+ Euro und eine "Modell Hobby" Osmoseanlage um 60 Euro komplett osmotech.de/Hobby-Umkehrosmose-Wasserfilter (Umkehrosmoseanlagen). Die zwei "Patronen" kosten zusammen grade mal 12 Euro für das Modell-Hobby Produkt). Was genau ist da drinnen (Alternativen zu Polypropylenvlies?) und wo kann man das bekommen? Bzw wie lange hält den so ein "Sedimentfilter"? könnte man den auch wiederverwenden? In der Produktbeschreibung steht nur was von Membran, Sedimentfilter und Aktivkohle...wie gesagt an der Kohlefilterung scheitert es nicht... :grinz: Achja und worauf gibt der Hersteller 30 Jahre Garantie? Die Membran wohl nicht...auf die Plastikschläuche und das Gehäuse ? :grinz:

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    • Hi Peter,

      letztlich ist da außer einer größeren Filterfläche einer semipermeablen Membran nichts drin. Ich gehe mal davon aus, dass sich die Preisunterschiede in erster Linie über die Filterflächen und die Membrantypen ergeben.
      Um eine Umkehrosmose in den Gang zu bringen, musst Du mit einem gewissen Druck auf die Membran gehen. Bei Trinkwasser reichen da normalerweise irgendwas bei 2bar aus.
      Du überströmst beide Seiten der Membran mit Wasser. Durch die semipermeable Membran können Ionen, aber keine Wassermoleküle auf die andere Seite wandern. Natürlich ergibt sich dabei, gegeben durch den osmotischen Druck, wieder Rückvermischungstendenzen. Daher braucht es einen gewissen Druck um das auszugleichen.
      Das Konzentrat wird kontinuierlich abgeführt, da ab einer gewissen Konzentration der osmotische Druck zu hoch würde. Daher hast Du ein Permeat / Retentat-Verhältnis. Wenn ich mich recht erinnere liegt der bei Trinkwasser bei ca. 1 zu 3. Nagel mich aber nicht darauf fest.
      Das heißt also, beim genannten Verhältnis bekommst Du beim Einsatz von 4 Litern Wasser 1 Liter Osmosewasser geliefert.

      Um dieses Verhältnis zu verschieben, kann man vor die Osmoseanlage Ionentauscher, Aktivkohle oder Softenerkartuschen schalten.
      Durch die wesentlich geringeren Ionenstärken, welche dann vorliegen, kann man sehr sauberes Wasser im ca. Verhältnis 1:1 entnehmen.
      Bei unseren Reinstwasseranlagen liegt das Verhältnis bei max. 0,7 : 1. Mit 1,7 l Wasser bekommt man also 1 l Osmosewasser geliefert, was dann schon oberhalb von 16 MOhm liegt (Also weit sauberer als destilliertes Wasser oder ähnliches ist). Allerdings ist da schon alles vorgeschaltet was gut und teuer ist. :grinz:

      Ohne solche, von Dir genannten, Kartuschen durchzutesten, fällt es also recht schwer, deren "Güte" einzuschätzen. Sie müssen halt ordentlich druckbeständig sein, ohne dass die Membran ausreißt und eine ausreichende Filterfläche besitzen. Die verschiedenen Materialien, die zum Einsatz kommen können, werden das übrige am Preis tun.

      Gruß
      Thomas