Zebrasoma veliferum - Pazifischer Segelflossen-Doktorfisch

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    • Zebrasoma veliferum - Pazifischer Segelflossen-Doktorfisch

      Hallo zusammen,

      heute habe ich mir seit längerer Zeit mal wieder einen Neuzugang gegönnt, einen kleinen Zebrasoma veliferum.
      Vor einiger Zeit hatte ich bereits einen, der allerdings für mein damaliges Becken zu groß wurde und somit umgesiedelt wurde.

      Eigentlich wollte ich heute nur mal schauen, was an Fischen derzeit so angeboten wird, an Kauf hatte ich gar nicht gedacht.
      Allerdings konnte ich bei diesem einfach nicht wiederstehen. Noch jugendlich, ungefähr 8 cm lang, zerzaust, Spuren von Vitamin-A-Mangel am Kopf - aber gut genährt und lebhaft.
      Armes Kerlchen, dich kriege ich wieder hin - habe ich gedacht, und schon war er im Transportbeutel.
      Nun schwimmt er bereits seit gut zwei Stunden im Becken herum, sucht an den Steinen nach Algen und macht den Eindruck, als wäre er schon jahrelang in meinem Becken.
      Keine Scheu vor der neuen Umgebung oder den anderen Fischen, er lässt sich von den Putzergarnelen reinigen - alles so, wie man es sich nur wünschen kann.

      Der veliferum gehört zur Untergattung der Doktorfische aus der Art der Zebrasoma und ist eine recht imposante Erscheinung, wenn er seine Rücken- und Bauchflossen spreizt. Meist friedlich gegenüber anderen Aquarienbewohnern, ist er sich seines Auftritts wohl bewusst, denn er lässt sich durch keinen der anderen Bewohner wirklich einschüchtern. Parhaltung ist allerdings nicht möglich, da es keine geschlechtlichen Unterscheidungsmerkmale gibt und zwei dieser Fische sich bekämpfen würden, bis nur noch einer von ihnen übrig bleibt. In der Natur werden zwar hin und wieder Paare dieser Art beim Laichgeschäft miteinander beobachtet, standardmässig scheint es sich aber wohl eher bei diesen Fischen um Einzelgänger zu handeln.

      Die Heimat des Z. velliferum ist der Pazifik des australisch-indonesischen Raumes, bis hin nach Japan und Hawaii, wo er in Tiefen von 5 bis 30 Metern vorkommt. Als Algenfresser muss er in Gefangenschaft mit Ersatznahrung pflanzlicher Art versorgt werden, da er ansonsten verkümmert. Vitaminmangel durch zu wenig Grünkost äusserst sich dann in abgemagerter Erscheinung, Hautschäden vorzugsweise im Bereich des Kopfes, einhergehend mit apathischem Verhalten. Da mein Neuzugang noch recht fit erscheint, werde ich die Vitaminmängel recht schnell ausgleichen können und werde allerlei Grünzeug füttern, wie diverse Algensorten, Löwenzahn, Salat, Gurke, Zucchini - halt die ganze Palette der pflanzlichen Leckereien, die man einem solchen kleinen Kerlchen so bieten kann. Er nimmt allerdings auch gerne die gängigen Frostfuttersorten an und ist da keinesfalls wählerisch, daher bin ich recht zuversichtlich, dass ich ihn in recht kurzer Zeit mit ausreichend Vitamingeträuftem Frostfutter wieder gut hinbekomme.

      Fotos von meinem Neuerwerb gibt es leider noch nicht, das wird in den nächsten Tagen erst was. Aber um euch mal zu zeigen, um wen und was es hier geht, füge ich gerne noch eines der Fotos von meinem "alten" veliferum an.

      Ach ja, mein Fazit zu diesem Fisch:
      Endlich habe ich wieder einen, das hat viel zu lange gedauert - ein toller Fisch mit interessanter Zeichnung und genauso interessantem Verhalten. Man muss allerdings auch ausreichend Platz haben, um ihn bei sich aufnzunehmen.
      Wenn das der Fall ist: Verzichtet nicht darauf, einen zu haben!
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      Gruß - Ingo