Akadamabienenbecken


    • Prestutnik12
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    • Akadamabienenbecken

      HiHi zusammen

      Jeder Aquarianer braucht ein Becken, das Probleme macht! Ärgerlich ist es nur dann, wenn der Troublemaker halt das einzige Becken ist... Meins – 1 von 5 - ist das hier! 60 Liter Nano-Cube, Heizung, Co2 und HMF.

      Die Story: Ich hatte nie Glück mit Bienengarnelen. Zwei Versuche scheiterten. Die Liebe war zu einseitig! Dennoch ein letzter Versuch.

      Nun habe ich ein Becken mit "aktivem" Akadama-Bodengrund angelegt, der - so hoffe ich - die Wasserwerte in Richtung Bienenfreundlichkeit verändert. Allerdings ist Akadama wohl gewöhnungsbedürftig: ich kann sagen, ich habe noch nie ein Becken erlebt, das eine so lange Einlaufzeit braucht. Seit April läuft es, aber immer noch nicht wirklich stabil. (Da mag allerdings auch die Hitzewelle des Sommers eine Rolle gespielt haben, mit sehr vielen Wasserwechseln und dauernder Kühlung mit Eis...) Der Bodengrund greift wirklich aktiv in die Wasserchemie ein, allerdings mit ziemlich oszillierenden Ph-Werten. KH zumeist um die 6, GH kann ich nicht messen. Besonders rätselhaft ist mir das Springen des Leitwertes: von 230 auf 450 und wieder zurück. Kann ich nicht deuten. Seit ich mit Regenwasser verschneide, hat es sich etwas beruhigt. (Obwohl ich gerade das nicht wollte, denn für die Regulierung war ja der Akadama-Grund gedacht. Anyway.) Aktuell keine Düngung. Ich habe den Akadama zur Vorbereitung fast zwei Wochen lang in einer satten Nährstofflösung schwimmen lassen. Das sollte erstmal reichen.

      Zumindest reichte es für eine wahrlich extreme Algenexplosion von braunen Kieselalgen und Fadenalgen. In dieser derben Form und Heftigkeit habe ich das bisher noch nicht erlebt! Die Kieselalgen sind mittlerweile weitgehend verschwunden, aber die Fadenalgen? Sowie ich die Lichtintensität - als freundliche Geste gegenüber den Bodenbedeckern - erhöhe, darf ich sie nach drei Tagen wieder begrüßen. In der Frage spiele ich noch…

      Denn nicht nur der Bodengrund, auch die Beleuchtung ist ein Experiment: Angeregt durch eine Diskussion mit Mitforumit Mathias, habe ich eine Leuchte "quer" montiert: 8 Watt-Röhre, auf halber Höhe außen am Becken. Gedacht zur zusätzlichen Bestrahlung der Pogostemon helferi, um ihr einen halbwegs niedrigen, kompakten Wuchs zu ermöglichen. Das klappt sehr gut, hat aber den Nachteil, dass die Fadenalgen im Christmas-Moos von den sechs Stunden Zusatzlicht mindestens genauso profitieren... Deshalb gerade: Pause bei Quer-Licht. Auch von den 22 Watt oben laufen aktuell nur elf...

      Da ich zu den bedauernswerten Aquarianer gehöre, bei denen alle Becken nach spätestens einem Jahr so ziemlich alle gleich aussehen, habe ich diesmal mit völlig neuen Pflanzen gespielt. Drin sind - oder waren es zumindest mal:

      Vesicularia dubyana "Christmas"
      Hygrophila difformis
      Pogostemon helferi
      Staurogyne repens
      Marsilea hirsuta
      Vor dem HMF ein bisschen Rotala rotundifolia , daneben Hydrocotyle vulgaris (? Irgendeine Wassernabel-Form),
      Pogostemon erectus.
      Und eine zusätzliche Algenkugel als Sauerstoff-Produzent.

      Meine Erfahrungen:

      Die Hygrophila difformis wurde sehr bald ekelhaft matschig, flog dann flugs raus. Als Einfahrhilfe ein Schuss in den Ofen.

      Die Marsilea im Vordergrund wächst wie der Teufel, wurzelt aber nicht gut. Treibt lange "Pflanzenketten" auf. (In dem eher groben Bodengrund keine wirklich gute Wahl. Sand oder feiner Kies wären da besser.) Die werde ich umpflanzen.

      Die P. helferi kommen richtig gut.

      Die Staurogyne repens ist so làlà. Sie geht nicht ein, treibt ganz langsam, aber irgendwas mag sie auch nicht… Zäh, aber unglücklich.

      Die Rotala sieht nicht berauschend aus: treibt hoch, wird aber unten schnell kahl.

      Nachdem der danebenstehende Wassernabel partout nicht wurzeln wollte, probiere ich es jetzt mal ergänzend mit ein paar Stängeln P. erectus.

      Das Christmas-Moos auf der Wurzel explodiert, ist allerdings bei starkem Licht auch ein verdammter Fadenalgen-Magnet.

      Den Pogostemon und der Staurogyne zuliebe habe ich die Bio-Gas-Anlage sehr aggressiv eingestellt. Sie furzt heftiger als ein andalusischer Steinesel - ich muss die Mischung aber alle vier bis fünf Tage erneuern.

      Drinnen tummeln sich Crystal Red, K4 – K6. Ich finde diese roten "Ringelsöckchen" einfach am schönsten. Zehn kamen rein, geschafft haben es sieben. Vermehrung: Fehlanzeige. Balzschwimmen ja, aber noch kein Nachwuchs. Übrigens: nahezu keine Fütterung. Nur wöchentlich einmal Frostfutter als Protein-Lieferant. Soll Häutungsproblemen vorbeugen.

      Ursprünglich waren noch 8 Reiskärpflinge Oryzias woworae (vorsichtshalber nur Männchen) mit im Becken. Aber ich hatte schnell den Eindruck, dass denen das helle Becken so nicht gefällt. Standen fast nur verängstigt in einem Eck, gingen nicht richtig ans Futter. Einer starb, der Rest zog um in 200 Liter. (Absolut richtige Entscheidung!) Jetzt ist es also ein reines Red-Bee-Arten-Becken. Na, sieben Krabbler auf 60 Liter, die haben Platz zum Ringel-Tanzen!

      Später wird noch eine schwarze Rückwand dazu kommen, der optischen Tiefe wegen. Das muss aber noch länger warten, denn noch ist die Idee mit der außenliegenden Quer-Röhre nicht ad acta gelegt.

      Ansonsten werde ich in dem Becken innen jetzt gar nichts mehr machen, die Pratzen und die Ellbogen draußen lassen. Es jetzt einfach "vergessen". Denn mein festes Credo ist: Aquarien, die man in Ruhe lässt, gedeihen am Besten. Dann machen sich auch die letzten Kieselalgen und die Fadenalgen hoffentlich vom Acker.

      Grüße
      von
      Texter Stefan
      und
      Fotografin Barbara (Falballa)
      Bilder
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    • Hallo Barbara,

      enddlich sehen wir mal was aus Stefans Erzählungen,
      vielen Dank!

      Hallo Stefan,

      meine Rotala sieht zeitweise ähnlich aus.
      Dann hat sie wieder Zeiten, da wächst sie richtig schön dicht.
      Ob das Kraut wohl gewissen Jahreszeiten unterliegt?

      Glückwunsch zu deinen P. helferi. Damit hatte ich kein Glück,
      viel eher dagegen mit Fadenalgen im Moos.
      Nein, leider ist mir noch kein privates Mittel dagegen eingefallen,
      deshalb gibt es leider keinen Tip von mir in diese Richtung.

      Nur soviel, das Bienenparadies gefällt mir richtig gut,
      und den Tieren sicherlich auch!
      Viele Grüße, Corinna :fish:
      Glück ist, wenn du gesund bist und wenn die, die du liebst, auch gesund sind.
    • Hallo Stefan,

      ich würde es vielleicht auch einfach mal in Ruhe lassen und sehen, wie es sich entwickelt. Ein paar kleine Wasserwechsel vielleicht und ansonsten erst mal auf die Finger setzen.
      Davon abgesehen finde ich es schön. Die P. helferi und das Moos sehen Klasse aus! Die Pflanzen hinten rechts würde ich eher etwas kürzen, die sehen etwas spillerig aus. Links würde ich etwas höheres vor die Rückwand pflanzen (mittelgroße Vallisnerie oder Sagittaria?)
      Eine schwarze Rückwandfolie gibt dem ganzen dann einen perfekten Look!

      Vielleicht solltest du mal 2-3 Wochen wegfahren - ich erlebe oft eine kleine Überraschung, wenn ich nach dem Urlaub zurückkomme: entweder blüht endlich mal eine Anubia oder eine Amazonas-Schwertpflanze bekommt Ableger. Letztes Mal haben die Mosaikfadenfische ein Schaumnest gebaut, während wir urlaubten. Ich glaube bald, dass meine Aura sie stört :confused: :confused: :confused:
      (Mit dem Nachwuchs hat es dann natürlich nach meiner Rückkehr nicht mehr geklappt...)

      Also... Geduld, Stefan! Guck und berichte weiter!
      Ich freue mich auch über weitere Fotos von Barbara :top:
      Liebe Grüße
      Marlis
      ____________________________
      Es gibt nichts, was eine Mutter glücklicher macht, als zu wissen, dass ihr Kind gesund ist und es ihm gut geht
    • Hallo zusammen

      Ach, Corinna, die Algen werde ich auch diesmal aussitzen, wie immer bei neu eingerichteten Becken. Es dauert diesmal nur recht lange... Eine Ursache ist vielleicht auch die Sommerhitze, die unterm Dach einfach unkontrollierbare Bedingungen erzeugte. Wie schon gesagt, ich werde dem Becken - jetzt bei hoffentlich kühleren Temperaturen - mal ein paar Wochen Zeit geben, sich zu stabilisieren. Danach will ich die Rotala (erst neulich gekappt und brutal ausgedünnt wegen der Fadenalgen ) peu à peu durch die P. erectus ersetzen. Und es könnten langsam ja mal die Red Bees in die Gänge kommen - und selbst mal was gegen die Algen tun. Ist ja schließlich ihr verdammtes Becken ...

      Zu den P. helferi. Es sind halt Lichtfresser! (und CO2-Säufer...) Auf Bild zwei kannst Du erahnen, wie die Quer-Röhre feuert: 8 Watt zusätzlich aus weniger als 10 cm Entfernung. Ich vermute mal: Ohne die Extralichtdusche werden sie irgendwann anfangen, in die Höhe zu schießen.


      Casa Carota schrieb:

      Links würde ich etwas höheres vor die Rückwand pflanzen (mittelgroße Vallisnerie oder Sagittaria?)

      Marlis, eigentlich hast Du Recht. Aber die Bilder sind frontal aufgenommen, berücksichtigen so nicht die Raumsituation. Das Becken steht in einer Ecke quer, eng hinter einem Schreibtisch, auf dem Monitore die Frontalsicht verhinern. Der Schauwinkel ist eigentlich von vorne links. Die Pogostem helferi stehen damit perspektivisch quasi nicht an der Rückfront, sondern eher seitlich in der Blickachse. Die Rückansicht ist dann eher die rechte Aquariumseite mit der zerzausten Rotala und der P. erectus. Ein bisserl vertrackt zu erklären ... aber vom freien Raum aus betrachtet passt es schon halbwegs von der perspektivischen Aufteilung her. (Frontal gesehen, wäre mir beispielsweise auch die Wurzel zu brav symmetrisch in der Mitte platziert. Spannung entsteht erst durch die Verkürzung der Perspektive durch den schrägen Blick.)[INDENT]
      Euch ne Gute Nacht - oder einen Guten Morgen,
      Stefan

      [/INDENT]

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    • Hi,
      also...meiner Erfahrung nach, ist dein Algenbeschleuniger der Algenball (Mooskugel)
      Ich hatte in einem Becken das selbe Problem nachdem ich das runde Mistding entfernt hatte
      wurde es ganz langsam besser. Allerdings gab es noch 1 Jahr später immer mal wieder einen
      “Ableger“ vom Algenball.
      LG Holger
    • Salute

      Holger, den Verdacht hegte ich auch schon. Ich glaube, Du hattest früher schon mal auf die Algenkugeln als möglichen "Herd" hingewiesen. Seltsam nur, dass die Kugel selbst keinerlei Fadenalgen aufweist. Aber ich werde Deinen Tipp ernst nehmen und das Teil einfach mal evakuieren.

      Denn ihre Arbeit hat sie ja erst mal getan: Diese Kugeln sind erstklassige Sauerstoff-Produzenten. Und das ist in einem Nano-Becken unterm Dach bei Wärme schon Gold wert...

      Arme Corinna! In der Redaktion hier müsstest Du mit Deinem Drang zu Neunziggradwinkeln verzweifeln! Hier stehen die Schreibtische schräg in den Raum verteilt, die Monitore stehen schief, Papierstapel wie der Turm von Pisa - und alles noch gekrönt von einer Dachschräge...

      Zum Trost die heile Welt: 4.bp.blogspot.com/-lOWiSD6Cwg8…dressing+with+artists.jpg

      LG,
      Stefan
    • HEYA, ich mag das Bild auch sehr gerne! Aber so schön ist das Mondrian-Gepinsele leider oftmals nicht mehr. So ist er eigentlich nur noch in unserer Erinnerung. Corinna, hast Du mal Originale in Museen gesehen? Der Kerl hatte teilweise die falschen Farben gewählt, sie werden rissig und platzen sogar ab. So makellos wie hier sind sie nur noch Dank Photoshop oder permanenter Restaurierung.

      Will sagen: Selbst Mondrian entwickelt sich mittlerweile ziemlich schräg...

      Grüße,
      Stefan
    • HiHi zusammen

      Es ist und bleibt ein Trouble-Becken! Vorgestern war ich froh und glücklich, eine EINZIGE kleine Bienengarnelen gefunden zu haben. Mein erster Nachwuchs!

      Entsprechend drückte ich mir dreimal am Tag die neugierige Nase platt, um vielleicht noch mehr kleine Bienen zu finden... Gemäß der alten Bauernregel: Wo eine ist, sind noch andere! Aber: Vergeblich!

      Dafür gestern abend eine unangenehme Überraschung: Eine Libellenlarve! Mittelgroß, aber schon klar zu identifzieren. Zum Glück sind die Viecher eher langsam - ich konnte sie rausfangen.

      Hoffe jetzt, dass es nur eine eine einsame, irregeleitete Libellenlarve war. Aber ich fürchte, die erste Nachwuchsgeneration der CR hat die Larve für ihre Mast schon verbraucht.

      Bullshit!
      flucht
      Stefan
    • Hallo Stefan,

      wenn die Garnelchen sich bereits vermehrt haben, werden sie es höchstwahrscheinlich nochmals tun :zwinker:
      Hab etwas Geduld und halt immer schön die Augen auf nach Wilderern im Becken!
      Liebe Grüße
      Marlis
      ____________________________
      Es gibt nichts, was eine Mutter glücklicher macht, als zu wissen, dass ihr Kind gesund ist und es ihm gut geht
    • HEYA zusammen

      Ein kleines Update zum Becken.

      Erstmal: der Akadama-Bogengrund verliert sein Eigenleben nicht. Habe versucht - mittels Osmosewasser - das Becken auf einen bienenfreundlichen Leitwert von 200 einzustellen. Geht nicht! Einen Tag später ist der Leitwert wieder auf 260 angestiegen. Jedesmal. Das ist zwar nichts Tragisches, aber ... der Bodengrund hat eben seinen eigenen "Kopf". Muss man wohl akzeptieren. Die Bienengarnelen vermehren sich trotzdem. Zwar nur langsam, aber immerhin.

      Im Normalfall gehören Fadenalgen für mich zur Anfangsphase eines Beckens. Hier aber haben sie sich dauerhaft eingenistet! Nicht, dass ich das dramatisch fände, aber es ist eben so. Versuchsweise hatte ich das wuchernde Christmas-Moos (ein totaler Algenmagnet) rausgeworfen. Hatte mich eh genervt, da es nach kurzer Zeit überall im Becken zu finden war. Aber die Fäden blieben. Wuchern vor allem unten am Boden, an der Basis der Pflanzen.

      Ich vermute, dass das Nährstoff-Niveau dieser Akadama-Tonerde von sich aus sehr hoch ist. Obgleich ich nicht zusätzlich dünge. Muschelblumen sollen da jetzt helfen, "raussaufen", was geht. Außerdem sehen sie schön aus.

      Jetzt ein übler Flop: Hatte 10 Otocinclus affinis - Nachzuchten von einer Fischbörse - eingesetzt. Nach einer bewusst nur kurzen Anpassungsphase. Totaler Schlag ins Kontor, acht von 10 Tieren starben innerhalb der ersten Woche. Dieses von manchen Aquarianern empfohlene "Schnellverfahren" zur Reduzierung von Stress hat sich in meinem Fall so gar nicht bewährt. Die zwei einsamen Übriggebliebenen dauern mich zwar in ihrer Einsamkeit, aber noch einen Versuch werde ich nicht unternehmen. Nochmal eine Tüte voll Fische will ich da nicht exen...

      Werde jetzt noch einen anderen Versuch machen: Starklicht! Da haue ich jetzt eine LED-Leiste mit 31 Watt und 4.000 Lumen drüber. 75 Lumen pro Liter. Will mal schauen, was dann passiert. Die Standard-Leuchten des Cubes - 2 mal 11 Watt, 1.800 Lumen - sind, selbst nach der Ergänzung durch eine weitere 8 Watt-Röhre auf halber Höhe, immer noch einfach zu schwach für diese Bepflanzung. (Die Staurogyne repens, beispielsweise, hat sich endgültig verabschiedet...)

      Zwischen-Fazit: durchwachsen.

      Aber ich wollte ja ein Becken, das mal anders läuft als die übrigen. Und das tut es.

      Grüße,
      Stefan

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    • Hallo zusammen, ein schneller Zwischenbericht

      Dieses undankbare Bienenpack will sich nicht vermehren! Einige Male habe ich kleine Bienchen gesehen, aber kaum eine schafft es. Und ein Bestand von 12 bis 14 Red Bee in einem Sechzigerbecken, das ist einfach zu kümmerlich! Bienen sind eh fürchterlich langweilige, dynamiklose Gesellen, die so gut wie keine Action im Becken bringen, da hilft nur Masse!

      Also habe ich noch mal ein Dutzend dazu gesetzt. Aber keine "reinen" - ich weiß, ich weiß, das ist eh ein sinnleerer Begriff - Bienen, sondern Pinto-Mischlinge. Was das genau ist, weiß man auch nicht, unterliegt wohl dem Geheimnis der asiatischen Zauberlehrlinge. Vermutlich: ein Hybrid aus Spotted Head Tiger und Crystal Red. Anyway: Ein gemischter Stamm aus Rot und Schwarz.

      Der Pinto-Züchter legte es mir sehr ans Herz: Jetzt werde ich als nächste - und letzte - Brennerstufe das Wasser verändern: weg vom Mischen von Osmosewasser und Leitungswasser hin zur Aufhärtung von Osmosewasser mit einem Bienensalz, GH +.

      Mal schauen... welche Wunder mich nach dieser subtilen Veränderung wohl erwarten.

      LG
      Stefan
    • Nächste Brennerstufe, das nächste Problem: andere Bodenbedecker (Pogostemon helferi, Hemianthus Cuba, Eleocharis sp. Mini, Glossostigma elatinoides) rein, das häßlich wuchernde Christmas-Moos ganz raus, 4.000 Lumen Pflanzenlicht über 60 Liter, CO2 in Weichwasser.

      Wegen des Starklichtes vor drei Tagen mit NKP-Düngung und zusätzlicher Eisendüngung angesetzt, Fadenalgen weitgehend entfernt.

      Und? Zum ersten Mal in meiner Aquarianer-Karriere darf ich persönlich Cyano-Bakterien / Blaualgen in einem Becken begrüßen!

      Ein ganz neues Erlebnis,
      ruft
      Stefan
    • Hi Stefan,

      zumindest kann ich Dich moralisch unterstützen, ich habe, seitdem ich auf (die schon diskutierte) LED-Befeuerung umgestellt habe, ebenfalls mit Algen aller Coleur zu kämpfen.
      Ich habe gestern Fadenalgen aus dem Flammenmoos gedreht ... das sah wie grüne Zuckerwatte auf dem Holzspieß aus. Heute morgen hineingesehen und es wabert schon wieder durch das Becken.
      Den Pinselalgen bin ich mit einem CO2-Inline Atomizer auf die Pelle gerückt, was zumindest ein wenig geholfen hat. Makronähstoffe mal zugegeben (war Mist), dann mal weggelassen (auch Mist), Eisendünger mal mehr (Hallo Pinselalgen), mal weniger (Hallo Pflanzenfäule). Zumindest ist's mal eine Herausforderung.

      Aber Glosso geht ab wie Schmidts Katze. Und das war ja der Grund, warum ich den Tanz mit dem Licht ja erst veranstaltet habe.
      Ca. 300€ Investitionen für ein wenig (veralgtes) Grünzeug auf dem Boden. Ein aquaristischer Höhenflug! :grinz:

      Aber Mann wäre nicht Mann, würde er nicht versuchen die Sache mit noch mehr Technik in den Griff zu bekommen! Das Arduino-Board ist bereits geliefert, UV, Ionentauscher, Ventile, Peristaltikpumpen liegen bereit und Programmierung ist im vollen Gange. Sobald das Relaisboard ankommt, wird das Becken so auf Totalüberwachung umgestellt, dass die NSA feuchte Hände bekommt!
      Mal schauen, was für Farben die Algen sonst noch so bekommen können :cool:

      Viele Grüße
      Thomas