Blätter trocknen für's Aquarium


    • Uwitsch
    • 5709 Aufrufe 21 Antworten

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    • Blätter trocknen für's Aquarium

      Hallo, In der Neuen Amazonas ist ein schöner Bericht über altbewährte Hausmittel bei leichten Krankheitsbildern. Da wird natürlich über die Blätter der Rotbuche, Erlenzäpfchen und Wallnussblätter geschrieben. Jetzt aber meine Frage ! Wie sammelt ihr eure Blätter? Ich habe zur Zeit Walnussblätter, Haselnuss, Linde und Eichenblätter hier zum trocknen die bleiben aber grün. Gefallene Blätter sind ja braun . Wie haltet ihr das? sammelt ihr gefallene Blätter auf oder frisch von Baum.
      Minimalismus bedeutet nicht, nichts zu haben, sondern keinen Ballast zu haben.
    • Hallo,

      Also ehrlich gesagt hab ich noch keine Blätter im Aq hergenommen, aber für Schokoguramis hätte ich sie vom Baum und dann getrocknet.
      Aber bei denen gehts um Optik-nicht um Heilung...

      Meine Erlenzapfen sammle ich und schmeiß sie trocken rein. Auch schüttel ich sie davor und hau sie leicht auf den Tisch, denn da sind noch immer
      so kleine Flocken drin, die sonst an der Oberfläche schwimmen würden.


      LG,
      Franzi
    • Hallo,

      ich habe alle Blätter (braun) im Herbst vom Boden gesammelt, außer Walnussblätter die habe ich frisch vom Baum gepflückt und anschließend getrocknet (die bleiben dann auch grün). So sollte man das mit Walnussblätter machen habe ich gelesen und seitdem mache ich das so.
      Gruß Wolfgang
      ___________________
    • Walnuss und Birke kann man jetzt grade noch grün pflücken und trocknen,
      alle anderen sollten schon braun geworden sein...

      Ich persönlich nehme keine Runtergefallenen mehr, nachdem mir das mal total verschimmelt war...
      Pflücke die im Wald vom Baum,kann man sich besser aussuchen, was man anschliessend im Becken sehn möchte, ausserdem werden sie von mir in speziellen A4-Büchern gepresst und getrocknet...
      Kann man dann besser (geschichtet) aufbewahren...
      bleibt mir alle schön gesund, common
    • Uwitsch schrieb:

      In der Amazonas steht:.

      Hab die A... nicht, Uwe, von wem ist denn der Beitrag?

      Und...., ich vertrau schon seit Jahren den grünen Birkenblättern..., geschadet hats jedenfalls nicht und beschriebene Krankheitsbilder gabs auch nicht...

      Und die Walnussblätter funktionieren gut, seit Benutzung kaum noch Verpilzungen von Koilaich, werf immer ne Anzahl davon in meinen Nachzuchtkübel...
      bleibt mir alle schön gesund, common
    • Schleierkampffisch schrieb:


      Meine Erlenzapfen sammle ich und schmeiß sie trocken rein. Auch schüttel ich sie davor und hau sie leicht auf den Tisch, denn da sind noch immer
      so kleine Flocken drin, die sonst an der Oberfläche schwimmen würden.


      Die kleinen Flocken sind die Samen der Erle. Ich gebe sie absichtlich mit rein in mein offenes Becken. Dort keimen sie nämlich und wachsen zu winzigen Erlenbabys heran. Sieht nett aus. Natürlich gehen sie irgendwann ein. Ein Aquarium ist ja nicht wirklich der geeignete Lebensraum für sie.:-)
      Grüße aus Nürnberg

      Gisela



      ”Alles, was wir hören, ist eine Meinung - keine Tatsache.
      Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive - keine Wahrheit.“

      Zitat: Weiß net.....aus'm Netz gefischt. :-)
    • Salute zusammen

      Jetzt bin ich endlich mal dazu gekommen, den Amazonas-Artikel zu lesen. Bernd, die Autorin ist Petra Fitz, ihres Zeichens "Dipl.-Ing. (FH) Biotechnologie". Die Dame hatte uns ja hier schon eine nett-kontroverse Diskussion verschafft mit ihrem Nitrit-Artikel in der Datz. aquarium-stammtisch.de/Forum/s…wert-im-AQ&highlight=Fitz

      Beim Artikel über "Hausmittel" läuft es nach einer allgemeinen Einleitung über Wasserhygiene weitgehend auf einen Testvergleich zwischen Walnussblättern und Kochsalz hinaus. Jetzt bewertet als Therapeutikum bei einer Hautkrankheit bei Platys. (Die Nuss deshalb, weil Fitz sie für das wirksamste Blättermittel neben dem Seemandelbaum hält.)

      In ihrem Fazit stellt sie heraus, dass Salz das klar potentere Mittel ist. Eben als Therapeutikum gesehen. Den Einsatz von Blättern oder auch Erlenzäpfchen sieht sie eher als prophylaktische Mittel der Krankheitsvermeidung, der Vorbeugung. Weniger als Heilmittel.

      Soweit, so gut. Manches in ihrer Einleitungspassage ist mir auch nicht klar geworden. Sie spricht von "Keimen" und "Keimdichte" (darunter fallen bei ihr nicht nur Bakterien und Pilze, sondern auch Viren. Aber das ist doch nun wirklich eine andere Baustelle...) Und sie spricht Erlenzäpfchen oder auch bestimmten Blättern hier eine antibiotische oder fungizide Wirkung zu. Hätte mich ja interessiert, ein Wort zu hören, wie das ihrer Meinung nach funktioniert.

      Wie und auf der Basis welchen Wirkmechanismus greifen Blätter und Erlenzäpfchen ein? Vor allem dann auch: in welchem Grad sind diese Mittel wirksam? Das in der aquaristischen Literatur ewig weiter getragene "wirken mild antibiotisch" wird wiederholt, sagt mir jetzt trotzdem zu wenig. (Andersrum überlegt: Wenn sie wirklich effektiv antibiotisch wirksam wären, würde ich Erlenzäpfchen/Blätter im Normalbetrieb ja eher nicht einsetzen. Denn ich will ja nicht mir nichts, dir nichts ein Breitband-Antibiotikum im Becken haben. Denn das würde mir ja auch die Nitrobakter und Nitrosomonas abtöten - und ich müsste die Chose quasi neu einfahren... Denn ein effizientes Antibiotikum unterscheidet ja nicht zwischen Bakterien, die ich mag und wünsche und solchen, die ich nicht im Becken möchte.)

      Schade, dass die schöne Tradition, nicht nur User des Forums, sondern auch Fachleute zu interviewen wohl eingeschlafen ist. Mit der Petra Fitz hätte mich ein Interview wirklich sehr interessiert. Originelle Untersuchungen macht sie ja allemal.

      Grüße,
      Stefan
    • Hi,

      Ich wäre da vorsichtig mit einer Aussage, dass Erlenzapfen und Co die Keimdichte senken, bzw. es nicht tun. Ebenfalls die antibakterielle Eigenschaft oder auch das Verhindern von Verpilzungen würde ich da nicht zu hoch bewerten. Mir sind meine ganzen Eier und Larven der Betta persephone verpilzt und das trotz Torfwasser und Erlenzapfen.
      Ich nehme Erlenzapfen, um das Wasser dunkel zu färben, damit die Fische sich wohler fühlen. Hübscher Nebeneffekt: Der Ph wird leicht gesenkt, was bei mir aber garnicht auffällt, da ich Torf mit drin habe.

      Gruss
      Sascha
    • Hallo, also ich sehe das ganz entspannt !
      Die Blätter sind auf keinen Fall schädlich, dass Aquarium wird dadurch natürlicher und die Bewohner haben zusätzlich Nahrung. Das die ein oder andere Pflanze Wirkstoffe enthällt die dem Aquariummilieu zuträglich sind ist dabei von Vorteil.
      Ich denke in der Natur gibt es kein Gewässer, wo keine Blätter durch am Ufer stehende Bäume hineinfallen, deswegen gehören sie in meinen Aquarien eben einfach dazu.
      heimbiotop.de/natuerlichewirkstoffe.html
      Minimalismus bedeutet nicht, nichts zu haben, sondern keinen Ballast zu haben.
    • Hi,

      Nein schädlich sind sie auf keinen Fall und bieten auch Vorteile. Ich habe Laub bei meinen Betta channoides. Da können sich dann Jungfische drunter verstecken und Kleinstlebewesen finden da Futter. Die Kleinstlebewesen sind dagegen wieder Futter für die Jungen. Ich bezweifel auch nicht, dass sie Antibakteriell wirken oder Verpilzungen vermeinden können. Aber man sollte das nicht überbewerten.

      Ist das selbe mit den Erlenzapfen und Ph senken. Das geht, aber man sollte bei normalem Leitungswasser keine Hoffnungen haben, dass da gross was passiert. Selbst bei destilliertem Wasser geht das nur bedingt. Bei mir hab ich das Wasser nicht viel senken können.

      Blätter und Natur:
      Thomas Weiblen hat mir von seiner Tour durch Indonesien erzählt. Der Buschführer (nenn ich ihn mal so) führte ihn in einen Wald mit sehr, sehr viel Laub auf dem Boden. Eigentlich wollten sie zu einem riesigen Wasserloch. Thomas fragte dann mal, wo das Loch denn sei und der Buschführer meinte, sie stehen mittendrin. Das waren vielleicht 5-10cm Wasser, was komplett von Laub bedeckt war. Dadrin lebten Kampffische. Nicht umsonst heissen die kleinen Roten auch Laubkampffische. Laub kommt sehr häufig vor und ist bestimmt auch hilfreich. Vor allem, um sich zu verstecken.

      Eventuell helfen Erlenzapfen und Seemandelbaumblätter auch, um bestimmte Keime, Bakterien oder Pilzsporen zu töten, die recht schädlich für die Aquariumbewohner sind. Das weiss ich nicht. Sicher ist aber auch, dass viele dieser Gewässer in Asien (oder mitunter auch Südamerika) einen recht niedrigen Ph-Wert haben. Wasser mit einem niedrigen Ph-Wert hat aber auch weniger Keime oder zumindest weniger Keime, die schädlich sind.

      Gruss
      Sascha
    • HEYA Uwe, Sascha,

      entspannt sehe ich die Sache auch. Da komme auch ich über keine persönliche Reizschwelle. Ich bin eben nur neugierig. Und hätte mir von einer Bio-Technikerin ein Wort zum Wirkmechanismus dieser angesprochenen "Antibiotika" gewünscht. (Sicher, das kann man von einem journalistischen Artikel nicht wirklich erwarten, aber wünschen darf man es sich trotzdem.) So es denn eine kausal nachvollziehbare bekannte Erklärung überhaupt gibt.

      Oder jagen wir da einen Mythos? Die Behauptung wird immer weiter kolportiert, in Büchern, im Netz, oft auch hier im Forum. "Wirf Erlenzäpfchen rein, die wirken antibiotisch!" Empfehlungen, die dann von Leuten kommen, die ihr Leben als Sachbearbeiter beim Landratsamt, hinter der Bäckereitheke verbracht haben oder als abgebrochene Germanisten Aquarienbücher aus anderen Aquarienbüchern abschreiben.

      Ich hätte diese "volks-aquaristische Erfahrungsmedizin" einfach mal gerne von kompetenter Seite her in ihren bio-medizinischen Mechanismen begründet gesehen.

      Ein Beispiel einer Erklärung, wie ich sie mir gewünscht hätte: "Aspirin wirkt gegen Kopfschmerzen." Weil darin die Substanz ASS enthalten ist und - das schreibe ich jetzt einfach ab von Wikipedia - "Acetylsalicylsäure wirkt durch Hemmung der Cyclooxygenase und der daraus folgenden sinkenden Bildung von Prostaglandinen auch dezentral schmerzstillend, antirheumatisch sowie fiebersenkend." Nebenwirkungen: Magenprobleme plus Belastung von Nieren und Leber.

      Oder ein schön absurdes Beispiel: Eines der wirksamsten Antibiotika ist Seife in Kombination mit Wasser. Da die meisten (ich weiß nicht sicher, ob alle) Bakterien eine Lipidhülle haben, kann durch Seife die Außenhaut aufgelöst werden. Bakterium ex. Nebenwirkungen: Fische, Garnelen, Schnecken sind auch perdü. Ergo: aquaristisch nicht zu empfehlen.

      So einen simplen Erklärungsansatz würde ich auch für die antibiotische Frage suchen: 1.000-fach behauptet und weiter getragen, aber mir nie erklärt!

      Versteht mich nicht falsch, es geht hier nicht um Kritik oder Ablehnung ("Wie sieht das denn aus bei einer Verdünnung in 200 Litern Wasser?"), sondern wir sind auf der Ebene der wohlwollenden Suche nach einem kausal nachvollziehbaren Begründungsansatz.

      Oder ist das Ganze einfach nur typisch germanisch? (Die Japaner sind übrigends ähnlich drauf, meine französischen Nachbarn dagegen grinsen da eher!) Ausdruck unserer Sehnsucht nach Alternativ-Medizin, "Chemie ist böse!", nach Sanftheit und "nebenwirkungsfreier Bio-Wirksamkeit". Auch das wäre ja denkbar.

      Vielleicht löst sich die Frage ja irgendwann mal,
      hofft
      Stefan

      P.S. Sascha, in Bezug auf "Schädlichkeit" erwähnt Petra Fitz in ihrem Artikel doch das Beispiel eines massenhaften Garnelensterbens nach dem Einsatz von Walnussblättern. Sie hat allerdings keine eindeutige Begründung, doch die Beobachtung ist da.
    • Hi,

      Da muss ich jetzt wirklich passen. Garnelen und Eichenlaub, Brennessel, Birke, Löwenzahn das geht. Wallnussbaumblätter und Garnelen... keine Ahnung.
      Ganz ehrlich: Vorbeugend gerne, aber bei einem Befall mit Pilz oder Flossenfäule, da würde ich zu viel Wasserwechsel und einem vernünftigem Medikament greifen.

      Hab auch schon gehört, dass Naturjoghurt gegen Ichtyho hilft. Aber vielleicht haben die Fische das einfach selber überstanden, weil sie stark genug waren. Solange das nicht wirklich erklärt wird und des öfteren anschlägt bleib ich auch da lieber bei einem ordentlichen Medikament. Ich find an Chemie im Aquarium nichts schlimmes, da ja alles Chemie ist. Co2, Sauerstoff, Ph, Kh und Gh...

      Ich find Erlenzapfen einfach genial, weil das Wasser dadurch so schön dunkel wird.
      Oh, was mir noch einfällt: Immer wenn ich Erlenzapfen ins Wasser schmeisse, bildet sich eine Art Pilz, Pflaum, Schicht, Bakterienrasen (oder was auch immer das ist) um diese Erlenzapfen. Das verschwindet nach gut 1-2 Wochen. Aber es bildet sich ganz eindeutig eine graue Schicht.

      Gruss
      Sascha
    • Das geht schon...

      Hallo erst mal...Ich habe das Glück weit von der Straße zu wohnen, und mein Kleiner sammelt oder pflückt so möglichst unbelaste Walnuss und Brennesselblätter.
      Wir trocknen das und spühlen es vor der vergab lauwarm ab, wg Staub.
      Im 30er habe ich gern 1-2 Blätter (nicht nur zur Vorsorge) sondern als Versteck. Als Medikament ist bei guten Wasserwerten nur gutes zu erwarten, schaden kann ein solches Laub vom Harthotz nicht.
      Meine Garnelen und Krebse sind froh und sehr activ um die neuen Blätter und darunter......