Einmal jährlich Grundreinigung


    • chila
    • 1968 Aufrufe 11 Antworten

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    • Hallo,

      regelmäßige Wasserwechsel mit entsprechender Größe sind ok.
      Filterreinigung sollte nur dann erfolgen, wenn die Durchflussmenge äusserst gering ist und somit nicht mehr die Filterung erzielt, die man sich wünscht.

      Bodengrund braucht man normalerweise nicht austauschen. Man kann problemlos mal ein Areal mit dem Finger auflockern und etwas Mulm absaugen.
      Es ist ungünstig, den gesamten Bodenbereich zur selben Zeit zu beackern, da sich dort auch wichtige Bakterienstämme befinden. Ferner müsste man dann auch alle Pflanzen entnehmen, was den Wurzeln schadet.

      All das kann man machen, notwendig ist es aber eher nur dann, wenn große Umgestaltungen geplant sind oder das System ein größeres Problem aufweist.

      Ansonsten gilt der alte Spruch : "Verändere nie ein gut laufendes System"
      Gruß Jens - Olaf


      24-7-365 -- das ist nicht meine Telefonnummer.
      Das ist die Einsatzbereitschaft der
      Freiwilligen Feuerwehr.
    • Hi,

      Ein Bekannter und ich haben uns letztens über sowas unterhalten. Es mag durchaus Sinn ergeben, einmal im Jahr das Aquarium komplett neu aufzusetzen. Für die allgemeine Aquaristik aber wohl eher uninteressant.
      Wir haben da so einige Überlegungen. So gibt es zur Zeit neue Erkenntnisse über Betta macrostoma. Bei einigen Haltern haben die Tiere sich sehr schnell im neuen Becken gepaart und vermehrt, aber danach die Vermehrung komplett eingestellt. Durch Zufall hat Horst Linke am Fangort den Silikatwert gemessen. Dieser Wert ist ein Wert, der im heimischen Aquarium recht hoch steigt. Bisher hatte man diesem Wert keine grosse Bedeutung beigemessen. Da er allerdings am Fangort des Betta macrostoma sehr niedrig war, hat ihn ein Züchter ebenfalls gesenkt und gleich danach haben sich alle Pärchen wieder verpaart. Das Problem ist, dass man den Silikatwert auch nicht mit Osmosewasser herausbekommt (ausser man hat spezielle Filter). Das geht nur mit destilliertem Wasser oder einem Vollentsalzer.
      Gut, ob der Silikatwert jetzt bei mehreren Fischarten eine Rolle spielen, das sei mal dahingestellt. Allerdings mag es durchaus Werte im Wasser geben, die wir nicht messen und die mit der Zeit steigen (oder abnehmen) und somit eine Vermehrung verhindern. Wir haben nämlich festgestellt, dass z.B. meine Betta persephone sich anfangs oft vermehrt haben, danach aber nichts mehr weiterging. Kaum habe ich die Jungen in ein neu aufgesetztes Becken umgesetzt, ging es da mit den Verpaarungen weiter.

      Es könnte also bei bestimmten Fischarten, bzw. bei der Zucht/Vermehrung durchaus auch mal Sinn machen ein Becken komplett neu aufzusetzen.

      Übrigens zu Betta macrostoma:
      Ich sage nicht, dass Horst Linke und Co unrecht haben. Ich denke aber, dass es mittlerweile Nachzuchten des Betta macrostoma gibt, denen der Silikatwert nicht soviel ausmacht. Denn ich kenne mittlerweile 2 Leute, die kein Stück auf den Silikatwert geachtet haben und trotzdem Erfolg bei der Nachzucht haben.

      Gruss
      Sascha
    • HEYA

      Mir gruselt es da auch! Nach einem Jahr läuft ein Becken endlich rund, die Wasserchemie ist eingefahren, die Bodenchemie stimmt, die Pflanzen stehen fest. Das jetzt alles wieder um zu kippen, wäre wie ein coitus interruptus.

      Ich habe ein Becken, das läuft sei 12 Jahren in der gleichen Form. Wie schon gesagt: Never change a running team.

      Und das sagt ein Mann, der jederzeit mit einer schwäbischen Hausfrau verwechselt werden könnte!

      Gruß,
      Stefan
    • Hi,

      Das ist der Vorteil an einem 25l Becken mit Torfboden und ein paar Anubias und Javafarn. Das mach ich in 'ner halben Stunde neu.
      Allerdings habe ich das bei meinen Apistogramma cacatuoides auch nicht gemacht.

      Gruss
      Sascha
    • Hi,

      Naja, die Pflanzen sind nur ins Aquarium gesteckt worden. Die kann man ganz leicht entfernen. Der Bodengrund ist auch kein Thema. Der ist ja nichtmal 1cm dick. Das Wasser macht man mit 2 10l Eimern raus und fertig. Allerdings setz ich erst das neue Becken an, setz dann die Fische um und mache dann erst das alte Becken sauber. Der Torf braucht nämlich ein paar Tage, bis er sinkt.

      Allerdings wenn ich da an meine Betta simplex denke... da hätte ich auch nicht jedes Jahr das Becken komplett neu aufgesetzt.

      Gruss
      Sascha
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    • Trotzdem, mir hat es Spaß gemacht, viel Arbeit, aber wenn der Erfolg dann da ist....und Muskelkater
      Hatte ja nu auch viele Probleme und bastel noch an meiner Erfahrung.
      Wenn es dann jetzt rund läuft lass ich es auch in Ruhe. Züchten will ich eh nicht.
      Du kannst keine Wellen stoppen, aber Du kannst lernen, auf ihnen zu surfen.