Kahmhaut aus dem Nichts


    • Prestutnik12
    • 926 Aufrufe 9 Antworten

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Kahmhaut aus dem Nichts

      HiHi zusammen

      Habe mein Bienenbecken neu aufgesetzt. Den alten Akadama-Bodengrund ausgemacht. Neuer Bodengrund, nur die alte Filtermatte des HMF wurde weiter verwendet. Wasser: Osmosewasser, aufgehärtet zu Bienenwasser, Leitwert um 250. Kein Dünger, nix. Drinnen 7 Bienengarnelen.

      Heute morgen, nach zwei Tagen: Drauf ne Kahmhaut, die man kaum mit der Kettensäge durchkriegt! Dick mit Blasen obendrauf... Die "Mutter aller Kahmhäute..."

      Würde mich interessieren: Woher kommt in einem solchermaßen nährstoff-armen / freien Becken, die Nahrungsgrundlage für eine solche "herrliche" Kahmhaut?

      Ich will nun nicht wissen, wie man eine Kahmhaut wegbekommt. Mich interessieren Vermutungen, wie sie entstanden sein könnte? Denn irgend ein Nährstoff-Angebot liegt im Becken ja noch nicht vor. (Und in vitro-Pflanzen, mit eventuellen Nährgelee-Resten wurden nicht genommen, sondern nur Pflanzen, die in anderen Becken bereits im Einsatz waren.)

      Mir ein nettes Rätsel,
      Stefan
    • Hallo Stefan,

      das ist ja seltsam. Ich hatte bisher auch nur dann eine Kahmhaut auf dem Wasser, wenn ich auch einen Nährstoffüberschuss vermuten konnte. Meistens verbunden mit starker Algenbildung.

      Hast du deine 7 Bienengarnelen gefüttert, und ist dir dabei vielleicht das ganze Steak ins Wasser gefallen?
      Viele Grüße aus Gillersheim

      Peter
    • Peter,

      Du meinst, ich hätte in morgentlicher Zerstreutheit die Schweinehälfte im Bienen-Becken versenkt anstatt bei den Piranhas? Hmm...

      Noch ein ergänzender Punkt ist mir aufgefallen: Seemandelbaumblatt. Mit den Teilen habe ich bisher keine Erfahrung. Aber ein Blatt auf 60 Liter? Wie groß kann da der Einfluss sein?

      Ja, meine bisherige These war auch: Kahmhaut kommt dann, wenn man es mit der Düngung, vor allem bei Eisen, zu gut meint. Gerne in Kombination mit erhöhten Phosphatwerten.

      Aber hier: Nitrit: Null, Nitrat: Null, Phosphat kann ich mittlerweile nicht mehr messen, aber wo soll das herkommen?

      Irgendwie fehlt mir gerade jeder Ansatz, das Rätsel zu lösen,
      Stefan
    • Hallo Stefan,
      eine Kahmhaut kann ja durch Bakterien oder Algen gebildet werden. Bei dir scheint es sich um eine dichte Schicht kleinster Algen (Blasenbildung) zu handeln.
      Und Algen in einem "nichteingefahrenen" AQ sind normal. Oder?
    • Moin Stefan,

      vielleicht hatte sich die "Mutter aller Kahmhäute" :lach: ja im neuen Bodengrund versteckt?
      War der Bodengrund denn ganz neu, sprich unbenutzt und gut ausgewaschen?
      Wobei, dass ich mich tatsächlich traue, einen alten Hasen wie Dich sowas zu fragen, grenzt ja schon fast an Beleidigung, sorry.

      Eine weitere Theorie könnte tatsächlich das SMB-Blatt sein, wenn sich da schon viele Bakterien drauf angesiedelt hatten und diese nun eine fröhliche Vermehrungsparty feiern, da es noch keine ausreichende Konkurrenz gibt.
      Nach Ockhams Rasiermesser soll man ja einfache Theorien bevorzugen... :cool:

      Oder wir halten es mit Sherlock Holmes und schließen alle naheliegenden Theorien aus. Was übrig bleibt ist dann die Lösung auch wenn sie noch so unwahrscheinlich ist.
      (Toll fände ich z.B. Aliens, die in Deinem Becken heimlich eine Kolonie gründen wollen... :ablv: )
      Gruß,
      Michael
    • HEYA, Till, guter Ansatz! Habe die Mittagspause mal zum Mikroskopieren genutzt. Allerdings: Kein besonderer Anteil an "Grün", also scheinen chlorophyll-führende Algen hier kaum ne Rolle zu spielen.

      Anyway, ich habe jetzt trotz alledem mal mit der Standard-Düngung im Becken - bis auf Eisen - begonnen. CO2 hängt jetzt auch dran. Damit werde ich besser vorsichtig hantieren, da der Ph-Wert eh gerade nur bei 6,4 liegt. Tiefer will ich ihn bei einem Becken ohne nennswerte Karbonathärte auch nicht fallen lassen...

      Ja, Michael, das Seebaummandelblatt habe ich heute morgen sicherheitshalber mal rausgenommen. Genau: Des Razors meines alten Münchner Kumpels Willi Ockham eingedenk... (Aber spricht der nicht von "Seiendem", anstatt von Theorien? Entia non sunt multiplcanda...)

      Immerhin könnte ich dann aus dem falschen Grund das Richtige getan haben! Denn ich traute dem Blatt aufgrund des gesunkenen Ph-Wertes nicht. Die Idee, dass das unschuldig wirkende, getrocknete Teil eine Bakterien-Kolonie beheimaten könnte...

      Grüße,
      Stefan
    • Hallo Stefan,

      ich schmeiß noch mal eine andere vage Theorie in den Raum:

      nur die alte Filtermatte des HMF wurde weiter verwendet


      Beim "Eintunken" der Matte (in der ja sicher reichlich Bakterien vorhanden waren) sind welche an der Wasseroberfläche hängen geblieben und haben sich dann vermehrt...

      Keine Ahnung, klingt sowas logisch? :schiel:

      Grüße, Kati
    • HiHi zusammen

      Hmmm, die Filtermatte ist wohl wahrlich der größte "Bakterienspender"! Eventuell habe ich auch die Nährstoffarmut des Beckens total unterschätzt? Mag einfach sein, dass durch das Aufbauen des Beckens, das Reinlangen, durch Pflanzen etc. somit eine hinreichende Nährstoffgrundlage für die Kahmhaut gegeben war.

      Denn lange hat sie nicht gehalten. Heute morgen war die Kahmhaut deutlich zurück gegangen.

      Gibt es da nicht so ein Gedicht von Gottfried Benn? "An die Kahmhaut" (Nee: "Oh Nacht") :

      "Ich muß, ich muß im Überschwange
      noch einmal vorm Vergängnis blühn."

      Anyway, das Becken wird schon laufen! Merci für Eure Ideen,
      Stefan